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Thema: Weber C Fraktur

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In dieser Diskussion geht es um "Weber C Fraktur" im "Schulmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #11

    Standard AW: Weber C Fraktur

    können die Probleme vom eingebauten Metall kommen?

    Das eine Naht (Schlüsselbein) noch länger rot ist kenne ich von mir auch. Da hat es über ein Jahr gedauert, bis die blasser wurde.

    Wieso Rollstuhl? Nimm doch Krücken, jedenfalls wenn es eine längere Strecke zu gehen ist.

  2. #12
    Noch neu hier
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    24.03.2012
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    17

    Standard AW: Weber C Fraktur

    Hallo, spokes,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Ich glaube nicht, dass alle Schmerzen vom Metall kommen können, zumindest nicht die Hauptschmerzen. Die sind auf dem Fußrücken und am Großzehengrundgelenk, und da ist ja kein Metall.
    Wenn die Wundheilung über ein Jahr dauern kann, wie bei dir, dann bin ich ja beruhigt. Dann wird es bei mir mit der Wunde wohl auch noch besser werden.
    Ich lauf ja schon meistens mit Krücken, und selbst damit tut der Fuß weh. Ein Bekannter meinte, der Arzt könnte bei der OP einen Nerv verletzt haben, und das könne man nicht wieder rückgängig machen. Könnte es evt. sein, dass bei der OP ein großes Blutgefäß verletzt wurde und danach viel Blut in den Fuß gelaufen ist, das jetzt auf die Nerven drückt? Unter dem Fuß ist eine Verdickung, die immer größer wird.

    Vielen Dank für weitere Antworten.

    Viele Grüße, Christa

  3. #13
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    20.06.2012
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    3

    Standard AW: Weber C Fraktur

    Hallo liebes Forum,

    ich hatte auch eine Weber C. Ich werde mal den Ablauf bis heute schildern, vielleicht hilft das dem einen oder anderen.

    Am 5. Dezember 2011 bin ich mit meinem Hund spazieren gegangen und an einem Abhang wegen Nässe gestürzt und eine ausgewaschene Rinne herunter gerutscht.
    Nach 3 Metern Rutschstrecke hat sich mein rechter Fuß seitlich verfangen und es gab einen Knacks. Der Fuß war 90 Grad nach rechts abgewinkelt.

    Ergebnis, Weber C mit Innenbandriss, und die Syndesmose ist auch durch.

    Zum Glück hatte ich mein Telefon dabei und war schon etwa 15 Minuten später im Krankenhaus.

    Dort wurde als erstes der Fuß wieder in die normale Stellung gebracht und nach dem Röntgen wurde ich dann operiert.
    Ich bekam eine Metallplatte mit 6 Schrauben und eine zusätzliche Stellschraube.
    Die Bänder sollten von alleine wieder zusammen wachsen.

    Im Krankenhaus bekam ich jeden Tag Krankengymnastik und Lymph Drainagen. (schreibt man das so ? )
    6 Wochen durfte ich den Fuß überhaupt nicht belasten, bis die Stellschraube raus kam.
    Mein Hausarzt verschrieb mir keine Krankengymnastik, nur Lymph drainage.
    Ich hab dann die Übungen aus dem Krankenhaus alleine zu Hause gemacht.

    Meine Wunde verheilte super schnell und ich hatte keinerlei Schmerzen.
    Hatte ich aber auch bei dem Unfall nicht. Nur etwas Druck im Unterschenkel.

    Nach 6 Wochen kam die Stellschraube raus. Ambulant bei einem niedergelassenen Chirurgen. Dieser verschrieb mir auch wieder Krankengymnastik und Lymph Drainagen.
    Er sagte ich soll voll belasten und die Krücken weglassen.

    Meine Muskulatur war an beiden Beinen ziemlich verkümmert. Wobei beim betroffenen Bein etwas mehr.
    Der Fuß war nach unten genau so beweglich wie der gesunde, nach oben konnte ich ihn nicht höher als 90 Grad hoch ziehen.
    Seitlich kippen konnte ich den Fuß überhaupt nicht.

    Stehen konnte ich auf dem Fuß mit voller Belastung, ohne Schmerzen. Bei Bewegung gab es am Innenband und am Außenknöchel Schmerzen.
    Keine stechenden Schmerzen, sondern ein ziehender Schmerz, der proportional zur Belastung war.
    Daher habe ich dann weiter die Krücken benutzt.

    Als der Arzt das beim Verbandswechsel gesehen hat, hat er eindringlich darauf hingewiesen, das ich die Krücken weg lassen soll.
    Ich hatte jedoch Angst, dass wegen der Schmerzen etwas überlastet wird.
    Er hat mir jedoch versichert, das ich dort nichts Überlasten kann.

    Also bin ich los marschiert.
    Ich habe festgestellt, wenn ich langsam laufe und den Fuß bewusst abrolle, dann sind die Schmerzen erträglich. Ich bin dann so lange gelaufen, bis ich merkte, das die Muskulatur im Fuß müde wurde und ich nicht mehr sauber abrollen konnte.
    Da ich aber von zu Hause weggelaufen bin, musste ich noch den gleichen Weg wieder zurück. Das habe ich absichtlich so gemacht, um den inneren Schweinehund zu überwinden und nicht zu früh aufzuhören.

    Das ging ganz gut. Die Schmerzen wurden langsam weniger.
    Wenn ich den Fuß unter Belastung nach oben ziehen musste, wie zum Beispiel beim Treppe runter gehen, dann gab es immer noch Einschränkungen in der Beweglichkeit und die Hacke wurde durch das verkürzte Innenband immer viel zu früh vom Boden gehoben. Außerdem gab es dadurch eine sehr große Belastung auf das Band.

    Es gab Abende an denen ich das Innenband kühlen musste, um den Schmerz soweit zu lindern das ich schlafen konnte.
    Etwa 2 Wochen nachdem ich wieder belasten durfte, war die Beweglichkeit des Fusses bei Übungen ohne Belastung wieder so wie beim gesunden Fuß.
    Unter Belastung war die Beweglichkeit aber immer noch eingeschränkt und schmerzhaft.
    Es wurde aber von Tag zu Tag besser.

    Ein Problem waren schräge Laufflächen.
    Wenn der Gehweg rechts höher war als links, dann hatte ich Schmerzen im außenknöchel. Wenn es gerade war, oder rechts tiefer, dann konnte ich ganz normal laufen.
    Ich bin in der ganzen Zeit mit Turnschuhen oder Birkenstock Sandalen gelaufen.
    Geändert von teletubi (20.06.2012 um 02:53 Uhr)

  4. #14
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    maennlich
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    20.06.2012
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    3

    Standard AW: Weber C Fraktur

    2. Teil,
    der Text ist wohl zu lang gewesen:

    Durch Schuhe mit Einlagen(ich habe Spreiz Senkfüsse) konnten wir diese Schmerzen weg bekommen. Da meine Füsse gesenkt sind, gab es wohl eine Verschiebung in der Achse des Sprunggelenks. Dieses wurde einseitig am Außenköchel belastet.
    Durch die Einlagen wurde der Druck im Sprunggelenk wieder gleichmäßig verteilt.

    3 Wochen nach Begin der Belastung bin ich dann wieder Arbeiten gegangen.
    Mein Arbeitgeber ist mir da sehr entgegen gekommen. Er war froh, das ich wieder da war und ich konnte bei der Arbeit das Bein schonen.
    Ich muss dazu sagen, das ich meine Arbeit sehr liebe und es für mein Gemüt viel besser war wieder arbeiten zu gehen. Der Arzt hätte mich noch weit länger krank geschrieben.

    Nun musste ich aber wieder normale Schuhe tragen und damit ging der Ärger los.
    In den Schuhen konnte ich den Fuß nicht so abrollen wie in den Sandalen oder Turnschuhen. Dadurch ging die ganze Bewegung die sonst im Fuß selber zum Teil erfolgte, nur noch über das Sprunggelenk. (Ich hoffe man kann das so verstehen.)

    Die Schwellung, die schon komplett verschwunden war kam wieder und es wurde Schmerzhaft im Sprungelenk. Eine Stelle an der ich vorher keine Schmerzen hatte.

    Diese neuen Schmerzen kamen langsam. Ich hatte fast 2 Monate, wo ich ohne Beschwerden laufen konnte. Ich war regelmäßig bei der Krankengymnastik und machte einige Übungen auch zu Hause. Die Beweglichkeit war noch etwas eingeschränkt, aber Schmerzen gab es eigentlich nicht mehr.

    Es wurde darauf hin ein CT gemacht aber nichts festgestellt.
    Der Arzt meinte dass wir das Metall entfernen sollen und die Krankengymnastik solange aussetzen.
    Jetzt warte ich seit 2 Wochen auf den OP Termin, der morgen ist, und ich habe in dieser Zeit nur Sandalen getragen. Jetzt kann ich seit 1 Woche wieder schmerzfrei laufen und die Beweglichkeit ist auch fast wieder 100%.

    Zu den Schmerzen im Fuß. Ich hatte diese auch. Der Mittelfuss und die Zehen werden von einer Vielzahl von Muskeln stabilisiert. Diese waren durch die Schonzeit von 6 Wochen auch stark verkümmert. Als sie dann wieder belastet wurden, gab es dort ab und zu auch starke Schmerzen unter Belastung. Ich hatte im Bereich des Mittelfusses auch sehr lange eine leichte Schwellung. Und ein anderes Gefühl auf der Fussoberseite bei Berührungen.
    Ich habe mir dann die Füsse richtig kräftig massieren lassen und dadurch wurde der Schmerz sehr schnell besser.

    Auf Grund der verschiedenen Bewegungseinschränkungen und Schmerzen kam es immer wieder zu Schonhaltungen, die zu Überlastungen z.b. im Knie oder auch im gesunden Bein geführt haben.
    Da haben Massagen immer sehr gut geholfen.

    Der Unfall ist jetzt über 7 Monate her. Seit 1 Woche ist es so, das ich damit leben könnte, aber ich glaube es wird noch besser. Ich kann zur Zeit laufen wie vor dem Unfall.
    Ich Humpel nicht mehr, der Fuss wird nicht mehr müde, die Bewegung seitlich ist wieder voll da, schräge Fusswege sind kein Problem mehr und ich kann wieder in die Hocke gehen. Es gibt zwar noch ein Spannungsgefühl am Innenband wenn ich unter Belastung den Fuss nach oben bewege, aber ich denke das wird auch noch besser werden.

    Morgen kommt das Metall heraus. Ich werde darüber berichten.

    Alles Liebe Teletubi

  5. #15
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    Standard AW: Weber C Fraktur

    So, das Metall ist raus.

    Es wurde ambulant gemacht.
    Um 1100 Uhr hatte ich den Termin. Um 1045 war ich dort. Um 1230 war ich wieder zu Hause.
    Mir wurde ein Zugang im Fuß gelegt und einer am linken Arm.
    Der Unterschenkel wurde lokal betäubt und ich bekam ein Beruhigungsmittel.
    Es wurden 7 Schrauben und die Platte entfernt. Dafür wurde die alte Narbe in voller Größe wieder aufgeschnitten.
    Der eigentliche Eingriff hat ca. 20 Minuten gedauert, danach musste ich noch 40 Minuten unter Aufsicht liegen.
    Ich konnte die Praxis gehend ohne Krücken verlassen. Da der Unterschenkel noch etwas gelähmt war, ich konnte die Zehen bewegen, aber es war noch nicht wieder das normale Gefühl vorhanden, habe ich natürlich gehumpelt. Schmerzen hatte ich nicht.

    Ich habe Schmerztabletten mitbekommen, aber bis jetzt noch keine gebraucht.
    Ich kann ganz normal laufen. Der eigentliche Fuß ist so wie vor der Operation, nur die Narbe ziept etwas.
    Wenn ich den Fuss lange still gelagert habe, dann sind die ersten 2-3 Schritte etwas Schmerzhaft um die Narbe herum, aber ich war schon einkaufen im Supermarkt und das ging ohne Probleme.

    Teletubi

  6. #16
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    Standard AW: Weber C Fraktur

    Hallo, ich bin selbst betroffen und habe bei meinen Recherchen fast nur negative bzw. schlecht verlaufende Heilungsprozesse im Netz gefunden. Deshalb möchte ich mit meinem Heilungsverlauf Mut machen!
    Am 20. Mai in Norwegen umgeknickt, Weber-C Fraktur als Trümmerbruch mit Syndesmose-Riss. 5 Tage später in Norwegen OP, 3 Tage danach Heimflug. Laut hiesigen Ärzten wurde der Bruch sehr lieblos und eher schlecht versorgt (Knochen nicht ordentlich zurück in ursprüngliche Lage gebracht usw.). Ich habe am Aussengelenk eine Platte und 6 Schrauben, am Innengelenk 2 Schrauben und zusätzlich für 6 Wochen eine Stellschraube.
    Alle Ärzte (war bei 3 verschiedenen Ärzten mit den Röntgenbildern) sagten, es sei ein sehr komplizierter Bruch und Heilungsverlauf würde sehr lange dauern, Arthrose kommt usw., sehr aufbauend..
    Fakt ist aber, dass nach 6 Wochen die Stellschraube rausgemacht wurde (mit örtl. Betäubung, war nicht schlimm) und ab da habe ich wöchentlich die Belastung von 0 bis 100% innerhalb von 4 Wochen gesteigert. Heute, 6 Wochen nach Entfernung der Stellschraube bin ich bereits wieder täglich ca. 10 - 15 km mit den Hunden unterwegs!!! Natürlich merkt man, dass es nicht so ist wie vor dem Unfall, aber ich bin hochzufrieden! Schmerzen ja, manchmal, aber nicht wirklich der Rede wert, ich will laufen, also tu ich es und es wird von Tag zu Tag besser. Der Physiotherapeut hat nach insgesamt 12 x Lymphdrainage und 12 x 20 Min. Krankengymnastik gesagt, ich brauche nicht mehr kommen, alles ist super und die aktive Bewegung von mir bringt sehr viel mehr als das passive Bewegen durch ihn... Bereits 4 Wochen nach der Stellschraubenentfernung habe ich keine Krücken mehr gebraucht!
    Gelenk ist dicker (klar, ist ja noch jede Menge Metall drin), aber nicht mehr geschwollen. Treppen runter noch etwas unrund, aber sonst alles prima, ich bin 3 Monate weiter, als ich es laut Ärtzten mit diesem Bruch sein sollte, also nicht den Kopf hängen lassen, es kann auch so gehen, dass man nach insgesamt 12 Wochen nach der OP wieder problemlos Autofahren, Wandern, Rad fahren, Arbeiten kann

  7. #17
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    Standard AW: Weber C Fraktur

    Hallo, ich bin nicht Mitglied in diesem Forum, möchte aber auf die Frage antworten.
    Ich hatte 2003 eine Weber-C-Fraktur.
    Sofort nach der Entfernung aller Schrauben hatte ich Beschwerden, ewig schmerzen, konnte nicht mehr joggen etc. Ich bin Ärztin. Habe also die verschiedensten Kollegen gefragt, angemailt etc. Ohne viel erfolg. Jetzt, 9 Jahre danach weiß ich, dass eine Syndesmoseinsuffizienz war, die mir nun letztendlich auch einen Knorpelschaden eingebracht hat.
    Zwischenzeitlich hatte ich manchmal das Gefühl, die lieben Kollegen nehmen meine Beschwerden nicht ernst. Noch im September dieses jahres sagte ein als erfahren beschriebener Kollege zu mir: "Das kann keine Syndesmoseinsuffizienz sein, da müßte man ja auf dem Röntgenbild eine Arthrose sehen. Auf dem Röntgenbild muß sie gar nicht zu sehen sein...!
    Also: Nicht in der eigenen Stadt nach Hilfe suchen, evtl. mal eine Konsultation bei einem erfahrenen Chefarzt in einer Klinik privat bezahlen, zu finden Unter Fußchirurgie (z.B. Frankfurt/Main).
    Ich habe, trotz vielfältiger Beziehungen immerhin 9 Jahre gebraucht, um jemanden zu finden, der die Diagnose korrekt gestellt und auch was unternommen hat.
    Nicht aufgeben!!!
    Im Internet nach "Komplikationen nach Weber-C- FRaktur" suchen. In ca. 6 Prozent der Fälle gibt es Komplikationen, das ist eben nicht viel.
    Viele Grüße, nur Mut, weitersuchen!!!

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