Hallo,
der Bruder meiner Mutter hat vor 1 ½ Wochen erfahren das er Krebs im Endstadion hat.
Ihm bleiben vielleicht noch ein paar Wochen. Das Problem ist , dass der Tumor an der Luftröhre sitzt und bereits 6 cm groß ist , die li. Lunge nekrotisch und der re. Lungenflügel von einer Fibrose befallen ist.
Der Tumor soll geschlossen sein, also noch nicht gestreut haben.
Kann man denn so was nicht operativ entfernen? Entschuldigt, wenn ich da etwas ungebildet bin aber gibt es keine Methode wie zb. einer Trachealkanüle, die Ihm zum Beispiel das Atmen erleichtert? Oder so was wo der Tumor entfernt werden könnte und die Luftröhre verkürzt oder ersetzt werden kann?
Die Ärzte winken bei allem ab, da der Tumor zu ungünstig sitzt. Stattdessen meinten sie auf nachfragen, das er auf kurz oder lang ersticken wird. Ich finde das entsetzlich, da muß man doch was machen können?
Eine Chemotherapie kommt nicht mehr in Frage, auch eine Bestrahlung wurde abgelehnt, da die Ärzte meinten das dies keinen Sinn mehr macht und er die Zeit wahrscheinlich nicht mehr überleben wird.
Ihre Zustimmung kam jedoch in dem Bereich, das wir darum gebeten haben , ihn mit Medikamenten so einzustellen das er in seinen letzten Stunden so wenig wie möglich mitbekommt bzw. nicht leiden muß. Wobei ich mir das gar nicht vorstellen kann, ein Erstickungstod ist doch etwas sehr qualvolles.
Entlassen wollen sie Ihn aber wegen weiterer Untersuchungen auch nicht.
Das verstehen wir wiederum nicht. Wenn der Fall doch so Hoffnungslos ist, warum noch weitere Untersuchungen? Währe es da nicht besser Ihn zuhause noch eine schöne Zeit verbringen zu lassen?
Wir suchen nach irgendeiner Hoffnungsquelle, auch wenn es keine Hilfe gegen den Krebs gibt, eine Methode (ich meine keine Euthanasie) die Ihm das sterben erleichtern würden.
Vielen Dank!
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Thema: Luftröhrenkrebs
In dieser Diskussion geht es um "Luftröhrenkrebs" im "Schulmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Hallo,
der Bruder meiner Mutter hat vor 1 ½ Wochen erfahren das er Krebs im Endstadion hat.
Ihm bleiben vielleicht noch ein paar Wochen. Das ...
- 25.04.2009 08:26 #1MIPASAGast
Luftröhrenkrebs
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- 25.04.2009 10:20 #2Physiotherapeutin






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AW: Luftröhrenkrebs Oh das tut mir leid. Die nächsten Wochen werden wohl eine schwere Zeit werden.
So wie du es beschreibst, wurden wohl schon sämtliche Therapiemöglichkeiten überdacht und verworfen. Eine Frage noch: welche Untersuchungen sollen denn noch gemacht werden? Evl sind sie nötig, um deinen Onkel möglichst gut auf Medikamente einzustellen. Dazu muß man möglichst gut über seinen allgemeinen Zustand Bescheid wissen. Fragt mal bei den Ärzten nach.
Nach der Entlassung ist es sinnvoll, nach einem Palliativmediziner oder einer Hospizeinrichtung zu suchen, denn dort wird er in seinen letzten Wochen am besten betreut werden. Die Pflege und die weitere Therapie richten sich nach seinen/euren Wünschen, auch sonst wird versucht, ihm das Leben so weit es möglich ist, zu erleichtern. Die Krankenkasse oder die KV können euch da sicher bei der Suche weiterhelfen.
Lieber Gruß ChristianeDes Menschen Wille, das ist sein Glück. (Friedrich Schiller)
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StarBuG (27.04.2009)
- 25.04.2009 16:57 #3Wohnt praktisch hier





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AW: Luftröhrenkrebs Hallo Mipasa,
auch mir tut es erst mal leid, dass Dein Onkel mit so einer heftigen Diagnose/Prognose konfrontiert wurde.
Zu Was ich auf jeden Fall in dieser Situation raten würde, ist von dem Recht auf eine zweite Meinung Gebrauch zu machen. Manchmal kommt auch Klinik A zu dem Ergebnis "inoperabel" Klinik B operiert aber noch durchaus erfolgreich. Vielleicht könnt ihr die Befunde Deines Onkels an diese Adr.http://www.bb-trier.de/bb_koblenz/be...e_Fachinfo.php übersenden. Hier scheint man vertraut mit Problematiken der Luftröhre und der Lunge zu sein. Auch wird da z.B.die Einsetzung eines Stents in die Luftröhre als palliative Maßnahme beschrieben.
Luftröhrenkrebs ist ja sehr selten. Hatte Dein Onkel beruflich mit Asbest zu tun? (z.B.Zimmermann,Bauarbeiten wie Strassenbeläge). Wenn ja, bestände die Möglichkeit das der Luftröhrenkrebs auch als Berufskrankheit anerkannt wird.
Ob es parallel noch Möglichkeiten der günstigen Beeinflussung der Erkrankung gibt würde ich hier erfragen: http://www.biokrebs-heidelberg.de/
Auch Christianes Vorschlag sich z.B um die Aufnahme auf eine Palliativstation zu kümmern, finde ich sehr gut. Eine Verwandte von mir ist dort verstorben und ich habe den Umgang mit den Erkrankten und den Angehörigen als durchweg positiv empfunden.
Liebe Grüße UlrikePhantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Ich habe keine besondere Begabung, bin nur leidenschaftlich neugierig.
Albert Einstein
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Der folgende Benutzer sagt Danke an Justitia für diesen nützlichen Beitrag
- 26.04.2009 21:07 #4MIPASAGast
AW: Luftröhrenkrebs Hallo Christiane,
lieben Dank für Deine Antwort. Morgen findet noch mal ein Gespräch statt um zu sehen ob er innerhalb der Klinik auf die Palliativstation kommt. Die Diensthabende Ärztin hat uns aber eigentlich heute noch mal genau aufgeklärt. Sie war sehr nett und hat sich auch viel Zeit genommen. Untersuchungen , dort sollen also noch mal Proben aus der Leber genommen werden. Wir haben heute auch erfahren das er eigentlich schon länger weiß das etwas nicht in Ordnung ist und sollte deshalb schon im November letzten Jahres in die KLinik, hat dies aber einfach ignoriert, jetzt ist es wohl zu spät. Es handelt sich auch nicht um einen Luftröhrenkrebs sondern um einen aggressiven Bronchialkarzinom der den einen Lungenflügel schon komplett verschlossen hat und bereits auf den 2. mit übergreift und auch an der Luftröhre sitzt. Hatte das also falsch verstanden gehabt. Mittlerweile kann er sich nicht mehr alleine aufsetzen oder umdrehen. Ich denke wir müßen das jetzt einfach so hinnehmen, machen kann man jedenfalls nichts mehr, weil die Fibrose ebenfalls weit fortgeschritten ist und die Lunge verklebt, wenn ich das richtig verstanden habe. Eine Transplantation ist also auch ausgeschlossen , weil der Allgemeinzustand dies nicht mehr zu lässt.
Auf Medikamente wird er nun auch eingestellt Schmerzmittel , Beruhigungsmittel und ich glaube es war Cortison dabei.
Kaum zu glauben, vor 3 Wochen lief er noch rum hat mit uns Geburtstag gefeiert. Sah zwar schlecht aus aber heute geht ja gar nichts mehr.
Hört sich blöd an aber ich hoffe es geht schnell und im Schlaf.
Trotzdem vielen Dank
- 26.04.2009 22:17 #5Physiotherapeutin






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AW: Luftröhrenkrebs
Für deinen Onkel wird offensichtlich alles noch Mögliche getan. Versucht ihm jetzt, seine Wünsche zu erfüllen, mehr könnt ihr wohl nicht mehr tun.
Deine Angst, daß er sich beim Sterben quälen wird, kam schon beim ersten Posting raus. Zumindest diese Sorge kann ich euch nehmen: er wird es nicht bewusst erleben, weil er ins künstliche Koma gelegt wird, wenn es soweit ist.
Euch wünsche ich viel Kraft und Durchhaltevermögen.Des Menschen Wille, das ist sein Glück. (Friedrich Schiller)
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- 28.04.2009 09:21 #6Fühlt sich wohl hier



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AW: Luftröhrenkrebs Hallo MIPASA
Ich bin im Gedanken bei Euch.
Jetzt, wo ich das gelesen habe, kommen die Erinnerungen an letztes Jahr bei mir zurück.
Damals im März 2007 wurde bei meinem Schwiegervater Speiseröhrenkrebs diagnostiziert. Letztes Jahr im Juni ist er dann im alter von nur 69 Jahren gestorben. Es war eine Zeit voller Hoffnung, Traurigkeit und die Erkenntnis unser aller Vorsehung. Auf jedenfall ist es ganz furchtbar einen geliebten Menschen leiden zu sehen.
Vor allem, wenn dieser Mensch noch voll im Leben steht (Zukunftspläne, Arbeit und Familienzusammenhalt, hat).
Unserer ganzen Familie fehlt der Schwiegervater, der Opa, der Vater und natürlich der Ehemann, Partner und Lebensbegleiter.
Ich wünsche Euch Trost und Kraft, diese schwere Zeit gemeinsam durchzustehen.
LG
Tanja
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