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Frage an die Schulmediziner...

In dieser Diskussion geht es um "Frage an die Schulmediziner..." im "Schulmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Hallo Ihr Lieben, schon lange beschäftigt mich eine Frage, die ich nun mal stellen kann: Man sagt (wer auch immer man ist - fragt nicht, ...


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Alt 08.08.2006, 22:57   #1
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Standard Frage an die Schulmediziner... - Dieser Beitrag ist 838 Tage alt

Hallo Ihr Lieben,
schon lange beschäftigt mich eine Frage, die ich nun mal stellen kann: Man sagt (wer auch immer man ist - fragt nicht, ich habe es jedenfalls schon oft von Nichtmedizinern gehört), Mediziner würden im Studium nichts über die Ernährungslehre lernen... stimmt das? Beispielsweise wüssten Tierärzte viel besser über die Wirkung von Vitaminen und Mineralstoffen Bescheid, als Mensch-Ärzte? So trug es sich zu, dass eine Cousine von mir von einem Tierarzt die Empfehlung bekam, B-Vitamine zu sich zu nehmen, als sie unter einer Gesichtslähmung litt (die Diagnose berief sich auf die Nerven...)
Zur Erklärung: B-Vitamine sollten im Komplex eingenommen werden, da sich die verschiedenen B's untereinander brauchen - und B-Vitamine wirken auf die Nerven...
Also: stimmt das, dass Mediziner nur über Ernährung und Vitaminologie Bescheid wissen, wenn sie sich selbst darum bemühen?

Danke für die Aufklärung :-) (Ich vertrau drauf, dass sie stattfindet ;-))
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Alt 09.08.2006, 01:01   #2
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Standard Frage an die Schulmediziner... - Dieser Beitrag ist 838 Tage alt

Also ein Fach "Ernährungslehre" gibt es im Medizinstudium wirklich nicht, zumindest nicht bei uns.

Welche Vitamine, speziell jetzt auch dein Beispiel, lernt man grob in den einzelnen Fächern, aber einen Gesamtüberblick gibt es leider nicht.

Gruß

Michael
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Alt 09.08.2006, 01:42   #3
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Standard Frage an die Schulmediziner... - Dieser Beitrag ist 838 Tage alt

Hallo Micha
Kann ich nur bestätigen...eigentlich ein Armutszeugnis für die Hochschulen....dabei wäre Ernährungsmedizin sehr wichtig, wie ich finde.

Ich hab das gemerkt an den Kinderärzten in der Klinik, die überhaupt keine Ahnung von Ernährung hatten, uns standen so manches Mal die Haare zu Berge, wenn da Anordnungen kamen, hätte oft schiefgehen können...

Wo kriegen denn dann die Ernährungsmediziner, die es zwar selten, aber dennoch gibt, ihre Infos her?
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Alt 09.08.2006, 02:38   #4
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Standard Frage an die Schulmediziner... - Dieser Beitrag ist 838 Tage alt

Bei Kinderärzten ist das etwas anderes, in der Facharztausbildung ist Kindesernährung ein großes Thema, ich hab von der allgemeinen Ausbildung zum Arzt gesprochen. Aber selbst da wurde in Pädiatrie schon Ernährung für Kinder angeschnitten.
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Alt 09.08.2006, 09:23   #5
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Standard Frage an die Schulmediziner... - Dieser Beitrag ist 838 Tage alt

Hm, das muss dann neu sein, denn wie gesagt, da war nichts bei den Kinderärzten von zu spüren, die ich erlebt habe.

Find ich auf jedenfall gut. Grad bei Säuglingen ist das sehr wichtig.

Aber auch für die Erwachsenen, leider zeigen sich die ernährungsbedingten Erkrankungen ja erst viele Jahre später...
wenn man zwei Tage kein Vit.C zu sich nimmt, dann hat man ja nicht am dritten Tag Skorbut....schön wäre es ja, dann würde man schneller seine Ernährung umstellen...
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Alt 09.08.2006, 11:05   #6
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Das is ja echt en Ding ... !
Und dabei könnte man mit Vitaminen soviel "behandeln" - aber ich vermute ganz stark, dass die Pharma-Industrie auch den Daumen draufhält...
Ich bin ganz angetan von der orthomolekularen Medizin. Nur ein Beispiel: Dauermedikation z.B. mit dem Wirkstoff Theophyllin bewirkt irgendwann B12-Mangel... und es kommt dann eine Kettenreaktion in Gang... Eine wirkliche Hilfe wäre da schon die Ergänzung durch Nahrungs(ergänzungs)mittel.
Und: Hippokrates sagte schon: Lasst die Nahrung eure Medizin sein und eure Medizin eure Nahrung... (oder so ähnlich - ich finde den genauen Wortlaut jetzt nicht...). Und ein chinesisches Sprichwort lautet: "Was immer der Vater einer Krankheit ist, die Mutter ist eine schlechte Ernähung"...
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Alt 09.08.2006, 12:39   #7
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Ich hab nur ca 1/3 vom Studium hinter mir, weiß also nicht, was noch alles kommen mag. Über Ernährung geredet haben wir bis jetzt in Biochemie. Die Vitamine haben wir da zB auch gelernt; Wirkung und Mangelerscheinungen und Bedarf, das mit B12 Folsäure den Nerven kam auch vor.
Ernährungslehre als alleinstehendes Fach haben wir aber nicht.

Was ein Arzt später weiß oder nicht weiß hängt nicht nur davon ab, ob es in seinem Studium vorkam oder nicht, sondern auch wie es gelehrt wurde und wie es geprüft wurde und wie sehr es ihn als Student und heute noch interessiert hat und wie gut er sich die Sachen, die er vor 5 Jahren gelernt hat noch merken kann oder ob es sich da zusätzlich informiert hat oder speziell diese Lücken wieder zugelesen hat oder oder

Die Ausbildung ist sicherlich stark verbesserungsfähig aber man kann auch nicht immer alles der Ausbildung in die Schuhe schieben, sei sie noch so gut, wird ja doch nie alles decken können, was ein Arzt alles wissen wissen und können sollte, das ist ja ein Fass ohne Boden. Das muss sich wohl jeder später schon selbst darum kümmern.
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Alt 09.08.2006, 13:09   #8
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Ich bin jetzt mal ketzerisch und sagem, dass das Studium eine Basis legt an Grundwissen, aber richtig Arzt sein, ist ein 3jähriger Ausbildungsberuf nach der Aprobation
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Alt 09.08.2006, 15:16   #9
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Und ich bin jetzt auch mal - anders - ketzerisch und sage, daß die bisher erfolgten Studien bei weitem nicht ausreichen, um aus der Anwendung von Vitaminen, Mineralstoffen etc. eine eigene "Wissenschaft" machen zu können.
Wer möchte, kann ja mit Präparaten ergänzen, aber das muß er/sie Daumen mal Pi machen.

Die B-Vitamine wirken sicher nicht stark genug, um gegen eine Lähmung ankämpfen zu können.
Bei neurologischen Erkrankungen, die nicht wirklich therapiert werden können (z. B. kann gegen die neurodegenerative Komponente der MS noch nichts Effektives getan werden), versuchen viele eben, mit Vitamin-E oder Vitamin-B-Überdosierungen gegen Verschlechterungen anzuhämmern. Infwieferne es hilft oder schadet, kann man nur raten.

Gruß,
Ulrike
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Alt 09.08.2006, 16:46   #10
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Ich bin jetzt mal ketzerisch und sagem, dass das Studium eine Basis legt an Grundwissen, aber richtig Arzt sein, ist ein 3jähriger Ausbildungsberuf nach der Aprobation

das find ich ganz und gar nicht ketzerisch sondern sehr real....
alles, was ich über Medizin und Krankheit usw. weiß, habe ich erst NACH meiner Ausbildung gelernt....
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