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Essstörungen.....

In dieser Diskussion geht es um "Essstörungen....." im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Möchte als allererstes gerne sagen, das mir dieses Forum hier sehr gut gefällt. Auch wenn ich noch nicht viele Beiträge geschrieben habe, habe ich dennoch ...


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Alt 18.07.2008, 17:16   #1
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Standard Essstörungen..... - Dieser Beitrag ist 137 Tage alt

Möchte als allererstes gerne sagen, das mir dieses Forum hier sehr gut gefällt. Auch wenn ich noch nicht viele Beiträge geschrieben habe, habe ich dennoch sehr viel gelesen gestöbert gesucht. Was mir auffällt- es sei denn ich bin blind gewesen- ist, das es speziell zu dem Thema Essstörungen noch nicht wirklich viel zu lesen gibt. Denke, das es viele Leute geben könnte, die sich dafür interessieren würden, die jedoch irgendwie eine Hemmschwelle haben, um es offen und als erstes anzusprechen.
Essstörungen sind nach wie vor "aktuell", Dunkelziffer hoch, da das Verständnis zum Erkennen dieser Erkrankung vielleicht nicht präsent ist.

Also, falls die Eröffnung dieses Themas hier nicht reingehören sollte, verschiebt mich ruhig. Mir erschien es als richtiges Eckchen, wusste nicht, ob es zu den anderen Themengebieten passt....
Seid lieb gegrüsst.
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Alt 19.07.2008, 09:35   #2
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Standard AW: Essstörungen..... - Dieser Beitrag ist 136 Tage alt

Hallo Zahnfee,

schön dass es dir bei uns gefällt
Dieses Thema hatten wir, soweit ich mich erinnern kann, wirklich noch nicht. Und hier ist es perfekt aufgehoben
Hast du denn Erfahrungen mit Essstörungen oder gibt es Betroffene in deinem näheren Umfeld?

Geändert von lucy230279 (24.07.2008 um 13:42 Uhr).
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Alt 23.07.2008, 23:41   #3
Schaut ab und zu mal rein
 
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Standard AW: Essstörungen..... - Dieser Beitrag ist 132 Tage alt

Hallo Zahnfee, möchte dich auch herzlich willkommen heissen.. finde das Thema auch wichtig und bin gespannt was da so kommt..
..was mich betrifft, erzähl ich dann spätermal
viel Freude hier und
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Alt 24.07.2008, 14:42   #4
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Standard AW: Essstörungen..... - Dieser Beitrag ist 131 Tage alt

Hallo,

finde das Thema auch sehr wichtig, darum werde mich jetzt einfach mal "outen", in der Hoffnung, dass dies andere Betroffene ermutigt, darüber zu sprechen.

Ich litt unter der Essstörung Bulimie. Die Erkrankung begann als ich 14 oder 15 war. Zu der Zeit ging ich auf ein Mädchengymnasium. Ich glaube rückblickend sagen zu können, dass alle schlanker sein wollten, als sie waren. Das gängige Schönheitsideal zu der Zeit war Twiggy, ein Magermodel.
Begonnen hat alles damit, dass ich abnehmen wollte. Ich wog bei einer Größe von 1,68m so 58,59 kg. Habe mich dann auf 56, 57kg runtergehungert. Da war aber lange Zeit ein Gewichtsstop. Ich habe immer gern gegessen. Da ich nach einer Lösung gesucht habe, essen zu dürfen ohne Zuzunehmen, habe ich diese in der Möglichkeit gefunden, mich Gegessenem durch herbeigeführtes Erbrechen zu entledigen.
Es gab auf dem Mädchengymnasium auch Magersüchtige. Diese waren eigentlich mein "Vorbild". Ich hätte zu der Zeit gerne so ausgesehen, wie diese Mädchen.
Gedanklich habe ich dieses spezielle Aussehen immer mit der größeren Wahrscheinlichkeit kombiniert, dass dies primär bei meiner Mutter dazu führen würde, dass sie mich "mehr" lieben würde.
Zum besseren Verständnis möchte ich erwähnen, dass ich im Schatten meines ein Jahr älteren Bruders, der chronisch krank war, aufgewachsen bin. Krankheitsbedingt, mußte sich meine Mutter viel um meinen Bruder kümmern. Ich war eher ein aufgewecktes, sportliches und gesundheitlich robustes Kind. Sorgen mußte sich meine Mutter eigentlich nicht um mich machen. Ich bin aber immer mit dem Gefühl aufgewachsen, (habe dies auch mit ca fünf Jahren meiner Mutter gegenüber so erwähnt) dass meine Mutter meinen Bruder "lieber" hatte.
Ich weiß gar nicht, ob die Ess-brechsucht zu meiner Zeit schon einen lateinischen Namen hatte, von meiner Mutter wurde sie eher als "Marotte" gewertet. Gewichtsmäßig bin ich nie in Bereiche abgerutscht, die Anlass zur Sorge gegeben hätten. Natürlich waren meine Zähne ziemlich schnell ruiniert, habe aber damals da noch keinen Zusammenhang gesehen.
Die Erkrankung hat sich bei mir von "allein" wieder zurückgebildet, als ich durch Wohnortwechsel, zur Aufnahme eines Studiums, sozusagen abgenabelt war.
Interessant in diesem Zusammenhang ist auch ein Schulwechsel, den ich zu Beginn der 12. Klasse vorgenommen hatte. Ich war dann auf einem gemischten Gymnasium. Hier herrschte überhaupt kein "Schlankheitswahn".

Liebe Grüße Ulrike
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Alt 25.07.2008, 11:38   #5
Schaut öfter mal rein
 
 
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Standard AW: Essstörungen..... - Dieser Beitrag ist 130 Tage alt

beginnend mit der Pubertaet wurde ich etwas molliger und habe als Teenager ziemlich viel darunter gelitten. Ich wollte natuerlich abnehmen und schlank sein wie die andere Maedchen in meinem Alter, aber habe ziemlich viele Filme gesehen und Reportagen, die die Geschichten von bulimiekranke Jugendliche erzaehlten. Fand ich immer schrecklich und daher habe ich nie versucht mir den Finger ins Hals zu stecken. Ich habe jetzt immer noch nicht mein Traumgewicht erreicht, aber anstatt krank zu sein, lieber ein bisschen molliger. Vor ein paar Tagen habe ich einen anderen Erfahrungsbericht auf http://www.imedo.de/community/stories/show/74-lernen gelesen und kann mir nicht vorstellen wieviele Jugendliche unter diese schreckliche Krankheit leiden. Maedels lernt euren Koerper zu lieben, denn niemand ist perfekt!!!
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Alt 25.07.2008, 11:45   #6
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Standard AW: Essstörungen..... - Dieser Beitrag ist 130 Tage alt

@sabima

Zitat:
Maedels lernt euren Koerper zu lieben, denn niemand ist perfekt!!!
Ich danke dir für diese Aussage, das ist absolut richtig.
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Alt 25.07.2008, 13:05   #7
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Standard AW: Essstörungen..... - Dieser Beitrag ist 130 Tage alt

Meine Große (knapp 14) hat das mal durch die Blume angedeutet, das sie sich ein bisschen zu hmm mollig fühlt.
Finde ich nicht, aber das ist die Meinung vom Papa!

Ich hab ihr gesagt dass dies überhaupt nicht stimmt!
Ausserdem können nicht alle dünn oder gar dürr sein und das irgendwann einer kommt der sie so nimmt wie sie ist.
Mit alle ihren den "liebenswerten" Ecken und Kanten.
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Alt 25.07.2008, 13:17   #8
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Standard AW: Essstörungen..... - Dieser Beitrag ist 130 Tage alt

Zitat:
Meine Große (knapp 14) hat das mal durch die Blume angedeutet, das sie sich ein bisschen zu hmm mollig fühlt.
Bei mir ist es meine Kleine (gerade 13), die diese Aussage macht.
Sie war recht mollig und íst in den letzten Wochen in die Höhe geschossen (man konnte fast zusehen....).
Jetzt hat sie ein bisschen Speck auf den Hüften, ist in meinen (und auch in anderen Augen) Augen auf keinen Fall zu dick.
Sie sieht das natürlich nicht so - schliesslich kann ihre Freundin bei gleicher Körpergrösse T-Shirts und Hosen eine Nummer kleiner kaufen.....
Auch eine Diät hat sie schon erwähnt, aber wir haben mit ihr ausführlich darüber gesprochen.
Abschreckend für sie ist auch die 13-jährige Tochter einer Arbeitskollegin, die seit nunmehr 6 Monaten in der Psychatrie lebt, nachdem sie bei einer Grösse von 1,65 m mit 42 kg!!!!! in die Klinik eingeliefert wurde.
Auf alle Fälle ist das ein ganz sensibles Thema. Zumal man wohl nicht sofort merkt, wenn das eigene Kind davon betroffen ist....wenn man es bemerkt, ist es schon zu spät. Also Augen auf!
Vielleicht erfahre ich ja noch mehr Einzelheiten von meiner Kollegin, dann kann ich noch ein wenig berichten!
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Alt 26.07.2008, 21:03   #9
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Standard AW: Essstörungen..... - Dieser Beitrag ist 129 Tage alt

Ich gehöre zu den Menschen,deren BMI Wert über 40 ist . Natürlich weiß ich,wie ungesund das ist. Natürlich will ich auch abnehmen...und das schon sehr sehr lange. Mit 12 Jahren habe ich die ersten Apettitzügler bekommen und (fast) alles an Diäten probiert,was so am Markt ist. Ich habe bestimmt im Laufe meines Lebens das Gewicht eines kleinen Elefanten abgenommen ...und immer wieder zu. Nach jeder Diät hatte ich mehr Pfunde.
Inzwischen weiß ich ,dass ich suchtmäßig esse,bin wohl sowas,wie ein Schokoholiker Was ich inzwischen weiß ,ist :1."ich darf nicht"-bewirkt das Gegenteil . Wenn ich mir selber Schokolade verbiete,kriege ich erst Recht Heißhunger.2.ich muß mehr essen und regelmäßiger . Mehr an Obst ,Gemüse,Salat. Dann bin ich satt und der Heißhunger hat weniger Chancen.
Theoretisch klingt das doch schon mal gut,oder? Wenn es mir gut geht,halte ich mich auch daran . Aber sobald ich gefrustet bin.....ist das Essen stärker ,wie ich .Dann verliere ich regelrecht die Kontrolle
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Alt 26.07.2008, 23:04   #10
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Standard AW: Essstörungen..... - Dieser Beitrag ist 129 Tage alt

@irma - meine Mutter hatte sowas auch mal. Bei ihr hat dann der Arzt gesehen, das das die Drühsen am wahrscheinlichsten sein täten. Vielleicht gehst du mal zum Doktor und lässt gucken, ob die Drühsen dran Schuld sein könnten an deiner Schokoladenesssucht.

Liebe Grüße,

Deine Sap.
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Alt 26.07.2008, 23:15   #11
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Standard AW: Essstörungen..... - Dieser Beitrag ist 129 Tage alt

@sapientia,

welche drüsen meinst du denn?
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Alt 26.07.2008, 23:17   #12
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Standard AW: Essstörungen..... - Dieser Beitrag ist 129 Tage alt

@lucy: na ich mein hormindrüsen

lg sap
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Alt 27.07.2008, 06:24   #13
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Standard AW: Essstörungen..... - Dieser Beitrag ist 128 Tage alt

@ sap,
vll geht das etwas genauer als nur Hormondrüsen, du hast dich sicherlich verschrieben, oder?

Jede Sucht stellt eine Krankheit dar und wird wie folgt definiert:

Unter Sucht versteht man ein bestimmtes Verhaltensmuster, das mit einem unwiderstehlichen, wachsenden Verlangen nach einem bestimmten Gefühls- und Erlebniszustand beschrieben wird.
Grundsätzlich kann jeder Mensch süchtig werden. Da Sucht nicht auf den Umgang mit bestimmten Stoffen beschränkt ist, kann jede Form menschlichen Verhaltens zur Sucht werden (z.B. Magersucht, Eßsucht, Arbeitssucht, Spielsucht, unkontrolliertes Verlangen nach sexueller Befriedigung).
Jede Sucht entsteht über den Prozess: Erfahrung - Wiederholung - Gewöhnung (Missbrauch).
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Alt 27.07.2008, 09:10   #14
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Standard AW: Essstörungen..... - Dieser Beitrag ist 128 Tage alt

@ Patientenschubser,

danke erst mal für die Definition von Sucht.
Die von Irma geschilderte Essstörung (Verlangen nach Süßem) würde ich aber auch mit einer Pilzerkrankung in Verbindung bringen können, dann wäre sie nicht primär psychisch, sondern organisch bedingt.
Wie gelange ich zu dieser Verbindung. Ich habe mich aus familiären Anlaß mal näher mit Pilzerkrankungen beschäftigt.
Der bekannteste Vertreter ist da Candida Albicans. Diese Pilze "ernähren" sich von Zucker. Erschreckend fand ich, dass sie diesen sogar "anfordern" können.
Ich habe im net viel rumgelesen. Betroffene Menschen schilderten diesen Heißhunger auf Süßes, der dann aber mit Gewichtsproblemen einherging. Eine Lösung im Sinne von Gewichtsabnahme gelang dann automatisch, wenn sie diesen Pilz loswurden. Da aber im allgemeinen eine derartige Pilzbelastung noch mit recht allgemeinen anderen Symptomen einhergeht, könnte man zumindest mal in diese Richtung schauen.

Liebe Grüße Ulrike
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Alt 27.07.2008, 10:22   #15
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Reden AW: Essstörungen..... - Dieser Beitrag ist 128 Tage alt

Ein BMI von 40 (!) kommt nicht von ungefähr. Sagt Irma ja selber:
Zitat:
Inzwischen weiß ich ,dass ich suchtmäßig esse,bin wohl sowas,wie ein Schokoholiker
Einen Pilz würde ich von Grundsätzlich auschliessen.
Zitat:
Candida albicans ist nur in Ausnahmefällen der Verursacher von Beschwerden. Bei 60 – 80 % der Menschen ist er auf der Haut und/oder im Magen-Darm-Trakt, vom Mund bis zum Enddarm nachzuweisen. Er spielt meist eine unauffällige Rolle im Bakterien-Pilz-Milieu.
Bei schwer erkrankten Patienten, z.B. Tumorkranken, Aids oder Schwerverletzten mit Zusammenbruch oder Schädigung des Immunsystems kann es zu einer Candidabesiedlung der Lunge oder anderer innerer Organe kommen. Dies stellt eine schwere internistische Herausforderung dar und muss intensiv in einer Klinik behandelt werden. Aufgrund der Bedingungen in einem Krankenhaus mit vielen solchen Patienten auf engem Raum, der Gabe hochdosierter Antibiotika und dem Einsatz von Kathetern und Schläuchen stellt die Candidose auf Intensivstationen ein erhebliches Problem dar, Candida albicans zählt zu den Hospitalkeimen.
Quelle

Deine Theorie müsste dann einen Tumor , AIDS ... voraussetzten....
Hefepilze ernähren sich klar von Zucker... ist aber für Übergewichtige eine "tolle" Ausrede...

Eine (Langfristige-)Therapie mit Sport und Ernährungsumstellung wird sicherlich einen Erfolg bringen, wenn auch nicht von heute auf morgen.
Dazu muss der Betreffende aber bereit sein.
Wie eben jeder "Süchtige" die Notwendigkeit der Entziehung einsehen muss, sonst ist das Ganze bereits zu beginn zum scheitern verurteilt.


Gruß Schubser
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