Thema: Hypochondrie
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Alt 18.02.2007, 13:56   #6 (Permalink)
Monsti
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Standard AW: Hypochondrie - Dieser Beitrag ist 508 Tage alt

Hallo Leonie,

mein Bekannter beantwortet lediglich meine Fragen nach seiner Familie, nach dem Wetter u.ä., um sehr schnell wieder von seinen vermeintlich schweren Erkrankungen zu reden. Nun, der Mann ist mittlerweile in einem Alter (77), in dem eine Therapie vermutlich nichts mehr bringt. Ich seh' ihm das nach, höre mir seine Stories an, komme ihm aber nicht mit einer Therapieempfehlung (zumal er solche ja schon hinter sich hat).

Wirklich erschreckend finde ich dieses Phänomen bei so vielen jungen Leuten, also 15-25jährigen. Das Problem ist, dass sie z.B. im Magen-Darm-Forum schreiben, sich absolut nicht von ihrem Darmkrebsverdacht abbringen lassen und schon gar nicht der Meinung sind, eine Therapie könne ihnen helfen. Teilweise reagieren sie richtig sauer, wie man ihnen denn unterstellen könne, sie hätten "nicht alle Tassen im Schrank". Andere ignorieren den Rat, sich psychotherapeutische Unterstützung zu holen, sondern posten zehn Minuten später, sie hätten seit dem Vortag so ein Jucken am After, das sei ganz bestimmt Krebs im Endstadium.

Gleichzeitig sind sie im Infektionsforum und berichten von ihrem Verdacht, an AIDS erkrankt zu sein, das gleiche Spiel unter "Diverse Erkrankungen", wo es dann um einen vermeintlichen Hirntumor geht ...

Hätte ich damals nicht den alten Herrn in der Klinik kennengelernt, würde ich vermuten, es handelt sich um einen Fake. So weiß ich aber, dass es diese Dauerpanik vor irgendwelchen lebensbedrohlichen Erkrankungen tatsächlich gibt. Schwierig ...

Liebe Grüße von
Angie
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