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Umfrageergebnis anzeigen: ehepartner ist depressiv,wie kann ich damit leben?

Teilnehmer
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  • geduld

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  • Selbsthilfegruppe

    2 100,00%
Ergebnis 1 bis 5 von 5

Thema: Deprerssionen in der Ehe

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In dieser Diskussion geht es um "Deprerssionen in der Ehe" im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
    zwilli
    Gast

    Standard Deprerssionen in der Ehe

    Hallo,mein Mann und ich sind 30 jahre verheiratet hatten immer Spaß seit Oktober ist er wegen schwerer Depression in stationärer Therapie.Ich stehe hilflos daneben und vereinsame langsam,ich komme mir sehr überflüssig vor,weil seine Mitpatienten ihm wichtiger geworden sind als seine Familie.Was soll ich tun ,hat jemand ähnliches erlebt?

  2. #2
    Nachtigall
    Gast

    Standard AW: Deprerssionen in der Ehe

    Hallo Zwilli,
    selber hab ich das nur von weitem erlebt, aber auch darüber gehört und gelesen. Ich vermute, dass es nicht daran liegt, dass du für deinen Mann nicht mehr wichtig bist, ich denke eher, dass es ihm gut tut, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Denn niemand - kein Mensch - kann das nachempfinden, wie es einem Menschen mit Depressionen geht, so sehr man sich auch bemüht zu verstehen. Das solltest du nicht persönlich nehmen. Ich denke, dass ihn seine Familie zu sehr an die Alltagsprobleme erinnert, und bei den Mitpatienten fällt das alles weg. Ich war letztes Jahr auf Reha, da konnte ich abschalten von allen Problemen und Verantwortlichkeiten, und das tat meiner Gesundheit sehr gut. Deshalb kann ich die Reaktion deines Mannes gut verstehen.

    Du sagst, ihr hättet in eurer Ehe immer Spaß gehabt. Hast du schon mal überlegt, ob dein Mann mit seiner Fröhlichkeit vielleicht seine Probleme nur überspielen wollte, damit du dir keine Sorgen machst? Männer neigen oft dazu, sich nicht ausdrücken zu können, was in ihnen vorgeht. Auch wenn sie wollten, sie können einfach nicht darüber reden.
    Aber ihr seid anscheinend immer gut miteinander klargekommen, und da passiert es oft, dass man sehr (oder zu sehr) aufeinander fixiert ist. Meistens wird das dann irgendwann einem der beiden zuviel. Mir scheint, du warst sehr auf ihn fixiert.
    Was du tun kannst: Du kannst dich darauf besinnen, dass du nicht nur die treusorgende Frau deines Mannes bist, sondern dass du auch ein eigenständiger Mensch bist. Du bist nicht überflüssig, sondern du fühlst dich nur so. Es gibt andere Menschen, auf die du dich zurzeit konzentrieren kannst. Mach einfach Dinge, die dir gefallen, die du vielleicht immer gerne tun wolltest, aber aus Rücksicht auf ihn nie gemacht hast, Freundinnen treffen usw. Tu was für dich. Du stellst die Frage, ob eine Selbsthilfegruppe sinnvoll wäre. Ich würde dir empfehlen, das einfach mal auszuprobieren. Wenn es dir gut tut, dann ist es ok. Wenn es dir nicht gut tut, dann kannst du jederzeit wieder wegbleiben. Geduld ist natürlich auch gut, aber das reicht nicht, um deine Bedürfnisse zu stillen. Jetzt, wo dein Mann so krank ist, kannst du von ihm nicht erwarten, dass er deine Bedürfnisse stillt, da wäre er total überfordert. Er muss sich in erster Linie um sich selber kümmern, um wieder gesund zu werden. Freu dich über jeden Fortschritt, egal wie er dazu kommt und wer ihm dabei hilft. Und lerne du, dich auch mal nur um dich selber zu kümmern.
    Alles Liebe!

  3. #3
    Krankenschwester
    Geschlecht
    weiblich
    Wohnort
    Neukirchen-Vluyn
    Mitglied seit
    27.08.2009
    Beiträge
    449
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Deprerssionen in der Ehe

    Love it, or leave it,- or change it.

    Dh, wenn Du eine Situation nicht aushalten kannst, dann ändere die Situation daß Du damit wieder zurecht kommen kannst oder verlasse diese Situation und konzentriere Dich auf das was Dir gut tut.


    Wie das letztlich für Dich am besten zu leben ist, das kannst Du nur selbst entscheiden.

    Das muß nun überhaupt nicht bedeuten, daß Du Dich trennen mußt.
    Du kannst Dir genauso gut Dein Leben so einrichten, daß es Dir wieder gefällt.

    Es wird keiner kommen, der Dir das passend macht.
    Diese Entscheidungen wirst Du selbst treffen müssen.

    Das schaffen hunderttausend andere Menschen. Es gibt keinen Grund, weshalb Du das nicht schaffen solltest, Dir dein Leben so einzurichten, daß es für Dich passend und lebenswert ist.

    Man kann das auch in kleinen Schritten abändern, solange man das Ziel nicht aus den Augen verliehrt und langsam selbstständig lebt.

    Herzlichst Feli

  4. #4
    Noch neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    41 Jahre
    Mitglied seit
    20.01.2012
    Beiträge
    25

    Standard AW: Deprerssionen in der Ehe

    Hallo Zwilli,

    ich kann mich Nachtigall nur anschließen.
    Ich selbst habe Depressionen und war auch schon des öfteren in stationärer Therapie.
    Mir ging es da sehr ähnlich wie Deinem Mann, habe mich dort wohler gefühlt.
    Was aber nicht bedeutet das einem die Lieben zu Hause nichts mehr bedeuten.
    Es ist einfach die ganze Gemeinschaft in einer Klinik die einen so viel Geborgenheit und Verständnis gibt.
    Denn im prinzip sind alle Patienten dort gleich, egal ob man Depressionen, Panikattacken, Borderline oder Suizidiale Gedanken hat.
    Weswegen ich mich immer sehr wohl fühle wenn ich einer Therapie bin, ist das es kein Richtig oder Falsch gibt.
    Man wird nicht bewertet, egal was man tut oder sagt.
    Und ich denke das dies vielleicht auch der Grund Deines Mannes sein wird weswegen er sich in der Therapie und bei seinen Mitpatienten so wohl fühlt.

    Lg Stevie

  5. #5
    zwilli
    Gast

    Standard AW: Deprerssionen in der Ehe

    Hallo Nachtigall, ich danke Dir für Deine Antwort.Vielleicht hast Du recht und ich sollte mich mehr um mich selbst kümmern. Ich habe eigentlich immer nur an meine Familie gedacht,weil man es so verlangt hat von mir und ich dachte es sei so richtig. Unser Freunde- und Bekanntenkreis ist leider kaputt,weil die Aggressionen und Beleidigungen die mein Mann so abgeladen hat hält keiner auf die Dauer aus.Danke nochma fürl Deinen aufbauenden Beitrag.Ich werde Gründlich darüber nachdenken.

    L.G. zwilli