Wir hatten in meinem Semester einen überzeugten Homöopathen.
So wie ich ihn damals verstanden hab (ist schon 4 Jahre her) ist die Lehre, dass ein kranker Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist, und durch Tropfen (ich weiß leider nicht mehr welche das waren, ich glaub welche, die Geklopft wurden) wieder ins Gleichgewicht gebracht werden kann. Ein Körper aber, der bereits im Gleichgewicht ist, kann durch die selben Tropfen (oder nennen wir es homöopathisches Medikament) aus dem Gleichgewicht gebracht werden, und Symptome zeigen, die man sonst mit diesen Tropfen "bekämpft".
Wir haben also ein Experiment gestartet mit der ganzen Gruppe (ca 30 Leute).
Er hat die Tropfen mitgebracht, uns aber nicht gesagt was es ist und was passieren sollte.
Wir haben die alle genommen und ich glaub 1Std. gewartet.
Danach hat er nach "Symptomen" gefragt (ich kann mich leider nicht mehr dran erinner, was hätte auftreten sollen).
Von uns 30 Leuten hat jedoch keiner diese Symptome gezeigt.
Für mich war das Experiment somit gescheitert.
Ich persönlich habe eine eher Schulmedizinische Einstellung und kann mir nicht vorstellen, wie eine Trägersubstanz, die kein Molekül Wirkstoff mehr enthällt, wirken soll.
Liegt aber wahrscheinlich an meiner medizinischen Ausbildung

Ich weiß, dass die Lehre von Energieübertragung spricht, aber
für mich persönlich ist das nicht glaubhaft (also die darauf basierende Wirkung), ausser dass man es mit Placebo erklären kann.
Aber wie bereits gesagt, ich hab weder viel Ahnung davon, noch halte ich meine Sicht der Dinge für allgemeingültig.
Darum freue ich mich darauf, auch mal die andere Seite erklärt zu bekommen.
Was ich auf jeden Fall positiv finde an Homöopathie ist die Sicht auf den ganzen Menschen.
In der modernen Schulmedizin richtet sich der Blick leider viel zu sehr auf die Symptome und die Ursache, nicht auf den Menschen als ganzes.
Gruß
StarBuG