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Thema: Alternativen zu Antidepressiva?

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In dieser Diskussion geht es um "Alternativen zu Antidepressiva?" im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
    Ganz neu hier
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    maennlich
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    22.05.2018
    Beiträge
    2

    Standard Alternativen zu Antidepressiva?

    Hallo,
    ich frage mich momentan ob es für Depressive Alternativen zu Antidepressiva gibt? Ich lerne gerade eine Frau kennen, die ich sehr mag, leider leidet sie stark an Depression. Doch mit Antidepressiva hat sie sehr negative Erfahrungen gemacht, erhebliche Nebenwirkungen haben sie dazu bewogen sie abzusetzen. Was kann man in so einem Fall noch machen? Ich würde ihr gerne unterstützend beistehen...

    Danke und liebe Grüße

  2. #2
    Wohnt praktisch hier
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    maennlich
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    1.692

    Standard AW: Alternativen zu Antidepressiva?

    Hallo Mink,

    es gibt sicherlich Alternativen zu Antidepressiva. So reicht z.B. bei einer leichten Verstimmung auch Johanniskraut udgl..
    Die kann man aber ausschliesslich nur tun wenn man mehr über die Hintergründe weis! Es wäre absolut fahrlässig simpel zu sagen wir setzen die Medikamente einmal ab. Sicher die Absetzerscheinungen werden nach einer bestimmten Frist verschwinden.
    Wenn man aber nicht die Hintergründe kennt, ja noch nicht einmal weis welche Medikamente sie nimmt dann kann das massiv in die Hose gehen. Das heisst ihre Lage evtl. noch massiv verschlimmern.
    Man könnte so Gedanken machen - ob sich durch Deinen Einfluss evtl. etwas ändert und ein anderer Arzt sagt OK wir könnten die Dosis senken.
    Ich möchte mir aber nicht vorstellen, was passiert wenn Du Übermorgen plötzlich nicht mehr die Heidi liebst sondern die Annegret. oder so.. . Wie ist Deine persönliche Situation bist Du selbst Patient oder ..?
    Hast Du sie schon einmal im Alltag erlebt?
    In solch einer Situation zählt Liebe kein Mitleid. Auch wenn es einmal massiv kracht. Es gibt sicher jede Menge Therapeuten bzw. T.- /innen die sich verliebt haben. Aber das ist schwer da muss man u.U. andere Wege gehen wie die normalen Wege. (egal ob bei Behinderten im Rollstuhl oder ...).

    Sicher ihr könnt zum Arzt gehen und einmal über das Thema sprechen Reduzierung der Medikamente. Im Moment schreibst Du das Du sie magst - wie steht sie denn zu Dir? Wie ist Dein Alltag .. würdest Du eine Krise mit ihr aushalten?
    Dies sind so zwei-drei Fragen die Ihr Beiden Euch beantworten müsst. Wie gesagt es wird nicht immer Sonntag sein! Ja und schlicht einmal sagen, jetzt setzen wir die Medikamente ab, dies funktioniert nicht , (Reduzierung) auch nur mit Hilfe eines zuständigen Arztes.
    Keine Ahnung wie alt Du bist - aber wenn es von Ihr / Dir den Willen gibt, es gibt entsprechende Beratungsstellen. Die sollte man auch in Anspruch nehmen.

    Gruss Stefan

  3. #3
    Noch neu hier Avatar von Medikuss
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    19

    Standard AW: Alternativen zu Antidepressiva?

    Hallo Mink,
    StefanD hat schon einige wichtige Punkte angesprochen. Ich denke es ist in so einer Beziehung auch von Anfang an wichtig, dass man da mit offenen Augen reingeht. Man kann nicht immer helfen und es wird nicht alles gut, möglicherweise wird es oft ein Ungleichgewicht geben, einen Menschen zu lieben, der an Depression leidet, fordert oft viel Kraft und Zuwendung, man muss mit Enttäuschungen umgehen und mit Hilflosigkeit, es gibt da nämlich keine einfache Lösung. Natürlich kannst du unterstützend tätig sein, ganz wichtig ist beispielsweise Sport und andere Aktivitäten, sich dazu aufzuraffen fällt Depressiven schwer, ist aber beides enorm hilfreich.

    Einfach die Medikamente abzusetzen ohne Konsultation eines Arztes ist definitiv fahrlässig. Natürlich kann man sich einmal nach Alternativen umsehen. Eine Möglichkeit die mir da einfällt wäre medizinisches Cannabis. Vielleicht wäre Cannabis als Medizin gegen Depressionen eine Alternative, das wird momentan erforscht und erste Studien scheinen positive Ergebnisse zu haben, Informationen dazu gibt es bei Leafly. Aber wichtig und grundsätzlich: Entscheiden muss so etwas ein Arzt, der die Krankheitsgeschichte kennt.

    Du kannst ihr sicher in vielen Punkten gewisse Hilfe bieten, aber du solltest dir keine Hoffnung machen, dass es schnell besser wird, ansonsten könntest du bald frustriert sein. Vergiss nicht, auch auf dich und deine Bedürfnisse zu achten, wenn du dich aufreibst tust du euch beiden keinen Gefallen. Du kannst keine professionelle Hilfe ersetzen.

    Alles Gute!

  4. #4
    Ganz neu hier
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    maennlich
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    14.06.2018
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    2

    Standard AW: Alternativen zu Antidepressiva?

    Hallo Mink,
    Es ist wahrscheinlich so, dass klassische SSRI-Hemmer sowieso viel schlechter und seltener wirken, als angepriesen. Jedenfalls bei mittelschweren Depressionen sind einfach nur Bewegung und sportliche Aktivität wesentlich hilfreicher. Umgekehrt entstehen Depressionen gerne durch Bewegungsmangel.
    Bei schwereren Fällen gibt es zB. auch noch Elektroschock- oder Schlafentzugstherapien. Klingt nach Folter, soll aber teilweise gut helfen. Als alternative Therapieform wohlgemerkt und nicht mal so nebenher als Pillenersatz.
    Alles Gute für euch.

  5. #5

    Standard AW: Alternativen zu Antidepressiva?

    oha, da wird aber gerade viel Unsinn geschrieben


    SSRI sind nachweislich hilfreich
    nicht jedes Antidepressiva ist für jeden geeignet, da muss man sich, leider, durchprobieren.
    Depressionen entstehen NICHT durch Bewegungsmangel, sondern sind eine Folge.
    bei LEICHTEN Depressionen KANN Sport/Bewegung helfen.
    bei MITTELSCHWEREN Depressionen ist eine Psychotherapie und/oder medikamentösen Therapie angezeigt.
    bei SCHWEREN Depressionen ist eine Psychotherapie und medikamentösen Therapie angezeigt.

    Depressionen gehören IMMER in die Hand einer med. Fachkraft, denn 10% aller Depressionen verlaufen tödlich.

  6. #6
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    maennlich
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    Mitglied seit
    14.06.2018
    Beiträge
    2

    Standard AW: Alternativen zu Antidepressiva?

    Okay, da ich selber keine guten Erfahrungen mit SSRI-Hemmern gemacht habe, habe ich einzelne Gegenstudien dazu wohl ein wenig überbewertet.
    Spokes hat insofern recht, dass die Bandbreite der Wiederaufnahmehemmer weitergewachsen ist (tetra- und trizyklisch) und man deshalb diese schon auch mal 'ausprobieren' sollte.
    Auch der Zusammenhang mit Sport ist wohl etwas zu euphorisch von mir interpretiert worden, Sportler können ja ebenfalls depressiv werden. Trotzdem hat angemessenes Training zumindest nur gute Nebenwirkungen.
    Eine neuere Erkenntnis ist aber auch, dass Depressionen kleine Entzündungen als Ursache haben könnten. Was dann aber die Botenstofftheorie als Allheilmittel ausschließen würde. Und es gibt tatsächlich immer mehr Menschen die alle Medis erfolglos durchprobiert haben. Denen bleibt zu wünschen, dass bald neue Methoden helfen könnten, auch wenn es 'nur' wieder ne Pille sein sollte. Ich würde es versuchen, jedenfalls noch vor Elektrostimulation.

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