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Alt 07.08.2006, 18:43   #1 (Permalink)
Monsti
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Standard Rheumatoide Arthritis (RA) - Dieser Beitrag ist 698 Tage alt

Rheumatoide Arthritis (RA)

Die RA, oft auch cP (= chronische Polyarthritis) oder schlicht "Gelenkrheuma" genannt, ist keineswegs eine Erkrankung alter Leute. Der Hauptgipfel der Neuerkrankungen liegt zwischen Ende 20 und ca. 40 Jahren, wobei Frauen häufiger als Männer betroffen sind.

Klassisches klinisches Bild einer RA:

- auffällige Morgensteifigkeit über 1 Stunde und länger
- schubförmiger Verlauf
- symmetrische Entzündungen, v.a. der kleinen Gelenke (Handgelenke, Fingergrund- und -mittelgelenke, Zehen, Sprunggelenke), aber auch HWS, Kiefergelenke, Ellbogen, Knie)
- allgemeines Krankheits- und Erschöpfungsgefühl
- im Schub oft leichtes Fieber und Gewichtsabnahme
- das Auftreten von Rheumaknoten

Laborbefunde:

Es gibt die seropositive und seronegative RA. Für viele Ärzte bedeutet trotz eindeutiger Symptome das Nichtvorhandensein der Rheumafaktoren, dass auch keine RA vorliegen kann. Leider ist diese Annahme total veraltet. Während der Entzündungsschübe sind meistens sowohl die Blutsenkungswerte wie auch das c-reaktive Protein deutlich erhöht, aber selbst dies ist nicht die Regel - zumindest dann, wenn sich die Entzündungen in den Gelenken nur lokal abspielen. Auch das wissen viele Ärzte nicht. Ein etwas neuerer Bluttest ist jener auf Anti-ccp.

Bildgebende Verfahren zur Diagnosefindung:

- Röntgen (erst in fortgeschrittenen Stadien aussagekräftig)
- Sonografie (= Ultraschall, sehr empfehlenswert im akuten Schub)
- ct (siehe Röntgen)
- MRT (siehe Röntgen)
- Szintigramm (zeigt akute Entzündungsherde während eines Schubs)

Therapie:

Da die RA mit der Zeit die betroffenen Gelenke zerstört, zielen alle neueren Therapien darauf ab, diesen Prozess zu verlangsamen bzw. im Idealfall zu stoppen. Das gelingt mit einer geeigneten Basistherapie. Einen Stopp der Erkrankung bezeichnet man als "Remission".

Mediamentöse Therapie:
- Cortison (schnell entzündungs- und damit schmerzlindernd)
- Schmerzstillende und entzündungshemmende NSAR (cortisonfreie Entzündungshemmer)
- Langwirksame Antirheumatika (= Basistherapeutika)

Begleitende Therapie:
- Bewegung/Bewegungstherapie
- ausgewogene Ernährung mit viel Omega-3- und -6-Säuren
- Stressvermeidung
- Vermeidung von Übergewicht

Zu den Basistherapeutika gehören z.B. Antimalariamittel, Goldspritzen, Methothrexat (Mtx), Sulfasalazin, Leflunomid und TNF-Alpha-Blocker.
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