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Organspende

In dieser Diskussion geht es um "Organspende" im "Schulmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Hallo Leute! Mich würde mal interessieren, wie ihr zum Thema Organspende steht! Bei Euch in Deutschland ist ja das ein wenig anders. Habt Ihr einen ...


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Alt 06.07.2006, 12:12   #1
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Standard Organspende - Dieser Beitrag ist 880 Tage alt

Hallo Leute!

Mich würde mal interessieren, wie ihr zum Thema Organspende steht! Bei Euch in Deutschland ist ja das ein wenig anders. Habt Ihr einen Ausweis, möchtet Ihr Euch keine Gedanken darüber machen oder möchtet Ihr einfach mehr darüber wissen?

Ich freue mich auf eine rege Diskussion
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Alt 06.07.2006, 20:24   #2
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Standard Organspende - Dieser Beitrag ist 879 Tage alt

Hallo Topolina!

Ich hatte viele Jahre einen Organspendeausweis. Dann hörte ich einige unschöne Dinge im Zusammenhang mit der Organspende von verschiedenen Leuten, unter anderem Ärzten und Rettungsassistenten. Mir wurde mulmig und ich zerriss meinen Ausweis.

Im November letzten Jahres musste dann ein guter Freund meiner Mutter auf die Intensivstaton. Er wartete schon ein paar Jahre auf ein Spenderherz und nun schien sein kranken Herz keine Kraft mehr zu haben. Ihm ging es von Tag zu Tag grausamer und Anfang Januar musste er reanimiert (wiederbelebt) werden. Zum Glück erfolgreich!
Danach ging alles wohl blitzschnell! Er rutschte auf der Warteliste der Organspendebedürftigen sehr hoch und nach ein paar Tagen bekam seine Familie den ersehnten Anruf: Es wurde ein passendes Spenderherz gefunden!
Dann kam die Operation- sie verlief erfolgreich. Noch ein paar Wochen verbrachte er im Krankenhaus, dann kam er in die Reha und seit ein paar Wochen wohnt er wieder zu Hause bei seiner Familie, ist sehr glücklich und fühlt sich wieder wohl und von Tag zu Tag fitter!

Naja, nun will ich wieder einen Ausweis ausfüllen, hab mir überlegt dass mir der ganze Schrott drumrum egal ist,wenn ich evtl. auch mal jemandem helfen kann, wieder in ein glückliches Leben zurück zu finden...

Liebe Grüße Julia
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Alt 06.07.2006, 23:23   #3
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Standard Organspende - Dieser Beitrag ist 879 Tage alt

Ich selber habe schon seit meinem 16. LJ einen Organspendeausweis.

Ich wäre sogar dafür, dass jeder Deutsche potentieller Spender vom Gesetz aus ist, es sei denn er hat einen Ausweis, auf dem er widerspricht.

Dann würden nicht so viele Menschen aus mangel an Organen sterben.

Wer sich für eine Organspende entscheiden möchte, findet hier den Ausweis zum ausdrucken oder kann sich den Ausweis und Infomaterial kostenlos zuschicken lassen:

http://www.organspende-kampagne.de/e...spendeausweis/

Auf der Webseite gibt es auch noch weitere Informationen

Gruß

Michael
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Alt 07.07.2006, 13:32   #4
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Standard Organspende - Dieser Beitrag ist 879 Tage alt

Leo: denke auch, wenn es unschöne geschichten im zusammenhang mit organspenden gibt, sind die guten geschichten überwiegend.
und wenn ich bedenke, dass ich einer person noch ein paar jahr(zehnt)e schenken kann und eigentlich nichts dafür tun muss, dann nehm ich das gerne in kauf
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Alt 07.07.2006, 21:27   #5
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Standard Organspende - Dieser Beitrag ist 878 Tage alt

Ich kann StarBuG nur zustimmen! Viele unserer Nachbarländer, wie auch Österreich, sind vom Gesetz dazu bestimmt, Organspenden zu leisten. Finde ich persönlich auch vollkommen in Ordnung, wer dies nicht möchte, kann sich widersetzen.
Somit wären abertausende Spenderorgane vorhanden, und die Wartelisten würden vielleicht um einiges kürzer...

Wo ich es noch bedauerlicher finde, dass viele Menschen von der Knochenmarkspende abgeschreckt sind. Ich war erst auch skeptisch - hatte dann mit Bekannten, meinem Arzt darüber gesprochen und mich dann typisieren lassen. Ehrlich gesagt - es war schon ein kleiner Aufwand, Briefverkehr hin und her. Leider findet die Knochenmarkspende lange nicht so viele "Anhänger" wie die Organspende, da sie als "schmerzhafte Operation" in vielen Köpfen verankert ist.
Wieviele potentielle Spender sind salopp gesagt einfach nur "zu faul" sich mit dieser Thematik zu beschäftigen, zum Arzt zu gehen, sich typisieren zu lassen?!

Mich stimmt das ganze schon etwas nachdenklich und traurig, wieviele Patienten von uns abhängig sind - und noch viel zu wenig dagegen/dafür getan wird..
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Alt 07.07.2006, 22:09   #6
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Ich muss ehrlich gestehen lemon, das ich mich selber auch nicht hab typisieren lassen.
Ich werde mir aber noch einmal verstärkt darüber den Kopf zerbrechen.

Es ist halt eine ganz andere Hürde für Menschen, wenn es um einen "größeren" Eingriff zu Lebzeiten geht (ich meine die Spende an sich).

Allerdings wird diese Hürde winzig klein, wenn man selber, oder die eigenen Kinder, oder ein Verwandter, oder Freunde, oder Bekannte betroffen sind.

Vielleicht müsste man hier als Gesellschaft einfach viel mehr Aufklärungsarbeit leisten.
Wer weiß denn schon als "Normal"bürger, was auf ihn bei einer Knochenmarkspende zu kommt?
Selbst ich als Medizinstudent hab mich mit dem Thema noch nicht wirklich auseinandergesetzt.
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Alt 08.07.2006, 02:03   #7
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Auch, wenn ich die Einzige auf der ganzen Welt wäre, .... ich bin gegen die Organ- und Knochenmarkspende!

Ich für mich habe diese Entscheidung getroffen, ... AUCH FÜR MICH! Ich will auch kein Organ haben! Wenn mein Körper kaputt ist, dann muß ich eben sterben! Sterben ist ein Teil des Lebens, ... wie die Geburt! Ich will einfach nicht da auch noch manipuliert werden! Alles Mögliche wird schon manipuliert, nichts ist mehr so richtig natürlich, .... habe ich nicht das Recht, NORMAL ZU STERBEN?? Warum haben so viele Menschen Angst, zu sterben?

Ich habe viel mehr Angst vor dem Siechtum! Wenn ich mir vorstelle ich müßte an vielen Schläuchen und Atmungsmaschine hängen und läge im Koma! AUCH DA weiß man nicht sehr viel drüber! Und wenn ich mir vorstelle, daß die Komapatienten (wie man ja manchmal annimmt!) doch alles mitbekommen!?!?!? Ich läge also da, ... kann mich nicht bewegen, kann nichts sagen, ... kann nichts sehen, .... kann nichts schmecken! Ich kann nur noch hören, ... vielleicht auch noch riechen!??! Oh das muß so schrecklich sein! Ich kenne mit der Zeit jede Macke einer jeden Schwester, eines jeden Pflegers, ... versuche mir vielleicht vorzustellen, wie sie /er aussieht, ... höre, was sie so untereinander für Probleme haben, ... höre, wie sie mit mir reden, ... höre, was sie nun gleich wieder für Aktionen mit mir durchführen, ... und kann mich nicht wehren, ... kann nicht schreien, daß sie die Maschine abstellen sollen, weil ich einfach nichts mehr hören WILL!, ... Nein, danke!

Bevor man an Organspende denkt, ist für mich die Frage: "Warum beschäftigen wir Menschen uns so wenig zu lebzeiten mit dem Tod?", viel interessanter!!
Pflicht? Nein, ... irgendwo muß doch mal Schluß sein!

Legen Ärzte nicht das Gelübte ab: Leben zu erhalten? Wo ist die Grenze zwischen LEBEN ERHALTEN und TOD HINAUSZÖGERN? Ist der Mensch nur noch sooo wenig wert, daß er "um´s verrecken" nicht sterben darf?

Vielleicht hört sich das für euch krass an, ... aber: Topolina hat mich nach meiner Meinung gefragt! Das ist meine Meinung!

Vielleicht schreibe ich morgen noch mehr dazu!? Jetzt muß ich erst mal ins Bett, weil ich "totmüde" bin!!

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Alt 08.07.2006, 08:16   #8
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Die Gegenseite wäre ein 8 jähriges Kind, das seit einem Jahr im Krankenhaus liegt, da es dringend ein Herz benötigt, und das dich dann fragt "wieso kann ich nicht so normal sein wie die anderen und raus gehen und spielen?"
2 Wochen später ist das Kind tot, weil kein Spenderherz zur verfügung stand.

Viele Menschen in Deutschland werden nie ein Organ benötigen, aber viele könnten ein Organ spenden, und so die Not von Menschen lindern.

Aber ich respektiere auch deine Meinung i-Punkt. Jeder muss das für sich selber entscheiden.

Leider setzt sich kaum einer mit dem Thema Organspende auseinander, und darum gibt es so wenige, die spenden. Darum wäre es gut, dass ersteinmal jeder Spender ist, es sei denn er lehnt ab.
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Alt 08.07.2006, 09:16   #9
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Nachdem ich vor 2 Tagen schon mal eine halbe Stunde an einem Beitrag getippt habe.........mein Compi mich aber beim absenden rausgeschmissen habe: hier meine Meinung.

Ich bin der Meinung, das JEDER einen Organspendeausweis tragen sollte/muß!!!

Denn:
- man kann angeben, dass man Organspender ist (für alle Organe)
- nur bestimmte Organe zur Transplantation freigeben will
- oder auch ankreuzen, dass man einer Organspende nicht zustimmt

Ich persönlich habe seit meinem 10 Lebensjahr einen Organsspendeausweis. Damals war die Gesetzeslage ja noch eine andere. Da mußten trotz Ausweis die Angehörigen entscheiden. Das ist heutzutage nur noch der Fall, wenn man keinen Organspendeausweis bei sich trägt!


Ich persönlich habe schon die ein oder andere Erfahrung im Zusammenhang mit Organ-/und Knochenmarkspende gemacht.
Zur Knochenmarkspende ist zu sagen, dass es nicht mehr so ist, dass das Material zur Transplantation per Knochenmarkstanze gewonnen wird......nur noch in den seltensten Fällen. Vielmehr bekommen Spender Medis um die Blutbildung anzuregen, so dass sie auch Vorläuferzellen des Blutes im Blut befinden......und die werden dann transplantiert. (Risikominderung für den Spender)

Zum Thema Organspende zurück:

In dem Haus, in dem ich arbeite gab es jüngst 2 Spender. Dabei kann ich nur sagen, dass alles mit absolut rechten Dingen zuging (getrennte Ärzteteams zur Diagnose, getrenntes Team zur Entnahme der Organe (hausextern), getrenntes Team zum Einsetzen der Organe).
Und es ging durchaus mit Würde zu!!!!!!!
Auf der anderen Seite kenne ich nur zu gut die Seite des Wartenden.
Mein Vater hat jahrelang auf ein Herz gewartet (seins ging wahrscheinlich durch einen Virus im Kindesalter kaputt....man kennt den Grund aber nicht genau.......aber es hatte sicher nichts mit seinem Lebenstil zu tun!!). Am Anfang war das für ihn, als Pfarrerssohn und Laienprediger sicher keine einfache Situation, galt doch die Devise: was Gott geschaffen hat, nimmt er sich wieder wenn er es für richtig hält................aber warum gibt es dann die Möglichkeit zur Organtransplantation;-)
Nun ja, irgendwann überwog der Wunsch einfach wieder ein normales Leben zu führen, mich aufwachsen zu sehen, meine Schwester bei ihrer "Karriere" mitzubekommen und er hat gewartet.
Das war eine schlimme Zeit.....es gab nämlich noch keine Handys....und wir mussten immer innerhalb von 2 Stunden in der Klinik sein können (die 1 Stunde von uns zu Hause entfernt war) oder Urlaub in der Nähe eines größeren Transplantationszentrum.
In dieser Zeit mußte ich mich zwangsläufig mit dem Tod auseinandersetzen und habe auch viele Transplantierte kennengelernt. Ich habe in der Zeit auch meine Entscheidung zur Organspende getroffen.

Ich respektiere allerdings auch jeden, der gut begründet eine Organspende ablehnt. Allerdings nicht, ohne der Person einen Ausweis in die Hand zu drücken ;-) (s.o.)

Edit. EIn großes Problem am Rückgang der Organspendewilligkeit sind Tatsachen, das Alkoholiker im Zweifel zweimal eine Leber transplantiert bekommen und weitertrinken. Das liegt aber an deutschen Gesetzen....und da können die Leute, die unverschuldet in eine Situation reingeraten nichts für!!

Meinem Vater war es übrigens leider nicht vergönnt zu sehen, wie ich erwachsen wurde.
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Alt 08.07.2006, 09:42   #10
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Hier noch mal ein paar Links zum Nachlesen und damit beschäftigen ;-)

http://www.eurotransplant.nl

www.dkms.de

www.organspende.de
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Alt 08.07.2006, 15:51   #11
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Hallo!

Danke für Eure so rege Teilnahme.

@i-punkt: Ich respektiere Deine Meinung! Doch lass Dir sagen: In dem Moment wo Du ein neues Organ brauchen würdest, geht es Dir so unendlich dreckig, dass diese Debatte..für mich ein Organ, ja oder nein, eher nicht mehr im Raum stehen würde. Klar kannst Du in Würde sterben wenn Du das willst, aber ich frage mich ob würdig sterben, angesichts eines schlechten Gesundheitszustandes, wirklich möglich ist. Was ist, wenn Du nicht ansprechbar bist, Deine Angehörigen gefragt werden und die dann auf einmal sagen...he..WIR wollen aber, dass sie ein neues Organ bekommt. Und da wird jeder Arzt JUCHE schreien, weil im Falle einer unterlassenen Hilfeleistung kann der ganz schön blöd ausschauen.
Was ich Dir damit sagen will: Schreib zu Lebzeiten auf was Du haben willst, und was nicht. Teile Dich Deinen Angehörigen mit und machs aber schriftlich....Weil auf solche Diskussionen "..sie hat mal gesagt sie will das nicht so, aber da gings ihr ja noch gut..." wird sich kein Arzt einlassen und IMMER zu Gunsten des Patienten und damit ZUM LEBEN entscheiden!

Zu "leben erhalten" und "tod hinauszögern"
Gerade ich auf einer Intensiv, weiß wie schwierig dieser Grenzgang oft ist. Aber wir können nicht einfach so bei jemandem, bei dems grad mal schwierige Tage sind die Maschinen abdrehen! Das ist Euthanasie..und zwar aktive..und die ist verboten!
Schau i-punkt: Ein 79jähriger der Bypass operiert worden ist und dann bei uns liegt, dann gibts eine Komplikation...deswegen können wir nicht abdrehen. Verstehst Du? Erst wenn z.Bsp. andere Organe versagen, er selbst zeigt, dass er nicht mehr möchte...wird das mal andiskutiert.

Zum Thema Intensiv möchte ich gern folgendes sagen, ich glaub das interessiert viele, nicht nur Dich i-punkt:
In den letzten Jahren hat die Intensiv einen großen Schritt gemacht. Wir begeben uns langsam an die Öffentlichkeit, sind nicht mehr die versteckten Stationen wo "ständig Leute sterben", wie die Leute meinen. Ich habe gesehen, dass wir letztes JAhr eine Todesrate von 10 % hatten. Das ist nicht viel und absolut im Normbereich. Sicherlich, auch wir erzeugen Pflegefälle, das läßt sich nicht immer vermeiden. Aber das sind vielleicht auch so 10%. Also haben wir 80% die wieder einen normalen Alltag leben können. (beinahe oder ganz!)
Sterben lassen: Wie gesagt, nicht so einfach und da schiebt uns der Gesetzgeber klare Riegel vor, und das ist auch gut so. Aber....wir hatten schon einige Jugendliche mit schweren Schädel Hirn Traumen, denen wir die chance gegeben haben (natürlich nach allen speziellen Untersuchungen) zu sterben. Intensivmedizin heißt auch mal sterben lassen....
Das ist der Grund, dass ich in diesem Forum arbeite, damit ich Menschen die Angst vor der HighTec Medizin nehmen kann...

i-punkt: wenn du fragen hast, jederzeit gerne
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Alt 08.07.2006, 18:32   #12
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hallo ihr lieben,

tja, das ist schon ein streitbares thema, organspende.

ich habe auch schon seit über 5 jahren einen ausweis und ich würde mich sehr freuen, wenn ich durch mein ableben jemand anderem das leben verlängern, verschönern, oder was auch immer kann.
die frage ist nur, was kann man mir noch rausholen?? ich glaube leber und niere eher nocht, wegen den vielen medis die ich nehme. aber das was sie gebrauchen können, ruhig raus damit. meine seele bleibt doch auch noch, auch wenn sie mir mein herz oder die lunge oder was weiß ich was die rausnehmen können, rausnehmen.

zu dem stichwort alkoholiker und leber kann ich euch folgendes sagen: am 10.12.2005 ist der mann, bei dem ich aufgewachsen bin, mein ex-stiefpapa gestorben. er war schlimmer alkoholiker und kam vor zwei jahren wegen einem magendurchbruch ins kh (wohl auch wegen dem saufen), 3 wo künstl. koma, langer kh-aufenthalt,.... zudem leber kaputt, kam auch auf ne organspendeliste mit ca. 2 jahren wartezeit. er hat es nicht geschafft. er war 51 jahre alt.
ich weiß, dass ein kind zum beispiel das einen defekt seit der geburt oder so an hat, es mehr verdient hat, aber trotzdem. der rudi war kein schlechter mensch, nur krank und hat sich davor nicht helfen lassen, das war auch nach fast zehn jahren der trennungsgrund von meiner mama. ich hätte mir so sehr gewünscht, dass er es überlebt hätte.

also, egal wer meine innereien bekommt, jeder hat es verdient!!!

in diesem sinne, alles liebe aber in der hoffnung, dass es bei uns allen noch was dauert mit dem "ausschlachten", daniela

p.s. hoffentlich trete ich keinem auf die füße, wenn ich das so salopp formuliere.
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Alt 08.07.2006, 18:42   #13
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Zitat: von iphigenie

zu dem stichwort alkoholiker und leber kann ich euch folgendes sagen: am 10.12.2005 ist der mann, bei dem ich aufgewachsen bin, mein ex-stiefpapa gestorben. er war schlimmer alkoholiker und kam vor zwei jahren wegen einem magendurchbruch ins kh (wohl auch wegen dem saufen), 3 wo künstl. koma, langer kh-aufenthalt,.... zudem leber kaputt, kam auch auf ne organspendeliste mit ca. 2 jahren wartezeit. er hat es nicht geschafft. er war 51 jahre alt.
Ich sprach von 2 neuen Lebern ;-) Denn ich denke, das man spätestens, wenn man das Glück hatte ein Organ zu bekommen eine Therapie anfangen sollte...
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Alt 08.07.2006, 19:37   #14
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hey chris, ich meinte das eben ja auch nicht böse!!

aber ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob er seinen lebenswandel so arg geändert hätte, auch wenn er ne neue leber bekommen hätte.

liebe grüße, daniela
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Alt 08.07.2006, 19:47   #15
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Ich meinte das auch nicht böse ;-)

Und ich hab sogar Verständnis dafür, dass es einem nicht leicht fällt, seinen Lebenstil zu ändern. Allerdings weiß das die breite Öffentlichkeit ja nicht.......und deshalb bekommt die Organspende einen schlechteren Ruf.

Ist halt leider so.
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