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Alt 26.07.2007, 21:56   #19 (Permalink)
quaks
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Standard AW: Kostendruck im Krankenhaus - wahrnehmbar? - Dieser Beitrag ist 409 Tage alt

Hallo Logiker

ich war in den letzten 6 Jahren irgendwie schon viel zu oft in verschiedenen Krankenhäusern, aber eigentlich nur wegen meiner Kinder und vor 14 Jahren habe ich eine Ausbildung zur Krankenschwester angefangen.

Ich kann nicht sagen, dass man den Kostendruck so wirklich weiter gegeben hat. Klar gab es mal nen Kommentar übers Sparen, wenn das Papiertuch für die Liege zum dritten Mal riss, weil miese Qualität. Wenn man oft und lange genug da ist, meckern auch mal die Schwestern bei einem über diverse Mangel etc. Aber auch vor 14 Jahren haben Ärzte und Schwestern über ihr Arbeit gestöhnt, dass sie keine Zeit haben, das sie zuwenig Personal sind und zuwenig Geld bekommen, dieses oder jenes für die Station nicht angeschafft werden kann usw.
Allerdings seh ich durchaus, dass heute deutlich weniger Schwestern über die Flure rennen müssen, als noch vor 14 Jahren.

Ich bin nicht immer mit Ablauf, Organisation, Gespräche etc. zufrieden. Manchmal maul ich im KH, manchmal nur zu hause - je nach dem. Das hat aber meistens nix mit Kostendruck zu tun, sondern mit blöder Organisation und fehlender Kommunikation. Das hat auch letzten nen Arzt bemängelt, dass die Kommunikation zw. den einzelnen Abteilungen einfach nicht richtig läuft und mit viel zu viel Kompetenzgerangel behaftet ist.

Aber rein auf die Betreuung und Versorgung gerichtet - war die immer angemessen. Und angemessen heißt, sooft und solange es nötig war, waren Chef - oder Oberärzte immer zur Stelle auch wenn wir nicht privat versichert sind. keine Ahnung ob das bei Kinder anders ist als bei Erwachsenen, aber hier ging es bisher immer nach den medizinischen Notwendigkeiten.

Auch sind - nicht zwingende oder dringende Konsile problemlos machbar, wenn ich danach frage und meinen Wunsch begründen kann.
Bei der Versorgung übernehme ich ja für meine Kinder eh das meiste selbst und ich finde es immer sehr angenehm, wenn die Stationen so eingerichtet sind, dass man die Schwestern nicht nach jeden Löffel fragen muss.

Auch ist meistens die nötige Zeit für die wichtigen Gespräche da, aber leider oft durch den Piepser unterbrochen und manchmal wünscht ich mir schon Sachen nochmal in mehr Ruhe zu besprechen, aber im Grundsatz ist es ok.

Die Routinegespräche können dagegen schon echt merkwürdig werden - wenn der Anästhesist beim Gespräch zur 6. Narkose in 2 Jahren im gleichen KH fragt ob es die erste sei, dann irritiert das doch etwas. Hat aber m. E. auch wenig mit Kostendruck zu tun.



lg Sandra

ps: ich höre auch gern die andere Seite - also was nervt an Eltern / Angehörigen und Patienten - gabs da nicht auch nen thread zu? *suchen geh*

pps: ich verstehe meistens, warum was wie abgeläuft, aber nur weil ich es verstehe, finde ich es nicht immer gut!
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