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Thema: Verlust des Riechvermögens

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In dieser Diskussion geht es um "Verlust des Riechvermögens" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    KleinerMuck
    Gast

    Standard Verlust des Riechvermögens

    Hat jemand Erfahrung wie es zu einem totalen Verlust des Riechvermögens kommen kann? Mit 12 Jahren stellten Eltern dies bei der Tochter fest.Nun ist die Frau 50 und möchte der Sache auf den Grund gehen.Organisch liegt nichts vor.Traumatisierung ist schon möglich, aber nichts greiffbar. Können nach all den Jahren solche Rezeptoren wieder zur Funktion gebracht werden. Weisst du da vielleicht mehr Micha?
    Gruss
    KleinerMuck

  2. #2
    Facharzt (Kinder- und Jugendmedizin) Avatar von StarBuG
    Name
    Michael Scheel
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Verlust des Riechvermögens

    Hallo

    Meistens kommt es zum Riechverlust durch den Abriß der Filae olfactoriae (Riechfäden im Gehirn) auf Grund einer erhebliche Beschleunigung des Schädels, z.B. beim Autounfall oder beim Sturz auf den Hinterkopf.
    Die passiert durch die relative Trägheit der Gehirnmasse gegenüber des Schädels, die bei Beschleunigung dann zu einem Abriss der Riechfäden führt.

    Ein anderer Grund für Anosmie kann auch die jahrelange Exposition durch chemische Stoffe, wie z.B. Lösungsmittel sein. Der Riechverlust tritt dabei aber nicht plötzlich sondern über einen längeren Zeitraum auf.

    Am ehesten merkt man, das man nicht mehr richtig gut riecht, weil einem das Essen nicht mehr richtig schmeckt. Alles schmeckt irgendwie gleich und fade.

    Denn was die wenigsten wissen, der Geschmack wird zu 99% von der Nase bestimmt.
    Die Zunge selber kann nur 6 Geschmacksrichtungen unterscheiden:
    • Süß
    • Sauer
    • Salzig
    • Bitter
    • Fett
    • Umami*


    *Umami: aus dem japanischen: "wohlschmeckend", "proteinreich". Der Träger des Umami-Geschmacks ist die Glutaminsäure, eine Aminosäure, welche auch als Geschmacksverstärker Verwendung findet ("Glutamate" = Salze der Glutaminsäure).


    Ihr könnt das ganz einfach testen, indem ihr euch die Augen verbindet und dann einfach mal verschiedene Dinge mit zugehaltener Nase probiert.
    Da auch die Textur von Lebensmitteln zum "Geschmack" beitragen, solltet ihr Lebensmittel vergleichen, die ähnliche Texturen haben, wie z.B. Möhre und Kohlrabi
    Oder mixert euch einfach ein paar Lebensmittel. Ihr werdet sehen, diese zu unterscheiden ist mit zugehaltener Nase und verbundenen Augen so gut wie unmöglich

    Liebe Grüße

    Michael

  3. #3
    KleinerMuck
    Gast

    Standard AW: Verlust des Riechvermögens

    Lieben Dank für deine schnelle Antwort!

    Denkst du, dass es da eine Möglichkeit der Hoffnung gibt, dass man je mal wieder riechen kann? Müsste meine Klientin zu einem Neurologen um das abzuklären? Sie merkt erst jetzt wie lässtig es ist, seit sie geschieden ist und die Kinder ausgezogen sind. Nun lebt sie ohne die Sicherheit, dass ihr jemand sagen kann, ob es nach Gas, Feuer oder sonst was riecht.....

  4. #4
    mämchen
    Gast

    Standard AW: Verlust des Riechvermögens

    Hallo, Kleiner Muck,
    meine Freundin, bald 49 J., hat ihren Geruchssinn nach und nach völlig verloren: sie hatte/hat stark nachwachsende Polypen, die mehrfach entfernt wurden, es war dann wohl kurzzeitig besser, aber soweit ich weiß, hat auch der Geschmackssinn gelitten und wird sich nicht wieder einstellen. Sie hat sich damit abgefunden u. von den Op "die Nase voll".
    Liebe Grüße

    Ute

  5. #5
    Facharzt (Kinder- und Jugendmedizin) Avatar von StarBuG
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    Michael Scheel
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Verlust des Riechvermögens

    Ich denke, das der Hausarzt oder ein Hals-Nasen-Ohrenarzt der richtige Ansprechpartner dafür ist.

    Ob es da Hoffnung gibt hängt davon ab, welche Ursache der Anosmie zugrunde liegt.

    Kann dir da leider auch nicht mehr zu sagen

    Liebe Grüße

    Michael

  6. #6
    Teetante
    Gast

    Standard AW: Verlust des Riechvermögens

    Hi Kleiner Muck!

    Eine Ex-Kollegin von mir hatte das auch. Sie ist zum Allergologen gegangen, hat zig Allergietests durchführen lassen mit dem Ergebnis: Allergie auf Duftstoffe. Zum Beispiel in allen Duchgelen, Haarschampoo's, Haarrspray`s etc, die man normalerweise in jeder Drogerie kaufen kann. Seit sie alles aus der Apotheke kauft (leider sehr teuer!) und die im Allergiepaß ausgewiesenen Stoffe meidet, hat sie ihr Riechvermögen wieder.

    Liebe Grüße, Andrea

  7. #7
    KleinerMuck
    Gast

    Standard AW: Verlust des Riechvermögens

    Hallo zusammen

    Bisher weiss ich nur, dass sie zig Nasen-Hals-Ohrenärzte besucht hat seit ihrer Kindheit und das von "aussen" allerhand versucht wurde, aber ohne Erfolg. Sie hat dann einfach gelernt damit zu leben und ihre Familie ist sozusagen ihr Geruchsorgan geworden. Ist das Fleisch abgelaufen, riecht der Pulli nach Schweiss usw. Jetzt hofft sie, dass die Gehirnforschung vielleicht mehr weiss. Ich bin morgen in der Klinik und werd mal unserem Neurologen eine Notiz ins Fach legen......Danke schon mal für die Inputs...dann ist sie nicht allein mit diesem Problem.....vielleicht ist sie ja mal vom Wickeltisch gefallen ging mir durch den Kopf, als ich das von Micha gelesen hab......Ich meld mich wieder, wenn ich was neues weiss.

  8. #8
    geli2912
    Gast

    Standard AW: Verlust des Riechvermögens

    Zitat von KleinerMuck Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen

    ...dann ist sie nicht allein mit diesem Problem.....vielleicht ist sie ja mal vom Wickeltisch gefallen ging mir durch den Kopf, als ich das von Micha gelesen hab......Ich meld mich wieder, wenn ich was neues weiss.

    Für diese Möglichkeit gibt es ebenfalls eine Therapie, die auch im Alter erfolgreich sein könnte. Es gibt die Kraniosakraltherapie. Hier wird mit blosser, gezielter Berührung ein Teil des Gehirns so stimuliert, dass Defizite aus solchen Unfällen aus der Kindheit und auch Unfälle aus späterer Zeit behandelt und geheilt werden können. Sogar Folgen einer schweren Geburt (Geburtstraumata) können noch therapiert werden.
    Meine Schwester unterzog sich dieser Behandung ebenfalls und der Therapeut sagte ihr spontan, dass sie einmal einen Unfall mit Verletzung im Nackenbereich hatte. Sie hatte das längst vergessen und war wegen ständiger Verspannung im Nacken zum Therapeuten gekommen

    Bei meinem Sohn habe ich bei der Behandlung zugeschaut und war völlig verblüfft, dass sich seine Beschwerden (Entwicklungverzögerungen psychischer Art, er war ein sehr zurückgezogenes, scheues Kind, das sehr durch Schüchternheit auffiel und seine Weigerung, sich mit neuen Eindrücken auseinaderzusetzen, er hatte grosse Ängste vor fremden Menschen, er entwickelte sich einfach nicht altersgemäß weiter auch im kognitiven Bereich) innerhalb kurzer Zeit erheblich verbessert haben.
    Es waren nur wenige Sitzungen erforderlich, da er zu diesem Zeitpunkt erst 8 Jahre alt war. Je früher man beginnt, umso besser bzw. umso weniger Sitzungen sind erforderlich.
    Ich hatte vorher noch nie von einer solchen Therapie gehört und war zunächst sehr skeptisch gewesen.
    Die Therapie wird von Heilpraktikern und/oder Kinesiologen evtl. auch von Krankengymnasten mit Zusatzausbildung ausgeübt. Empfehlungen von guten Therapeuten durch Betroffene sind bei der Wahl eines guten Therapeuten sehr hilfreich. Die Krankenkasse bezahlt diese Behandlung nicht. Ich würde es auf jeden Fall versuchen.

    Liebe Grüße geli2912

  9. #9
    Moderatorin / Marketing Avatar von lucy230279
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    Standard AW: Verlust des Riechvermögens

    @geli2912,

    ja, die craniosakrale therapie ist schon ne schicke sache,

    sie hilft auch sehr bei schmerzen, zum beispiel im rücken.
    (habs selber ausprobiert)

    mein physiotherapeut mit zusatzausbildung in manueller therapie hat es gemacht, kann mich aber net erinnern, dass da extra kosten auf mich zugekommen wären.

    hier nähere infos:
    http://www.therapeuten.de/therapien/craniosacral.htm

    ist sicherlich kein allheilmittel, aber ein versuch ist es wert.

  10. #10
    Schaut ab und zu mal rein Avatar von Sammlerin
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    Standard AW: Verlust des Riechvermögens

    Ich habe vor einigen Jahren nach und nach das Geschmacks- und teilw. auch das Riechvermögen eigebüsst. Als Mutter, (Kochen) & L ebensmittelverkäuferin war ich in einer dummen Situation!
    Ich hatte da schon etwa 3 Jahre Heuschnupfen, das Einbüssen des Geschmacksinns bewegte mich dazu, beim Hals-Nasen Ohrenarzt vorbeizugehen. Dort wurde allerlei untersucht und eben auch Allergietest gemacht. Ich bekam einen Cortisonhaltigen Nasenspray, doch es änderte sich nichts. Es war sehr mühsam.Erst Jahre später konnte ich wieder schmecken und riechen, weiss aber noch immer nicht genau, wodurch das verursacht wurde, nehme an, dass es mit der Allergie zu tun hat, ob vielleicht sogar das Antihistamin-Medikament damit geholfen hat?
    Ich weiss von meiner Miutter, dass ich als Baby wirklich vom Wickeltisch gefallen bin, war auch blass und kriegte kurz keine Luft... da kann alles mögliche hineininterpretiert werden!
    Beste Grüsse
    eure Sammlerin

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