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Thema: ESBL E.Coli -Prostatitis (Escheria)

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In dieser Diskussion geht es um "ESBL E.Coli -Prostatitis (Escheria)" im "Schulmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    31 Jahre
    Mitglied seit
    14.01.2010
    Beiträge
    1

    Standard ESBL E.Coli -Prostatitis (Escheria)

    Hallo an alle,

    ich werde im folgenden meine Symptome und die bereits durchgeführten Behandlungen beschreiben und am Ende meine Fragen stellen, vielleicht kann mir ja jemand Helfen bzw. hat Antworten für mich.
    Danke.

    Ich bin vor 3 Monaten aus Indien zurückgekehrt.
    Bereits im Reiseland hatte ich 3 Wochen eine Durchfallerkrankung und Bauchschmerzen (Magen-Darm), habe diese aber nicht weiter ernst genommen, da diese Krankheitsbilder ziemlich „typisch“ für das Reiseland sind. Bis auf Imodium Akut und ein leichtes Antibiotika habe ich nichts eingenommen.

    Zurück in Deutschland setzte dann die zweite Phase der Krankheit ein.
    2 Tage nach meiner Rückkehr bekam ich starke Schmerzen in der Harnröhre, hatte Schmerzen beim Pinkeln, rote Blutkörper im Urin, habe gefühlte 100mal am Tag die Toilette aufsuchen müssen um einige kümmerliche Tropfen Wasser abzulassen.
    Neben Gelenk- und Knochenschmerzen, hatte ich auch leichtes Fieber, eine den ganzen Körper durchdringende Abgeschlagenheit und Energielosigkeit.
    Nach einem Besuch in der Apotheke nahm ich für 3 Tage einige Pflanzliche Mittel und Paracetamol gegen das fieber.
    Nach 3 Tagen, in denen keine Besserung zu erkennen war, ging ich, wie abgesprochen mit der Apothekerin, zu meinem Hausarzt (Allgemeinmediziner).
    Dort habe ich eine Urinprobe abgegeben die auf Chlamydien untersuchat wurde, diese wurden jedoch nicht gefunden und ich bekam eine Überweisung zu einem Urologen.
    Gleichzeitig suchte ich das Tropeninstitut auf, um mich auch dort untersuchen zu lassen.

    Beim Urologen wurde ziemlich schnell eine Urethritis festgestellt, gegen diese bekam ich ein Antibiotika verschrieben, die Symptome sollten jedoch in den nächsten Tagen nicht besser werden.
    Die genaueren Befunde, wie auch die Befunde des Tropeninstituts ließen fast 2 Wochen auf sich warten und beide Befunde waren identisch: In mir hatte sich ein ESBL E.Coli eingenistet. Und zwar die Keimart Escherichina coli, welche sehr häufig resistent ist.
    Im Labor wurden Blut-, Urin- und Ejakulat Kulturen angelegt um rauszufinden, welche Antibiotika resistent und welche sensibel sind. Viele sensible Antiobiotika gab es nicht, jedoch eine Handvoll die man Oral und 2 die man Intravenös einnehmen bzw. verabreicht bekommen konnte.
    Nach 4 weiteren Wochen hatten wir die Gruppe der Oralen Antibiotika abgearbeitet, welche im Labor noch sensibel gewesen sind, nach der Verabreichung jedoch resistent geworden sind.
    Der Multi-resistente ESBL E.Coli lies grüßen.

    Des Weiteren bekam ich Schmerzen im Bereich der Prostata, hatte neuerdings Schmerzen beim Sex bzw. Erregungen.
    Nach den Oralen Antibiotika nahmen wir nun die Intravenösen ins Auge und mir wurde 5 Tage lang alle 24 Stunden Amikacin verabreicht.
    Die neuesten Ergebnisse zeigten, dass der Keim nicht mehr im Blut und im Urin nachweisbar war, sonder ausschließlich im Ejakulat. Es schien, als habe er sich nach Stationen im Darum und in der Harnröhre, vollständig in die Prostata zurückgezogen.
    Fieber hatte ich schon seit den ersten Tagen nicht mehr, auch der Durchfall wurde besser, kam allerdings immer wieder zurück und verschwand wieder, ansonsten waren alle Symptome gleich geblieben und nur neue Schmerzen hinzugekommen.
    Nach fast 3 Monaten wurde ich dann in die Urologie der Charité eingewiesen um mich dort einer Infusionstherapie des Mittels Meropenem, dass ich alle 8 Stunden in der Dosierung von einem Gramm, verabreicht bekam.

    Jetzt wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen, der Keim und die Symptome sind immer noch da und die Schulmedizin scheint am Ende ihrer Möglichkeiten.

    Möglich ist, das ich durch das ganze Antibiotika das ich verabreicht bekommen habe, eine Resistenz in meinem Körper aufgebaut habe.
    Auch kann es sein, dass der Keim „Chronisch“ ist und somit nicht mehr behandelbar.

    Meine Fragen sind:

    - Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
    - Kennt jemand andere Medikamente bzw. Therapien die helfen könnten?
    - Kennt jemand Homöopathische oder andere Heilmedizinische Möglichkeiten die
    fruchten könnten?

    Vielen Dank für eure Zeit und hoffentlich aufkommende Ideen bzw. Antworten.

    Lieben Gruß…

    Ernesto

  2. #2
    Ärztin (Innere Medizin / Kardiologie)
    Geschlecht
    weiblich
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    37 Jahre
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    24.12.2007
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    1.182
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: ESBL E.Coli -Prostatitis (Escheria)

    Die ESBL sind ja für ihre vielen Resistenzen bekannt und es kommt vor, dass Menschen immer wieder diese Keime bekommen bzw. nicht mehr loswerden. Denn es gibt eben eine begrenzte Auswahl an Antibiotika. Wenn du Beschwerden hast, kann man diese sicher symptomatisch behandeln, gegen den Keim helfen eben nur bestimmte Antibiotika. Wenn es nach einem neuen Antibiogramm noch Möglichkeiten gibt, eine Antibiose zu geben, kann man das natürlich noch machen. Du bist ja in sehr kompetenter Behandlung.
    Natürlich sollte man bei ESBL im Ejakulat auch an die Übertragung an eine Partnerin denken, aber das hat man dir sicher schon gesagt.

  3. #3
    Arzt (Urologie) Avatar von urologiker
    Geschlecht
    maennlich
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    Beiträge
    1.346
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: ESBL E.Coli -Prostatitis (Escheria)

    Zitat von Ernesto Beitrag anzeigen
    Jetzt wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen, der Keim und die Symptome sind immer noch da und die Schulmedizin scheint am Ende ihrer Möglichkeiten.
    Das halte ich für unwahrscheinlich...

  4. #4
    Ganz neu hier
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    maennlich
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    30.10.2010
    Beiträge
    1

    Standard AW: ESBL E.Coli -Prostatitis (Escheria)

    grüß dich ernesto
    ich heisse volker und bin zur zeit im krankenhaus wegen einem dekubitus.
    ich bin seit 1987 rollstuhlfahrer.
    ich hab mir den erreger auch im krankenhaus eingefangen.
    und wurde 10 tage lang mit :
    Imipenem – Wikipedia
    [Bearbeiten] Handelsnamen. Kombinationspräparate mit Cilastatin: Tienam (CH, EU), Zienam (EU), Primaxin (USA). Gesundheitshinweis ...

    Pharmakologie - Wirkspektrum - Einzelnachweise - Handelsnamen
    de.wikipedia.org/wiki/Imipenem - Im Cache - Ähnliche Seiten
    behandelt worde.
    nach 6 tagen war der erreger nicht mehr nachweisbar.
    und bin sauber.
    ich hoffe ich konnte dir einen tip geben.
    ich drück dir die daumen .

    gruß volker

  5. #5
    Ärztin (Innere Medizin / Kardiologie)
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    Standard AW: ESBL E.Coli -Prostatitis (Escheria)

    Nicht jeder ESBL ist so schön sensibel, dass er auf Zienam reagiert. Welches Antibiotikum wirkt kann nur das jeweilige Antibiogramm aussagen - da können wir noch so sehr mit Namen der verschiedenen Antibiotika um uns schmeissen.

  6. #6
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    Melanie Jost
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    Standard AW: ESBL E.Coli -Prostatitis (Escheria)

    Hallo,

    als freie Mitarbeiterin der WDR-TV-Sendung "markt" arbeite ich an einem Beitrag zum Thema multiresistente Keime. Ich beschäftige mich seit Jahren mit der Problematik und habe zahlreiche Fensehbeiträge dazu realisiert. Während meiner Recherchen bin ich auf Ihren Forumeintrag gestoßen. ich würde mich gerne mit Ihnen unterhalten. Sie können mich gerne unter Melanie.jost@fm.wdr.de kontaktieren. Ihre Meldung ist natürlich völlig unverbindlich und wird von mir entsprechend diskret behandelt.
    Mit freundlichen Grüßen, Melanie Jost

  7. #7
    Ganz neu hier
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    Standard AW: ESBL E.Coli -Prostatitis (Escheria)

    Lieber Ernesto,

    • ich selber bin auch erst 24 und hatte den ESBL Keim über ein halbes Jahr in meiner Blase. Hingekommen ist er an diese Stelle über eine Hüft-Arthoskopie die im Krankenhaus erfolgte. Dieser Keim ist tatsächlich hoch resistent gegen alles.
      Ich bin nach ausweglosen Besuchen beim Hausartzt zum Urologen gewechselt. Dieser hat mir ein Antibiotika gegeben, das dann tatsächlich irgendwann auch mal angeschlagen hat, erst wollte es nicht so recht und die Ärzte hatten die Hoffnung schon aufgegeben das es noch wirkt und dann ist es aber doch angeschlagen. Ich denke das dieser Zustand auch viel mit dem Aufbau deiner Abwehrkräfte zu tun hat damit sich der Körper besser wehren kann. Ich hab Symbioflor 1 und viel Vitam C genommen und hab darauf geachtet immer überall wirklich streng zu desinfizieren und meine Wäsche speziell die Unterwäsche mit einem Keimmittel als Waschtzusatz von Schlecker gewaschen um eine erneute Ansteckung für mich oder Mitmenschen zu verhindern. --> Natürlich immer nur deine Wäsche in die Waschmaschine udn auf keinen Fall mit anderer wäsche anderer Mitmenschen.

      mir gab die ärztin mit auf den Weg, das man Infusionen machen könnte aber das hast du ja schon durch. Ich würde versuchen die Abwehr aufzubauen und den Arzt immer wieder besuchen. Auf keinen Fall würde ich mich damit abspeisen lassen, das nichts hilft und das du so damit leben musst. Der Keim verbreitet sich ja und wächst.

      Ich wünsche dir ganz viel Glück. Weiß aus eigener Erfahrung, das man nur noch fertig ist mit den Nerven runter ist und sich nur noch wünscht mal garnichts zu haben. Aber du bist mit diesem Problem nicht allein es gibt soviele Menschen auf der Welt die genau mit dieser Problematik auch zu kämpfen haben, wie gesagt ich hab ein halbes Jahr gebraucht bis ich ihn besiegen konnte und das wirst du auch schaffen.

      Ich wünsche dir alles Gute






  8. #8
    Ganz neu hier
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    2

    Standard AW: ESBL E.Coli -Prostatitis (Escheria)

    Hallo Ernesto!

    Bei meinem Bruder haben sich auch ESBL Bakterien in die Blase und Prostata eingenistet und er bekommt sie nicht mehr los.
    Er hat den Krankenhauskeim wahrscheinlich bei einer Darm-OP im Krankenhaus eingefangen. Zum Ausbruch kam es dann wenige Zeit später im November 2011. Es begann mit Symptomen einer Blasenentzündung und der Hausarzt verordnete gleich Antibiotika. Leider wurde es nicht besser, sondern immer schlimmer und Ende November 2012 bekam er dann eine Blutvergiftung und musste schnellsten ins Krankenhaus. Dort wurde dann anhand des Blutes ESBL in sehr großer Zahl festgestellt. Schnell stand dann fest, dass nur 2 Antibiotika noch helfen konnten und eines davon (Meronem) wurde per Tropf verabreicht. Es schlug auch an und die Anzahl der ESBL Bakterien ging zurück und die Beschwerden einer Blasenentzündung (häufiges Wasserlassen, stechende Schmerzen, Brennen, ...) wurden besser.
    Mein Bruder wurde aus dem Krankenhaus entlassen und musste nun wöchentlich zur Blutprobe zum Hausarzt und Urologe.
    Zunächst sah es so aus, dass die ESBL Bakterien weg waren. Doch dann kamen sie wieder und stiegen innerhalb einer Woche zu einer riesigen Zahl an und die Blasenbeschwerden begann wieder und noch stärker.

    Abermals musste er ins Krankenhaus und bekam intravenös Meronem.
    Nach einer Woche wurde er wieder als "ESBL-frei" entlassen und hatte auch 3 Wochen Ruhe.

    Dann stieg die ESBL Anzahl wieder sehr schnell und er hatte große Schmerzen im Unterbauch und beim Wasserlassen. Zudem musste er immerzu auf die Toilette.
    Die ESBL waren wieder ins Unermessliche gestiegen und er bekam wieder intravenös Meronem.
    Zudem wurde auch die Prostata abgehobelt, da sich die ESBL Bakterien auch dort eingenistet hatten.
    Der Eingriff verlief wie geplant und die ersten Blutuntersuchungen sahen auch gut aus, d.h. die ESBL Bakterien waren weg.

    Allerdings klagte mein Bruder weiterhin über starke Schmerzen im Unterbauch und beim Wasserlassen.
    Ebenso hatte er immer einen starken Harndrang. Zunächst dachte man, dass wären noch Auswirkungen des Eingriffs, doch die Schmerzen wurden immer schlimmer und er bekam letztendlich Morphium, da die anderen Schmerzmittel nicht mehr halfen.

    Gestern bekam er dann wieder das Ergebnis seiner letzten Blutuntersuchung und die ESBL Bakterien waren schon über eine Million angestiegen. Somit musste er gleich wieder ins Krankenhaus, da die Gefahr sehr groß ist, dass die ESBL nun auch auf die Nieren gehen und es zu einem Nierenversagen kommt.
    Nun bekommt er wieder Meronem und ist natürlich mit den Nerven am Ende wie wir alle auch.

    Nun hoffe ich, dass du in der Zwischenzeit wieder ganz gesund bist und uns Medikamente bzw. Therapien nennen kannst, die helfen!!!

    Oder uns auch andere Betroffene oder Ärzte helfen können, die auf diesem Gebiet Erfahrungen haben.

    Vielleicht kann uns auch jemand Spezialisten oder spezielle Kliniken nennen, die beim Kampf gegen ESBL helfen können?

    Wir hoffen auf viele Antworten und bedanken uns schon im Voraus.
    Viele Grüße

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