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Thema: Magendarm-Beschwerden in Afrika

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In dieser Diskussion geht es um "Magendarm-Beschwerden in Afrika" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
    Ganz neu hier
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    weiblich
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    24.01.2009
    Beiträge
    3

    Standard Magendarm-Beschwerden in Afrika

    Hallo!

    Ich befinde mich gerade in Ghana, westafrika, was auch der grund ist, warum ich nicht zum arzt gehen kann…
    Ich bin hier seit 4 monaten als freiwillige und arbeite in einer schule. Waehrend dem aufenthalt hatte ich bisher noch keine ernsthaften Krankheiten, abgesehen von den normalen Durchfaellen etc.
    Seit einer Woche allerdings hab ich andere Magen-Darm-Probleme: Von Sonntag auf Monatg bin ich nachts ungefaehr 5 mal aufgewacht und musste mich uebergeben, ausserdem hatte ich ganz ueblen durchfall. Sowohl bei durchfall als auch beim uebergeben kam groesstenteils fluessigkeit, die eher durchsichtig als farbig war. Desweiteren hatte ich ganz schlimme magen und darmkraempfe, die mich vom schlafen abgehalten oder mich aufgeweckt haben.
    Am naechsten morgen war ich fix und fertig, ich hab rehydrationsmittel genommen und eine durchfalltablette und dann konnt ich 6 stunden schlafen. Hinterher wars eigentlich wieder gut, bis auf ein flaues gefuehl im magen, vergleichbar mit hunger..
    In der naechsten nacht bin ich nocheinmal aufgewacht und hatte den selben drchfall. Bis Freitag wars mir die ganze woche ueber abends schlecht, bis gesternnacht. Ich bin wieder aufgewacht, mit uebelkeit und dem drang, auf klo zu gehen. Ausserdem Magenschmerzen.
    Ich hatte Verstopfung und kurz danach wieder den gleichen, waessrigen Durchfall, der mich noch 2 mal geweckt hat und heute morgen immer noch da war.
    Ich hab nachts eine Kohletablette und was gegen die Schmerzen (was aber nichts gebracht hat) genommen und heute morgen eine Durchfalltablette, die ebenso nichts gebracht hat.
    Insgesamt war ich die Woche ueber muede und hatte oft Hunger. Ansonsten gings mir tagsueber gut.
    Ich hab hier Probleme, einen Arzt zu erreichen, Medikamente allerdings sind kein Problem. Ich koennte mir vorstellen, dass es Wuermer sind, und hab mir daher eine Kur gekauft, die ich heute abend nehmen werde.
    Weiterhin kann ich sagen, dass ich vegetarier bin… Eier ess ich trotzdem, und das Essen hier ist insgesamt meist recht fettig, allerdings hab ich die Woche drauf geachtet, so weit wie moeglich aufs Fett zu verzichten, d.h. viel reis, gekochte yam und gekochte kochbanane…

    Hatte jemand schon mal was vergleichbares in einem tropischen land?
    Ich freu mich auf antworten!

    Vielen Dank im vorraus!

    Lg yevu

  2. #2
    Ganz neu hier
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    Mitglied seit
    24.01.2009
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    3

    Standard AW: Magendarm-Beschwerden in Afrika

    Nochmals Hallo, diesmal von ihrerem Freund.

    Wir waren gestern Morgen im Krankenhaus und haben einen Bluttest gemacht. Das ergebnis war "salmonella typhi" und der Arzt war zwar etwas erstaunt, dass die Werte schon relativ hoch sind, jedoch hat er ihr ein bestimmtes Antibiotikum verschrieben und gemeint wir sollen in zehn bis vierzehn Tagen nochmals kommen falls es bis dahin nicht wieder gut sei. Wir haben uns darueber gefreut, dass wir wissen was los ist und dachten auch es sei eine spezielle Art Salmonellen und ich hatte hier auch schon Salmonellen und das war nicht weiter tragisch.

    Jedenfalls haben wir nach einem Telefonat mit ihren Eltern und etwas Lesen in Wikipedia rausgefunden, dass es sich hierbei um Typhus handelt. Der Krankheitsverlauf ist sehr dramatisch und mit einigen Komplikationen beschrieben und da gestern noch ein, trotzt Paracetamol, recht hohes Fieber dazukam, haben wir es doch ein wenig mit der Angst zu tun bekommen und auch darueber nachgedacht, zurueckzufliegen.

    Heute Morgen war das Fieber wieder weg und ist unter 38 grad geblieben und sie fuehlt sich insgesammt auch besser. Sie ist gegen Typhus geimpft, jedoch ist der Impfschutz mit 70% beschrieben, aber trotzdem soll dadurch die Krankheit deutlich schwaecher verlaufen. Scheinbar schlaegt auch das Antibiotikum an, trotzdem sind wir uns alles andere als sicher, ob es jetzt vernuenftig ist, einfach abzuwarten.

    Die Frage ist also, ob Der Krankheitsverlauf nun durch die Behandlung abgebrochen wird (sie ist jetzt in der zweiten Wochen und laut dem was wir gelesen haben muesste jetzt noch hoeheres Fieber folgen...) und das Risiko, z.B. zu Darmdurchbruch und Hirnhautentzuendung, nur noch unbedenklich niedrig wird.

    Hoffe auf Antworten und Danke fuers lesen.
    Lg

  3. #3
    Noch neu hier
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    16.01.2009
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    12

    Standard AW: Magendarm-Beschwerden in Afrika

    Hey,
    ich kann Dir nichts über Typhus sagen, aber da ich im Nahen Osten für eine deutsche Entsendeorganisation arbeite, ein paar allgemeine Tips:

    Falls ihr mit einer deutschen Organisation im Land seid - wendet euch an den Ansprechpartner dort und bittet um Hilfe.

    Ansonsten sollte die Deutsche Botschaft/UN einen Vertrauensarzt haben, falls ihr den lokalen Ärzten nicht traut. Vielleicht reicht es ja, dass ihr in der nächsten größeren Stadt ins Krankenhaus geht, statt gleich zurück zu fliegen.

    Du solltest auch geimpft sein.

    Wahrscheinlich trinkt ihr eh nur abgekochtes Wasser. Passt aber auch bei Obst auf, dass mit Leitungswasser abgewaschen wird, offenen Getränken zum Beispiel in Cafes, keine Eiswürfel in Getränken, Zähne putzen mit abgekochtem Wasser, in Obst das nach Gewicht verkauft wird, wird gerne auch mal Wasser gespritzt, um es schwerer zu machen, Toilette desinfizieren, keine Salate essen (mit Leitungswasser abgespühlt).

    Ich hab mal, nachdem ich ein halbes Glas Leitungswasser getrunken habe, in einem Kaff in der Wüste tagelang mit Schüttelfrost udn Durchfall gelegen. Ich konnte nicht mal mehr alleine zur Toilette gehen. Ich kann also nachvollziehen, wie es euch geht. Ich kenn die Gesundheitsversorgung in Ghana nicht, aber vielleicht findet ihr ja eine Lösung vor Ort - natürlich ohne unnötoge Risiken einzugehen. Es wäre einfach schade, wenn ihr frühzeitig zurück müsstet. Versucht mal, einen Arzt mit Ausbildung im Westen zu finden.

    Viel Glück!

  4. #4
    Ärztin (Innere Medizin / Kardiologie)
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    24.12.2007
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    1.182
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Magendarm-Beschwerden in Afrika

    Wenn ihr dem Arzt bzw. dem dortigen Krankenhaus traut, dann bleibt erstmal da. Dort haben die Ärzte mehr Erfahrung mit Typhus als hier, wo man diese Erkrankung nur aus dem Lehrbuch kennt. Und die Behandlung wurde ja bereits begonnen.
    Ich drücke euch die Daumen, dass es bald besser wird!!! Die Flüssigkeitszufuhr ist das allerwichtigste, aber ich lese aus eurem Beitrag, dass ihr gut vorbereitet dort hin gegangen seid.

  5. #5
    Ganz neu hier
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    24.01.2009
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    3

    Standard AW: Magendarm-Beschwerden in Afrika

    Danke fuer die Antworten!
    Das Antibiotikum hat wohl angeschlagen, mir geht es wieder ziemlich gut und wir koennen gluecklicherweise in Ghana bleiben!
    Froehliche Gruesse aus dem Sueden!

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