Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 19.08.2007, 20:22   #7 (Permalink)
urologiker
Arzt
 
Benutzerbild von urologiker
 
 
 Allgemeine Infos  Geschlecht: männlich
Registriert seit: 27.03.2007
Beiträge: 382

Online Status: urologiker ist offline



Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

urologiker eine Nachricht über Skype™ schicken
Pfeil AW: Blut im Kathederbeutel - Dieser Beitrag ist 320 Tage alt

Blut im Katheterbeutel ist - bedingt normal.

Bei lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom (PCa) bzw. bei sogar skelettmetastasiertem PCa kann es durch das nicht organbegrenzte, chaotische Wachtum des Krebses, das auch zu einem Mehreisprossen von Blutgefäßen führt und die zugleich auch von den Tumorzellen "angefressen" werden können, zu einer Blutungsneigung der Prostata und damit zu Blut im Urin führen.

Dies ist solange tolerabel als dass es keine sekundären Folgen bedingt, als da wären:

Eine Bluttamponade der Harnblase und damit die Unfähigkeit des Patienten, Wasser zu lassen bzw. Nierenaufstau, weil die Niere nicht abfließen kann.

Harnwegsinfekte, weil Blut ein guter Nährboden für Keime ist.

Blutverluste, die zu einem spürbaren/symptomatischen (z.B. Schwindel) Blutmangel führen bzw. überhaupt deutliche Erniedrigungen des roten Blutfarbstoffs (Hb), da deutliche chronische Hb-Erniedrigungen nicht nur die Lebensqualität des Patienten vermindern, sondern auch die Lebensdauer reduzieren können, was in Studien gezeigt werden konnte.

Insgesamt muß man aber sagen, dass durch die von euch genannten Therpiemaßnahmen zwar keine endgültige Heilung des Krebses möglich ist, jedoch normalerweise ein jahrelang weitgehend beschwerdearmes, lebenswertes Leben trotz der Krebserkrankung möglich ist, da der Prostatakrebs von Natur aus nur langsam fortschreitet und medikamentös im Wachstum gut zu hemmen ist.


Ich empfehle also unbedingt eine engmaschige Betreuung eurer Väter durch den Urologen eures Vertrauens,


grüßchen, logiker
  Mit Zitat antworten nach oben