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Thema: Depressionen, oder nicht? Keine richtige Diagnose

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In dieser Diskussion geht es um "Depressionen, oder nicht? Keine richtige Diagnose" im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    maennlich
    Mitglied seit
    14.05.2012
    Beiträge
    2

    Standard Depressionen, oder nicht? Keine richtige Diagnose

    Ich bin neu in Ihrem Forum und wende mich an Sie mit meiner letzten großen Hoffnung, um Hilfe.
    Obwohl mir viel zu schreiben am Herzen liegt möchte ich versuchen mich kurz zu fassen.
    Seit gut 2 Jahren habe ich Beschwerden die mir sehr zu schaffen machen, die aber bisher nicht diagnostiziert werden konnten.

    Angefangen hat es im Juli/August 2009.
    Ich bekam grippeähnliche Symptome: ich war sehr müde, hatte Schmerzen in den Gliedmaßen, fühlte mich absolut schlapp und hatte auch ohne Belastung starke Atemnot (Meine bestehende COPD hat nichts mit der aktuellen Atemnot zu tun. Mein LFA hat es extra noch einmal untersucht). Der Hausarzt verschrieb mir ein Mittel gegen den augenscheinlich grippalen Infekt, was aber in keiner Weise Erfolg zeigte. Im Gegenteil, der Zustand der Müdigkeit wurde stärker und länger (ich schlief teilweise bis zu 20 Stunden am Tag), ich fühlte mich völlig niedergeschlagen und hatte mittlerweile Schmerzen in den Gelenken und der Muskulatur, hauptsächlich an Armen und Beinen. Um mir zu helfen und die Ursachen meiner Beschwerden zu finden ordnete mein Hausarzt u.a. folgende Untersuchungen an: CT Brust, Kernspin Kopf, Endokrinologie Gliedmaße, Herz- und Lungenszintigramm, etc.

    Als die Behandlungen meines Hausarztes keinen Erfolg mehr zeigten und er auch keine Lösung mehr sah, meldete ich mich in die Diagnose-Klinik nach Wiesbaden. Dort konnte man mein anstehendes Problem zwar nicht lösen, fand aber eine schwergradige, zentrale schlafbezogene Atmungsstörung (AHI 95,3/h), die im Anschluss mittels Aufenthalt im Schlaflabor erfolgreich behandelt wurde. Ich schlafe seitdem regelmäßig mit einer Atemmaske. Aber auch durch das Anwenden der Atemmaske hat sich keine Besserung eingestellt.
    Vermutlich durch die jetzt schon lange Zeit, in der sich keine Diagnose finden ließ, habe ich eine totale Antriebs- und Lustlosigkeit und wohl daraus folgend depressive Phasen, die sich in letzter Zeit immer mehr verstärken.
    Für die letzten Untersuchungen wendete ich mich an einen Neurologen, er vermutete eine Borreliose (tatsächlich habe ich alle typischen Anzeichen einer Borreliose) und behandelte mich darauf hin mit 20 Antibiotika-Tabletten, und als die keinerlei Wirkung zeigten, gab er mir 14 Infusionen Rocephin. Leider war auch das ohne Erfolg! IOch habe nachweisbar keine aktive Borreliose! Zurzeit versucht er anhand von Valdoxan 25mg meinen Zustand zu verbessern. Die werde ich aber wohl auch bald absetzen müssen, weil mir furchtbar übel davon wird.

    Was mich zurzeit am meisten belastet ist, die Müdigkeit (ich schlafe bis zu 18 Stunden am Tag), starke Atemnot (auch des Nachts werde ich oft davon wach) die totale Schlappheit, das Zittern aller Gliedmaßen und des Körpers. Aber mit Abstand sind es die depressiven Zustände, in denen ich nichts mehr sehe, Angstzustände habe, keine Hoffnung mehr aufbauen kann und nur noch heule.
    (Mein Neurologe meint, dass die depressiven Zustände wohl eher eine Folge der immer schlimmer gewordenen Beschwerden sind.
    Dieselbe Ansicht vertritt auch mein Hausarzt, der mich schon über 20 Jahre betreut) .

    Sie glauben nicht, wie dankbar ich ihnen wäre, wenn ich durch Sie meine Augen wieder zum sehen benutzen könnte!!

    Ich weiß, dass ich zu viel Hoffnung auf eine positive Antwort setze, aber ich würde mich darüber sooo sehr freuen, möglicherweise ging es ja schon mal jemanden ähnlich wie mir und könnte mir raten, was er gemacht hat

    Allen die das lesen viele Grüße
    safre

  2. #2
    Krankenschwester Avatar von kaya
    Geschlecht
    weiblich
    Mitglied seit
    12.10.2011
    Beiträge
    797
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Depressionen, oder nicht? Keine richtige Diagnose

    Hallo Safre,

    lass` Dich von Deinem Hausarzt unbedingt in eine Lungenfachklinik überweisen!
    Vermutlich ist Deine Maskenbeatmung nicht mehr ausreichend und vor allem Deine Sauerstoffsättigung deutlich zu niedrig. Daher dann auch die übermäßige Müdigkeit und Schlappheit.

    Deine Blutgaswerte sollten dringend überprüft werden, ebenso wie Dein Herzfunktion. Eine COPD schädigt auf Dauer auch immer das Herz.

    Deine Depression hängt sicher mit Deinem Gesamtzustand zusammen und wird sich bessern, sobald Du wieder ausreichend Luft bekommst und leistungsfähiger wirst.

    Nochmal, dringend in eine Lungenfachklinik!

    LG und gute Besserung...

  3. #3
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    40 Jahre
    Mitglied seit
    31.10.2012
    Beiträge
    3

    Standard AW: Depressionen, oder nicht? Keine richtige Diagnose

    Hallo!
    Ich werde dir eine sehr vorsichtige Antwort geben, weil ich einfach der Meinung bin, dass du dich da auf sehr dünnen Eis bewegst. Ich erkläre dir gleich warum.
    Nur kurz zu mir und warum ich glaube zu wissen was dir fehlt.
    Ich leide seit 12 Jahren an schweren Depressionen mit Angsstörung. Lies hierzu in meinem Profil bitte genaueres.
    Über die COPD weiß ich ebenso sehr gut bescheid. Seit Beginn der Krankheit verfolge ich fast jeden Tag meiner Mutter. Sie wohnt 500m von mir weg und wir stehen in sehr engen Kontakt. Sie ist derzeit im Krankenhaus und seit letzten Samstag auf Stufe 4. Sie hat vor 5 Jahren ihre Enkelin (dzt.15 Jahre), die Tochter meiner Schwester von der Fürsorge aufs Auge gedrückt bekommen und zieht sie trotz schwerer Krankheit auf. Seit diesem Tag leidet meine Mutter unter dem Druck zu Versagen, dass aus dem Kind nichts wird. Sie die Kleine nicht mehr groß bekommen wird usw., es hat sich eine ausgewachsene Angststörung entwickelt. Diese löst bei ihr die Atemnotattaken aus. Unter anderem Schlafstörungen. Gut, dass unterscheidet sich jetzt zu dir... damit ich wieder zum Thema komme,...
    Ich denke, ...
    COPD an sich schafft den Körper,... macht ihn müde und kaputt, sauft ihn aus,... das erfährt man auch dadurch, dass man kaum mehr sein Gewicht halten kann bei Fortschreiten der Krankheit, seinen Körper kaum mehr aufrecht halten, kaum mehr laufen, die Muskeln abnehmen,... im ganzen wird man schlaff, müde, träge.
    Das schlimmste daran,... Muskelschwund - der das ganze noch verschlimmert und allmählich zum Tot führt.
    Das Beste ist immer noch Bewegung und Sport mit COPD - im Maßen natürlich.
    Das würde im Grunde die Müdikeit erklären.
    Da der Zustand schon lange Anhält (so fing bei mir die Depression an,...mit viiiiiiiiiiiel Schlaf,....18-20h!!! und ich war nicht ausgeschlafen!) hat der Körper keinen eigenen Antrieb mehr. Das Unterbewusstsein kämpft mit der Krankheit, dem Leid, vielleicht auch noch persönlichen Problemen, etc. Die Serotonindrüse im Gehirn arbeitet nicht mehr richtig. Sie ist zuständig für unser Glücksgefühl, unseren Eigenantrieb!!! Bei Überbelastung, Stress und ständiger Anspannung wird das Ding kaputt!!! Wenn man diesen Zustand nicht ärztlich behandeln lässt - die Depression, - sie geht nicht alleine weg - gibts ein paar Wege - du vegetierst, viele bringen sich selbst um, oder die Depression schlägt um in eine bipolare Störung - sowie es bei mir ist (eine manische Depression-dazu noch chronisch).

    Deine Müdikeit kommt also von 2 Seiten:
    1. Deine Erkrankung der Lunge und 2. eine Depression die du schnellstens behandeln lassen solltest.
    Dazu rate ich dir umgehend einen guten Neurologen aufzusuchen. Der wird dir dann auch einen Psychologen empfehlen können. Viele werden auch schon von der Kasse bezahlt.
    Bei der Auswahl des Psychologen rate ich dir folgendes: Es gibt immer ein Kennenlerngespräch. Wenn dir der/die Jenige nicht zusagt, du der Meinung bist der/die ist nicht sympatisch, dann sag ihr/ihm das auch und lass dir eine ander Nummer geben. Das ist ganz normal. Du musst dich unbedingt wohlfühlen bei der Person. Die Chemie muss stimmen.
    Geh auf jedenfall zu einem anderen Neurologen. Sag dem nur was von deinem Copd,... der soll sich selbst seine Meinung bilden und nicht die des anderen Neurologen übernehmen.

    Ist halt meine Meinung....
    LG und alles Gute!

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