Passwort vergessen?

Benutzernamen vergessen?


Ergebnis 1 bis 8 von 8

Thema: Linkshypertrophie mit Relaxstörung, was nun?

Hier klicken um die Schrift der Beiträge zu vergrößern Hier klicken um die Schrift der Beiträge zu verkleinern

In dieser Diskussion geht es um "Linkshypertrophie mit Relaxstörung, was nun?" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Noch neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    39 Jahre
    Mitglied seit
    23.01.2012
    Beiträge
    16

    Standard Linkshypertrophie mit Relaxstörung, was nun?

    Guten Tag,

    meine Mutter, 69 Jahre, hat seit 2 wochen bei Belastung Dyspnoe und leichtes Druckgefühl retrosternal.

    Mittlerweile war meine Mutter beim Internisten (kein Kardiologe): folgendes hat der Befund ergeben:


    momentane Medikation (seit 2009):

    metroprolol 47,5- 1-0-1
    losarcomb 50 1-0-0
    losartan 50 0-0-1

    Blutdruckwerte bei Selbstmessungen im Normbereich.

    Status: RR ho. 180/100 (pat. sehr nervös), guter AZ, mäßige Adipositas, Cor, Pulmo klinisch unauffällig; Abdomen und Nierenlager frei.

    Kein Wadendruckschmerz, Homan neg.

    EKG: Sinusrhythmus, Normaltyp 79, PQ-Norm, Linkshypertrophie, deutliche U Welle, vereinzelt Extrasystolen.

    Echokardiographie: Gute Untersuchungsbedingungen, Vorhöfe und Herzkammern normal weit, Linksventrikuläre globale Pumpenfunktion nicht eingeschränkt. Regionale Wandkontraktionsstörungen. Deutliche konzentrische Linkshypertrophie. Grenzwertig weiter Aortenabgang mit knapp unter 40mm.

    Im farbcodierten Doppler diskrete, hämodynamisch nicht wirksame Mitralinsuffizienz sowie relaxgestörtes Flussmuster bei Linkshypertrophie.

    Ergometrie: Sollwert 113 Watt. Belastet wurde bis 89 Watt; Beendigung bei 78% des Sollwerts wegen peripherer muskulärer Erschöfpung und Dyspnoe.

    Keine pectaginösen Beschwerden. Max. erreichte Herzfrequenz 114,reguläres RR-Verhalten bei eleviertem Ruhe Ausgangs RR.

    Gehäuft ventrikuläre Extrasystolen, keine Repolarisiationsstörungen.

    Ergebnis: Ventrikuläre Extrasystolie, sonst unauffällige Ergometrie ohne Hinweis für Belastungskoronarininsuffizienz.

    Diagnosen: Linkshypertrophie mit Relaxstörung bei Bluthochdruck, ventrikuläre Extrasystolie, Hypercholesterinämie, Mitralinsuffizienz I

    Empfohlen: Diät, regelmässiges Blutdruckmessung, beibehaltung der jetzigen Medikation, kontrolle der Blutfettwerte in 3-4 monaten, kontrolle ho. bei persistierenden Beschwerden.

    Ck-Mb (<7ng/ml): 3,00
    Troponin (<0,5 ng/ml): 0,05
    D-Dimer (<500 ng/ml): 493,58
    Bnp (<1,60 ng/ml): 0,05
    Triglyceride 182 (0-150)
    Cholesterin 313 (0-200)
    Hdl Cholesterin 216,3 (0,0-130,00)
    crp 0,4 (0,0-0,5)

    Leider hat der Arzt sonst nichts weiter gesagt, was mich sehr enttäuscht. Nur dass sie in 2 Jahren (!) wieder zur Kontrolle gehen soll. Meine Mutter ist sehr müde, wenn sie spazieren geht leidet sie nach kurzer Zeit unter Atemnot und Schweissausbrüchen (ausser wenn es kühler ist, dann nicht so stark). Sie möchte sich noch eine 2. meinung bei einem Kardiologen einholen aber ansonsten fühlt sie sich recht unsicher und im Stich gelassen.

    Wie schlimm steht es um sie laut Befund?

    ist ihr Zustand gefährlich?

    Was ausser Diät, mehr Bewegung kann sie noch machen, eventuell andere Medikamente?

    Vielen Dank im voraus!





  2. #2
    Krankenschwester
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    61 Jahre
    Mitglied seit
    28.07.2011
    Beiträge
    3.407
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Linkshypertrophie mit Relaxstörung, was nun?

    Hallo!
    Vorab muß ich gleich sagen, daß ich kein Kardiologe bin, aber für mich sehen die Befunde nicht so schlecht aus, gegen die Extrasystolen macht man erst etwas, wenn bei einem 24 Std.Ekg 30% Extrasystolen sind, das geht jetzt auch dem Befund nicht hervor.

    Was ausser Diät, mehr Bewegung kann sie noch machen, eventuell andere Medikamente?
    Medikamentös wird da im Moment sicher nichts gemacht, Du mußt immer daran denken, daß jedes Medikament auch Nebenwirkungen hat und gerade sog. Antiarrythmika haben sehr viele, mein Kardiologe hat mir davon abgeraten. Mir wurde zu einem Betablocker geraten, den nimmt deine Mutter aber schon.

    Moderate Bewegung ist sicher sehr wichtig, das kann z.b. auch Fahrradfahren/auch auf dem Heimtrainer sein. Je weniger sie sich bewegt umso mehr nimmt die Belastbarkeit zu, deshalb wäre es schon wichtig, sich zu bewegen, das müßen ja keine stundenlange Spaziergänge sein.

    Ich weiß nicht, wie Du darauf kommst, daß der Arzt bei deiner Mutter irgendetwas unterläßt. Ich sehe es nicht so und auch ein weiterer Kardiologe wird da aller Voraussicht nach nichts anderes herausfinden
    Liebe Grüße
    Josie

  3. #3
    Noch neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    39 Jahre
    Mitglied seit
    23.01.2012
    Beiträge
    16

    Standard AW: Linkshypertrophie mit Relaxstörung, was nun?

    Zitat von josie Beitrag anzeigen
    Hallo!
    Vorab muß ich gleich sagen, daß ich kein Kardiologe bin, aber für mich sehen die Befunde nicht so schlecht aus, gegen die Extrasystolen macht man erst etwas, wenn bei einem 24 Std.Ekg 30% Extrasystolen sind, das geht jetzt auch dem Befund nicht hervor.


    Medikamentös wird da im Moment sicher nichts gemacht, Du mußt immer daran denken, daß jedes Medikament auch Nebenwirkungen hat und gerade sog. Antiarrythmika haben sehr viele, mein Kardiologe hat mir davon abgeraten. Mir wurde zu einem Betablocker geraten, den nimmt deine Mutter aber schon.

    Moderate Bewegung ist sicher sehr wichtig, das kann z.b. auch Fahrradfahren/auch auf dem Heimtrainer sein. Je weniger sie sich bewegt umso mehr nimmt die Belastbarkeit zu, deshalb wäre es schon wichtig, sich zu bewegen, das müßen ja keine stundenlange Spaziergänge sein.

    Ich weiß nicht, wie Du darauf kommst, daß der Arzt bei deiner Mutter irgendetwas unterläßt. Ich sehe es nicht so und auch ein weiterer Kardiologe wird da aller Voraussicht nach nichts anderes herausfinden

    Hallo,
    vorerst vielen Dank für ihre Antwort!

    Mit meiner Aussage dass ich enttäuscht bin, habe ich gemeint, dass ich mir erhofft hatte er kann ihr bzgl. ihrer Atemnot und Müdigkeit/Erschöpfung konkret helfen. Sie ist halt schon recht verzweifelt deswegen und auch depressiv. Das macht mich auch ganz schön fertig, kann kaum mehr schlafen.

    Das nächste: er hat weder gesagt, ob das schlimm ist oder nicht, was sie hat. Mich beunruhigen die Extrasystolen nicht so sehr aber die "Linkshypertrophie mit Relaxstörung bei Bluthochdruck". Wenn man da googelt, kommen mir die Tränen und der Arzt sagt lediglich: Diät, Medikation wie bisher und Bewegung und Kontrolle in 1-2 Jahren, das ist schon etwas laaaang oder? Meine Mutter hat das gleich so aufgefasst, dass er das wohl so gemeint hat, weil sie da dann wahrscheinlich eh nicht mehr lebt....

    wenn es was ernstes wäre, hätte er das ihr dann nicht sagen müssen? Bzw. wissen sie wie ernst sowas ist?

    Was ich auch nicht verstehe ist, dass im Befund nichts über eine EF steht oder in welchem Stadium der Herzinsuffizienz sie sich befindet bzw. hat sie eine solche überhaupt (der BNP Wert liegt ja bei 0,05 müsste der nicht auch erhöht sein?)

    Nichts kann ich darüber im Befund lesen (es war aber auch kein Kardiologe, sondern "nur" ein Internist, meine Mutter möchte nun einen Kardiologen aufsuchen)

    Es werfen sich mir einfach soviele Fragen auf....auch warum diese Atemnot so plötzlich auftritt, vor 3 Wochen hatte sie diese noch nicht und konnte normal spazieren gehen.

    Ich habe auch den Verdacht, dass hinter der Atemnot event. etwas anderes steckt, sie kann zb. seit 1 Monat ihren rechten Arm kaum hoch bewegen und hat auch eine starke Skoliose, event. steckt auch das dahinter?

    Entschuldigen Sie bitte, aber ich weiß echt nicht mehr wohin mit mir mit meinen Fragen :-(

    Danke!

  4. #4
    Krankenschwester
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    61 Jahre
    Mitglied seit
    28.07.2011
    Beiträge
    3.407
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Linkshypertrophie mit Relaxstörung, was nun?

    Hallo!
    Meine Mutter hat das gleich so aufgefasst, dass er das wohl so gemeint hat, weil sie da dann wahrscheinlich eh nicht mehr lebt....
    das ist ganz sicher nicht so, für ihn ist das Krankheitsbild eben nicht so schlimm, deshalb erst die Kontrolle zu diesem Zeitpunkt.
    Ich habe z.b. 1x im Jahr eine Kontrolle beim Kardiologen, das ist also nicht ungewöhnlich und wenn was akutes ist, dann muß deine Mutter zum HA gehen und er wird dann entscheiden, ob der Termin früher sein sollte und ihr das dann auch sagen.

    wenn es was ernstes wäre, hätte er das ihr dann nicht sagen müssen? Bzw. wissen sie wie ernst sowas ist?
    natürlich hätte er das gesagt, deshalb würde ich an der Stelle deiner Mutter davon ausgehen, daß es nicht so ernst ist.
    Deine Mutter muß aus ihrer Lethargie heraus und sich mehr Bewegen, dann wird auch ihr Belastbarkeit steigen, im Moment habe ich den Eindruck, daß sie das Gegenteil macht, es beängstigt sie, daß sie nicht belastbar ist und deshalb bewegt sie sich vermutlich so wenig wie möglich, gerade bei Herzerkrankungen wie deine Mutter und auch ich das habe, ist es aber verkehrt, wie gesagt, sie muß keinen Marathonlauf jeden Tag machen, aber jeden Tag ein bißchen Ausdauerbelastung ist schon wichtig.

    Was ich auch nicht verstehe ist, dass im Befund nichts über eine EF steht oder in welchem Stadium der Herzinsuffizienz sie sich befindet bzw. hat sie eine solche überhaupt (der BNP Wert liegt ja bei 0,05 müsste der nicht auch erhöht sein?)
    da das alles im Normbereich ist, gehe ich von einer beginnenden Herzinsuffizienz aus und da die Befunde nichts wirklich krankhaftes hergeben, kann dazu auch nichts geschrieben werden.
    Ich kenne übrigens keinen Internisten oder Kardiologen, die ihre Patienten nicht aufklären, wenn der Befund besorgniserregend ist und dann wäre der nä Termin auch zeitnah zur Kontrolle, es spricht alles dafür, daß man sich keine Sorgen machen muß.

    Bei Unsicherheit kann man sich ja mit dem HA unterhalten, ich gehe davon aus, daß er einen Befund vom Internisten bekommt.

    dass hinter der Atemnot event. etwas anderes steckt, sie kann zb. seit 1 Monat ihren rechten Arm kaum hoch bewegen und hat auch eine starke Skoliose , event. steckt auch das dahinter?
    das könnte ich mir gut vorstellen, vielleicht hat sie ein Wirbelblockade im Brustwirbelbereich
    Liebe Grüße
    Josie

  5. #5
    Noch neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    39 Jahre
    Mitglied seit
    23.01.2012
    Beiträge
    16

    Standard AW: Linkshypertrophie mit Relaxstörung, was nun?

    Hallo,

    Meine Mutter hatte jetzt eine Myokardszintigraphie mit folgender Beurteilung, könnten sie mir vielleicht sagen was das beudetet? Der nächste Kardiologen Termin ist erst in ein paar Wochen, danke im voraus!


    Beurteilung:


    -szintigraphisch findet sich eine stabile minderspeicherung im bereich der basalbetonten inferoseptalwand, in erster Linie ein Schwächungsartefakt was bedeutet das? v.a. schwächungsartefakt?


    -ansonsten ungestörte myokardperfusion.


    -derzeit kein hinweis für ischämie spezifische reversible speicherdefekte im sinne einer hämodynamisch wirksamen khk.

    vielen dank,
    lg
    silvia

  6. #6
    Krankenschwester
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    61 Jahre
    Mitglied seit
    28.07.2011
    Beiträge
    3.407
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Linkshypertrophie mit Relaxstörung, was nun?

    Hallo Silvia!
    Ich habe deine Beiträge an Dr. Baumann weitergeleitet, er wird sich dann hoffentlich bald melden.
    Liebe Grüße
    Josie

  7. #7
    Noch neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    39 Jahre
    Mitglied seit
    23.01.2012
    Beiträge
    16

    Standard AW: Linkshypertrophie mit Relaxstörung, was nun?

    Das ist lieb, vielen Dank!

    lg
    silvia

  8. #8
    Arzt (Chirurgie)
    Geschlecht
    maennlich
    Mitglied seit
    27.01.2013
    Beiträge
    1.455
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Linkshypertrophie mit Relaxstörung, was nun?

    Ist im anderen Beitrag beantwortet...