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Thema: Organspende

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In dieser Diskussion geht es um "Organspende" im "Schulmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Schaut öfter mal rein Avatar von topolina
    Geschlecht
    weiblich
    Mitglied seit
    31.05.2006
    Beiträge
    69

    Standard Organspende

    Hallo Leute!

    Mich würde mal interessieren, wie ihr zum Thema Organspende steht! Bei Euch in Deutschland ist ja das ein wenig anders. Habt Ihr einen Ausweis, möchtet Ihr Euch keine Gedanken darüber machen oder möchtet Ihr einfach mehr darüber wissen?

    Ich freue mich auf eine rege Diskussion

  2. #2
    Krankenschwester Avatar von Leonessa
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    33 Jahre
    Wohnort
    Berlin- Reinickendorf
    Mitglied seit
    06.05.2006
    Beiträge
    495
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard Organspende

    Hallo Topolina!

    Ich hatte viele Jahre einen Organspendeausweis. Dann hörte ich einige unschöne Dinge im Zusammenhang mit der Organspende von verschiedenen Leuten, unter anderem Ärzten und Rettungsassistenten. Mir wurde mulmig und ich zerriss meinen Ausweis.

    Im November letzten Jahres musste dann ein guter Freund meiner Mutter auf die Intensivstaton. Er wartete schon ein paar Jahre auf ein Spenderherz und nun schien sein kranken Herz keine Kraft mehr zu haben. Ihm ging es von Tag zu Tag grausamer und Anfang Januar musste er reanimiert (wiederbelebt) werden. Zum Glück erfolgreich!
    Danach ging alles wohl blitzschnell! Er rutschte auf der Warteliste der Organspendebedürftigen sehr hoch und nach ein paar Tagen bekam seine Familie den ersehnten Anruf: Es wurde ein passendes Spenderherz gefunden!
    Dann kam die Operation- sie verlief erfolgreich. Noch ein paar Wochen verbrachte er im Krankenhaus, dann kam er in die Reha und seit ein paar Wochen wohnt er wieder zu Hause bei seiner Familie, ist sehr glücklich und fühlt sich wieder wohl und von Tag zu Tag fitter!

    Naja, nun will ich wieder einen Ausweis ausfüllen, hab mir überlegt dass mir der ganze Schrott drumrum egal ist,wenn ich evtl. auch mal jemandem helfen kann, wieder in ein glückliches Leben zurück zu finden...

    Liebe Grüße Julia

    "Das einzige Stück Fleisch das im Prinzip über sich selber nachdenken kann ist das Großhirn"

  3. #3
    Facharzt (Kinder- und Jugendmedizin) Avatar von StarBuG
    Name
    Michael Scheel
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    39 Jahre
    Wohnort
    Fulda
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    05.05.2006
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    2
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard Organspende

    Ich selber habe schon seit meinem 16. LJ einen Organspendeausweis.

    Ich wäre sogar dafür, dass jeder Deutsche potentieller Spender vom Gesetz aus ist, es sei denn er hat einen Ausweis, auf dem er widerspricht.

    Dann würden nicht so viele Menschen aus mangel an Organen sterben.

    Wer sich für eine Organspende entscheiden möchte, findet hier den Ausweis zum ausdrucken oder kann sich den Ausweis und Infomaterial kostenlos zuschicken lassen:

    http://www.organspende-kampagne.de/e...spendeausweis/

    Auf der Webseite gibt es auch noch weitere Informationen

    Gruß

    Michael
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  4. #4
    phantom
    Gast

    Standard Organspende

    Leo: denke auch, wenn es unschöne geschichten im zusammenhang mit organspenden gibt, sind die guten geschichten überwiegend.
    und wenn ich bedenke, dass ich einer person noch ein paar jahr(zehnt)e schenken kann und eigentlich nichts dafür tun muss, dann nehm ich das gerne in kauf

  5. #5
    lemon
    Gast

    Standard Organspende

    Ich kann StarBuG nur zustimmen! Viele unserer Nachbarländer, wie auch Österreich, sind vom Gesetz dazu bestimmt, Organspenden zu leisten. Finde ich persönlich auch vollkommen in Ordnung, wer dies nicht möchte, kann sich widersetzen.
    Somit wären abertausende Spenderorgane vorhanden, und die Wartelisten würden vielleicht um einiges kürzer...

    Wo ich es noch bedauerlicher finde, dass viele Menschen von der Knochenmarkspende abgeschreckt sind. Ich war erst auch skeptisch - hatte dann mit Bekannten, meinem Arzt darüber gesprochen und mich dann typisieren lassen. Ehrlich gesagt - es war schon ein kleiner Aufwand, Briefverkehr hin und her. Leider findet die Knochenmarkspende lange nicht so viele "Anhänger" wie die Organspende, da sie als "schmerzhafte Operation" in vielen Köpfen verankert ist.
    Wieviele potentielle Spender sind salopp gesagt einfach nur "zu faul" sich mit dieser Thematik zu beschäftigen, zum Arzt zu gehen, sich typisieren zu lassen?!

    Mich stimmt das ganze schon etwas nachdenklich und traurig, wieviele Patienten von uns abhängig sind - und noch viel zu wenig dagegen/dafür getan wird..

  6. #6
    Facharzt (Kinder- und Jugendmedizin) Avatar von StarBuG
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    Michael Scheel
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard Organspende

    Ich muss ehrlich gestehen lemon, das ich mich selber auch nicht hab typisieren lassen.
    Ich werde mir aber noch einmal verstärkt darüber den Kopf zerbrechen.

    Es ist halt eine ganz andere Hürde für Menschen, wenn es um einen "größeren" Eingriff zu Lebzeiten geht (ich meine die Spende an sich).

    Allerdings wird diese Hürde winzig klein, wenn man selber, oder die eigenen Kinder, oder ein Verwandter, oder Freunde, oder Bekannte betroffen sind.

    Vielleicht müsste man hier als Gesellschaft einfach viel mehr Aufklärungsarbeit leisten.
    Wer weiß denn schon als "Normal"bürger, was auf ihn bei einer Knochenmarkspende zu kommt?
    Selbst ich als Medizinstudent hab mich mit dem Thema noch nicht wirklich auseinandergesetzt.
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  7. #7

    Standard Organspende


    Auch, wenn ich die Einzige auf der ganzen Welt wäre, .... ich bin gegen die Organ- und Knochenmarkspende!

    Ich für mich habe diese Entscheidung getroffen, ... AUCH FÜR MICH! Ich will auch kein Organ haben! Wenn mein Körper kaputt ist, dann muß ich eben sterben! Sterben ist ein Teil des Lebens, ... wie die Geburt! Ich will einfach nicht da auch noch manipuliert werden! Alles Mögliche wird schon manipuliert, nichts ist mehr so richtig natürlich, .... habe ich nicht das Recht, NORMAL ZU STERBEN?? Warum haben so viele Menschen Angst, zu sterben?

    Ich habe viel mehr Angst vor dem Siechtum! Wenn ich mir vorstelle ich müßte an vielen Schläuchen und Atmungsmaschine hängen und läge im Koma! AUCH DA weiß man nicht sehr viel drüber! Und wenn ich mir vorstelle, daß die Komapatienten (wie man ja manchmal annimmt!) doch alles mitbekommen!?!?!? Ich läge also da, ... kann mich nicht bewegen, kann nichts sagen, ... kann nichts sehen, .... kann nichts schmecken! Ich kann nur noch hören, ... vielleicht auch noch riechen!??! Oh das muß so schrecklich sein! Ich kenne mit der Zeit jede Macke einer jeden Schwester, eines jeden Pflegers, ... versuche mir vielleicht vorzustellen, wie sie /er aussieht, ... höre, was sie so untereinander für Probleme haben, ... höre, wie sie mit mir reden, ... höre, was sie nun gleich wieder für Aktionen mit mir durchführen, ... und kann mich nicht wehren, ... kann nicht schreien, daß sie die Maschine abstellen sollen, weil ich einfach nichts mehr hören WILL!, ... Nein, danke!

    Bevor man an Organspende denkt, ist für mich die Frage: "Warum beschäftigen wir Menschen uns so wenig zu lebzeiten mit dem Tod?", viel interessanter!!
    Pflicht? Nein, ... irgendwo muß doch mal Schluß sein!

    Legen Ärzte nicht das Gelübte ab: Leben zu erhalten? Wo ist die Grenze zwischen LEBEN ERHALTEN und TOD HINAUSZÖGERN? Ist der Mensch nur noch sooo wenig wert, daß er "um´s verrecken" nicht sterben darf?

    Vielleicht hört sich das für euch krass an, ... aber: Topolina hat mich nach meiner Meinung gefragt! Das ist meine Meinung!

    Vielleicht schreibe ich morgen noch mehr dazu!? Jetzt muß ich erst mal ins Bett, weil ich "totmüde" bin!!

    Es grüßt i-Punkt
    _________________
    Lieber den Spatz in der Hand,
    Als die Taube auf dem Dach!

  8. #8
    Facharzt (Kinder- und Jugendmedizin) Avatar von StarBuG
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    Michael Scheel
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard Organspende

    Die Gegenseite wäre ein 8 jähriges Kind, das seit einem Jahr im Krankenhaus liegt, da es dringend ein Herz benötigt, und das dich dann fragt "wieso kann ich nicht so normal sein wie die anderen und raus gehen und spielen?"
    2 Wochen später ist das Kind tot, weil kein Spenderherz zur verfügung stand.

    Viele Menschen in Deutschland werden nie ein Organ benötigen, aber viele könnten ein Organ spenden, und so die Not von Menschen lindern.

    Aber ich respektiere auch deine Meinung i-Punkt. Jeder muss das für sich selber entscheiden.

    Leider setzt sich kaum einer mit dem Thema Organspende auseinander, und darum gibt es so wenige, die spenden. Darum wäre es gut, dass ersteinmal jeder Spender ist, es sei denn er lehnt ab.
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  9. #9
    Chris
    Gast

    Standard Organspende

    Nachdem ich vor 2 Tagen schon mal eine halbe Stunde an einem Beitrag getippt habe.........mein Compi mich aber beim absenden rausgeschmissen habe: hier meine Meinung.

    Ich bin der Meinung, das JEDER einen Organspendeausweis tragen sollte/muß!!!

    Denn:
    - man kann angeben, dass man Organspender ist (für alle Organe)
    - nur bestimmte Organe zur Transplantation freigeben will
    - oder auch ankreuzen, dass man einer Organspende nicht zustimmt

    Ich persönlich habe seit meinem 10 Lebensjahr einen Organsspendeausweis. Damals war die Gesetzeslage ja noch eine andere. Da mußten trotz Ausweis die Angehörigen entscheiden. Das ist heutzutage nur noch der Fall, wenn man keinen Organspendeausweis bei sich trägt!


    Ich persönlich habe schon die ein oder andere Erfahrung im Zusammenhang mit Organ-/und Knochenmarkspende gemacht.
    Zur Knochenmarkspende ist zu sagen, dass es nicht mehr so ist, dass das Material zur Transplantation per Knochenmarkstanze gewonnen wird......nur noch in den seltensten Fällen. Vielmehr bekommen Spender Medis um die Blutbildung anzuregen, so dass sie auch Vorläuferzellen des Blutes im Blut befinden......und die werden dann transplantiert. (Risikominderung für den Spender)

    Zum Thema Organspende zurück:

    In dem Haus, in dem ich arbeite gab es jüngst 2 Spender. Dabei kann ich nur sagen, dass alles mit absolut rechten Dingen zuging (getrennte Ärzteteams zur Diagnose, getrenntes Team zur Entnahme der Organe (hausextern), getrenntes Team zum Einsetzen der Organe).
    Und es ging durchaus mit Würde zu!!!!!!!
    Auf der anderen Seite kenne ich nur zu gut die Seite des Wartenden.
    Mein Vater hat jahrelang auf ein Herz gewartet (seins ging wahrscheinlich durch einen Virus im Kindesalter kaputt....man kennt den Grund aber nicht genau.......aber es hatte sicher nichts mit seinem Lebenstil zu tun!!). Am Anfang war das für ihn, als Pfarrerssohn und Laienprediger sicher keine einfache Situation, galt doch die Devise: was Gott geschaffen hat, nimmt er sich wieder wenn er es für richtig hält................aber warum gibt es dann die Möglichkeit zur Organtransplantation;-)
    Nun ja, irgendwann überwog der Wunsch einfach wieder ein normales Leben zu führen, mich aufwachsen zu sehen, meine Schwester bei ihrer "Karriere" mitzubekommen und er hat gewartet.
    Das war eine schlimme Zeit.....es gab nämlich noch keine Handys....und wir mussten immer innerhalb von 2 Stunden in der Klinik sein können (die 1 Stunde von uns zu Hause entfernt war) oder Urlaub in der Nähe eines größeren Transplantationszentrum.
    In dieser Zeit mußte ich mich zwangsläufig mit dem Tod auseinandersetzen und habe auch viele Transplantierte kennengelernt. Ich habe in der Zeit auch meine Entscheidung zur Organspende getroffen.

    Ich respektiere allerdings auch jeden, der gut begründet eine Organspende ablehnt. Allerdings nicht, ohne der Person einen Ausweis in die Hand zu drücken ;-) (s.o.)

    Edit. EIn großes Problem am Rückgang der Organspendewilligkeit sind Tatsachen, das Alkoholiker im Zweifel zweimal eine Leber transplantiert bekommen und weitertrinken. Das liegt aber an deutschen Gesetzen....und da können die Leute, die unverschuldet in eine Situation reingeraten nichts für!!

    Meinem Vater war es übrigens leider nicht vergönnt zu sehen, wie ich erwachsen wurde.

  10. #10
    Chris
    Gast

    Standard Organspende

    Hier noch mal ein paar Links zum Nachlesen und damit beschäftigen ;-)

    http://www.eurotransplant.nl

    www.dkms.de

    www.organspende.de

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