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Was macht für euch einen guten Arzt aus?

In dieser Diskussion geht es um "Was macht für euch einen guten Arzt aus?" im "Schulmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Hallo Mich würde mal interessieren, was für euch einen guten Arzt ausmacht? Was ist euch am wichtigsten, was weniger wichtig? Was sollte ein Arzt auf ...


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Alt 21.07.2006, 19:56   #1
Arzt
 
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Standard Was macht für euch einen guten Arzt aus? - Dieser Beitrag ist 857 Tage alt

Hallo

Mich würde mal interessieren, was für euch einen guten Arzt ausmacht?

Was ist euch am wichtigsten, was weniger wichtig?

Was sollte ein Arzt auf keinen Fall tuen bzw wie sollte er sich nicht verhalten?

Gruß

StarBuG
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Alt 21.07.2006, 21:00   #2
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Standard Was macht für euch einen guten Arzt aus? - Dieser Beitrag ist 857 Tage alt

Hallo, also mit ärzten kenne ich mich gezwungenermassen aus.
gut ist:-wenn du im rahmen zu dem termin auch drankommst/wartezeit ist ok, aber nicht stunden
-wenn sie dann auch zeit für dich hat-so 15-20min wäre schön
-wenn sie auch vorschläge deinerseits akzeptiert
-wenn sie nicht lacht,wenn du sagst,im internet habe ich das und das gefunden
-wenn sie nicht sofort sauer ist,wenn du zu einer vorgeschlagenen therapie NEIN sagst
-wenn sie dich zur fachärztin überweist, wenn es nicht besser wird
So, und jetzt kommen die weniger netten sachen:
Total daneben:die schwester verarztet dich aufm üschein mit einer sinnlosen diagnose!!!!
die ärztin(fachärztin)schüttelt dir beim reinkommen die hand (1. besuch bei ihr) und stellt mal eben die diagnose(bei mir Parkinson) infrage, hat aber mit ihrem fachgebiet nix zu tun, orthopädin zb.
-will mich zu sinnlosen untersuchungen NÖTIGEN (und dann setzen WIR mal eben die Parkinsonmedikamente für 48 h ab!!!!)
-weil angeblich sonst kein termin zu haben ist, soll ich für mindestens 1nacht ins krhs, dann MRT sofort!
-es geht mir ziemlich sch... denn ich habe starke schmerzen, will aber dennoch nicht sofort den vorgeschlagenen weg gehen und dann wird in die wunderkiste gegriffen und mir angst eingejagt!!
Das hab ich alles selbst erlebt, d.h. noch mehr aber jetzt is erstmal pause.
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Alt 21.07.2006, 22:31   #3
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Standard Was macht für euch einen guten Arzt aus? - Dieser Beitrag ist 856 Tage alt

Hallo StarBuG

Für mich macht ein guter Arzt folgendes aus:
- er muss zuhören können

- er muss Zeit haben

- er muss die Eigenverantwortung seiner Patienten stärken

- er muss sich fortbilden

- er muss offen sein für Alternativen

- er muss eine therapeutische Zusatzausbildung haben

- er muss offen und ehrlich sein

- er muss seine Patienten ernst nehmen, egal, wie "spinnert" sie ihm
vorkommen

er sollte nicht:
- unfreundlich sein

- nicht unter Zeitdruck stehen

- nicht autoritär rüberkommen

- nicht auf allwissend machen

- Fehler nicht vertuschen

- sich nicht zum Handlanger der Pharmaindustrie machen lassen

- sich nicht zu sehr auf High-Tech Geräte verlassen, mehr seinen 6 Sinnen
vertrauen

- auf den weißen Kittel und die sterile Chrom Atmosphäre kann ich auch gern
verzichten....

naja....mir fällt bestimmt noch mehr ein....

und ich muss dazu sagen, ich habe das Glück, zwei solcher Ärztinnen zu haben, meine Hausärztin und meine Gynäkologin...

bei meiner Hausärztin bin ich im Schnitt 1-1,5 std bei ihr im Sprechzimmer, sie plant für einen normalen Termin schon vorab 1 Std ein....es kommt zwar oft zu seeeehr langen WArtezeiten, aber das nehme ich gerne in Kauf...

Meine Gyn. bietet neben der Schulmedizin alternative Verfahren an, die sie vorher gründlich an sich und ihrem Mann testet, sie dann eine entsprechende Fortbildung macht und dann erst empfiehlt, wie z.b. TCM, Homöopathie, Bachblüten, Mistel, und vieles mehr...
Bei beiden fühle ich mich sehr gut aufgehoben.

Liebe Grüße
Lilly
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Alt 21.07.2006, 23:16   #4
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Standard Was macht für euch einen guten Arzt aus? - Dieser Beitrag ist 856 Tage alt

Hallo Micha:

spontan fäll mir folgendes ein:

beim Kinderarzt:
fachlich sollt er nicht nur Husten - Schnupfen - Magen-Darm Co. behandeln können sondern auch in der Entwicklung den schmalen Grad zwischen immernoch normal und sollte man doch mal genauer prüfen finden.
Kinder ernst nehmen und mit Respekt behandeln. Bei nicht so kooperatives Verhalten vorsichtig und je nach Wichtigkeit auch konsequent aggieren.
Eltern ernst nehmen und zuhören und nicht nur so tun ...
Fragen zur Medikation nicht mit so in der Art "passt schon" beantworten.
Wechselwirkungen mit bestehender Medikation zumindest zur Kenntnis nehmen und im Beipackzettel auch finden.
Mütter gegenüber, auch wenn sie einmal zu oft in der Praxis stehen, nicht genervt erscheinen
offen für Fremdinformationen (z.B. durch Internet) und diese sachlich ausdiskutieren, ich lass mich ja gern belehren, ich bin kein Arzt und kann nicht alle Aspekte des Einzelfalls beurteilen - aber ich hasse es wenn beim Thema Internet schon die Jalousine fallen (ich glaub schon, dass da oft Eltern und Patienten mit haarsträubenden Ideen kommen, aber trotzdem )
ansonsten find ich Ehrlickeit in jeder Hinsicht sehr wichtig (bei Diagnosen und deren "Folgen" aber bitte nur wenn fachlich fundiert) - es schafft Vertrauen und das ist eh das Wichtigste schlechthin.
Zu Ehrlichkeit zähl ich auch das "Eingeständnis" - an einen Fachkollegen zu überweisen oder die Aussage, sie können sich gern eine zweite Meinung holen bzw. das man merkt im KH, die interdisziplinäre Zusammenarbeit funktioniert (Teamwork).

Also in Zusammfassung - fachlich fundiert und kommunikativ mit Kind und Eltern talentiert

LG Sandra
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Alt 21.07.2006, 23:21   #5
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Standard Was macht für euch einen guten Arzt aus? - Dieser Beitrag ist 856 Tage alt

Ich glaub, das "Internetproblem" ist auch ein Generationsproblem.

Die älteren Kollegen sind das nicht gewohnt, dass Patienten sich vorher aus verschiedenen Quellen informieren, und manchmal eine ärztliche Meinung auch in Frage stellen.
Die kennen (und erwarten vielleicht auch noch) das "ja und amen" der Patienten, wenn sie ihnen eine Diagnose/Therapie präsentieren.
Rd gibt natürlich zum Glück auch viele Ausnahmen.

Es gibt natürlich auch jüngere Kollegen, die etwas höher schweben als die "Normalbevölkerung", die haben damit auch Probleme, aber eine Vielzahl der jungen Mediziner und angehenden Mediziner werden damit offener umgehen, denke ich.
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Alt 21.07.2006, 23:27   #6
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Standard Was macht für euch einen guten Arzt aus? - Dieser Beitrag ist 856 Tage alt

Ja, ich denke auch, daß das Internet eher ein Problem der älteren Mediziner ist.

Da es heute ja sogar angeraten wird, sich selbst zu informieren, gar eine zweite Meinung/Diagnose einzuholen, müssen sich die Ärzte drauf einstellen, daß sie mit (Halb)wissen konfrontiert werden.

Es geht ja nicht an, daß man auf der einen Seite Eigenverantwortung und den mündigen Patienten fordert und auf der andern Seite sich aber nicht den daraus resultierenden Diskussionen stellt.
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Alt 22.07.2006, 11:33   #7
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Standard Was macht für euch einen guten Arzt aus? - Dieser Beitrag ist 856 Tage alt

Hallo!

Ich habe ein ziemliches Problem mit Arztpraxen, in denen man zuviel Privates mitbekommt. Z. B. man geht zum praktischen Arzt zum Ohrenausspülen, das machen natürlich die Assistentinnen. Und unterhalten sich dabei lang und breit über ihre Lebens(abschnitts-*zwinker*)Partner, denen man auch einmal die Ohren ausspülen müßte, weil sie nie zuhören wollten bzw. aktuell auch nicht zuhören.

Oder die Sprechstundenhilfe kommt mitten am Vormittag im Sportgewand in die Praxis des Allgemeinmediziners gejoggt. Mit dem Hund des Arztes im Schlepptau, woraufhin der Arzt sich lang und breit über das "Dognapping" ereifert (wahrscheinlich, um auch einmal seine Englischkenntnisse anbringen zu können). Aber sowas kommt wohl eher auf dem Land vor *grins*

Bei einer Neuro in der Stadt ist mir schon passiert, daß die junge Sprechstundenhilfe von der älteren eingewiesen wurde (mit viel Gemotze von Seiten der Jungen), während ich direkt neben ihnen auf dem Sessel vor der Ordination saß. Mitten im MS-Schub und mit Depris, ich war sicher nachher mit den Nerven fertiger als vorher =;-)

Neuros sind ein eigenes Kapitel: am heftigsten fand ich, als ich einmal von einer Neuro angeschnauzt wurde, daß ich von ihr "Therapie auf Bestellung" wolle und ihre Vorschläge gar nicht erst abwarten würde.
Welche Vorschläge denn ... außerdem, wenn die MS hochaktiv ist oder die Fatigue akut, hat ein MS-ler keine Zeit zum Warten.
Da kommt leider die weitverbreitete Annahme zum Tragen, ein neurologisch Kranker hätte alle Zeit der Welt (weil man gegen seine Krankheit ja eh noch nix Gescheites tun kann ...).

Ein bißchen Taktik wünsche ich mir, wenn es um Gewicht oder Alter einer Dame geht
Vom Zahnarzt wünsche ich mir, daß er es nicht persönlich nimmt, daß man nicht gerne zu ihm geht. Und daß man als MS-ler immer Angst vor einem Schub hat und daher langwierige Zahnbehandlungen gerne vermeidet.
Meine Mutter kennt nach der letzten Zahnbehandlung sicher jeden Krautkopf und jede Nacktschnecke im Garten ihres Zahnarztes mit Namen. Das nächste Mal projiziert er wahrscheinlich seine Urlaubs-Dias auf die Decke, damit meine Mutter sie sich während der Behandlung ansehen kann ;-)

Rücksicht bitte ich auch darauf zu nehmen, daß ein halbnackter Patient im Wartezimmer sich nicht so besonders wohl fühlt (normalerweise). Auf einer neurologischen Station lag ich gerade mit T-Shirt und Slip auf der Untersuchungsliege (daneben versuchte die mürrische Neuro aus den Befunden schlau zu werden, was ihr leider nicht gelang), da kam der Primar herein. Grüßte mich zwar, unterhielt sich dann aber über meinen Kopf hinweg mit der Neuro über mich.
Zu schlechter Letzt machten sie sich noch darüber lustig, daß ich fünf Wochen zu spät zur Injektionseinschulung ins KH gekommen war und mir die ersten i.m. - Injektionen vom Hausarzt hatte geben lassen, statt sie selber zu machen. Was eine gute Idee von mir war, schließlich führt Avonex zu Beginn zu starken NW, und im KH hätte ich mich in der Nacht nie so gut ablenken können wie zuhause.
Außerdem möchte ich den Arzt sehen, der sich locker vom Hocker jede Woche eine 3-cm-Nadel in den Körper rammt ... Ärzte haben zwar keine Probleme, andere zu stechen. Aber wenn es um den eigenen Körper geht, habe ich ein paar Ärzte schon ziemlich jammern hören ...

Liebe Grüße
von
Ulrike
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Alt 23.07.2006, 11:09   #8
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Online Status: Engel ist offline




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Hi,
dazu kann ich nur sagen:
ich habe einen der guten Ärzte erwischt. Er ist immer für mich da, hat Zeit für mich, auch wenn das Wartezimmer brechend voll ist.
Er weiss über meine Probleme bestens bescheid und vergisst auch nichts. Er weiss über meine Familie bescheid, was auch wichtig ist bei Problemen, denn auch Querelen oder oder heftige Ereignisse in der Familie spielen in das Krankheitsbild mit ein.
Als mein Schmerzarzt meine Behandlung jetzt nicht mehr fortführen wollte/konnte, ist mein HA sofort eingesprungen..ohne Wenn und Aber. Jetzt bekomme ich meine BTM-Rezepte eben von ihm, da gab es für ihn überhaupt kein Überlegen.
Ach ja...er kommt auch mitten in der Nacht gelle...er ist wirklich unbezahlbar.
Also, es gibt sie, die guten Ärzte..man muss sie nur finden.
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Alt 23.07.2006, 14:24   #9
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Standard Was macht für euch einen guten Arzt aus? - Dieser Beitrag ist 855 Tage alt


Hallo Micha!

- Da die meisten Praxen überfüllt sind, finde ich eine gute Organisation sehr wichtig, um den Patienten nicht immer ewig warten zu lassen!

- Wichtig finde ich auch das Team um den Arzt! Wenn die schon an der Rezeption sehr indiskret sind (nicht unbedingt gleich mich betreffend!), ist das für mich schon ein Grund zu gehen! Ich habe es schon erlebt, daß ich im Warteeck mitbekam, daß bei einer Frau X die und die Untersuchung gemacht wurde und das Ergebnis positiv war und man jetzt sofort die und die Schritte einleiten muß! ODER "Die Frau X hat schon wieder angerufen, ... die nervt mich ganz schön!
Das darf einfach nicht sein!

- Wenn ich dann schon mal bis zum Arzt vordringe, ist es mir wichtig, daß er mich ausreden läßt und nicht schon nach dem ersten Teilsatz aufspringt und agiert!

- Der Doc sollte bereit sein, Berührungen zu erklären oder zumindest anzukündigen! Gerade wegen der Schilddrüse, ... wenn er die abtasten will! Ich habe mal einem Arzt beinahe eine Ohrfeige verpasst, ... ich hatte Muskelschmerzen, weil ich den Schlag ausgebremst habe und er meinte: Ich habe den Klatsch schon gespürt! Es ist nichts passiert, aber er kam auch noch von hinten und ging ohne Vorwarnung an meinen Hals!
Das war schlecht!

- Ich möchte, daß mein Doc mit mir deutsch redet. Wenn er sagt das nennt man,..... und das heißt ....., dann bin ich zufrieden! Und er soll mit mir reden!! Es geht ja um mich und meinen Körper! Ich möchte auch, daß er mir sagt, daß man dagegen nichts tun kann und nicht einfach aufsteht und geht, weil IHM klar ist, daß man nichts tun kann!

- Ich möchte das Gefühl bekommen, daß mich mein Doc wahrnimmt! Ich weiß sehr wohl, daß es schwierig ist, bei einem Spezialisten z.B. Orthopäde, der mich ja nicht unbedingt jeden Monat sieht, ... daß er alle Krankengeschichten zu den Leuten im Kopf haben kann! Verlange ich auch gar nicht. Ich versuche dann schon durch bestimmte Worte, seine Erinnerung an mich zu wecken, und wenn das nicht gelingt, so reicht es mir auch schon, wenn er sagt, daß er mich ja nun schon länger nicht gesehen hat!

- Und ich wünsche mir von einem Doc, daß er mich und meine Probleme ernst nimmt!

Mehr fällt mir erst mal nicht ein!
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Alt 24.07.2006, 00:40   #10
Schaut öfter mal rein
 
 
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Ein fröhliches Hallo in die Runde,

möchte mich Lilly anschließen. Ich finde ihre Liste sehr gut. Besonders unterstreichen möchte ich die Ehrlichkeit, das Ernstnehmen des Patienten - der seinen Körper häufig am besten beurteilen kann- und das Sich-Zeit-Nehmen. Irgendwann war ich mal bei einem doc, bei dem ich explizit um den allerersten Termin am Morgen nachgesucht hatte (Ich musste unbedingt rechtzeitig zu einem Geschäftstermin erscheinen.) und musste feststellen, dass ich zu Beginn seiner Praxiszeit 2 Patienten vor mir hatte. Auf meine Frage erfuhr ich, dass er sich im Viertelstunden-Takt jeden Termin dreifach belegt. Das geht gar nicht. Ich habe an dem Tag auf meine Behandlung verzichtet (Hautausschlag) und den Arzt gewechselt.

LG chaosbarthi
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Alt 24.07.2006, 01:15   #11
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Online Status: Lilly ist offline




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Hallo Chaosbarthi
Na, das ist ja echt ein Hammer. Gut, daß du gewechselt hast, das können wir ja immerhin noch tun, NOCH kriegen wir keinen Doc von der Krankenkasse zugewiesen...
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Alt 24.07.2006, 03:43   #12
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Hallo,

nachdem alles verschwunden ist was ich gerade mühsam getippt habe(war wohl zu langsam?)
möchte ich mich den oben gennanten Usern anschließen

Was noch vergessen wurde zu sagen ist:

Ein guter Arzt darf nicht vergessen (auch wenn der Patient nervt) das der Mensch vor ihm nur ein Leben hat!

Deswegen meine ich das der Beruf des Arztes nicht nur ein Beruf,sondern wirklich eine Berufung sein muß!

Liebe Grüße
Locin32
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Alt 24.07.2006, 12:08   #13
Rettungsa., Physio, ST
 
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Was für mich einen schlechten Arzt ausmacht, wisst ihr ja inzwischen dann doch alle..
Ein guter Arzt muss sich für mich interessieren, und für mein Krankheitsbild und zumindest versuchen was dagegen zu tun.
Mehr will ich gar nicht...
Selbst wenn er mal nicht weiter weiß, muss er nur ehrlich sein und dann entweder selbst forschen oder jemanden wissen der mir helfen kann.

Lg Küken
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Alt 24.07.2006, 17:42   #14
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Ich habe selber nicht so den Einblick, was das finanzielle eines niedergelassenen Arztes angeht, aber grob gesagt bekommt ein Niedergelassener:

pro Patient der ihn Besucht, pro Quartal ca 25€
Dabei ist es völlig egal, ob der Patient 1x oder 100x kommt, egal ob er 5Min mit ihm redet oder 1Std.
Dann bekommt der Arzt für spezielle Untersuchungen (Labor, EKG, Ultraschall, etc) eine bestimmte Anzahl an Punkten. Also z.B. 1x Ultraschall = 5Pkt.(FIKTIV!!!)
Je nach größe seiner Patientenkartei und seines Wohnortes, darf er bestimmte Untersuchungen soundso oft machen (z.B. bei 5000 Patienten in der Kartei 250 Ultraschall Untersuchungen im Quartal [FIKTIVE Zahlen!! Nur als Beispiel!! Hab null Ahnung wieviele!]).
Wenn er die "aufgebraucht" hat, ist jeder weitere Ultraschall umsonst bzw. er bezahlt den aus seiner eigenen Tasche.
Deswegen gehen auch so viele Ärzte am Ende des Quartals immer in Urlaub, da sie kein Geld mehr bekommen, egal ob sie die Praxis auf machen oder zu lassen. Problem/Zwiespalt dabei ist, dass ein Arzt der oft nicht da ist, Patienten verliert.
Am Ende des Monats hat der Arzt dann also eine gewisse Punktzahl angesammelt/erarbeitet.
Nach 3 Monaten erfährt der Arzt dann, wieviel Geld ein Punkt wert ist und damit, wieviel er für seine Arbeit von vor 3 Monaten bekommt, und er bekommt das Geld überwiesen.

Also verdient ein Arzt mehr, der 5Min./Patient braucht als ein Arzt, der sich für die Patienten eine halbe Stunde zeit nimmt.
Patienten, die einmal pro Quartal kommen, sind für einen niedergelassenen Arzt "rentabler", als Patienten die 3-10mal Pro Quartal kommen.

Niedergelassene Ärzte werden in den nächsten 10 Jahren so gut wie aussterben. Es wird immer mehr Ärztehäuser geben, wo mehrere Fachärzte sich zusammen tuen, oder Ärzte direkt an das Krankenhaus mit Belegbetten angebunden sind.

Die Hausarztpraxis wie sie heute noch existiert, ist finanziell beim jetzigen Gesundheitssystem anscheinend nicht mehr tragbar (reihenweise Ärzte schließen aus finanziellen Gründen ihre Praxen)

Traurig, aber so funktioniert unser Gesundheitssystem.

Ich habe nicht wirklich einen tiefen Einblick in das System, und die Angaben sind ohne Gewähr.
Aber so in etwa läuft es ab.
Falls diesen Beitrag ein niedergelassener Arzt lesen sollte, würde ich mich freuen, wenn er dies ein bischen genauer erklären könnte

Gruß

Michael
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Alt 24.07.2006, 20:26   #15
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Trotz der schlechten finanziellen "Ausbeute" ist mein Hausarzt derjenige, der sich am meisten Zeit nimmt und immer auch wissen will, wie es einem wirklich geht. Dafür sitzt man dann mitunter auch erst mal eine Stunde im Wartezimmer, weil es für ihn keine Rolle spiel, ob Kassen- oder Privatpatient.

Und das ist auch das, was ich mir wünsche: ein Arzt, der wirklich zuhört und einem ernst nimmt als Menschen.

LG
MauSi
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