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Thema: Burn Out?

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In dieser Diskussion geht es um "Burn Out?" im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Physiotherapeutin
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    weiblich
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard Burn Out?

    Ich wollte fragen ob es ein Burn Out sein kann was ich habe.Hätte Morgen einen Termin beim Psychiater aber ich habe diesen heute Morgen abgesagt da ich in der Praxis gebraucht werde und allein bin.Einer muss ja für die Patienten da sein wenn meine Chafin nicht da ist.
    Ich schaffe mit meiner Chefin allein,das erst einmal vorweg.
    ich habe folgende Probleme:

    Habe das Gefühl wenn ich mein Akku laden will,es läd einfach nicht,bekomme keine Energie.
    Bin noch mehr Geräuschempfindlich bin sehr schnell gereizt.
    Wäre am liebsten ganz allein,mir ist alles zu viel und fühl mich überladen.
    Es wächst mir einfach alles über den Kopf,ich mag nicht mehr und kann nicht mehr.
    Ständig vergesse ich was ich machen muss oder wollte,ich kann Abends nicht abschalten und schlaf erst ab 1-2 Uhr oder etwas später ein.Dann muss ich 5:45 wider raus,habe noch 4 Kinder,sie in Schuloe und Kindi müssen.
    Ich gehe dann wieder arbeiten.Quäle mich jeden Tag um auf Arbeit zu gehen,würde am liebsten ganz allein in der Wohnung bleiben.Ich kann einfach nicht nein sagen und bin immer für andere da,aber ich selbst bleibe auf der Strecke,ist mir auch egal.
    Kapsel mich immer mehr ab und meine Fragen kreisen immer wieder:

    Warum bin ich noch hier?Wo ist der Sinn des Lebens?Warum bin ich so geschafft und fertig wenn ich doch sonst immer alles geschafft habe und immer die starke war?

    Ich zähle nun auf was ich alles mache,um ein Bild zu bekommen.

    Ich habe 4 Kinder,3 davon haben Autismus,arbeite in einer Praxis,wo auch immer mehr gefordert wird.Mache noch ein Fernstudium als Künstlerin,habe Notendurchschnitt von 2. bin leider auch ein Perfektionist,will alles genau haben.
    Habe ein eigenes Forum und bin gerade dran ein Buch zu schreiben.


    Nun würde mich interessieren ob es wirklich Burn-Out sein kann und wenn ja was wird dann gemacht?Ich werde Morgen noch einmal auf Arbeit angerufen und hoffe das ich diese Woche einen neuen Termin bekomme,sagte denen das Verdacht auf Burn Out besteht und das ich dringend einen neuen Termin brauch.Sie meinte das es momentan voll ist und das sie ihr bestes versucht für mich ein Termin zu bekommen.

  2. #2
    Fühlt sich wohl hier Avatar von sei
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    Standard AW: Burn Out?

    Klar kann das ein Burn-Out sein, Depressionen scheinen auf jeden Fall da zu sein aber es muss nicht zwingend ein Burn-Out sein.
    Was dann gemacht wird kann man nicht so pauschal sagen, ambulant Medikamente, Psychotherapie, stationäre Aufnahme (Falls du damit einverstanden wärst).....es gibt da mehrere Möglichkeiten.

    Wenn du keinen Termin bekommst solltest du in eine Ambulanz der Uni-Kliniken gehen und sagen das es nicht mehr geht, das du unbedingt mit einem Arzt sprechen musst, du wirst dann als Notfall dran genommen.

    Du hättest die Praxis zu lassen sollen um den Termin wahr zu nehmen, bestimmt hätte deine Chefin dafür Verständnis gehabt. Krank ist krank und wenn du dort zusammen klappst hat auch niemand was davon, sieh zu das du möglichst bald zu einem Arzt kommst. Wenn du jemanden in einem Forum findest der dir eine Diagnose macht hast du nichts davon, du wirst deine Situation nicht dadurch ändern, das du weißt was es ist und Ferndiagnosen von Forenteilnehmern sind sicher nicht besonders zuverlässig zumal auch immer noch etwas anderes hinter den Symptomen stecken kann, da muss unbedingt ein Fachmann ran.
    Das Glück kann man nur schätzen,wenn man das Unglück kennt.

  3. #3
    Physiotherapeutin
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    17.10.2010
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    39
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Burn Out?

    Danke für Deine Antwort.Meine Chefin wäre nicht begeistert gewesen wenn ich genau wie sie einen Arzttermin hätte.Das hatte sie schon oft gesagt.

    Ich habe nun nächste Woche Donnerstag um 11:45 Uhr einen Termin,den werde ich auf jeden Fall wahr nehmen.

  4. #4
    Physiotherapeutin
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    39
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Burn Out?

    Ich habe meine Psychiaterin aus Freiburg folgendes geschrieben und dann dieses Antwort erhalten:
    Hallo
    Ich bin es mal wieder.
    >
    > Da ich mit Ihnen bei der Diagnostik sehr zufrieden war wollte ich Sie
    > fragen ob es wichtig ist das ich mir Hilfe hole.
    > Ich habe momentan folgendes Problem:
    >
    > Ich kann erst nach 2 Uhr einschlafen,kann nicht abschalten,ständig
    > diese Gedanken,ich kann nicht aufhören zu denken,einfach schlimm.Dann
    > bin ich aggressiver geworden im Verhalten,schimpfe also viel schneller
    > als sonst,kapsele mich immer mehr von meiner Familie ab und will am
    > liebsten nur noch allein sein.
    > Ich hasse mich und meinen Körper,kann mich selber nicht mehr
    > ertragen,stehe mir immer selbst im Weg.Ich habe das Gefühl wenn ich
    > mein Akku laden will das es sich immer wieder entlädt.
    > Ich kann teilweise nicht mehr klar denken,versuche mich mit Arbeit ab
    > zu lenken aber dies klappt nicht richtig,dadurch entstehen mir mehr
    > Fehler als ich will.
    > Ich muss mich überwinden zur Arbeit zu gehen,dieser ewige Kampf will
    > einfach nicht aufhören,obwohl ich eine echt liebevolle Chefin habe.
    > Ich kann meinen eigenen Mann nicht mehr ertragen,alles was um mich
    > herum passiert ist mir einfach zu viel.
    >
    > Mittlerweile habe ich mich schon 2 Mal in meinem Büro eingeschlossen
    > und habe geweint,da ich einfach nicht mehr weiter weiß.Mir droht alles
    > über den Kopf zu wachsen,bin ständig so erschöpft und kann einfach
    > nicht abschalten.Oft rede ich davon warum ich eigentlich noch hier bin
    > und warum ich so ein Leben führen muss.Suizidgedanken habe ich aber nicht.
    >
    > Momentan habe ich auch oft das Gefühl das ich Atemstockungen habe,ist
    > das psychisch bedingt?Denn ich habe auch sehr viele Allergien(ist seit
    > Anfang August bekannt) und nun war ich noch bei der Magenspiegelung am
    > Mittwoch es heißt ich habe die Refluxkrankheit.
    > Ich kann das alles nicht mehr ertragen.Es wächst mir einfach alles
    > über den Kopf.
    > Am 26.10.2010 habe ich Termin bei einer Psychiaterin in Heilbronn habe
    > aber Angst da ich mich schäme nicht mehr die starke zu sein.
    > Es ging doch sonst immer alles und nun will einfach nichts mehr gelingen.
    > Es ist furchtbar wenn man den Akku laden will und es entlädt sich
    > immer wieder.Einfach furchtbar.
    >
    > Es hat sich nun auch bestätigt das meine 3 Jungs Autismus haben,das
    > macht mir alles zu schaffen.Es ist mir einfach zu viel.
    > Ich habe das Gefühl wie ausgelaugt zu sein,ich mag und kann nicht
    > mehr.Ständig frage ich nach dem Sinn des Lebens.
    >
    > Wissen Sie was das ist?Das kenne ich gar nicht das ich so bin?
    >
    > Silvana
    Ihre Antwort war folgende:
    Sehr geehrte Frau ................,
    von dem was Sie berichten, gehe ich bei Ihnen von einer depressiven
    Episode i. S. eines Burnout-Syndroms (Erschöpfungsdepression) aus. Ich
    möchte Ihnen deshalb raten, den Termin bei der Psychiaterin unbedingt
    wahrzunehmen!
    Mit freundlichen Grüßen
    L......
    Darauf hin habe ich nun am Donnerstag einen Termin bei einer Psychiaterin gehabt und ihr auch gesagt das meine Psychiaterin meinte ich habe Burn Out.Darauf hin nickte meine jetzige Psychiaterin. Ist es so wenn ich es nicht hätte das sie mir dann gesagt hätte.nein sie haben kein Burn Out?
    Sie meinte das ich ja immer wieder depressive Episoden habe und das ich nun das Erschöpfungssyndrom habe.Ist das nicht Burn Out?
    Sie meinte auch das sie mir was gegeben hätte aus das ich mehr Leistung bzw. Energie bekomme aber bei mir würde das ganze so auswirken das ich noch unruhiger werde und gar nicht mehr zur Ruhe komme.
    Sie meinte auch das sie mich enttäuschen müsse und das ich um ein Medikament nicht drum herum komme.
    ich muss nun 4 Tage lang eine halbe Tablette von Fluoxetin-neuaxpharm 10 mg nehmen und ab Dienstag dann eine ganze Tablette vom selben Medikament nur dann 20mg.Dann habe ich noch Tropfen bekommen Atosil Tropfen,da ich erst gegen 2-3 Uhr schlafen gehe und 5:45 wieder aufstehen muss.Ich arbeite jeden Tag für 3-4 Stunden in einer Praxis,habe 4 Kinder und studiere noch als Künstlerin,habe auch viele Termine,wo ich kaum noch zur Ruhe komme.
    Ich habe folgende Symptome:
    Schlafschwierigkeiten
    habe das Gefühl das mein Kopf nicht aufhören kann zu denken
    ich kapsele mich von der Außenwelt ab
    Lustlosigkeit
    Schuldgefühle
    habe das Gefühl mein Akku auf zu laden aber es entlädt sich ständig wieder
    sehr starke Stimmungsschwankungen
    Aggressivität
    Suizidgedanken,ohne sie um zu setzen
    innere Leere
    totale Unruhe,ständig in Bewegung
    Gefühl allen alles Recht machen zu wollen
    bin ein Perfektionist
    fühle mich wie ausgelaugt
    frage mich nach dem Sinn des Lebens
    kann nicht nein sagen
    habe immer das Gefühl die Verantwortung für alles übernehmen zu müssen
    mir wird alles zu viel
    habe das Gefühl überladen zu sein
    will lieber allein sein
    stürze mich in Arbeit um den Alltag um mich herum zu vergessen
    ich denke kann gerade weiter so machen geht aber alles in diese Richtung.
    Ich muss nun nach 3 Wochen wieder zur Psychiaterin,habe keine Krankmeldung bekommen,hoffe das dies auch nicht jeder bekommt.Denn ich kann gar nicht krank machen,meine Chefin braucht mich,denn ich schaffe mit ihr allein.ich kann gar nicht ohne meine Arbeit sein.
    Kennt das auch jemand?
    ich habe kein Selbstwertgefühl und wenn mich einer verunsichert dann habe ich das Gefühl das ich an allen Diagnosen zweifle,daher wollte ich hier mal nach fragen.
    Wie lange muss ich mit den Medikamenten rechnen,denn ich hasse Medikamente.Wie lange muss man im Schnitt diese Medikamente nehmen,weiß das einer?
    Vielen Dank

    Eine Auszeit kann ich mir nicht nehmen von der Arbeit da ich mit meiner Chefin allein schaffe und sie nun ab Mittwoch in den Urlaub geht.Das ist auch ein Problem da ich auch eine große Verantwortung habe,obwohl ich diese gar nicht haben will.am liebsten würde ich nicht arbeiten wollen da mir alles zu viel wird aber ohne komme ich auch nicht klar.
    Mir hat eine Freundin gesagt ich solle eine weitere Meinung einholen da dieses nicht die richtige sei weil die Psychiaterin mir sofort Medikamente gibt,aber ist doch auch für mich verständlich wenn ich so lange(über Jahre) das ganze aushalte und nun hier stehe,fasst unten.ich kann es daher nachvollziehen das ich diese Medikamente nehmen muss und sie hat mir sogar einen Gefallen getan die niedrigsten überhaupt mir zu geben,was will ich denn mehr?
    Nur weil Freunde denken alle Ärzte sind falsch muss ich das doch nicht denken oder?
    Ich habe aber Angst was nun in 3 Wochen kommen wird,ich habe doch gar keine Ahnung was dann weiter gemacht wird ist ja mein erstes Mal bei einem Psychiater,was mich sehr viel Überwindung gekostet hat.
    Geändert von Blondi (07.11.2010 um 19:32 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: Burn Out?

    Hi Silvana,
    wenn du wieder zum Psychiater gehst werdet ihr vorwiegend darüber sprechen wie es dir geht, ob du die Medikamente verträgst und wie weiter verfahren wird, also nichts wovor du dich fürchten musst.
    Psychiater schreiben nur krank wenn sie den Eindruck haben das man den Job nicht packt und das Arbeit die Krankheit verschlimmern könnte, du kannst es natürlich auch ablehnen eine Krankmeldung zu bekommen.

    Zu deinen Freunden kann ich nur sagen das die keine Ahnung haben, ich muss mir auch immer wieder so etwas anhören: Du brauchst doch keinen Psychiater, du bist doch gesund, weshalb nimmst du Medis ohne ginge es bestimmt besser.......Die haben ja nicht das Problem und können nicht annähernd nachvollziehen wie schlimm es ist Depressionen zu haben, es ist erschreckend wie wenig Lobby psychische Erkrankungen haben, ignoriere einfach das was deine Freunde raten.

    Es ist gut und sicher auch richtig das du Medikamente bekommst, wahrscheinlich dauert es noch etwas bis sie richtig wirken aber wenn sie wirken wirst du froh sein sie zu nehmen. Die Dauer der Einnahme ist verschieden, ich glaube man sollte sie mindestens ein Jahr nehmen damit man stabil genug ist um wieder abzusetzen ohne einen Rückfall zu bekommen, dann wird langsam aus geschlichen und falls die Symptome doch noch vorhanden sind kann man wieder hoch Dosieren. Ich weiß nicht ob es immer so ist, kommt wohl auch auf den jeweiligen Patienten und das Krankheitsbild an, du kannst dich ruhig trauen die Ärztin zu fragen das machen viele.

    Ich finde eine begleitende Psychotherapie wäre von Vorteil, dadurch kannst du dich schneller stabilisieren und du kannst auch ein paar Techniken im Umgang mit Depressionen ausprobieren und erlernen woran du die Vorzeichen einer Episode erkennst, so das du rechtzeitig eingreifen kannst.

    Deine Psychiaterin würde dir sicher sagen wenn es kein Burn Out ist, ich war schon bei einigen und musste mir auch des öfteren demotivierende Diagnosen anhören, sie waren alle immer offen und ehrlich ich habe noch nie erlebt das ein Psychiater um den heißen Brei redete. Das wäre auch schlecht fürs Geschäft, denn das Vertrauen der Patienten wäre dann dahin und ein Psychiater lebt vom Vertrauen der Patienten und Patienten müssen vertrauen um sich zu öffnen. Ich denke mal du brauchst dir keine Gedanken darüber zu machen das sie im Bezug auf die Diagnose nicht offen und ehrlich ist.
    Ich denke das die alles richtig macht und die Medikamente auch nötig sind, bleib am Ball und lass dich da nicht verunsichern.

    Ich zweifle auch des Öfteren an meiner Diagnose und bin dann auch versucht die Medikamente nicht mehr zu nehmen, aber im Grunde weiß ich dann doch das es wohl so ist und wenn ich sie weglasse würde alles vielleicht viel schlimmer, was mir schon einmal passiert ist.

    Das du dich nicht krankschreiben lässt weil du gebraucht wirst kann ich verstehen, mir geht es auch immer so. 14Jahre nicht einen Tag gefehlt, immer für Überstunden zu haben, im Urlaub und wenn ich frei hatte erreichbar falls Not am Mann war.
    Ich bin dummerweise erst gar nicht zum Arzt gegangen, erst als gar nichts mehr ging und dann habe ich mich geärgert das ich nicht viel früher hin bin und mich unnötigerweise damit selber gequält habe. Für den Job habe ich es auf deutsch gesagt, in Kauf genommen irgendwann auf einem Dach zu stehen, ab einem gewissen Punkt ist der beste Job es nicht wert auf eine Krankmeldung zu verzichten aber wahrscheinlich bin ich so blöd das ich es wieder genauso machen würde. Ein idiotisches Pflichtbewusstsein von dem man nichts mehr hat wenn man nicht mehr kann, dann ist man schneller gefeuert als man gucken kann. Also denk zuerst an deine Gesundheit, erst dann an den Job und rede über alles was dich belastet mit dem Arzt.

    Wünsch dir einen schönen Sonntag.

  6. #6
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Burn Out?

    Danke für Deine Antwort.Es tut gut das ich nciht die einzigste bin mit diesen Problemen.Dann weiß ich das auch meine Diagnose richtig ist,sie sagte auch das ich Erschöpfungssyndrom habe,nun schaue ich halt wie es weiter gehen wird.Danke das Du mir die verunsicherungen etwas genommen hast.Bin froh das es nicht immer so ist das man bei Burn Out krank geschrieben wird,wie es immer behauptet wird.Klar man schämt sich da man doch immer funktioniert hat und auf einmal geht das alles nunnicht mehr.Ich bin auch immer im Urlaub erreichbar,für jede Überstunde zu haben und kann einfach nicht nein sagen wenn es um meine Arbeit geht.Kenne es also wie es Dir ergeht.

  7. #7
    Nachtigall
    Gast

    Standard AW: Burn Out?

    Hallo Silvana,
    überlege mal, warum du das alles machst, warum du perfekt sein willst. Muss denn das alles sein? Kann sich deine Chefin
    nicht eine Aushilfe als 400 €-Job einstellen? Anscheinend läuft die Praxis ganz gut, aber kein Arbeitgeber kann immer damit rechnen, dass alles glattläuft und die Angestellten rund um die Uhr verfügbar sind. Was ist, wenn du mal einen Unfall hast und einige Wochen in der Klinik liegst? Dann muss sie sich auch Ersatz suchen. Kannst du das Fernstudium nicht unterbrechen? Dann kommt ja noch die Hausarbeit dazu und die Familie, und wenn alles perfekt sein soll, dann ist das für einen normalen Menschen einfach zuviel. Warum muss alles perfekt sein? Es reicht doch, wenn die Arbeit gut gemacht wird.

    Du sagst selber, dass du kein Selbstwertgefühl hast, und da stimme ich mit dir vollkommen überein, wenn ich das alles lese. Du versuchst, dir etwas Selbstbewusstsein durch Leistung aufzubauen, aber du siehst, dass es nicht so klappt, wie du meist, sondern dass du dich total überforderst. Aber das wird immer schlimmer in unserer Leistungsgesellschaft, wo es oft schon gar nicht mehr um den Menschen geht, sondern nur um möglichst viel Produktivität.
    Wieviele Wochenstunden arbeitest du denn? Wer kümmert sich um deine Kinder? Die brauchen doch auch eine gesunde Mutter und dein Mann braucht eine gesunde Frau.

    Ich spreche aus eigener Erfahrung heraus, denn ich bin auch total ohne Selbstwertgefühl aufgewachsen und durchs Leben gegangen. Ich konnte nicht zu mir selber stehen, hatte viele Ängste und habe mich auch leicht verunsichern lassen. Auch ich habe versucht, durch Leistung Anerkennung zu gewinnen, was aber immer in die Hose ging, denn gerade bei diesen Menschen, bei denen es mir sehr wichtig war anerkannt zu werden, hat das nicht geklappt. Das alles ist mir durch meine Rheumaerkrankung sehr bewusst geworden. Denn da fühlte ich mich zuerst eine Zeitlang minderwertig, weil ich nun krank bin und nicht mehr so viel leisten kann. Aber mit den Jahren habe ich gelernt, auf meinen Körper und meine Seele zu hören und rechtzeitig die Bremse zu ziehen. Mittlerweile bin ich seelisch und geistig sehr belastbar, körperlich aber gar nicht mehr, aber das macht mir nicht viel aus, das kann ich mittlerweile akzeptieren.

    Ich habe meinen Weg nur gehen können, weil ich immer tiefer in den christlichen Glauben gekommen bin. Ich habe irgendwann erkannt, dass ich ein Kind Gottes bin und deshalb ein wertvoller Mensch bin, egal was ich bin oder tue oder was oder wieviel ich arbeite. Ein Kind Gottes hat Königswürde, die ihm niemand nehmen kann. Das macht das Selbstwertgefühl aus, dann braucht man sich kein Selbstbewusstsein mehr erarbeiten. Ich habe nur dadurch gelernt, Nein zu sagen, wenn es mir zuviel wird. Es heißt: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Das heißt aber, dass einegesunde Portion Selbstliebe nötig ist, um sich nicht zu überfordern.

    Ich rate dir, kürzer zu treten und nachzudenken, was wirklich wichtig ist - du und deine Familie (deine Kinder müssten eigentlich an erster Stelle stehen, nicht deine Arbeit oder dein Kunststudium).
    Wenn du alleine damit nicht klarkommst, dann lass dich von einem Psychologen oder - falls du dafür offen bist - von einem Seelsorger beraten. Und hör auf dich selber und nicht auf die vielen anderen Stimmen, die dich verunsichern.
    Was ist dir wichtig? ? ?

    Alles Liebe und Gute!

  8. #8

    Standard AW: Burn Out?

    Hallo Silvana,

    ich rate dir ganz, ganz dringend deinen Klarnamen aus den Postings zu nehmen! Damit bist du nun ganz leicht über Google zu finden!!

    Du
    - bist Mutter von 4 Kindern, wovon 3 krank sind
    - führst einen 6(?) Personenhaushalt
    - arbeitest auf einer 50% Arbeitsstelle mit gerne Überstunden
    - macht ein Studium
    und wunderst dich, dass du ausgebrannt bist?

    Du definierst dich komplett über Leistung. Das geht für ein paar Jahre gut und dann ist die *** am Dampfen. Da hilft nur ganz konsequentes Zurückschrauben der eignen Ansprüche, so schwer wie das auch ist. So meine eigene Erfahrung.

    Erschöpfungssyndrom ist lediglich der deutsche Namen für Burn out.

    Gruß

    s.

  9. #9
    Physiotherapeutin
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Burn Out?

    Danke für den Hinweis,ich habe dies nun geändert und bei dem einen Forum habe ich darum gebeten meinen Namen zu entfernen,hab den so doof ich bin vergessen zu löschen.Da ich in den einem Forum nicht löschen kann muss ich warten bis die das für mich machen.

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