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Gibt es eigentlich sowas wie eine Schmerzmittelskala?

In dieser Diskussion geht es um "Gibt es eigentlich sowas wie eine Schmerzmittelskala?" im "Schulmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Hallo! Und zwar frage ich das, weil ich wieder mal - wie schon oft seit Ausbruch der MS - von Kopfweh geplagt werde. Und das ...


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Alt 05.08.2006, 18:00   #1
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Online Status: Ulrike ist offline




Standard Gibt es eigentlich sowas wie eine Schmerzmittelskala? - Dieser Beitrag ist 842 Tage alt

Hallo!

Und zwar frage ich das, weil ich wieder mal - wie schon oft seit Ausbruch der MS - von Kopfweh geplagt werde. Und das schon den dritten Tag. Daß ich mir gestern in meinem Kopfweh-Dusel auch noch den Kopf angeschlagen und mir eine Beule zugezogen habe, war der Sache sicher nicht förderlich ... :

Am ehesten hilft 3x Seractil und mind. 3x starken Kaffee pro Tag. Novalgin wirkt bei mir nicht so aufregend.
Eine Ärztin an den MS-Boards meinte mal, am besten würde Paracetamol in Verbindung mit Koffein bei Kopfweh helfen. Nur streikt bei Paracetamol mein Magen.

Aber um auf die "Schmerzmittelskala" zurückzukommen:
Was wäre denn theoretisch die Steigerungsstufe nach Seractil? Die Opioide und dann die Opiate?

Falls Ihr einen Tip für mich habt, wie ich des Brummschädels besser Herr werde, dann bitte raus damit.

Liebe Grüße,
Ulrike
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Alt 05.08.2006, 19:05   #2
meg
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Standard Gibt es eigentlich sowas wie eine Schmerzmittelskala? - Dieser Beitrag ist 842 Tage alt

Hallo!

Ich bin kein Pharmakologe, aber ich bin mir recht sicher, dass es so einfach nicht ist.. Jedes Schmerzmittel setzt an einer anderen Stelle an.. Novalgin und Paracetamol sind, wenn ich mich recht entsinne Prostaglandinhemmer... Seractil kenne ich leider gar nicht.. Ich weiß nur, dass es Mittel gibt, die bei bestimmten Schmerzen sehr gut wirken, bei anderen gar nicht (zb Lyrica bei Nervenschmerzen). Wahrscheinlich ist es am besten, wenn du mal mit deinem Arzt drüber redest ?

LG Meg
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Alt 05.08.2006, 19:50   #3
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Standard Gibt es eigentlich sowas wie eine Schmerzmittelskala? - Dieser Beitrag ist 842 Tage alt

Paracetamol geht bei dir auf den Magen?
Eigentlich ist das kein Medikament, das den Magen angreift, wenn dann geht es auf die Leber.
Aber vielleicht reagierst du empfindlich auf dem Wirkstoff.
Was du mal noch probieren könntest ist Ibuprofen.

Wenn ich starke Kopfschmerzen habe nehm ich immer eine Aspirin und eine Paracetamol, das hilft mir am besten.
Kaffee ist auch nicht verkehrt, ist in einigen Präparaten in Kombination mit Paracetamlo verarbeitet, z.B. Tomapirin

Die nächste Stufe wäre dann schon Tramal.
Aber ich bin nicht so firm, was Schmerzmittel angeht.
Evtl. da mal mit deinem Neurologen sprechen, die sind ja darauf spezialisiert.

Gruß

StarBuG
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Alt 06.08.2006, 05:07   #4
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Standard Gibt es eigentlich sowas wie eine Schmerzmittelskala? - Dieser Beitrag ist 841 Tage alt

Was mir und meiner Frau immer hilft (bei Migräne) ist folgende Mischung:

20 Tropfen MCP (oder Paspertin)

15 min warten

Dolormin Migräne (je nach Heftigkeit 1 bis 2 Tabletten)

noch Mal 30 min im Bett und Du merkst wie es besser wird!

Gott sei dank bin ich aber von Migräne "geheilt" seit meiner Bandscheiben OP hatte ich keinen Anfall mehr.... klingt komisch iss aber so....

Gruß der Schubser
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Alt 06.08.2006, 10:43   #5
Sarah
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Standard Gibt es eigentlich sowas wie eine Schmerzmittelskala? - Dieser Beitrag ist 841 Tage alt

Meine Hausärztin hat kürzlich gesagt, es sterben jährlich mindestens 50 000 Menschen durch die Schädlichkeit von Arzneimitteln, mehr als im Straßenverkehr umkommen.
Bei Schmerzen "google" doch einmal nach Weihrauchkapseln, das hilft sehr gut bei Schmerzen und hat keine schädigenden Nebenwirkungen.
Es wird immer fleißig Schmerzmittel verordnet, aber kaum ein Arzt untersucht den Arzneimittelmetabolismus des Patienten. Welcher Arzt untersucht schon die Cytochrome P 450?

http://www.netzeitung.de/genundmensch/170618.html

Viele Grüße von Sarah
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Alt 06.08.2006, 17:29   #6
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Hallo Ulrike!

Ja, es gibt eine Schmerzmittelskala. Und zwar das WOH-Stufenschema. (WHO=Weltgesundheitsorganisation).
Dein Seractil hat als Wirkstoff Dexibuprofen und müsste darum noch zur 1.Stufe in dem Schema gehören. Also ein eher leichtes Schmerzmittel.
Aber eigentlich wird dieses Stufenschema bei der Krebstherapie angewandt.
Außerdem gibt es auch manchmal Menschen mit starken Schmerzen, bei denen ein starkes Schmerzmittel, welches sie bekommen nicht wirkt und auf Novalgin sprechen sie auf einmal an.

Naja, für alle die es interessiert, habe ich das WHO-Schema mal hier:

WHO-Stufenschema (1986)

Stufe-I:Periphere Analgetika:Acetylosalicylsäure,Paracetamol,Metamiz ol, NSAR.Bei einer dauerhaften Anwendung über Monate oder Jahre können allerdings durch manche dieser Medikamente Schäden an der Magen-und Darmschleimhaut entstehen.

Stufe-II:SchwacheOpioide:Tilidin, DHC,Tramadol.Die Kombination von zentralwirksamen schwachenOpioidenmit Medikamenten der Stufe-I verbessert die Schmerzlinderung.Die Substanzen der Stufen I+II greifen jeweils an unterschiedlichen Stellen im Körper an.

Stufe-III:Opiate: Morphin,Hydromorphon,Oxycodon,FentanylErsatz derOpiodeder Stufe-II.Die Substanzen der Stufen I+II greifen wie Stufe-II jeweils an unterschiedlichen Stellen im Körper an.

Ko-Medikation:Unterstützung der Wirkung durch verstärkende Stoffe, die alleine nicht analgetisch wirksam sind.
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Alt 06.08.2006, 17:44   #7
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Dankeschöööööön, Leonessa, toll!

Sarah, danke für den Weihrauchtip. Weihrauchkapseln werden an den MS-Boards immer wieder erwähnt, weil sie entzündungshemmend wirken sollen. Es kann aber leider auch Magenprobleme geben :-(

Hallo Schubser! Dolormin ist auch Ibuprofen. Hm, ob es mit Lysin schneller wirkt oder besser?

Michael, seit den ersten beiden Corti-Stoß-Therapien "spinnt" der Magen etwas. Sonst hätte ich Paracetamol + Koffein mal ausprobiert.

Meg, woher weiß ein Arzt eigentlich, woher die Kopfschmerzen rühren? Tests macht er ja keine, oder?
Mit dem nächsten Arztbesuch lasse ich mir noch Zeit. Manchmal lebt es sich ohne Weißkittel einfach besser. Trotz Kopfweh. :

Lieben Dank für Eure Antworten!

Liebe Grüße,
Ulrike
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Alt 06.08.2006, 18:54   #8
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Zitat:
woher weiß ein Arzt eigentlich, woher die Kopfschmerzen rühren?
Manche Krankheiten haben als Symptome Kopfschmerzen etc. Ich denke mal, dass man beginnt, jede Krankheit abzuklappern und irgendwann kommt man, vielleicht noch mit Bestätigung der Laborwerte, auf den Krankheitsherd, aus dem die Kopfschmerzen hervorgehen. :
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Alt 06.08.2006, 19:48   #9
Schaut öfter mal rein
 
 
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Hallo @all,

ich finde es ok, dass Leonessa hier die Schmerzmittelskala eingestellt hat, da sie eine wichtige Klassifizierung darstellt.

Darüberhinaus meine ich aber, dass ihr hier zu bedenkenlos Einnahmetipps gebt. Schließlich ist jeder Mensch anders und es liest vielleicht manch einer mit, den keiner hier einschätzen kann.

Immerhin ist die Einnahme von Schmerzmitteln keine Lapalie. Jedes Aspirin kratzt an der Magenschleimhaut. Paracetamol - regelmäßig genommen - kann schwerwiegende Leber- und Nierenschädigungen als Spätfolge nach sich ziehen (Bedauerlich, dass viele Kinderärzte immer noch keine anderen fiebersenkenden Mittel kennen! ). Viele Schmerzmittel können abhängig machen oder bei häufiger Einnahme in ihrer Wirksamkeit nachlassen usw. usw.

Ich fände es schön, wenn man mit Aussagen wie "mal eben schnell soundsoviele Tropfen oder Pillen" (sehr freies Zitat ) etwas vorsichtiger wäre.

LG chaosbarthi
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Alt 06.08.2006, 20:38   #10
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@Ulrike
ja es wirkt, wie gesagt ich weiß es aus eigener Erfahrung. Besser also Ibuprofen.

@chaosbarthi
ja hier werden Tipps weiter gegeben, na und. Es wird keiner gezwungen das dann auch so einzunehmen. Aussedem kann ich hier keinen einschätzen, da mir keiner persönlich bekannt ist!!!

Ich bin der Überzeugung, wer Schmerzmittel nimmt, wenn er/sie Schmerzen hat dann ist das gerechtfertigt. Wer Schmerzmittel nimmt um "gut drauf zu sein" nimmt die auch dann wenn noch sehr davor gewarnt wird.
Ich sag unseren Patienten immer, wir haben so gute Schmerzmittel, so das keiner Schmerzen ertragen muß.

gruß Schubser

[img width=67 height=115]http://www.schmidt-rw.de/bilder/assets/images/aspirin.gif[/img]

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Alt 06.08.2006, 21:13   #11
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Hallo chaosbarthi!

Unter den Schmerzmitteln der Kategorie 1 (=nicht verschreibungspflichtig)ist meines Wissens keines, das im Laufe der Zeit seine Wirkung einbüßt oder abhängig macht.

Und der Rest ist verschreibungspflichtig. Wer auf "krummen Wegen" an solche Medis kommt und sie ohne Verschreibung einnimmt, hat die Verantwortung dafür selber zu tragen.

Liebe Grüße,
Ulrike
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Alt 07.08.2006, 18:36   #12
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Ich meine auch, daß jeder selbst die Verantwortung trägt, was er schluckt und was nicht.
Dazu kann man niemand überreden und bei Mißbrauch von Schmerzmitteln da ist wohl dann ein Therapeut gefragt.

Und wenn jemand aus eigener Erfahrung spricht, dann heißt das ja nicht, daß es gleichsam für alle so gültig ist.
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Alt 07.08.2006, 18:40   #13
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Ich würde grundsätzlich auf Koffein verzichten. Es entzieht dem Körper Flüssigkeit und macht damit wieder Kofschmerzen. Hast Du Dir mal überlegt ob Deine Kopfschmerzen von Verspannungen im Nacken kommen könnten? Bussi Topo
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Alt 07.08.2006, 18:42   #14
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Hatte sich nicht rausgestellt, das Koffein gar nicht entwässert?
Heute zählt man doch auch den morgendlichen Kaffee mit zur Flüssigkeitsbilanz.

Oder irre ich mich gerade?

Ich glaub das war genau so ein Irrtum wie mit Spinat und Eisen, wo sich nachher rausgestellt hat, dass das Komma um eine Stelle verrutscht ist
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Alt 07.08.2006, 19:19   #15
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Grüß Euch!

Hm, ich habe die immer wiederkehrenden Kopfschmerzen seit dem Frühjahr 2004 (erster MS-Schub: März 04). Das Schädel-MRT hat auch eine Deformierung der HWS gezeigt. Indirekt ist das ein "MS-Geschenk", weil ich aufgrund der unerklärlichen Schwindelgefühle den Kopf vor Bekanntwerden der MS monatelang extra hoch gelagert habe. :

Seit der MS bin ich quasi eine Wetterstation: sobald es umschlägt, brummt mir der Schädel.
Kaffee hat mir an den Kopfwehtagen der vergangenen Woche sehr geholfen. Drei bis vier starke Tassen vertrage ich normalerweise gar nicht (schmecken mir auch nicht), aber diesmal habe ich sie gebraucht. [img width=32 height=32]http://www.cosgan.de/images/smilie/nahrung/c070.gif[/img]

Ob die deformierte HWS auch an den Schmerzen schuld ist? Aber gegen die kann ich wohl nix mehr machen.
Im Oktober oder November muß ich wieder mal zu einem Neuro, den werde ich auf das Kopfweh ansprechen. Ein Jahr lang war ich auf keiner MS-Ambulanz. Könnte mir als Dauerzustand gefallen.

Liebe Grüße
von
Ulrike
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