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Thema: Chronische Suizidgedanken

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In dieser Diskussion geht es um "Chronische Suizidgedanken" im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #11
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    Standard AW: Chronische Suizidgedanken

    Hallo, kann es vielleicht sein, dass Du auch sekundär unter einer Essstörung bzw. Körperschemastörung leidest?
    Ich litt auch viele Jahre unter starken Depressionen, Suizidgedanken und Magersucht -> was ja alles auch irgendwie zusammenhängt. Der Gedanke, Medikamente nehmen zu müssen, bei denen ich vielleicht zunehme, war unerträglich.
    Aber ich habe sie genommen und -> ich habe nicht zugenommen. Heute geht es mir gut, ich bin normalgewichtig und ich komme ohne Medis aus -> aber das war ein sehr sehr langer Weg. Ich war 18 als es mit den Essstörungen und den Depressionen anfing (bis es jemand aus meiner Umwelt merkte, was wirklich los war, war ich 21 -> so lange konnte ich es verstecken und verheimlichen, dann merkte ich, dass ich alleine nicht mehr weiter komme). Und jetzt, 22 Jahre später geht es mir gut, obwohl ich auch noch sonst viele körperliche Probleme habe, die mich bisweilen verzweifeln lassen -> aber ich gebe nicht auf. Ich glaube der große Rückhalt von meinem Partner hat mir sehr geholfen. Wir sind seit 22 Jahren verheiratet und er hat immer zu mir gestanden.
    Ich weiß ja nicht, ob Du einen Partner hast, aber wenn ja, solltest Du mit ihm über Deine Ängst reden. Entweder er hält zu Dir, oder Du kannst ihn vergessen. Das klingt zwar hart, aber nur so kannst Du es schaffen.
    Hast Du denn Rückhalt von Deiner Familie oder von Freunden?
    Auch wenn Du Dich momentan ziemlich alleine fühlst, magst Du Tiere?
    In meiner schlimmen Phase habe ich mich für Hunde im Tierheim eingesetzt, eine Patenschaft übernommen, bin mit dem Hund spazieren gegangen. Mir ging es gut damit, der Hund ist mittlerweile vermittelt und das gibt mir ein gutes Gefühl.
    Fazit:
    Gib nicht auf,
    lass Dich nicht von einem Arzt beeinflussen, der Dir sagt, dass die Suizidgedanken chronisch sind -> hey, der macht es sich ziemlich leicht. Versuch, Dir Ziele zu setzen, und sind sié auch noch so klein. Du kannst es schaffen. Ich glaube, ich sprech aus Erfahrung, ich war auch schon mal soweit, dass ich nicht mehr wollte. Aber ich habe es geschafft -> es ist

  2. #12
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    10

    Standard AW: Chronische Suizidgedanken

    Ja das stimmt meine Sprunghaftigkeit nervt mich enorm besonders wenn ich mich aufrege ist es für mich sehr schwer wieder ruhiger zu werden denn dann bausche ich mich immer weiter auf und das hat mir schon einmal ein Beschluß ( Zwangsunterbringung ) eingehandelt weil mich die Pfleger in die ecke drängten wurde es so stark das ich sie sogar angriv und handgreiflich wurde was ich im nachhinein sher bedauert habe . Aber so gesehen würde ich die grenze immer wieder neu bestreiten denn so kann ich erst lernnen was ich falsch mache .

  3. #13
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    Standard AW: Chronische Suizidgedanken

    Zitat von spreisel Beitrag anzeigen
    Hallo, kann es vielleicht sein, dass Du auch sekundär unter einer Essstörung bzw. Körperschemastörung leidest?
    Ja, hatte früher Magersucht mit bulimischen Phasen. Hab deshalb auch schon mal eine Therapie gemacht. Allerdings ist man davon nie wirklich geheilt, denke ich. Man kann es nur unter Kontrolle halten.
    Ich denke, dass ich deshalb auch so eine panische Angst davor habe von Medikamenten zuzunehmen. Denn andere Nebenwirkungen sind mir quasi vollkommen egal. Wenn ich irgendwo im Internet etwas von "Gewichtszunahme" lese, kann ich das Medikament einfach nicht nehmen. Ich kann es wirklich nicht, weil ich Angst habe die Kontrolle zu verlieren und dass dann alles noch schlimmer wird. Dass ich wieder versuchen werde abzunehmen.

    Zitat von spreisel Beitrag anzeigen
    Ich weiß ja nicht, ob Du einen Partner hast, aber wenn ja, solltest Du mit ihm über Deine Ängst reden. Entweder er hält zu Dir, oder Du kannst ihn vergessen. Das klingt zwar hart, aber nur so kannst Du es schaffen.
    Ja, ich hab einen Partner. Und er weiß auch alles über meine Vergangenheit und wie verkorkst ich bin...so was kann man ja in einer Beziehung sowieso nicht wirklich verheimlichen. Ich habe ihm das schon ziemlich am Anfang der Beziehung alles gesagt, damit er weiß worauf er sich einlässt. Er hätte also auch gehen können. Aber wir sind jetzt schon über 3 Jahre zusammen. Über Suizidgedanken rede ich eigentlich nicht so gern mit ihm. Aber nicht weil ich denke, dass er nicht zu mir halten würde. Ich möchte nicht, dass er sich hilflos, überfordert fühlt. Wahrscheinlich würde er sich gar nicht so hilflos fühlen, weil er im Grunde ein relativ starker Mensch ist. Aber ich kann es irgendwie nicht verkraften, wenn er sich Sorgen um mich macht und es ihm wegen mir dann schlecht geht. Dadurch würde es mir noch schlechter gehen.
    Also mein Freund ist eigentlich der einzige, der mich wirklichlich kennt so wie ich bin.
    Vor Freunden und Familie tue ich immer so als wäre ich total stark und dass es mir gut geht usw.
    Für mich ist es immer total schwer, dass Alles oder auch nur Teile jemanden zu erzählen, weil ich es als extreme Schwäche, Versagen usw. betrachte und ich deshalb lieber verheimliche.

    Naja, manchmal fühle ich mich aber trotzdem ziemlich allein. Weil mein Innenleben und meine Reaktionen für die meisten Menschen unverständlich bleiben.
    Ja, Hunde sind meine Lieblingstiere. Hatte auch 14 Jahre einen eigenen Hund. Aber ich würde mich keinem Hund zumuten wollen im Moment.

  4. #14
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    Standard AW: Chronische Suizidgedanken

    Hallo,
    ich war vor meiner Familie und meinen Freunden auch immer total stark und hab immer vorgegeben, dass alles "eitel Sonnenschein" bei mir ist. Ich hab gedacht, wenn ich nicht perfekt bin, also versagt habe, mag mich keiner mehr, aber das ist nicht so. Es hat sehr lange gedauert, bis ich zugegeben habe, dass ich unter diversen Problemen leide und diese nicht so einfach in den Griff zu kriegen sind. Es hat mich keiner fallengelassen, weder Freunde noch Familie. Meine Eltern waren anfangs noch ziemlich hilflos, wie sie mit der ganzen Situation umgehen sollen, aber gemeinsam haben wir es geschafft.
    Das war ein sehr sehr langer Weg, weil ich mich öffnen musste, und das eigentlich gar nicht mein Ding war und ist.
    Vielleicht kannst Du Dich ja auch ein "klein" wenig öffnen; warte die Reaktionen ab, die von Deiner Umgebung zurückkommen, sind diese positiv, öffne Dich doch Stück für Stück -> natürlich nur so weit Du willst -> nur Du kannst dies steuern.
    Ich kann Dir nur sagen "KEIN MENSCH IST PERFEKT"

  5. #15
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    Standard AW: Chronische Suizidgedanken

    Hallo,
    ich war vor meiner Familie und meinen Freunden auch immer total stark und hab immer vorgegeben, dass alles "eitel Sonnenschein" bei mir ist. Ich hab gedacht, wenn ich nicht perfekt bin, also versagt habe, mag mich keiner mehr, aber das ist nicht so. Es hat sehr lange gedauert, bis ich zugegeben habe, dass ich unter diversen Problemen leide und diese nicht so einfach in den Griff zu kriegen sind. Es hat mich keiner fallengelassen, weder Freunde noch Familie. Meine Eltern waren anfangs noch ziemlich hilflos, wie sie mit der ganzen Situation umgehen sollen, aber gemeinsam haben wir es geschafft.
    Das war ein sehr sehr langer Weg, weil ich mich öffnen musste, und das eigentlich gar nicht mein Ding war und ist.
    Vielleicht kannst Du Dich ja auch ein "klein" wenig öffnen; warte die Reaktionen ab, die von Deiner Umgebung zurückkommen, sind diese positiv, öffne Dich doch Stück für Stück -> natürlich nur so weit Du willst -> nur Du kannst dies steuern.
    Ich kann Dir nur sagen "KEIN MENSCH IST PERFEKT". Diesen Perfektionismus wollte ich mein Leben lang erfüllen, aber ich habe es nie geschafft und das hat mich krank gemacht.
    Du hast schon recht, wenn Du sagst, Essstörungen sind nicht heilbar, man kann sie nur unter Kontrolle halten.
    Ganz so krass sehe ich das nicht. Ich litt 20 Jahre unter Magersucht, hab mein Gewicht extrem kontrolliert (-> tägliche Gewichtskontrollen, manchmal auch mehrmals täglich -> Gegenmaßnahmen eingleitet), heute kann ich mir zwar nicht vorstellen, dick zu sein, aber ich erlaube mir mittlerweilen alle Lebensmittel, wenn auch in Maßen -> aber nicht verboten.
    Thema Hund:
    Wenn Du momentan keinen eigenen Hund haben möchtest oder Du Dich nicht in der Lage fühlst, Dich einen ganzen Tag um einen Hund zu kümmern, vielleicht kannst Du einen Hund aus dem Tierheim holen und nur mit ihm spazieren gehen?.
    Tiere geben einem so viel -> vielleicht versuchst Du es einfach?
    Du schreibst, Du willst Deinen Freund mit Deinen Gefühl nicht überfordern, weil Du Angst hast, er kommt damit nicht klar.
    So wie Du schreibst, ist er ein starker Charakter und ich glaube nur "Du" hast Angst , dass er es nicht packt und "Du" hast Angst, dass Du ihn damit überforderst. Eigentlich hast immer nur "Du" Angst. Hast Du ihn schon mal gefragt, wie es ihm damit geht?

  6. #16

    Standard AW: Chronische Suizidgedanken

    nicht von allen ADs nimmt man zu.

  7. #17
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    Standard AW: Chronische Suizidgedanken

    Zitat von spreisel Beitrag anzeigen
    Du hast schon recht, wenn Du sagst, Essstörungen sind nicht heilbar, man kann sie nur unter Kontrolle halten.
    Ganz so krass sehe ich das nicht. Ich litt 20 Jahre unter Magersucht, hab mein Gewicht extrem kontrolliert (-> tägliche Gewichtskontrollen, manchmal auch mehrmals täglich -> Gegenmaßnahmen eingleitet), heute kann ich mir zwar nicht vorstellen, dick zu sein, aber ich erlaube mir mittlerweilen alle Lebensmittel, wenn auch in Maßen -> aber nicht verboten.
    Mmh, ja, mein Problem ist, dass ich wenn es mir schlecht geht mich immer noch dahinein flüchte teilweise. Dann habe ich sowieso nicht so viel Hunger und das nutze ich aus. Und dann sind da wieder die alten Emotionen und Verhaltensweisen von früher da; denen ich zwar heute etwas entgegen zu setzen habe, aber trotzdem sind sie da. Aber solange der BMI nicht unter einen bestimmte Wert fällt, denke ich mir immer das Alles noch "normal" und ok ist. Aus dem Grund bleibe ich immer knapp über diesem Wert drüber.
    Deshalb hab ich das geschrieben, weil es bei mir eher so ist, dass ich immer wieder dagegen steuern muss. Und ich kann auch immer noch nicht wirklich alle Lebensmittel essen. Also ich esse im Normalfall genug, aber bestimmte Dinge gehen einfach nicht.

    Zitat von spreisel Beitrag anzeigen
    Vielleicht kannst Du Dich ja auch ein "klein" wenig öffnen; warte die Reaktionen ab, die von Deiner Umgebung zurückkommen, sind diese positiv, öffne Dich doch Stück für Stück -> natürlich nur so weit Du willst -> nur Du kannst dies steuern.
    Ich kann Dir nur sagen "KEIN MENSCH IST PERFEKT".
    Das ist für mich immer total schwer. Früher habe ich mit niemandem über meine "Schattenseiten" geredet. Weil ich es wirklich nicht konnte. Heute könnte ich es vermutlich. Aber ich will immer die perfekte Fassade aufrecht erhalten. Ich glaube, ich würde mich schlecht fühlen, wenn ich das nicht machen würde. Ich kann das Alles ziemlich gut verbergen. Und wenn es mal so schlecht geht, dass ich noch nicht mal mehr "schauspielern" kann, schiebe ich lieber irgendwelche Gründe vor, warum ich keine Zeit habe, als es irgendjemandem die Wahrheit zu erzählen. Ich weiß auch nicht. Ich will dafür wohl keine Anteilnahme, kein Mitleid oder so etwas in der Art.
    Im Alltag habe ich den übertriebenen Perfektionismus aber mittlerweile zu großen Teilen abgelegt.

    Zitat von spreisel Beitrag anzeigen
    So wie Du schreibst, ist er ein starker Charakter und ich glaube nur "Du" hast Angst , dass er es nicht packt und "Du" hast Angst, dass Du ihn damit überforderst. Eigentlich hast immer nur "Du" Angst. Hast Du ihn schon mal gefragt, wie es ihm damit geht?
    Ja, hab ich schon mal vor einige Zeit. Er meinte, dass er sich nicht überfordert fühlt. Aber manchmal auch nicht so richtig weiß, wie er mir helfen soll. Was ich irgendwie dann trotzdem als Überforderung sehen würde. Obwohl ich gar nicht erwarte, dass er mir hilft, aber er erwartet es scheibar von sich selbst.

    Das mit dem Hund muss ich mir noch mal überlegen.

    Zitat von spokes Beitrag anzeigen
    nicht von allen ADs nimmt man zu.
    Ja, ich weiß. Aber trotzdem danke für den Tipp. Gibt zumindest welche bei denen die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist und welche bei denen es sogar häufig zu einer Gewichtsreduktion kommt.
    Als es mit total schlecht ging, hatte ich auch schon mal überlegt, ob ich zum Arzt (Psychiater) gehe und sage, dass ich ADs möchte von denen ich garantiert nicht zunehme.
    Aber dann hab ich irgendwie Angst vor der Warum-Frage. Da würde ich mir irgendwie total blöd bei vorkommen. Und dann war mir das alles viele zu kompliziert und ich habs gelassen. Aber ich schließe nicht aus, dass ich das trotzdem mache und falls der Arzt komisch reagiert, gehe ich einfach nicht mehr hin ...

  8. #18
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    Standard AW: Chronische Suizidgedanken

    Hallo,
    warum versuchst Du es nicht einfach, über Deine "Schattenseiten" zu reden? Du meinst, Du könntest es vermutlich? Was hindert Dich daran, es auszuprobieren? Schei..... auf die perfekte Fassade, versuch es einfach. Du sagst, Du würdest Dich schlecht fühlen, aber Deine Umwelt wäre vielleicht froh, wenn sie wüsste, wie Du wirklich bist. Ich glaube, es würde Dir keine Anteilnahme (das klingt, als wäre man fast schon tod -> Entschuldigung, aber bei mir kommt das so rüber) oder Mitleid entgegenschlagen sondern wirkliches Interesse, natürlich nur bei den Menschen in Deiner Umgebung, für die Du wirklich wichtig bist, die anderen kannst Du vergessen. Mitleid heucheln ist das Schlimmste, was es gibt. Vergiss diese Leute einfach. Das klingt hart, aber nur so kommst Du voran.
    Denkst Du vielleicht auch mal dran, noch mal eine Therapie zu machen? Ich denke, das könnte hilfreich sein. Allerdings musst Du sie wollen und sie darf auch nicht gezwungernermaßen stattfinden.
    Ich habe es auch nicht alleine geschafft. Ich war zuerst (freiwillig) in einer Klinik, die auf Essstörungen spezialisiert ist. Hier konnte ich eine gewisse Stabilisierung erzielen, aber das "Non plus Ultra" war das noch nicht, denn hier wurden nur die Symptome behandelt. Einige Zeit später habe ich eine 10monatige stationäre Therapie (Tiefenpsychologisch) durchgeführt, was eigentlich der Durchbruch aber auch teilweise die Hölle war ,ich musste mich mit so vielen Dingen auseinandersetzen, die sehr sehr hart waren. Danach hat sich mein Leben geändert. Das alles konnte ich aber nur durchhalten, weil mein Partner und mein Umfeld zu mir gehalten hat.
    Wie gesagt, einmal essgestört, immer essgestört, ich merke auch, wenn es mal schwierig wird bei mir, besteht extrem die Gefahr, wieder in die alten Verhaltensmuster abzufallen. Ich bewege mich auch im eher unteren Bereich des BMI-Indexes -> aber eher unbewusst. Probiere doch alle Lebensmittel aus -> auch verbotene -> und warte ab, wie Dein Körper reagiert. Dagegensteuern kannst Du immer noch -> hier haben "wir" Essgestörte doch jahrelange Erfahrung. Dann braucht man eben mal 2 Tage, bis man eine Pizza (verboten, hab ich Recht?) wieder abgearbeitet hat, aber geschmeckt hats super, oder?
    Versuche, Dinge wieder zu genießen, binde Deinen Partner in Deine Ängste mit ein. Such Dir einen Psychologen, zu dem Du Vertrauen aufbauen kannst, Du musst Dir nicht blöd vorkommen. Du kannst einen Psychologen oder Psychotherapeuten testen, ob Du mit dem zurecht kommst oder nicht. Von seiten der Krankenkasse kannst Du 5 Probestunden in Anspruch nehmen und wenn Dir der Arzt nicht zusagt, kannst Du zu einem anderen wechseln.
    Ich weiß, dass ist gar nicht so einfach, weil die Therapeuten auch eine extrem lange Wartezeit haben. Lass Dich davon nicht unterkriegen. Wenn Du wirklich was ändern willst, bemüh Dich sehr darum. Bei mir hats auch lange gedauert, bis sich der Schalter umgelegt hat, aber es hat sich gelohnt. Zumindest die Essstörung und die Depressionen sind (momentan) kein Thema mehr.
    Dafür haben sich bei mir andere gesundheitliche "Baustellen" aufgetan, die ich mit Sicherheit schon seit langer Zeit habe, aber die durch die Essstörungen und die Depressionen in den Hntergrund geraten sind. Du siehst, das Leben ist ein ewiger Kampf, aber es lohnt sich, zumindest bei mir. Und ich glaube, es lohnt sich auch, für Dich zu leben. Du hast einen Partner, den Du brauchst, und der Dich braucht, sonst wäre er schon lange nicht mehr bei Dir.
    "Kämpfe" es lohnt sich, übernimm eíne Patenschaft für einen Hund; Hunde geben einem so viel -> bei einer Patenschaft hast Du zwar Kontakt mit dem Hund, aber Du hast keine Verantwortung!!
    Ich kann Dir nur sagen: Lass Dir helfen, Du kannst es schaffen -> aber nur, wenn Du etwas dafür tust.
    Ich hoffe, das waren nicht nur Phrasen und ich möchte Dir echt helfen mit meinen Erfahrungen.

  9. #19
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    Standard AW: Chronische Suizidgedanken

    Hallo!

    Zitat von spreisel Beitrag anzeigen
    warum versuchst Du es nicht einfach, über Deine "Schattenseiten" zu reden? Du meinst, Du könntest es vermutlich? Was hindert Dich daran, es auszuprobieren?
    Wenn ich darüber nachdenke, liegt es auch einfach daran, dass ich nicht gern im Mittelpunkt eines Gesprächs stehe. Und wenn ich mich mal mit Freunden treffe, geht es mir ja auch etwas besser, sonst würde ich das ja nicht machen. Und dann will ich mich selbst auch einfach nicht stimmungsmäßig runterziehen indem ich darüber rede. Ich denke sowieso schon zuviel über mich selbst nach, wenn ich allein bin.

    Du würdest Dich schlecht fühlen, aber Deine Umwelt wäre vielleicht froh, wenn sie wüsste, wie Du wirklich bist.
    Mmh, das glaube ich eher nicht.

    Das mit einer erneuten Therapie hab ich mir auch schon mal überlegt. Aber einerseits möchte ich halt einfach "normal" sein, ohne Therapie und das alles, mich nicht ständig mit mir selbst beschäftigen .... anderseits habe ich manchmal das Gefühl, dass ich allein nicht klar komme. Also ist das ein ständiges Hin und Her ohne jede Entscheidung, für oder gegen.

  10. #20
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    Standard AW: Chronische Suizidgedanken

    Hallo,
    ich kann Dich verstehen, wenn Du "normal" sein möchtest, ohne Therapie und so. Aber ich glaube nicht, dass man es so schafft. Du musst Dich mit Dir selbst beschäftigen, eine Therapie machen, auch wenn es hart ist. Ich habe es auch immer verdrängt, ich wollte auch immer nur "normal" sein, aber irgendwann ging es nicht mehr. Ich war nicht normal. Ich hatte Essprobleme, Depressionen, den Hang zu Selbstverletzungen, die ich manchmal auch durchgeführt habe, wenn auch nicht so extrem, und für andere nicht sichtbar, aber ich habe mich wieder gespürt.
    Ich kam alleine auch nicht mehr klar. Ich habe mich für diesen Weg (sehr langen Weg - zumindest für mich, bei mir hats 10 Monate gedauert - aber das war eine Ausnahme, bei anderen Patienten ging es schneller) entschieden und ich habe es bis heute nicht bereut. Es war hart, sehr hart. Aber es hat sich gelohnt. Nach der 10monatigen stationären Therapie habe ich noch 3 Jahre bei einem ambulanten Therapeuten weitergemacht. Das war der richtige Weg. Ich habe in dem Fall für mich gehandelt. Mir war es egal, was mein Umfeld denkt, denn bevor ich mich zu diesem Schritt entschieden habe, war ich ganz unten. Ich habe mein Dasein in Zweifel gezogen. Dieses Denken, "bin ich noch was wert, was soll das alles, war in dieser Zeit ganz präsent. Was mir geholfen hat, war mein Umfeld. Ich habe mich meinen Eltern, meinen Freunden und meinem Partner geöffnet, so haben sie gesehen, wie es mir wirklich geht. Ich habe auch gemerkt, ich bin nicht nutzlos. Das alles hat mir geholfen, das alles durchzuziehen.
    Das sind für Dich vielleicht alles nur Phrasen, aber Du musst dieses ständiges Hin- und Her ohne Entscheidung beenden, denn das alles hilft Dir nicht weiter. Das klingt jetzt alles ganz einfach, aber das ist es nicht. Aber ich hoffe, Du ringst Dich zu einer Entscheidung durch, egal wie sie ausfällt. Denn, egal wie Du Dich entscheidest, Du brauchst endlich Klarheit.

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