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Thema: Infektion durch Onanieren möglich ?, Diagnostik

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In dieser Diskussion geht es um "Infektion durch Onanieren möglich ?, Diagnostik" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1

    Standard Infektion durch Onanieren möglich ?, Diagnostik

    Hallo zusammen,

    ich habe folgendes Problem:

    Vor über einem Jahr habe ich häufig einen Verwandten im Krankenhaus besucht, bei dem später ein VRE-Keim festgestellt worden ist. Aufgrund meiner damaligen Internetpornosucht habe ich im Anschluss an die Krankenhausbesuche häufig onaniert, auch mit dem sog. Kronengriff. Nach circa drei Wochen bekam ich urologische Probleme: dünner Harnstrahl, geteilter Harnstrahl, gespaltener Harnstrahl, verzögerter Mittionsbeginn, wässriges Ejakulat, später sehr geringes, dünnes Ejakulat bis heute. Darüber hinaus ein Ziehen bei und nach der Ejakulation sowie ein häufiges Ziehen im Bereich der Harnröhre.

    Darüber hinaus bekam ich nach dem Beginn der Besuche Darmprobleme, häufiger Durchfall und veränderter Stuhl. Möglicherweise hängen die Darmprobleme damit zusammen, dass ich im Anschluss an die Krankenhausbesuche häufig etwas gegessen habe, auch mit der Hand. Die Darmprobleme haben sich etwas verbessert, der Stuhl ist aber nach wie vor verändert.

    Außerdem habe ich ein Schwächegefühl und häufiges starkes Schwitzen. Wenn ich schwitze, steigt die Körpertemperatur auf 37,3 bis 37,8 Grad an, sinkt dann aber rasch wieder auf 37,0 Grad ab.

    Bin seitdem bei drei Urologen und weiteren Ärzten gewesen (Hausarzt, Gastroenterologe, Psychiater). Trotz verschiedener Urin- und Ejakulatproben und zweier Abstriche wurden keine Entzündungsanzeichen bzw. Keime gefunden. PSA-Wert ist bei 0,5, CRP-Werte zwischen 0,75 bis 1,5. Gefunden wurde eine erweiterte Prostata (30 ccm³) , Restharn sowie ein schlechter Uroflow (12,6 max.). Eine Urodynamik hat laut meines Urologen ergeben, dass ich einen etwas schwachen Blasenmuskel habe. Festgestellt wurde außerdem ein Diabetes mellitus II und Testosteronmangel. Eine Blasenspiegelung hat obstruktive prostatische Seitenlappen ergeben, ansonsten keine Auffälligkeiten.

    Eine Darmspiegelung hat keine Hinweise auf bestimmte Keine ergeben, lediglich leicht entzündliche Prozesse wurden festgestellt.

    Die Ärzte machen nun den Diabetes, die erweiterte Prostata und den Testosteronmangel für die Symptome verantwortlich. Der Testosteronmangel sei verantwortlich für die Schwächegefühle und das Schwitzen. Außerdem hätte ich eine Krankheitsfixierung, indem ich die Symptome mit den Krankenhausbesuchen in Verbindung bringe.

    Da ich vor den Krankenhausbesuchen keine Probleme hatte, hätte ich nun folgende Fragen:

    1.) Ist es möglich, dass ich mich durch das häufige Onanieren nach den Krankenhausbesuchen infiziert habe, also Keime in die Harnröhre eingerieben habe bzw. Keime durch das Essen in den Magen-Darmraum gelangt sind ? Kann hierdurch eine sog. prostatitis entstanden sein ?

    2.) Welche diagnostischen Maßnahmen gibt es außer Ejakulatproben, Abstrichen und Urinproben (2 Gläserproben wurden gemacht) ?

    3.) Weiß jemand spezialisierte Ärzte im Bereich Urologie bzw. Infektionsmedizin bzw. Institutionen, an die ich mich wenden könnte (gerne auch per PN). Das Klinikum in Hessen mit der Spezialisierung auf Prostatitis ist mir bekannt.

    4.) Was würdet Ihr mir raten, was ich machen soll ?

    Vielen Dank !

  2. #2
    Krankenschwester
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Infektion durch Onanieren möglich ?, Diagnostik

    Hallo Fragender,
    es kann durchaus sein, dass du nach dem Klinikbesuch pathogene Keime an der Hand hattest. Deshalb ist auch eine Magen-Darm-Infektion möglich, sowie eine Infektion der Harnwege. Die Harnwegsinfektion kann auch eine Prostatitis verursachen, eine sogenannte aufsteigende Infektion.
    Da du ja in urologischer Behandlung bist, habe ich keine weiteren gute Ratschläge. Vielleicht unterlässt du für eine gewisse Zeit die häufigen Mastubationen.
    Eine Verengung der Harnröhre durch die zwei Seitenlappen der Prostata sind eine Überlegung wert, das Ganze operativ anzugehen. Vorallem, weil du ja schon Harnstrahlabschwächung etc hast. Aber da spielt natürlich auch das Alter eine Rolle und z. B. ob noch Kinderwunsch besteht.
    Da eine Infektion nicht nachgewiesen wurde, kannst du es mit pflanzlichen Medikamenten versuchen, z. B. aus Roggenpollenextrakt oder Sägepalmenextrakt. Da lässt du dich in der Apotheke beraten. Leider muss man diese Medikamente selbst bezahlen.
    Eine ordentliche Händehygiene ist zwingend erforderlich, in jeglicher Hinsicht. Hände öfter mit Seife waschen verhindert viele Infektionen, hilft auch zur Vorbeugung in der Grippesaison.
    Die diagnostischen Maßnahmen sind meines Erachtens ausgeschöpft.
    Gute Besserung
    LG gisie

  3. #3

    Standard AW: Infektion durch Onanieren möglich ?, Diagnostik

    @gisie
    Vielen Dank für Deine Antwort.
    Mein Problem sind ja die Vielzahl der Symptome und das plötzliche Auftreten.
    Ich weiß nicht, wie wahrscheinlich die möglichen Infektionswege Hand/Harnröhre und Hand/Mund sind.
    Jedenfalls wäre ich für einen Hinweis, was man noch machen könnte, um die Infektionssache abzuklären, dankbar. Ansonsten müßte ich mit den Symptomen leben, aber das fällt natürlich aufgrund des Schwächegefühl und der Nykturie sehr schwer.
    Von einer Operation wurde mir bisher von 2 Urologen abgeraten, ich sei mit 43 Jahren zu jung dafür.
    Außerdem könnten durch eine Tur-P doch Keime in die Blutbahn gelangen, sollten doch welche vorhanden sein. Ist es denn denkbar, saß eine Infektions vorliegt, die sich durch Proben nicht nachweisen lässt ?
    Ich wäre Dir und natürlich auch weiteren Teilnehmern für Anregungen bzw. Tipps, was ich machen könnte, sehr dankbar.
    Viele Grüße, Fragender5

  4. #4

    Standard AW: Infektion durch Onanieren möglich ?, Diagnostik

    Nachtrag: Das mit den Keimen und der Blutbahn ist meine Befürchtung, das haben die Ärzte nicht gesagt. Insoweit war mein Post misverständlich.
    Nachtrag 2: Es muß sehr viele Problemfälle geben, denn in Gießen habe ich erst im November einen Termin bekommen.

  5. #5
    Krankenschwester
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    Standard AW: Infektion durch Onanieren möglich ?, Diagnostik

    Hallo Fragender,
    Awas für Urinuntersuchungen würden denn gemacht. Wurde eine Urinkultur angelegt? Wurde das Ejakulat nur mikroskopisch untersucht? Wurde Exprimat gewonnen?
    Manchmal kann man trotz vieler Untersuchungen keine exakte Diagnose stellen. Dann muss man symptomatisch behandeln. Verschiedene Vorschläge habe ich dir oben bereits geschrieben.
    Eine TUR-P birgt immer ein bisschen die Gefahr einer Infektion, allein schon durch die OP-Technik. Aber da wird man schon sehr gut überwacht. Während meiner Zeit in der Urologie (20 Jahre) hatte ich nur eine en Fall einer Sepsis nach TUR.
    Vielleicht wäre auch ein Medikament sinnvoll, das den Blasenmuskel stärkt. Aber das musst du mit deinem Arzt besprechen.
    LG gisie

  6. #6

    Standard AW: Infektion durch Onanieren möglich ?, Diagnostik

    @gisie
    Es wurden diverse Urinkulturen angelegt, davon dreimal eine 2 Gläserprobe. Eine 4 Gläserprobe wurde nicht durchgeführt. Exprimatuntersuchung fand auch nicht statt.
    Ejakulatkultur wurde dreimal angelegt.
    Da keine Keime gefunden worden sind, erfolgt auch keine diesbezügliche Therapie mit Ausnahme eines Test von 2 Wochen Ciprofloxaxin, der ohne Besserung erfolgt ist.
    Ich soll mit den Symptomen leben und gegen das Schwitzen und Schwächegefühl Testosteron nehmen.
    Lediglich der Uroflow soll noch einmal kontrolliert werden, ob sich der Harnstrahl verschlechtert hat.
    Insofern ist die Frage, was ich noch tun kann, um die Infektionsfrage abzuklären.
    Kommt es denn oft vor, dass man die Ursachen von Erkrankungen nicht findet, gerade auch im urologischen Bereich ?
    Eine Biopsie würde wahrscheinlich nicht zur Abklärung durchgeführt werden ?
    Viele Grüße, Fragender

  7. #7
    Krankenschwester
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    Standard AW: Infektion durch Onanieren möglich ?, Diagnostik

    Hallo,
    offensichtlich sind alle relevanten diagnostischen Maßnahmen, insbesondere die Suche nach Erregern, durchgeführt worden. Es wurden keine Keime gefunden. Evt könnte man noch - wenn dies nicht schon geschehen ist - auf Chlamydien untersucht werden.
    Den Rat zur Testosteron Einnahme würde ich schon befolgen. Die Ärzte haben sich dabei schon etwas gedacht, und der Hormonmangel wurde ja auch nachgewiesen.
    Des Weiteren musst du auf deinen Diab. mell. achten. Diabetiker neigen zu Blaseninfekten.
    Eine Biopsie hilft hier überhaupt nicht weiter!
    Leider kommt es bei Blasenmissempfindungen schon vor, dass die Ursache nicht gefunden wird. Dann ist eine symptomatische Behandlung angezeigt.
    LG gisie

  8. #8

    Standard AW: Infektion durch Onanieren möglich ?, Diagnostik

    @gisie
    Danke für Deine Antwort.
    Mein Problem ist ja, dass ich eine Prostatitis vermute.
    Der Harnstrahl ist abgeschwächt und es kommt kaum Ejakulat. Die Prostata ist vergrößert.
    Deshalb hatte ich nach der Biopsie gefragt, es geht um eine Biopsie der Prostata.
    Ich hätte noch zwei Fragen:
    Kann ich noch außer den Abstrichen etwas zur Abklärung der Sache unternehmen ?
    Hast Du schon mal ähnliche Fälle erlebt, bei denen eine Infektion vermutet wurde und keine Keimenfeststellbar waren ?
    Vielen Dank !

  9. #9
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    Standard AW: Infektion durch Onanieren möglich ?, Diagnostik

    Hallo Fragender,
    deine Fragen wurden bereits beantwortet :
    Man kann noch Exprimat gewinnen und untersuchen.
    Eine Untersuchung auf Chlamydien steht wohl auch noch aus, dies würde ich auch veranlassen.
    Bei einer Biopsie der Prostata werden die Zellen untersucht, um eine bösartige Erkrankung auszuschließen. Sie wird nicht gemacht, um Keime nachzuweisen.
    Und ja, ich habe solche Krankheitsbilder wie bei dir schon erlebt. Stichwort Reizblase.
    LG gisie

  10. #10

    Standard AW: Infektion durch Onanieren möglich ?, Diagnostik

    @ gisie
    VielenDank.
    Abstriche auf PCR wurden zweimal.genommen, zuletzt im März 2019.
    Prostataexkrimat wurde noch nicht untersucht.

    Ich habe mich bei der Uni Gießen angemeldet, dort habe einen Termin erst im November bekommen.

    Zusammenfassend heißt das doch, dass ich mit den Symptomen leben muss, bis es zur Prostataoperation kommt bzw. zu einem etwaigen Harnverhalt. Es sei denn, einem symptomatische Therapie würde anschlagen ?

    Entschuldige mein häufiges Nachfragen, aber ich bin ziemlich verzweifelt.

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