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Kostendruck im Krankenhaus - wahrnehmbar?

Dies ist eine Diskussion �ber "Kostendruck im Krankenhaus - wahrnehmbar?" im "Schulmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
@maggie - vielen Dank für deine Beiträge! Es ist sehr schön zu lesen, dass Patienten Verständnis haben, sich nicht in einem all-inclusive-Hotel wähnen und Verständnis ...


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Alt 06.04.2007, 20:50   #16 (Permalink)
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Standard AW: Kostendruck im Krankenhaus - wahrnehmbar? - Dieser Beitrag ist 471 Tage alt

@maggie - vielen Dank für deine Beiträge! Es ist sehr schön zu lesen, dass Patienten Verständnis haben, sich nicht in einem all-inclusive-Hotel wähnen und Verständnis für gelegentlich Engpässe haben - das ist leider im KKH so und eigentlich will das Gros der Beschäftigten, dass es anders läuft...

@michael - ich habe mir inzwischen zur Regel gemacht, ein Patientengespräch zu führen und indem ich mich dem nächsten Patienten zuwende (Visite!) noch einmal kurz in das Gesicht des vorigen Patienten zu schauen: man sieht, ob da Fragen offen geblieben sind!

Die Realität ist auf jeden Fall die Tendenz zur standardisierten Behandlung, sprich Fliessbandabfertigung. Jedoch ist es für den Arzt und die Schwester entscheidend zu wissen, an welcher Stelle eine Zeiteinsparung sicher nicht möglich ist! In operativen Fächern ist beispielsweise die Zeit für die Aufklärung wie für das Procedere nach Entlassung großzügig zu bemessen!

Meine Frage ergibt sich übrigens aus der Tatsache, dass man als Arzt nie wieder "normaler" Patient ist und daher die Perspektive verliert. Wenn ich zum Allgemeinmediziner gehe, dann wird alles ausdiskutiert, es wird über die Fächer, über Kollegen etc. geredet - und jeder weiß, dass der Arzt nicht gerne Patient ist.

behind the curtains, logiker
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Alt 07.04.2007, 10:00   #17 (Permalink)
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Standard AW: Kostendruck im Krankenhaus - wahrnehmbar? - Dieser Beitrag ist 470 Tage alt

@ Caro

Darf ich mal fragen was du an der SD hast?


Lg küken
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Alt 18.07.2007, 21:32   #18 (Permalink)
Noch neu hier
 
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Standard AW: Kostendruck im Krankenhaus - wahrnehmbar? - Dieser Beitrag ist 368 Tage alt

Also ich war bereits 4 mal im KH.

Ich habe von allen die Notaufnahme kennen gelernt.
Mein aller erster KH Kontakt.
1. Wurde ich von meiner Hausärztin eingewiesen mit verdacht auf Blinddarmentzündung. Nach 4 Stunden ohne essen und trinken wurde ich wieder heim geschickt mit der empehlung zum Gynäkologen zugehen weil ich eine Eierstock entzündung haben sollte. Was sich als falsch rausstellte.
2. mal ich bin diesmal freiwillig gegangen weil die schmerzen immer schlimmer wurden und es abends war. Ich habe nur 3 h gewartet im Notaufnahme bereich stand auch eine Liege aus nem rettungswagen da lag einer drauf , blutverschmiert, 2 h für alle sichtbar keiner kümmerte sich. Handy kameras gab es leider noch nicht sonst hätte ich beweise für den Chef der Klinik gemacht. Ich war dann dran musste wieder nachhause gehen sei nur eine reizung des Blinddarms ich bekam nichtmal tabletten gegen die schmerzen.
4. mal nach dem ich vorher beim Chefarzt vorgesprochen hatte ging es ganz schnell das ich aufgenommen wurde ja aber das sollte noch nicht heißen das ich drin bleiben würde. Ich lag 2 wochen im KH nix tat sich beschwerden wurden immer schlimmer, an mir experimentierte jeden tag ein anderer arzt. Chefarzt nicht da (Urlaub).
Meine eltern versuchten damals über die Krankenkasse etwas zu erreichen, war nicht erfolgreich. Erst als der Chefarzt wieder da war ging es vorwärts.

Nachts hat man es am leichtesten weil da selten jemand auf die idee kommt ins KH zugehen. weil ich bei den anderen zwei sachen wo ich ins kh musste nachts mit rettungswagen eingeliefert wurde.


Die Krankenschwestern waren in allen beiden Häusern supi nur das ständig ein anderer Arzt da war nervt mit der zeit weil jeder etwas anderes erzählt.
LG Alayna
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Alt 26.07.2007, 21:56   #19 (Permalink)
Fühlt sich wohl hier
 
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Standard AW: Kostendruck im Krankenhaus - wahrnehmbar? - Dieser Beitrag ist 360 Tage alt

Hallo Logiker

ich war in den letzten 6 Jahren irgendwie schon viel zu oft in verschiedenen Krankenhäusern, aber eigentlich nur wegen meiner Kinder und vor 14 Jahren habe ich eine Ausbildung zur Krankenschwester angefangen.

Ich kann nicht sagen, dass man den Kostendruck so wirklich weiter gegeben hat. Klar gab es mal nen Kommentar übers Sparen, wenn das Papiertuch für die Liege zum dritten Mal riss, weil miese Qualität. Wenn man oft und lange genug da ist, meckern auch mal die Schwestern bei einem über diverse Mangel etc. Aber auch vor 14 Jahren haben Ärzte und Schwestern über ihr Arbeit gestöhnt, dass sie keine Zeit haben, das sie zuwenig Personal sind und zuwenig Geld bekommen, dieses oder jenes für die Station nicht angeschafft werden kann usw.
Allerdings seh ich durchaus, dass heute deutlich weniger Schwestern über die Flure rennen müssen, als noch vor 14 Jahren.

Ich bin nicht immer mit Ablauf, Organisation, Gespräche etc. zufrieden. Manchmal maul ich im KH, manchmal nur zu hause - je nach dem. Das hat aber meistens nix mit Kostendruck zu tun, sondern mit blöder Organisation und fehlender Kommunikation. Das hat auch letzten nen Arzt bemängelt, dass die Kommunikation zw. den einzelnen Abteilungen einfach nicht richtig läuft und mit viel zu viel Kompetenzgerangel behaftet ist.

Aber rein auf die Betreuung und Versorgung gerichtet - war die immer angemessen. Und angemessen heißt, sooft und solange es nötig war, waren Chef - oder Oberärzte immer zur Stelle auch wenn wir nicht privat versichert sind. keine Ahnung ob das bei Kinder anders ist als bei Erwachsenen, aber hier ging es bisher immer nach den medizinischen Notwendigkeiten.

Auch sind - nicht zwingende oder dringende Konsile problemlos machbar, wenn ich danach frage und meinen Wunsch begründen kann.
Bei der Versorgung übernehme ich ja für meine Kinder eh das meiste selbst und ich finde es immer sehr angenehm, wenn die Stationen so eingerichtet sind, dass man die Schwestern nicht nach jeden Löffel fragen muss.

Auch ist meistens die nötige Zeit für die wichtigen Gespräche da, aber leider oft durch den Piepser unterbrochen und manchmal wünscht ich mir schon Sachen nochmal in mehr Ruhe zu besprechen, aber im Grundsatz ist es ok.

Die Routinegespräche können dagegen schon echt merkwürdig werden - wenn der Anästhesist beim Gespräch zur 6. Narkose in 2 Jahren im gleichen KH fragt ob es die erste sei, dann irritiert das doch etwas. Hat aber m. E. auch wenig mit Kostendruck zu tun.



lg Sandra

ps: ich höre auch gern die andere Seite - also was nervt an Eltern / Angehörigen und Patienten - gabs da nicht auch nen thread zu? *suchen geh*

pps: ich verstehe meistens, warum was wie abgeläuft, aber nur weil ich es verstehe, finde ich es nicht immer gut!
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Alt 27.07.2007, 09:47   #20 (Permalink)
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Standard AW: Kostendruck im Krankenhaus - wahrnehmbar? - Dieser Beitrag ist 359 Tage alt

hm also ich denke man spürt das schon, mein Vater hat jetzt aktuell eine TEP (=TotalEndoProtese = neues Hüftgelenk) bekommen....

Liegezeit wäre im KKH eigentlich um die 20 Tage wenn ich es richtig weiß, er "flog" nach 9 Tagen raus, da es ihm sooooo gut ging.

Nach weiteren 3 Tagen zuhause "durfte" er dann in die ReHa....

Das alles obwohl mein Vater privatversichert ist.
Aber mittlerweile durch die Fallpauschale macht das keinen allzu großen Unterschied mehr.
Da wird am Fließband behandelt und schon biste wieder draussen....

Also ich weiß nicht wo das hinführen soll, demnächst wird jede OP ambulant gemacht dann gehste sofort anschliessend wieder Heim.
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Alt 27.07.2007, 10:42   #21 (Permalink)
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Standard AW: Kostendruck im Krankenhaus - wahrnehmbar? - Dieser Beitrag ist 359 Tage alt

Wie war es bei meinem Mann?
Doppelseitiger Herzinfarkt,nach einer Woche sollte er Heim
Nur weil ich dann mit dem Arzt rumstritt wurden es 10 Tage
Bei meiner Freundin wurde eine Total OP gemacht ,auch 10 Tage ab nach Hause
nun Eitert die Wunde
Das kann es doch echt nicht sein
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Alt 27.07.2007, 14:52   #22 (Permalink)
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Standard AW: Kostendruck im Krankenhaus - wahrnehmbar? - Dieser Beitrag ist 359 Tage alt

@schubsi

wir haben hier in der kurklinik auch ganz viele teps, allerdings sind die meisten (die ich kenne) mindestens 2 wochen im kh gewesen und haben noch 3 wochen kur bekommen. allerdings springt auch öfter mal ein gelenk raus, ob die sich da im kh nicht genug zeit genommen haben? wer weiß, wer weiß..
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Alt 28.07.2007, 17:13   #23 (Permalink)
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Standard AW: Kostendruck im Krankenhaus - wahrnehmbar? - Dieser Beitrag ist 358 Tage alt

Hi Ihr,

also bei meiner Darm Op vor 5 Wochen durfte ich nach 5 Tagen nach Hause gehen.
Mir ging es noch nicht wirklich gut und ich dachte die Fahrt nach Hause würde ich nicht überstehen, jede kleine Unebenheit auf der Autobahn, verursachte höllische Schmerzen. Aber ich war lieber zu Hause, da man sich zu Hause wirklich besser erholen kann, (durchschlafen in der Nacht, kein Besuch, wenn man nicht möchte, ne saubere Toilette) gut die ärztl. Versorgung ist hier nicht gegeben.

Bei meiner 1 Darm Op protestierten die Ärzte, als ich nach 10 Tagen endlich nach Hause wollte und das, obwohl es mir wirklich sehr gut ging.

Denke mal, dass die frühen Entlassungen wirklich mit dem Kostendruck zu tun haben.
Kurze Liegezeit und der nächste Patient kann schon wieder operiert werden, das bringt mehr Geld, als würde ein operierter Patient 10 Tage im Bettchen liegt.

Ach ja ganz vergessen, früher wurde der Patient noch durch Abführen auf so ne Darm Op vorbereitet, heute wird der ganze Dreck kurz vor der Op oder bei der Op abgesaugt. Trainagen hatte ich keine, obwohl ich nen riesen Bauchschnitt hatte. Und im Aufwachraum lagen gut 20 Leute. Das war ein großer Saal und alle lagen im Kreis. War irgendwie ein komisches Gefühl. 5 Ärzte bewegten sich in dem Saal und schauten nach den Patienten. Irgendwie merkte ich bei dem KKH Aufenthalt, dass alles auf Kostenminimierung ausgelegt war, obwohl die Ärzte und das Pflegepersonal sehr freundlich waren.

Lieber Gruß Maggie

Geändert von Maggie (28.07.2007 um 17:58 Uhr).
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Alt 28.07.2007, 17:37   #24 (Permalink)
sun
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Standard AW: Kostendruck im Krankenhaus - wahrnehmbar? - Dieser Beitrag ist 358 Tage alt

Hallo zusammen!

Also ich wurde August 2005 operiert. Leistenbruch. Der Arzt und die Schwestern waren spitze. Ich kam ins KH, wurde nächsten Tag operiert. Einen Tag später wurden die Drainage (oder wie nennt man das) gezogen und ich durfte heim. Also Do Op Fr. Untersuchung vom Chirurgen ganz früh morgen und dann ab nach Hause. Die Schwestern und alle waren baff, die Schwestern wollten es mir garnicht glauben. Haben dann nochmal nachgefragt, sie meinten normal wären nach OP 5-7 Tage. Keine Ahnung wie lange normal wäre.

Was ist normal

Ich mußte nicht mal auf die visite warten. Samstag abends zufällig höllische Schmerzen, übergeben, zusammengeklappt ....... Wochenenddienst kam und bekam einen Schock, er fragte mich drei mal wann ich operiert wurde, ob ich Schmerzmittel oder Antibiotika verschrieben bekommen hätte. Ich nein. Naja er gab mir dann Antibiotika weil es sich entzündet hat und Schmerzmittel habe ich ja sowieso zu Hause. Ihm hat am meisten schockiert, weil ich damals ja wegen der OP meine Remicade einmal pausieren mußte und durch Remicade wohl eine erhöhte Infektionsgefahr ist. Wegen unterdrückten Immunsystem oder so...

Weiß nicht Zufall oder nicht. Halbes Jahr später habe ich es einfach nicht mehr ausgehalten, die Schmerzen kamen immer wieder. So mußte ich wieder unters Messer. Granulom der auf einen Nerv drückte. Das waren wohl damals auch schon die Schmerzen. Anders gesehen, auch blöd von mir ein halbes Jahr damit rum zu laufen.
Aber so bin ich. Wird schon wieder, wird schon wieder...
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Alt 29.07.2007, 12:21   #25 (Permalink)
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Standard AW: Kostendruck im Krankenhaus - wahrnehmbar? - Dieser Beitrag ist 357 Tage alt

Sun ich dachte wenigstens in Östereich ist es besser
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