Ich habe lange überlegt, ob ich mich an das Forum mit meiner Frage wenden soll, allerdings habe ich jetzt schon so viel im Netz zu dem Thema von ähnlich Betroffenen gelesen, so dass ich mich gerne austauschen würde. Ich bin 29 Jahre alt.. mein Freund ist jetzt 24 Jahre alt

Vergangenes Jahr stoffte mein Freund um sich mit regelmäßigen Testosteronspritzen einen höheren Erfolg beim Training zu erzielen, genauso, wie es 100 andere Leute auch tun. Leider wurde die kurze (1-2 monatige) Kur nicht richtig abgesetzte (zudem habe ich leicht Mitschuld, da ich nicht wusste, dass man richtig absetzen muss. Woher auch, wir sprachen nie über solche Themen, ich kannte niemanden der dies tat und zu guter Letzt erwischte ich ihn auch noch dabei, denn er tat es hinter meinem Rücken.

Zu dem Zeitpunkt waren wir ein 3/4 Jahr zusammen, unser Umzug stand bevor, wir waren ein Junges Paar und bis auf dieses Vorkommnis sehr glücklich. Unser Sexleben spiegelte dies wieder, allerdings muss ich sagen, dass in der Zeit in der er sich regelmäßig Spritzte er eine stärkere Erektion und auch ständig Lust hatte. Vorher war auch alles so wie es am Anfang einer Beziehung sein sollte, er war lediglich am We zu hause, er war Soldat!

nach dem das Testosteron seit Ende Mai 2016 nicht mehr gespritzt wurde veränderte sich unsere Beziehung und auch sein Wesen schlagartig. Stimmungsschwankungen, müde, schlapp, depressiv, glücklich, fröhlich, verliebt, erfüllt und dann wieder depressiv etc. wir stritten viel, viel an den WE und auch in der zeit in der er beim Bund war. Mal schenkte er mir keine Beachtung und das über Wochen und dann war ich wieder der Mittelpunkt seiner Welt... die Stimmungsschwankungen änderten sich mit der zeit, sein Körper war super definiert, bis September 2016, danach gelang es ihm nicht mehr seine Form wieder zu holen. egal wieviel er trainierte und wie gesund er sich ernährte, bis heute....

Unter anderem litt auch unser Sexleben darunter. Sexuelle Unlust durch und durch, ab Juni 2016 1-2 mal höchstens 3 mal im Monat. Meistens nicht länger als ein paar Minuten und dann auch nur dann wenn er wollte. Unter anderem ließ auch die stärke seiner Erektionen nach, teilweise ließen sie nicht ein mal Sex zu. Wenn ich (an den Tagen an denen er dann mal zu hause war) etwas in die Richtung andeutet, sei es ein Kuss oder eine Berührung) entzog er sich mir sofort, ließ es einfach nicht zu.

Ich dachte mir dass etwas nicht richtig sei und suchte immer wieder das Gespräch, bis zu unserem Urlaub im August erzählte er mir dann dass es an der Arbeit liegen würde und daran , dass er nicht zu Hause bei mir sei. er versprach im Urlaub würde alles anders werden.. Im Urlaub war es alles andere als anders, 3x und nicht dann wen ich wollte, sondern nur dann wenn er es mir gab, es gab keine Berührungen oder Küsse oder ein Vorspiel (was natürlich nicht immer nötig ist) und es war immer kurz, meist 5-maximal 10 min.
Aus dem Urlaub zurück suchte ich nach dem er 6 Wochen nicht mehr mit mir geschlafen hatte wieder das Gespräch, immer dieselben Antworten kamen von ihm:
- ich bin kein Typ für Sex, das ist Zeitverschwendung
- Sex ist langweilig, es ist immer dasselbe und macht keinen Spaß
- Männer haben keine Lust immer mit der selben Frau zu schlafen, das langweilt die. 1x die Woche würde reichen
- wenn es dir so nicht reicht, dann geh und such dir einen anderen Typen..
Seine Antworten jedes Mal aufs neue und irgendwann brach er dann in Tränen aus und schüttete mir sein Herz aus.. sagte, dass er selbst wisse, dass irgendwas nicht stimmen würde, er mir diese Dinge nur sagt, damit er etwas Ruhe habe, er weiß von seiner ED und ihm sei es unangenehm...Ich bot ihm meine volle Unterstützung an..
Wir gingen zum Arzt (für Soldaten dauert es ewig lang bis sie mal bei einem richtigen Facharzt sind, oftmals geht's nicht direkt dorthin)

Im Nov kam der Befund nach dem wir im BZK waren, bei einem Urologen.. Testosteronwert lag bei 3,0... niedrig.. Arzt sagte man beobachte jetzt noch und nach sechs Monaten schaue man weiter..
bis Juni 2017 veränderte sich bei uns im Bett nix, auch körperlich blieb er unverändert, was natürlich nach 1 Jahr meinerseits zu einer absoluten Unzufriedenheit führt, denn auch dieses Jahr musste ich mir viele Ausreden anhören wieso er keinen Sex wolle, auch wenn er scheinbar eine (endlich wieder) funktionierende Erektion habe 8er erklärte mir, dass eine Erektion nicht immer Sex bedeuten würde)

Im Juni ging er wieder zum Arzt, dort war der wert dann bei 2, 4 .. gemeinsam mit dem Arzt machten sie ein weiteres Blutbild.. der fsh Wert sei niedrig und das Testosteron an sich auch, mit einer einmaligen Spritze solle geschaut werden, ob der Booster jetzt gut sei oder ob der Körper die eigene Produktion (irgendwas wegen dem FSH und auch dem Testosteron) komplett einstellen würde..
nach der Spritze sagte der Arzt 3-5 Tage keinen Sex, egal wie viel Lust er habe, am Tag der Spritze hatte er scheinbar Lust, einen weiteren danach nicht mehr.. in den vier Wochen schliefen wir 3 x miteinander, alles noch wie vorher auch.

Wir stritten nicht mehr viel über dieses Thema, abwarten hieß die Devise.. Nah 4 Wochen und der nächsten Untersuchung kam ein gesunder wert von 12,6 Testosteron heraus. Er sei gesund und auch der Körper habe scheinbar die Spritze gut vertragen, nach dem er dem Arzt erzählte, dass es Lusttechnisch nicht viel gebracht habe und wir für 2 Wochen in den Urlaub fliegen gab der Arzt ihm noch einmal 4 ml Testosteron.. dasselbe Spiel.. Im Urlaub hatten wir 3x Sex, alles in der ersten Urlaubswoche, immer dann wenn er wollte, und dann nur kurz..
Wieder stritten wir, dieses mal länger und heftiger als sonst, er gäbe es mir doch wenn er wolle oder Lust habe, aber er habe einfach nie Lust und er braucht es nicht, er kann mir nicht mehr geben als das und dann wieder die Aussage, dass es daran liegen würde, dass ich dieselbe Frau sei..

am Ende sagte er wie immer, dass er doch schon in Behandlung sei und nichts daran ändern könne, dass es so ist wie es ist, er sich nicht zwingen kann und er nichts ändern kann an der Situation..
Ich bin an einem Punkt angelangt an dem für mich klar ist, dass ich eine Beziehung die wie Bruder und Schwester ist, wie zwei beste Freunde, die sich nackt sehen und berühren könne, ohne etwas zu empfinden.. nicht führen kann.

Ich weiß, dass ich viel Geduld hatte, viel gewartet habe und, dass es nur noch ein kleiner Endspurt ist, wenn der Arzt recht hat und alles besser wird, aber ich bin völlig ratlos. So viele Ausreden (ja er sagte er habe diese benutzt um mich von ihm fern zu halten) und dann kommen immer wieder neue Dinge, stress mit dem Auto, dann wird seine Body nicht so wie er will, ständig hat er Stress im Kopf und ich befürchte sehr, dass es nix mit den Hormonen zu tun hat, sondern mit seinem Kopf..

Ich habe oft gesagt, dass ich das Gefühl habe als Frau für ihn unattraktiv zu sein, sexuelle nicht anziehend, unschön etc, ich habe viel nachgedacht, nächtelang sogar, im Internet gelesen und gegrübelt, ich hab viel geweint und versucht meinen Kummer und Gedanken mit ihm zu besprechen.. vergebens.
seit dieses Jahr Juni, seit dem er in Behandlung ist beharrt er immer wieder darauf, dass alles besser werden wird. aber ich sehe keine Besserung, ein Satz de mir nicht aus dem Kopf geht ist: ich bin doch in Behandlung! was soll ich noch tun?

Und jetzt nach dem ich die gesamte Situation geschildert habe und versucht hab mich so kurz wie möglich mit vielen Infos zu halten meine Frage:
Wie langedauert es bis die Testosteronsubstitution wirkt? Kommt die Libido wieder? Kann ich das glauben? gibt es noch wen der so was hat?
es würde mir das herz brechen diesen Mann zu verlassen weil wir auf der sexuellen Ebene nicht mehr (Zuvor war es so perfekt) miteinander harmonieren, weil er a. nicht will es aber nicht zugibt (oder was es auch sein mag) oder b. er nicht kann (aus welchen Gründen auch immer, die mir schwer fallen herauszufinden) Er spricht so oft von Familie, Heirat etc, sagt mir immer wie sehr er mich liebt usw. macht mir Komplimente und verspricht, dass alles gut werden würde.. ich bin ratlos..