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Thema: Sterbehilfe / Euthanasie

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In dieser Diskussion geht es um "Sterbehilfe / Euthanasie" im "Schulmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #11
    Rettungsassistent Avatar von Patientenschubser
    Geschlecht
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Sterbehilfe / Euthanasie

    Nun wenn ich damit für meine Frau anrücke wird er es lesen müssen!

    Es geht nach dem Wunsch des Patiwenten nicht nach den Phantasien des Arztes.

    Bei einem Notfall, also wenn der RD & Notarzt vor Ort ist und ich nicht da bin, bzw. anders herrum meine Frau bei mir nicht anwesend ist, sieht die Sache natürlich anders aus.

    Naja aber unsere Ärzte ausm KH lesen sich das durch.

    Wir hatten das meine ich auch schonmal bei einem Einsatz, das die Nachbarin meinte: "Die hat eine Patientenverfügung!".
    Nun damit lässt sich nix anfangen... muss leider vorliegen, weiß ja keiner was drin steht...

    Gruß Schubser


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    Ich bin immerhin schmerzempfindlich!"





  2. #12
    Fühlt sich wohl hier Avatar von günni
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    Günther
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    Standard AW: Sterbehilfe / Euthanasie

    so wie ich

    DIESEN arzt verstanden habe, hat man im notfall wohl keine chance, irgendwas zu lesen, sondern muss agieren....erst später dann hätte man dazu die möglichkeit?

    ABER ES GIBT AUCH O H N E SOLCHE VERFÜGUNGEN "HUMANE" ÄRZTE!

    als unsere "oma" mit ihren sehr schweren lungenemphysem ihre "letzten tage"auf intensivstation verbrachte, da war es doch so, dass ihr die ärzte BEIM STERBEN HALFEN und SIE EBEN NICHT z.b. "zwangsbeatmeten"...was ihr sterben "nur" in die länge gezogen hätte....o.k., man überlies uns die entscheidung, klärte aber gut auf!

    günni
    wer ballast abwirft, dessen ballon fliegt höher!

  3. #13
    Facharzt (Kinder- und Jugendmedizin) Avatar von StarBuG
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    Michael Scheel
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Sterbehilfe / Euthanasie

    Das ganze ist immer eine extreme Gratwanderung, denn der Arzt steht immer mit einem Bein im Knast.

    Beispiel:

    Tochter sagt Arzt: "Meine Mutter möchte keine Lebensverlängernden Maßnahmen, bitte legen Sie keine Magensonde für eine künstliche Ernährung".

    Arzt geht darauf ein, da die Mutter eh sterbenskrank ist und nicht wieder gesunden würde.

    Nach dem Tot der Mutter verklagt die Tochter den Arzt.

    Vor Gericht wird der Arzt wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt, da er "lege artis" eine Magensonde hätte legen und die Frau künstlich Ernähren müssen.

    Gruß

    Micha
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  4. #14
    Moderatorin / Marketing Avatar von lucy230279
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    Standard AW: Sterbehilfe / Euthanasie

    wird denn sowas nicht schriftlich festgehalten? dass zum beispiel die tochter, solche aussagen getroffen hat? das kann ich mir kaum vorstellen..

  5. #15
    Rettungsassistent Avatar von Patientenschubser
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Sterbehilfe / Euthanasie

    Ich als Arzt würde mir aufjedenfall eine Kopie von der verfügung machen,
    und mir es nochmals schriftlich von den Angehörigen geben lassen.
    Ansonsten läuft man klar ins offene Messer

    Gruß Schubser


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  6. #16
    Liselotte
    Gast

    Standard AW: Sterbehilfe / Euthanasie

    Hallo,

    ich für meinen Teil sehe das so:
    Hat der Patient den Wunsch das bei ihm keine Lebensverlängernden Maßnahmen durchzuführen sind, so ist das zu respektieren. Punkt. Ein Arzt oder Verwandter der das übergeht handelt für mich im höchsten Maße Respektlos.

    Ärzte, die einem Sterbenden in gewisser Weise helfen über die Brücke zu gehen haben meine Hochachtung denn sie behandeln den Sterbenden mit Achtung und Respekt. Ein sterbender Mensch ist kein willensloses Stück Fleisch und es macht mich wütend wenn ich lese (und gesehen habe) das diese dann noch zum MRT oder sonstwas für Untersuchungen gefahren werden, obwohl jeder behandelnde Arzt weiß das es keine Rettung mehr gibt.
    Heisst es nicht im Grundgesetz: Die Würde eines Menschen ist unantastbar?
    Wo bleibt die Würde vieler Sterbender? Die werden im KH in irgendein kleines Räumchen geschoben und liegen da alleine bis der Tod sie holt. Hin und wieder schaut eine Schwester nach, ob der Mensch noch am Leben ist oder eben auch nicht.
    Mit dem Sterben schließt sich der Lebenskreis. Die Geburt wird gefeiert mit viel Trara ein sterbender Mensch wird meistens alleine gelassen und geht den letzten Weg alleine.
    Sterbehilfe? Schwieriges Thema, stimmt. Ich bin der Meinung das Sterbehilfe auch anders aussehen kann als nur ne Giftspritze zu setzen oder die Maschine abzustellen. Es kann in soweit geholfen werden, das Schmerztherapeutisch so dosiert wird, das der Kranke ohne große Schmerzen seine letzte Reise antreten kann. Aber auch der menschliche Bezug darf hier nicht fehlen. Es hilft dem Sterbenden, wenn jemand anwesend ist, seine Hand hält, ihm leise zuspricht, evt. ein Gebet (wenn erwünscht) gesprochen wird, eine Kerze angezündet wird und man dem Sterbenden somit zeigt: Ich bin bei Dir, Du bist nicht alleine. Ich konzentriere mich auf Dich und Du bist wichtig für mich.So kann der Sterbende in Würde diese Welt verlassen. Ich hoffe nur für mich, das mir am Ende meines Lebens diese Gnade zuteil wird und ich nicht in irgendeiner Abstellkammer, alleine auf den Tod warten muss.
    Liebe Grüße
    Liselotte

  7. #17
    Moderatorin / Marketing Avatar von lucy230279
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    Standard AW: Sterbehilfe / Euthanasie

    @lieselotte,

    dein beitrag berührt mich sehr und dem gibt es aus meiner sicht nichts hinzuzufügen. hast du schon selber damit erfahrungen gemacht(machen müssen?)

  8. #18
    Rettungsassistent Avatar von Patientenschubser
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Sterbehilfe / Euthanasie

    Ich denke das es ein GROßES Problem unserer heutigen Gesellschaft ist.
    Der Umgang mit dem Tod wurde früher im Mittelalter in den Familie gelernt, er gehörte (und gehört) zum Leben dazu.
    Sterbende wurden, in aller Regel, nicht in Kliniken oder Sterbehäuser abgeschoben, sondern zuhause gepflegt bis in den Tod.
    Damit ist bereits ein großes Stück Trauerarbeit gemacht worden.
    Heute werden die Sterbenden oftmals abgeschoben.
    Wenn sie dann Tot sind ist das Jammern und Wehklagen groß.
    Kann ich nicht ganz nachvollziehen.

    Geburten werden gefeiert, klar warum auch nicht ist ja etwas schönes.
    Der Tod wird nicht gefeiert, stimmt nicht ganz.
    Es wird zumindestens hinterher zusammen gesessen und gegessen und getrunken.
    Aber es ist eben kein fröhliches Ereignis.

    Gruß Schubser


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  9. #19
    Moderatorin / Marketing Avatar von lucy230279
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    Standard AW: Sterbehilfe / Euthanasie

    @schubsi
    Der Tod wird nicht gefeiert, stimmt nicht ganz.
    Es wird zumindestens hinterher zusammen gesessen und gegessen und getrunken.
    das ist etwas was ich niemals verstehen werde, die beerdigungzeremonie ist "feierlich" genug, dann noch zu essen, zu palabern und so weiter, das kann ich nicht verstehen und ich halte mich aus so etwas grundsätzlich raus, denn das kann und will ich nicht ertragen (okay, meistens klapp ich schon bei der beerdigung zusammen)
    ich finde dieser "leichenschmaus", eigentlich ein sehr makaberes wort.. also das geht gar nicht.. ich will doch nicht feiern,dass jemand gestorben ist?

  10. #20
    Rettungsassistent Avatar von Patientenschubser
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Sterbehilfe / Euthanasie

    Doch feiern ist gut und für den der Gestorben ist gibt es noch was sehr befriedigendes den:

    "Man soll von dem frisch Gestorbenen immer Gutes sagen!"

    Ausserdem gehört das auch zur Trauerarbeit. Hinzu kommt das es für die Angehörigen vielleicht doch eine schönes Gefühl ist wenn man nochmal sieht wie groß der Anteilnahme ist.

    Gruß Schubser
    Geändert von Patientenschubser (15.02.2007 um 00:54 Uhr)


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