Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 13.02.2007, 07:46   #8 (Permalink)
Teetante
Gast
 
 
 Allgemeine Infos 
Beiträge: n/a

Online Status:




Standard AW: Sterbehilfe / Euthanasie - Dieser Beitrag ist 574 Tage alt

Zitat: von Patientenschubser

Da ich aus beruflichen Gründen immer wieder mit todktranken, schwerkranken Patienten zu tun.
Mich graust es immer wieder aufs neue wenn ich sehe was mit denen noch alles angestellt wird.
Da werden diese Patienten noch mal eben ins CTT gekarrt (obwohl sie nicht mehr operiert werden [können]!!!),
die hängen an Schläuchen, Geräten.... und und und.
Fürchterlich.
Eben und deshalb haben auch mein Mann und ich vorgesorgt. Ich habe nun auch von Berufswegen her schon schlimme Sachen gesehen, die Patienten können nicht mehr laufen, sprechen, sie verständlich machen etc. und trotzdem werden noch aufwendige Untersuchungen im MRT mit und ohne Kontrastmittel gemacht (da liegt man dann auch schon mal 40 Minuten in dem Gerät) mit dem Ergebnis, daß z.B. die Hirnmetastasen sich vermehrt haben, daher die akuten Beschwerden wie Schmerzen, Sprachstörungen etc. kommen und daß es keine Therapiemöglichkeiten mehr gibt. Dann kommen so Sätze wie z.B.: "Nehmen sie Ihre Frau/Ihren Mann mit nach Hause zum Sterben. oder auch beliebt "Da kann man nichts mehr machen, ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Kraft."

Muß das alles wirklich sein, wenn es denn so aussichtslos ist??

Zitat: von Patientenschubser
Meine Frau und ich haben uns geschworen, das wir, wenn wir keine Lebens- oder Persönlichkeitszeichen
mehr von uns geben bzw. nicht mehr regieren, dann werden die Maschinen abgeschaltet.
Schubser, habt Ihr das schriftlich irgendwo liegen, so daß sich die behandelnden Ärzte dann auch darauf verlassen können, daß Ihr beide das so wollt?

Zitat: von Patientenschubser
Nur nochmal zum Verständnis:
Wenn es eine Hoffnung gibt werde ich alle Hebel in Bewegung setzten um
meine Frau oder meine Kinder zu retten, wenn aber nicht dann möchte ich das Sie
oder eben auch ich in Frieden sterben darf/ dürfen.
Das ist bei uns auch so, wenn es noch irgendeine klitzekleine Chance oder Hoffnung gibt, wird alles getan, ansonsten siehe oben!
Das gilt auch für unsere Familie, die Eltern meines Mannes haben auch beide Patientenverfügungen und noch andere Sachen, die einmal im Jahr neu datiert und unterschrieben werden müssen von uns allen.

Mit diesen Unterschriften respektieren wir auch gegenseitig die "Wünsche" des anderen, wenn es um das Thema Sterben geht. Sprich, wir haben Vollmachten über die Schwiegereltern, wenn es mal soweit ist, aber Schwiegereltern haben die gleichen Rechte auch bei uns, sollte uns beiden was passieren.

Ich wünsche uns allen, daß wir noch lange und friedlich mit viel Gesundheit leben, aber es ist berihigend zu wissen, daß wir vorgesorgt haben und nicht unendlich lange gequält werden oder an irgendwelchen Beatmungsgeräten und Ernährungsinfusionen hängen, um vor sich hindämmernd im Bett zu liegen und auf den Tod zu warten!

Viele Grüße, Andrea


  Mit Zitat antworten nach oben