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Thema: Hörsturz - kein Grund, etwas zu unternehmen?

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In dieser Diskussion geht es um "Hörsturz - kein Grund, etwas zu unternehmen?" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
    Fühlt sich wohl hier Avatar von Charles Brandon
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    Standard Hörsturz - kein Grund, etwas zu unternehmen?

    Kürzlich wachte ich in der Nacht auf und hatte offenbar einen "leichten" (?) Hörsturz: Tinnitus (Pfeifton), Druck im Ohr und das Hören war eingeschränkt. Das war der erste Vorfall dieser Art, aber vorübergehenden Tinnitus hatte ich in letzter Zeit öfter. Am nächsten Morgen waren alle drei Symptome weitgehend weg, ganz verschwand der Tinnitus erst im Laufe des Tages.

    Drei Tage später war ich (eigentlich aus anderen Gründen) beim Arzt (Urlaubsvertretung für den Hausarzt) und berichtete davon. Er fragte, ob ich in der Nacht den Blutdruck gemessen hatte. Das hatte ich tatsächlich getan: 154:79. - Der Arzt meinte, das sei nicht schlimm und damit war das Thema Hörsturz/Blutdruck für ihn erledigt.

    (Anmerkung: Der Blutdruck ist in letzter Zeit trotz Medikamenteneinahme wieder erhöht. Der in der Hörsturznacht gemessene Wert fiel dabei tatsächlich nicht aus dem Rahmen.)

    Meine Frage ist nun: Entspricht das Nichthandeln des Arztes dem üblichen medizinischen Standard in Deutschland? Gibt es wirklich keinen Grund, etwas zu unternehmen, da der Hörsturz am Morgen aufgehört hatte? Soll man also warten, bis wieder einer vorkommt und dann nicht von selbst verschwindet?

  2. #2
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    Standard AW: Hörsturz - kein Grund, etwas zu unternehmen?

    Hallo!
    Es gibt keinen Handlungsbedarf, wenn die Symptomatik schon wieder weg ist. Da bis heute noch nicht genau geklärt ist, welche Ursachen für den Hörsturz verantwortlich sind, ist es auch mit der Therapie schwierig.
    Bei einem leichten Hörsturz wird in der Regel dazu geraten ein paar Tage abzuwarten, wenn nach 3 Tagen keine Besserung da ist, kommt Cortison zum Einsatz, bei dir waren die Symptome am nä Tag weg, also muß auch keine Therapie mehr erfolgen.
    Liebe Grüße
    Josie

  3. #3
    Fühlt sich wohl hier Avatar von Charles Brandon
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    Standard AW: Hörsturz - kein Grund, etwas zu unternehmen?

    Vorgestern hatte ich den zweiten Hörsturz. Er begann am späten Abend und dauerte etwas länger als der erste, war aber schwächer ausgeprägt. Da die Symptome inzwischen abgeklungen sind, gibt es wohl wieder keinen Handlungsbedarf. Alles bestens.

  4. #4
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    Standard AW: Hörsturz - kein Grund, etwas zu unternehmen?

    Hallo ..,

    ich wäre bei einemHörsturz eher zu einem HNO -Arzt gegangen. Vor allem wenn sich dies wiederholt. Wenn es zu lange mit einem Termin dauert kann man ja einmal bei der KK nachfragen die helfen in solchen Fällen weiter. (ich war Gestern auch beim Arzt Termin in sechs Monaten)
    Nun schreibst Du allerdings nichts von Symptomen in dem Zusammenhang meinetwegen Schwindelbeschwerden udgl.. Nun ein HNO-Arzt würde nachprüfen ob Dein Gehör deutlich schlechter geworden ist. Das heisst Du die Lautstärke beim Fernsehgerät / Radio sehr weit aufdrehen musst usw..

    Also es wird kein Weg daran vorbei führen hier einmal beim HNO-Arzt vorstellig zu werden! Der Hausarzt wird nur in Akutfällen wo man fast nichts mehr hört etwas tun.
    Ob Du kürzlich Antibiotika genommen hast oder es eine Durchblutungsstörung gibt im Innenohr usw. können wir nicht wissen.

    Gruss StefanD.

  5. #5
    Fühlt sich wohl hier Avatar von Charles Brandon
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    Standard AW: Hörsturz - kein Grund, etwas zu unternehmen?

    Hallo Stefan,

    Danke für die Antwort.

    Die Symptome waren die gleichen wie beim ersten Hörsturz, nur etwas schwächer ausgeprägt: Druckgefühl im Ohr, Tinnitus und verringertes, "dumpfes" Hören mit dem Ohr. (Ich kann mich nicht erinnern, ob beim ersten Mal das selbe Ohr betroffen war.)

    Ich verwende ganz selten Kopfhörer, an dem Abend hatte ich aber einen benutzt. Ob es da einen Zusammenhang geben kann?

    Nach dem Abklingen der Symptome hatte ich nicht den Eindruck, schlechter zu hören, wobei man sich bestimmt täuschen kann. Ich muß nun aber sagen, daß der Tinnitus (leises Dauerpfeifen) doch nicht ganz aufgehört hat bzw. wiedergekommen ist. Außerdem habe ich ein unangenehmes Gefühl ("Schmerz" wäre übertrieben) im Umfeld des Ohres. Ich werde also versuchen, einen Termin beim HNO-Arzt zu bekommen.

    Gruß
    Charles

  6. #6
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    Standard AW: Hörsturz - kein Grund, etwas zu unternehmen?

    Hallo Charles,
    es ist heute tatsächlich medizinischer Standart bei einem Hörsturz erstmal abzuwarten. Auch bei einem akuten Tinitusanfall wird heute nicht sofort (wie Josie schon schrieb) Cortison eingesetzt. Auch ein HNO Arzt wird nach diesem Standart handeln, wie wir selbst feststellen mussten.
    LG gisie

  7. #7
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    Standard AW: Hörsturz - kein Grund, etwas zu unternehmen?

    Hallo Giesie63,

    als ich hier nach dem ersten Hörsturz anfragte, weil ich mich darüber wunderte, daß der Arzt nichts unternommen hatte, dachte ich eigentlich nicht daran, daß gegen die verschwundenen Symptome etwas unternommen werden müßte. Ich fragte mich vielmehr, ob vielleicht einige Dinge abgeklärt werden sollten. Das scheint aber tatsächlich nicht üblich zu sein.

    Inzwischen ist der gestern erwähnte Rest-Tinnitus auch weg und das unangenehme Gefühl am Ohr nur noch schwach vorhanden. Wie ich mich selber kenne, bedeutet das, daß ich nun auch weiter abwarte.

    Gruß
    Charles

  8. #8
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    Standard AW: Hörsturz - kein Grund, etwas zu unternehmen?

    Hallo Charles,
    um der Sache auf den Grund zu gehen, können mehrere Dinge abgeklärt werden. So spielt zum Beispiel der Blutdruck eine Rolle, egal ob zu hoch oder zu niedrig. Hier könnte man eine Langzeit-Blutdruckmessung starten. Das macht der Hausarzt.
    Manchmal sind auch Durchblutungsstörungen die Ursache. Evtl. wäre hier eine Carotis-Doppler-Sonographie angebracht. Früher gab man bei einem Hörsturz nicht nur hochdosiert Cortison sonder auch durchblutungsförderne Medikamente. Vielleicht könnte man hier einen Ansatz versuchen - also eben durchblutungsfördernde Medikamente in Tablettenform. Besprich bitte auch das mit dem Hausarzt.
    Ansonsten spielt beim Hörsturz die Psyche bzw. Emotionen eine große Rolle. Stress und Ärger lassen wiederum den Blutdruck steigen. Ein Hörsturz ist ein Warnsignal des Körpers, evtl. musst Du Stressfaktoren ausschalten (ich weiß, das hört sich so leicht an) oder Deinen Lebenswandel ändern. - Nichts für Ungut, das ist ja nur eine Vermutung.
    LG gisie

  9. #9
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    Standard AW: Hörsturz - kein Grund, etwas zu unternehmen?

    Hallo Gisie63,

    Zitat von gisie63 Beitrag anzeigen
    Ein Hörsturz ist ein Warnsignal des Körpers
    Das war mein ursprünglicher Gedanke, aber der Arzt hat nichts unternommen und hier wurde bestätigt, daß kein Handlungsbedarf besteht.

    evtl. musst Du Stressfaktoren ausschalten (ich weiß, das hört sich so leicht an) oder Deinen Lebenswandel ändern. - Nichts für Ungut, das ist ja nur eine Vermutung.
    Die Vermutung habe ich auch, eigentlich ist es Gewißheit, aber eine Änderung des Lebenswandels ist nahezu unmöglich. Auf den ersten Blick habe ich wenig Streß, aber in Wirklichkeit ist mein ganzes Leben ein einziges Desaster; darauf bin ich schon in anderen Threads eingegangen. Solche Zusammenhänge sind mir also durchaus bewußt, aber eine wesentliche Verbesserung ist unmöglich, wie gesagt.

    LG
    Charles

  10. #10
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    Standard AW: Hörsturz - kein Grund, etwas zu unternehmen?

    Nach dem dritten Hörsturz war ich endlich beim HNO-Arzt. Verdacht auf Morbus Menière, ist aber bisher nur eine Arbeitshypothese. Wegen einer Ticstörung hatte ich Schwiergkeiten, den Gleichgewichtstest (thermische Prüfung) durchzustehen, bei dem die Augen gefilmt werden. Der Test mit dem kalten Luftstrom wurde daraufhin nicht durchgeführt.

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