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Thema: HPV16 und 39 diagnostiziert?

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In dieser Diskussion geht es um "HPV16 und 39 diagnostiziert?" im "Urologische Sprechstunde" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    29 Jahre
    Mitglied seit
    29.05.2013
    Beiträge
    4

    Standard HPV16 und 39 diagnostiziert?

    Hallo!

    Beim meiner Freundin wurde bei einem Test HPV16 diagnostiziert (sie hatte zwischenzeitlich einen anderen Mann, ein bisschen kompliziert..), darauf hin habe ich mich testen lassen und es wurde HPV39 diagnostiziert. Beide sind also high risk HPV.

    Jetzt meine Fragen dazu:

    1. Ist es möglich dass ich sie angesteckt habe und sie aber eine andere HPV Nummer hat?

    2. Dürfen wir in diesem Zustand ungeschützten GV haben oder geben wir uns damit das andere HPV? Wir haben sonst keine STDs.

    3. Darf man mit HPV Kinder zeugen?

    4. Wie hoch ist wirklich das risiko dass sie Gebärmutterhalskrebs bekommt?

    5. Gibt es irgendeine Methode auf der Welt dieses HPV bei Frauen zu entfernen bzw zu heilen?

    (leider hat mich mein arzt unter dem motto "da kann man nichts machen" abgespeist, deswegen suche ich hier nach einer zweiten meinung. idealerweise von jemandem mit medizinischem hintergrund.

    daher würde ich ich sehr freuen, wenn jemand die 5 fragen so beantworten könnte.)

    Vielen Dank!

    Grüsse
    Mani

  2. #2
    Arzt (Chirurgie)
    Geschlecht
    maennlich
    Mitglied seit
    27.01.2013
    Beiträge
    1.423
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: HPV16 und 39 diagnostiziert?

    Hallo,

    nachfolgend beantworte ich Ihnen gerne Ihre Fragen:


    1. Ist es möglich dass ich sie angesteckt habe und sie aber eine andere HPV Nummer hat?

    Die Frage, wann oder bei wem man sich angesteckt hat, istkaum zu beantworten. Theoretisch kann man sich bereitsbeim ersten Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Personanstecken. Eine HPV-Infektion ist nicht gleichzusetzenmit Untreue des Partners. In einer Partnerschaft sind meistbeide Partner betroffen. Wer zuerst mit den Viren in Kontaktkam und wann das war, bleibt meistens ungeklärt.Eine Übertragung auf nicht-sexuellem Weg ist ebenfallsmöglich: Während der Geburt können die Viren voneiner infizierten Mutter auf das Neugeborene übertragenwerden. Die Gefahr, dass das Kind Krankheitszeichen entwickelt,ist jedoch gering.


    2. Dürfen wir in diesem Zustand ungeschützten GV haben oder geben wir uns damit das andere HPV? Wir haben sonst keine STDs.

    Fast jeder sexuell aktive Mensch steckt sich mindestenseinmal im Leben mit genitalen HPV-Typen an. Die Ansteckungerfolgt über direkten Kontakt mit infizierten HautoderSchleimhautpartien, meist beim Geschlechtsverkehr.Auch die Infektion der Mundschleimhaut durch direktenKontakt mit betroffenen Stellen im Genitalbereich ist möglich.

    In einer Partnerschaft sind meistbeide Partner betroffen.


    3. Darf man mit HPV Kinder zeugen?

    Ja.

    4. Wie hoch ist wirklich das risiko dass sie
    Gebärmutterhalskrebs bekommt?


    Eine anhaltende (chronisch persistierende) Infektion mitsogenannten Hochrisiko-HPV-Typen, meist HPV 16 und18 erhöht das Risiko für Gebärmutterhalskrebs. In siebenvon zehn Gebärmutterhalstumoren findet man HPV 16und 18. Dies bedeutet aber nicht, dass alle Frauen, dieeine Infekton mit diesen Viren haben, an Krebs erkranken.Das ist nur selten der Fall.

    Meist bleibt genügend Zeit,mögliche Krebsvorstufen im Rahmen der Früherkennungzu erkennen und, wenn nötig, zu entfernen.

    Zusätzliche Umstände, die das Risiko erhöhen sind: Rauchen,eine hohe Geburtenzahl, bestimmte andere sexuellübertragbare Infektionen (Herpes simplex 2, Chlamydien),eine langjährige Einnahme der „Pille“ oder eingeschwächtes Immunsystem, etwa bei AIDS oder nacheiner Organtransplantation.

    5. Gibt es irgendeine Methode auf der Welt dieses HPV bei Frauen zu entfernen bzw zu heilen?

    Nein. Bislang gibt es k
    eine zugelassenen Medikamente zur Behandlungeiner HPV-Infektion, aber wirksame Methoden zur Früherkennung und Behandlung HPV-bedingter Erkrankungen.


    Ganz nebenbei noch etwas, wenn sich die Frage der Verhütung stellt:

    Kondome schützen zwar nicht umfassend vor einer Ansteckung,denn sie decken die infizierten Körperstellen nichtimmer vollständig ab.Dennoch sollte etwa bei häufigemPartnerwechsel nie auf die Verwendung von Kondomen verzichtetwerden: Die Gefahr, sich mit HPV oder anderen sexuellübertragbaren Krankheitserregern anzustecken, ist beigeschütztem Geschlechtsverkehr deutlich geringer

  3. #3
    Wohnt praktisch hier
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    60 Jahre
    Mitglied seit
    06.07.2015
    Beiträge
    1.538

    Standard AW: HPV16 und 39 diagnostiziert?

    Hallo Mani,

    wie Du bereits erwähnt hast sind die HPV -Typen 16 und 39 im Bereich high risk anzusiedeln. Wobei der Typ HPV 39 eher seltener vorkommt. Das grössere Problem sind die Typen 16 und 18

    Das heisst wenn ihr beide unterschiedliche HPV Typen habt habt ihr Euch nicht gegenseitig angesteckt.
    Nun heisst eine Ansteckung mit HPV Viren nicht zwingend das es zu einem Karzinom kommen kann

    Chronische Infektionen können zu vermehrten Zellwachstum führen! Ein Vorstadium zu solchen Veränderungen kann z.B. die Bildung von Genitalwarzen sein!
    Nun ist es so das ca. 70 % der Frauen solch eine HPV - Infektion in ihrem leben haben. Oft verschwindet diese Infektion wieder von ganz allein!
    In der Zwischenzeit sollte man besser ein Kondom benutzen weil ihr unterschiedliche Typen habt. Dies ist auch wichtig bei einer akuten Ansteckung, das Infektionen nicht hin und her übertragen werden!
    Es gibt auch schlafende (versteckte) Infektionen die man in einer Monate oder Jahre zurückliegenden Beziehung bekommen haben kann!
    Nun wenn man solch eine Infektion hat können die Auswirkungen auch den Mundbereich , Rachen und Kehlkopf betreffen. (Oralsex).
    Es muss jetzt bei Euch nicht zwingend eine chronische Infektion vorliegen! Wenn der Partnerwechsel sagen wir einmal im Rahmen bleibt. Es gibt inzwischen eine Impfung was die wichtigsten HPV Typen angeht.

    HPV trifft immer mehr Männer

    Wenn man sich angesteckt hat muss man halt regelmässig zum Test ( Pap oder CIN)
    Bei einem Abstrich (Spatel / Bürste werden Zellen entnommen (Muttermund und Gebärmutterhals!

    Bei einer Zellveränderung der entnommen Zellen teilt man dies dann entsprechend ein! Damit wird überprüft wie fortgeschritten oder nicht Zellveränderungen in dem Bereich sind!

    https://www.frauenaerzte-im-netz.de/...-test_522.html

    Das heisst ihr habt noch alle Möglichkeiten, was Kinder angeht usw.. Solange es keine chronische Infektion ist!
    Wenn es doch zu einer deutlichen Zellveränderungen kommt, gibt es nicht nur eine Möglichkeit Wie hoch das Risiko ist das Gebärmutterhalskrebs bekommt, dies ist sehr schwer einzuschätzen. Dies macht sich an dem Ergebnis des Paptests fest. Je schlechter der ausfällt um so höher das Risiko!

    Alles andere wäre Kaffeesatzleserei. Ihr beide solltet halt einmal zusammen zum Arzt gehen und da nachfragen was ihr im Fall eines Kinderwunsches tun könnt in dem Zusammenhang gesehen mit eurer HPV -Infektion und unterschiedlichen Typen! Wir nehmen einfach einmal an es ist bei Euch keine chronische Infektion. Ja und Eure Wünsche gehen in Erfüllung! Dies muss man allerdings vor Ort genau abklären!
    Alles Gute Stefan

  4. #4
    Arzt (Chirurgie)
    Geschlecht
    maennlich
    Mitglied seit
    27.01.2013
    Beiträge
    1.423
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: HPV16 und 39 diagnostiziert?

    Es ist total egal, wer welchen hat. In einer Partnerschaft sind in den meisten Fällen beide infiziert. Daher stellt sich diese Frage doch überhaupt nicht. Wer es zuerst hatte oder nicht, lässt sich ebenfalls nicht sagen. Ebenso sagen die unterschiedlichen Typen nichts darüber aus.

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