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Thema: Sterbegeld - Sinnvoll oder eher nicht?

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In dieser Diskussion geht es um "Sterbegeld - Sinnvoll oder eher nicht?" im "Chat Ecke" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Noch neu hier
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    weiblich
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    09.01.2013
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    12

    Standard Sterbegeld - Sinnvoll oder eher nicht?

    Hallo liebe Community,

    ich habe vor kurzem von der Sterbegeldversicherung erfahren,
    da ich vorher noch nie etwas davon gehört hatte, habe ich mich nun ein bisschen damit auseinander gesetzt. Vorallem habe ich diesen Ratgeber zum Thema gelesen.
    Hat von euch jemand eine solche Versicherung abgeschlossen?
    Eventuell könnte man doch auch einfach ein Konto anlegen, auf das man den gewünschten Betrag einzahlt!?

  2. #2
    Aktiver Teilnehmer Avatar von Ruhebärbele
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    weiblich
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    27.05.2012
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    256

    Standard AW: Sterbegeld - Sinnvoll oder eher nicht?

    Hallo Angeli,
    natürlich können Sie auch ein Konto anlegen. Aber Sie müssen dieses Konto dann auch zweckgebunden anlegen. D.h., es darf nur für die Beerdigungskosten und/oder Grabstein verwendet werden.
    Eine Sterbegeldversicherung ist sicher zu empfehlen. Ich weiß jetzt allerdings nicht, wie alt Sie sind. Es wird nur dann Sinn machen, wenn Sie diese verhältnismäßig jung abschließen. Wir haben unsere schon etwa mit 40 Jahren abgeschlossen. Ich weiß nicht, wie es anderswo ist. Wir mussten dann ab 65 nichts mehr einbezahlen. Die Versicherung bleibt aber dynamisch. Und da wir inzwischen ja schon alt sind, haben wir auch bereits mit einem Bestattungsinstitut einen Vertrag gemacht und die Versicherung dorthin abgetreten. So kann man sicher sein, dass das alles auch entsprechend gehandhabt wird. Es ist nicht so, dass ich meinen Nachkommen diese Regelungen nicht zutraue. Aber ich will auch nicht haben, dass ich sie dann am Ende noch mit diesen doch ziemlich hohen Kosten belaste.
    Übrigens sind die monatlichen Beiträge nicht sehr hoch.

    Lassen Sie sich halt mal von Fachleuten beraten.
    Herzlichst Barbara

  3. #3
    Krankenschwester
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    Neukirchen-Vluyn
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    449
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Sterbegeld - Sinnvoll oder eher nicht?

    Ich habe die Sterbegeldversicherung gerade für den Schwiegervater in Anspruch nehmen müssen.
    Es war ganz postiiv, daß diese vorhanden war, denn auch wenn auf dem Sparbuch ausreichend Geld
    vorhanden gewesen wäre für seine Bestattung, so lief das relativ unkompliziert.
    Das Bestattungsinstitut konnte damit sofort die anfallenden Kosten decken.
    Auf Wunsch des Schwiegervaters fand eine Urnenbestattung statt, ohne großes Ausehen und im Kreise der
    engsten Verwandten.
    Dennoch beliefen sich die Kosten auf etwa 5000€ .

    Diese Kosten hätten wir natürlich auch von einem Sparbuch entnehmen können, so aber fließt das Sparvermögen der
    überlebenden Schwiegermutter zu, aus dem nun zunächst ihre Pflege finanzieren werden kann.
    Die Schwiegermutter hatte einen schweren Verkehrsunfall, der für sie als Schwerstpflegefall endete.

    Für ihre Pflege im Pflegeheim müssen bei Pflegestufe 2 ca. 500€ monatlich hinzufinanziert werden.

    Je nach eigener Situation kann man sich das recht leicht zusammenrechnen, was man schlimmstenfalls
    für die Versorgung des hinterbliebenen Ehepartners benötigt.
    Daß wir für die Bestattung die 5000€ nicht aus dem Sparvermögen entnehmen müssen, bedeutet für die Schwiegermutter, daß sie 10 Monate länger keine Sozialleistungen benötigen wird.

    Wenn ein Schonvermögen von 10000€ erreicht ist, kann zunächst Altenwohngeld beantragt werden.
    Der Rest muß dann über das Sozialamt beantragt werden.
    Das ist dann der Zeitpunkt an dem Kinder zum Elternunterhalt verpfichtet werden. Click,

    Wir sind ganz froh, daß die Bestattung anders abgesichert war, vor allem weil die Kosten für die Schwiegermutter bis die Versicherungen, die für unseren speziellen Fall zuständig wären, aus dem Sparvermögen vorgestreckt werden müssen.
    Die Pflegeversicherung Haftpflichtversicherung, Unfallversicherung usw. erstattet nicht sofort auf Knopfdruck und wir müssen noch etliche Monate aus dem Sparvermögen überbrücken, bis daß die Schwiegermutter aus den anderen Versicherungen einen Cent erhält. Zum Teil sind auch noch Gutachten und Gerichtsverfahren abzuwarten.

    Die Sterbegeldversicherung für den Schwiegervater war sehr hilfreich und unkompliziert, während alles andere sehr kompliziert verläuft.
    Es hat zb. trotz richterlicher Betreuungsverfügung ständig Laufereien und Palawer mit der Bank gegeben, weil diese nicht mit dem Zugriff eines Betreuers vertraut waren und bei jeder Überweisung, diskutieren wir erneut mit der
    Bank. Auf der anderen Seite wurden zb. 3 mal 280€ Zuzahlung für die Krankenhauszuzahlung fällig, sowie über 800€
    Zuzahlungen für eine 9 tägige Kurzzeitpflege und die Kosten für Liegendtransporte, die nicht von der Krankenversicherung abgedeckt werden.
    Das was auf einen in so einem Fall zukommen kann, kann ganz fix in einen Bereich gehen, der so einfach nicht mehr zu bewältigen ist.
    Auch wenn zb. eine Immobilie vorhanden ist, so steht diese nicht direkt als Bargeld zur Verfügung.
    Je nachdem wie der Richter bei diesem Unfall entscheiden wird, kommen noch mehr Kosten aus dem Unfall auf einen zu, die ungedeckt bleiben würden.
    Dabei ist die Schwiegermutter als Fußgänger an einer Bushaltestelle überfahren worden. Sie hat im Prinzip nicht mehr
    getan, als an der Bushaltestelle über die Straße zu gehen, die zu dem Zeitpunkt des Überquerens frei war.
    Bis die entsprechenden Versicherungen erstatten, werden ca 1-3 Jahre vergehen, sofern sie diese Zeitspanne
    überhaupt überleben wird.
    Man muß durchaus damit rechnen, daß man nicht unbedingt an einer Erkrankung im Bett versterben wird.

    Daß es die Sterbegeldversicherung gab, war sehr hilfreich und das einzige in dieser unschönen Geschichte, daß endlich einmal unkompliziert lief.
    Andererseits hatten wir für die Pflege des Schwiegervaters vor seinem Tod ca 2200€ monatlich zu den laufenden Kosten aufbringen müssen.
    Ob in einer solchen Situation das Vermögen auf dem Sparbuch ausreicht, kann man sich mit einem Blick auf sein Konto ausrechnen.
    Hinzu kommen nun als nächstes die Kosten für die Wohnungsauflösung, 3 Monate weiter Miete usw. sowie die Kosten für den Rechtsanwalt.

    Wir sind ganz froh, daß wir uns im Moment noch in den schwaren Zahlen auf den Konten bewegen.

    Wenn man lediglich das Geld für eine Bestattung auf dem Konto liegen hat, könnte das in verschiedenen Situationen des Lebens äußerst wenig sein.
    Liebe Grüße Feli
    Geändert von feli (17.05.2013 um 09:15 Uhr)

  4. #4
    Krankenschwester
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    203
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Sterbegeld - Sinnvoll oder eher nicht?

    Wir hatten die Sterbegeldversicherung für unseren schwerstbehinderten Sohn abgeschlossen. Das Angebot war ohne Gesundheitsfragen und somit kein Problem. Eine ander Versicherung (Lebensversicherung) hätten wir für ihn nie abschließen können, die Beiträge zur Sterbegeldversicherung waren gering. Als unser Sohn vor knapp 2 Jahren starb, konnten wir ihm so eine schöne Beerdigung ermöglichen, die Versicherung hatte umgehend gezahlt. Kann also nur positives dazu sagen.
    Natürlich muss jeder sehen, was für ihn günstiger ist.
    Also jung und gesund = eher Lebensversicherung,
    jung und krank = Sterbegeld, weil einzig mögliche Versicherung über die ggf. Bestattungskosten abgedeckt werden und die Beiträge sind gering,
    alt und krank = Sterbegeld, weil einzig mögliche Versicherung über die ggf. Bestattungskosten abgedeckt werden aber die Beiträge sind meist nicht grade günstig (da käme es mMn. auf die zu erwartende "Überlebenszeit" an, wobei die Sterbegeldversicherungen idR. erst nach 12 Monaten Beitragszahlung greifen).

    LG

    jobwa

  5. #5
    Aktiver Teilnehmer Avatar von Ruhebärbele
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    Standard AW: Sterbegeld - Sinnvoll oder eher nicht?

    Nun, wir waren jung und gesund, als wir diese Sterbegeldversicherung abgeschlossen haben. Ich würde sie auch gar nicht mit einer Lebensversicherung vergleichen wollen. Die Lebensversicherung kommt ja immer einem Begünstigten zugut.
    Die Beiträge sind - gerade wenn man jung ist - sehr gering. Und wie schon gesagt, zahlt man nur bis zum Rentenalter.
    Nach wie vor kann ich eine solche Versicherung nur empfehlen.
    Allen frohe und möglichst sonnige Pfingsten!
    Herzlichst Ruhebärbele

  6. #6
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    Standard AW: Sterbegeld - Sinnvoll oder eher nicht?

    Ich hab auch eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen, denn ich möchte nach meinem Ableben wissen, wie ich beerdigt werde usw.!! Das kann man damit nämlich alles festsetzen! Außerdem sind die Kosten dann abgedeckt und kein anderer muss dafür aufkommen! Ich würde an deiner Stelle in aller Ruhe vergleichen (z.B. http://www.sterbegeldversicherung.info/ratgeber/
    ) und dann entscheiden!

    VG Beateger

  7. #7
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    Standard AW: Sterbegeld - Sinnvoll oder eher nicht?

    Zitat von Beateger Beitrag anzeigen
    Ich hab auch eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen, denn ich möchte nach meinem Ableben wissen, wie ich beerdigt werde usw.!! Das kann man damit nämlich alles festsetzen! Außerdem sind die Kosten dann abgedeckt und kein anderer muss dafür aufkommen! Ich würde an deiner Stelle in aller Ruhe vergleichen (z.B. ) und dann entscheiden!

    VG Beateger
    Das ist sehr Sinnvoll, vor allem auch, wenn man Wert darauf legt, würdig beerdigt zu werden. bzw wenn man genaue Vorstellungen hat, kann man das so am besten realisieren. gut ist auch, dass das Geld zweckgebunden ist und daher auch nicht bei Schulden gepfändet werden kann.

  8. #8
    Aktiver Teilnehmer Avatar von Ruhebärbele
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    Standard AW: Sterbegeld - Sinnvoll oder eher nicht?

    Hallo zusammen,
    das allerdings ist mir neu, dass man schon bei der Sterbegeldversicherung sagen kann, wie man beerdigt werden will. Das ist eigentich Gegenstand eines Vorvertrages mit einem Bestattungsinstitut. So habe ich das auf jeden Fall gemacht. Ich habe alles vereinbart, sogar die Annonce und den Text (meine eigenen Texte, keine aus dem "Fundus " ) auf dem sog. Sterbebildchen, das in unserem badischen Land halt noch immer üblich ist. Gleichzeitig habe ich meine Sterbegeldversicherung an das Institut abgetreten.
    Aber bei Abschluss der Sterbegeldversicherung hat mich kein Mensch nach solchen Dingen gefragt.

    Noch alles Gute in diesem - noch jungen - Jahr!
    Herzlichst Ruhebärbele

  9. #9
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    Standard AW: Sterbegeld - Sinnvoll oder eher nicht?

    Hallo liebe Angeli,

    ich bin jetzt knapp über 30 und auch am überlegen ob ich eine Sterbegeldversicherung abschließen möchte. Mir geht es also eigentlich ganz ähnlich wie dir. Neben deinem Ratgeber würde ich dir empfehlen dich mal direkt bei den Versicherungen über die Thematik zu informieren. Natürlich immer mit der nötigen Objektivität ;-). Aber ich finde hier gibts auch immer recht gute Informationen.

    Grundsätzlich kann ich sagen dass eine Sterbegeldversicherung mit Sicherheit Sinn macht, weil man im Alter einfach abgesichert ist und seine Angehörigen halt enorm entlasten. Allerdings ist es gerade in jüngeren Jahren eine schwierigere Entscheidung und ich denk da sollte dann jeder selbst abwägen ob er eine Versicherung abschließen möchte oder nicht.

    Ich hoffe ich konnte dir mit meiner Meinung ein klein bisschen weiterhelfen.

    LG

  10. #10
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    Gerhard Kreuter
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    10

    Standard AW: Sterbegeld - Sinnvoll oder eher nicht?

    An der Sterbegeldversicherung scheiden sich die Geister. Die VerbraucherverbHände und zum Beispiel Stiftung Warentest bewerten die Versicherung negativ! Vor allem wegen der langen Laufzeit. Mindestens Bis zum 85. Lebensjahr oft noch länger besteht Beitragszahlungspflicht. Ich als Verantwortlicher im Patientenschutz sehe die Angelegenheit etwas differenzierter.
    Eine Sterbegeldversicherung sollte nach dem 40. Lebensjahr abgeschlossen werden und nur bei Versicherern ohne oder mit kurzen Wartezeiten. Einige verzichten darauf ganz, einige haben einen stufenweisen Anlauf der Wartezeit und zahlen prozentual im Todesfall. Zum Beispiel bei Tod nach 9 Monaten 25%
    der Versicherungssumme. Viele haben aber eine lange Wartezeit von drei Jahren. Diese sind in der Regel unrentabel, wegen der langen Wartezeit und der lebenslangen Zahlung.
    Wer gesund ist und drei Jahre Wartezeit in Kauf nehmen kann, sojllte das Geld lieber in eine Risikolebensversicherung oder eine normal Lebensversicherung/Kapitalversicherung einzahlen. Wesentlich günstiger selbst bei kürzeren Laufzeiten.
    Es gibt Sterbegeldversicherunfen die über Bestatter und einem bundesweit agierender Bestatterpool verkauft werden. Diese werden dann mit einem Beerdigungsvertrag gekoppelt. Wir meinen nur selten zu empfehlen, wenn keine Angehörigen da sind oder man zerstritten ist. Der Bestatter erhält bekanntlich die Todesfallsumme plus Gewinnanteile und ob die Beerdigung dann so ausgerichtet wird, wie sie es mit einem bundesweiten Bestatterpool in Berlin vereinbart haben darf bezweifelt werden. Wenn überhaupt sollte man diese Kombination über einen örtlichen Bestatter abschliessen. Die grossen Unternehmen stecken einen Teil des Geldes in die eigene Tasche und vom Rest wird dann vor Ort ein örtlicher Bestatter beauftragt.
    Haben sie gesundheitliche Beschwerden ist die Sterbegeldversicherun sehr zu empfehlen. Voraussetzung: Keine Gesundheitsfragen, kurze Wartezeit oder gar keine. Es gibt im Internet dazu Vergleichsportale. Dort können sie Sterbegekdversicherungen vergleichen und ggf.direkt abschliessen. Wichtig sind keine oder kurze Wartezeiten,günstiger Beitrag!

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