Hallo Annemarie,
ich finde den Ballonkatheter auch angenehmer, als den, der angenäht werden muss. Diese Prozedur beim Wechseln ist tausendmal besser, wenn auch unangenehm.
Ich habe den Katheter bekommen, weil nach einer Skoliose
OP das Pipi machen nicht mehr richtig funktionierte. Ich konnte nur Pipi, wenn die Blase mächtig voll war und dann hatte ich zuviel Restharn. Man entschloss sich dann für den Bauchdeckenkatheter, damit ich es leichter habe mich entleeren zu können, denn ich sitze im Rollstuhl. Bei einer Katheterisierung durch die Harnröhre hätte man mich mehrmals am Tag aus dem Rollstuhl heben müssen, was ja auf Dauer sehr anstrengend für die Pflegeperson wird.
Am Anfang, als ich den Katheter hatte, traute ich mich nicht schwimmen zu gehen oder mich in die Badewanne zu legen, aber ich fragte dann den Urologen und der sagte mir, dass ich das machen darf. Er sagte aber auch, dass ich nicht ins salzige Meerwasser dürfe, aber Schwimmbäder mit Clorwasser sind okay. In die Badewanne gehen oder Duschen sind auch vollkommen in Ordnung.
Wenn ich mal im Schwimmbad war, versteckte ich den Katheter im Badeanzug oder in der Bikinihose. Ich habe auch nie ein wasserabweisendes Pflaster benutzt, sondern habe nach dem Schwimmen mein Verband gewechselt und den Bauch gut desinfiziert. Mehr nicht.
Du wirst dich an den Katheter gewöhnen und auch hin und wieder verfluchen. Ging und geht mir nach 17 Jahren auch so. Ich habe z. B. dauernd Infekte, wodurch ich schon mehrmals Blasensteine hatte und derzeit auch wieder habe. Diese bekommt aber nicht jeder, keine Angst! Wenn, dann werden sie mit einem kleinen operativen Eingriff entfernt, aber ohne Schnitt, dass wird durch die Harnröhre durchgeführt.
Bei mir gestalltet sich das aber als schwierig, weil eine Nakose bei meiner Behinderung gefährlich ist. Deshalb werden die jetzigen Steine erst entfernt, wenn es unbedingt notwendig ist.
Wie war denn dein Katheterwechsel? Warst du in einer Praxis oder in dem Kh?
LG
Sandra