14.04.2007, 07:15
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#7 (Permalink)
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| Arzt
| AW: Harninkontinenz, Blasenentleerungsstörung, Harnwegsinfektionen,... - Dieser Beitrag ist 453 Tage alt | Zitat: von Leonessa | | | | | Hallo Sun!
Da du schon eine längere Krankengeschichte hinter dir hast, bin ich mir nicht sicher, ob du nicht alle Tipps schon gehört hast, die ich dir geben könnte.
Sehr hilfreich kann sein:
- Blasentraining
Hierbei setzt man sich auf Toilette (wenn man muss!) und versucht durch zusammenziehen der Muskeln so lange wie möglich den Harn zurückzuhalten, außerdem, wenn der Harn fleißt, versuchen ihn zu unterbrechen immer wieder und auch wieder das Zurückhalten üben, am Ende aber versuchen, die Blase zu vollständig wie möglich zu Entleeren. Die Übungen am Besten bei jedem Toilettengang trainieren, das stärkt die Muskulatur und kann sie langfristig verbessern
- Toilettentraining
Zuerst solltest du versuchen, deine üblichen Gewohnheiten herauszufinden, z.B. durch Beobachtung der Entleerungsrhythmen. Dann einen individuellen Zeitplan erstellen für den Toilettengang und diesen Einhalten (also z.B. alle 1,5 Stunden aufdie Toilette gehen, vor jedem Verlassen des Hauses, vorm Zubettgehen, vor anstrengender Tätigkeit...)
- Beckenbodengymnastik
Wenn die Beckenbodenmuskulatur gestärkt ist, sind auch die Muskeln, die für die Blase zuständig sind stärker. Hier ist auch gut, wenn du z.B. immer wenn du auf der Couch sitzt und Fernsehr schaust, die Pobacken zusammenkneifst und wieder locker machst. Das ist auch dann nicht so anstrengend, dass dein Puls gleich wieder in schwindelnde Höhen steigt.
-Abnehmen hilft z.T. auch, weil weniger Gewicht auf den Beckenboden kommt. Aber das kommt ja bei dir eher nicht in Frage denke ich, da du 1. wie du schon geschrieben hast keine auffallenden Gewichtsprobleme hast du auch Abnehmen wegen der Medikamente nicht sofgut wäre
- Der Tagesablauf sollte an die Problematik angepasst werden (wenig trinken vor dem Wohnung verlassen und dem schlafen gehen)
- Bequeme und nicht zu enge Kleidung tragen, die sich leicht öffnen lässt, aber vor allem die Blasenregion warm hält - harntreibende Getränke vermeiden (Kaffee, Tee)
- ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung ist auch toll, weil die den Stuhlgang reguliert und so die Beckenbodenmuskulatur entlastet
So, das ist jetzt mein zusammenüberlegtes Wissen, was ich seit Ausbildungsbeginn aufgeschnappt und mir gemerkt habe.
Ich hoffe es war was dabei, was dir Entlastung brigen kann!
Liebe Grüße Julia | | | | | Erstklassiger Beitrag, Leonessa! Dem ist nicht viel hinzuzufügen.
@sun - was verstehst du unter Inkontinenz? Wann genau tritt diese auf?
Ja, es ist mutmaßlich dem Restharn geschuldet, dass es immer wieder zu HWI kommt, da es einerseits die Keimbildung im Urin begünstigt (der Harn wird in der Blase ja förmlich bebrütet) und andererseits die Wahrscheinlichkeit eines Reflux (Zurückschwappen des Urins in das Nierenbecken) erhöht ist. |
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