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Thema: Herzneurose, die ständige Angst ums Herz, Erfahrungen?

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In dieser Diskussion geht es um "Herzneurose, die ständige Angst ums Herz, Erfahrungen?" im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
    xaikon
    Gast

    Unglücklich Herzneurose, die ständige Angst ums Herz, Erfahrungen?

    Guten "Morgen",

    (Wollt mal wissen, wem es so ähnlich geht, bei dem Thema, bzw. ob jemand damit Erfahrung hat).
    Ich hoffe es geht in Ordnung, wenn ich meine Geschichte diesbezüglich schreibe.
    Angefangen hat es,vor ca. 2 Jahren, nachdem ich nach einer Mandelentzündung, mir den Fuß gebrochen hatte und vor dem Abitur stand. Bis dahin, war eig alles in Ordnung, nie irgendetwas mit dem Thema Herz bzw. Medizin zu tun gehabt und bin auch sehr gut damit gefahren. Begonnen hat es damit, dass ich, als ich mir den Fuß gebrochen hatte und Medis nehmen musste, eines Abends verschluckte ich mich so unangenehm, dass ich in die Notaufnahme musste, weil ich nur noch schlecht Luft bekam, sprich Erstickungsangst hatte, dort angekommen stand schon alles bereit, Notfallwagen und Bett waren gerichtet, nach einer, für mich dauerenden Ewigkeit an Untersuchung, war klar, keine Verengung der oberen Atemwege und kein Verdacht auf Aspiration eines Fremdkörpers, sollte mich jedoch melden, falls es schlimmer werden würde, was es nicht wurde. Ab diesem, für mich zum ersten Mal, konfrontierten Gedanken, das war es jetzt, mach deinen Frieden, ging es nur noch bergab. Ich hatte ständige Angst beim Essen mich wieder zu verschlucken und nahm in ca. 2Monaten ca 22kg ab. Während dieser, ich nenn es mal ersten Angstphase, bekam ich die zweite "Mandelentzündung", bei welcher mir mein Hausarzt ein Antibiotikum verschrieb, auf welches ich mit sehr starkem Herzrasen reagierte und meine zweite Fahrt in die Notaufnahme begann. Später stellte sich heraus, dass ich keine Mandelentzündung hatte (mein HNO-Arzt, bei welchem ich deswegen war, meinte es wäre besser erstmal einen Abstrich zu machen um zu sehen, um welche Streptokokken es sich handelte. Fazit: Antibiotikum gegen normale Mundflora). So ging es weiter mit dem "Essen", bzw. was man essen nennen konnte, bis ich meine ersten Schwächeanfälle bekam. weil ich mich damals, bei einer Größe von 186cm und einem Gewicht von "nur noch" 98kg (vorher 120), von einer Schreibe Toastbrot ernährte. Mein bester Freund, welcher zugleich im Rettungsdienst tätig war, behielt schon das Blutdruckmessgerät und einige Dextros vorsichtshalber im Auto, falls ich ihn mal wieder anrief. Nach einiger Zeit, fing ich unter Beobachtung an wieder normal zu essen (Beobachtung, nicht alleine, da ich so unter Panik und Angst litt mitlerweile, dass ich mich an fast jedem Bissen verschluckte). Nach einiger Zeit. ca 2 Monate, konnte ich wieder normal essen, nahm auch wieder ein bisschen zu und mein Fuß verheilte auch enorm schnell, so dass ich mich frohen Mutes aufs Fahrrad schwang um meinen ersten "freien" Tag am See zu verbringen. Dann gings wieder los, kaum war ich die 2km an See gefahren, setzte mich hin und nahm den ersten Schluck Radler, merkte ich ein Stolpern in der Brust, dachte mir aber nichts weiter. Am Abend dann, bei meinem ersten Mal weggehen, seit der Mandelentzündung, dem Abitur, dem gebrochenen Fuß und der Essensgeschichte, stolperte es wieder und mir wurde schwindelig, wieder dachte ich jetzt ist es aus. Ein Freund hat mich dann nach unten gebracht, vor die Tür damit ich von dem Herzrasen wieder runterkäme, ich konnte mich dann auch wieder beruhigen und ging wieder zurück. Doch nun war es da diese verflixte (freundlich ausgedrückt Herzstolpern und es ging auch nicht mehr weg, wurde jedoch von Tag zu Tag mehr. Ich ging dann in die Klinik, Ruhe-EKG/Echo, Stress-EKG/Echo, Blutbild, LZ-EKg, Blutdruck, das ganze non-invasive Programm durch und was kam raus, gerade mal 7 Extrasystolen (supraventrikulär), und ein neg. T in III und aVL, welches aber aufgrund der fehlenden Myokardischämie kein Belang zu geschrieben wurde. Cool dachte ich, wenn es nichts ist kanns mir ja egal sein Denkste! Jeden Tag wurden es mehr und mehr, hätte ich sie nicht gespürt, wäre es mir egal gewesen, doch jede einzelne spüren, naja, jeder so wie er/sie damit abkann, ich konnte es nicht. Mittlerweile, war meine Angst so groß, dass ich anfing "Ursachenforschung" zu betreiben, da ich dachte, würde ich die Ursache bzw. den Grund finden, würde ich damit besser klar kommen und so fing ich an alle möglichen medizinischen Fachschinken quasi auswendig zu lernen, gesellte mich anstelle meines Studienganges immer öfter in die Vorlesungen der Medis und wusste bald für meinen Geschmack zuviel von Medizin, als das es mich beruhigen würde. Für meine Eltern war ich schon der Psychopath der Familie und wurde immer mehr in die Ecke der Geisteskranken gestellt. In dieser Zeit und mit der dauernhaften Angst und dem Stress hat auch meine Anfälligkeit für Infekte zugenommen, was sich durch quasi dauerhafte erkältungen über 3 Monate deutlich machte. Mittlerweile gesellte sich die zweite kardiologische Untersuchung hinzu, bei der wieder das schon oben genannte festgestellt wurde, nämlich nichts. Nach zig Tausend subjektiv erlebten Herzstillständen mit Besuch der Notfallpraxis, wo bis auf einen inkompletten Rechtsschenkelblock (anscheinend Fehler bei der Messung, durch die Elektroden), welcher am nächsten Tag im EKG nicht mehr zu sehen war und auch nie mehr auftrat, nichts zu sehen war, begann ich meine Ängste und Depressionen, welche sich hinzugesellten in Alkohol zu ertränken, bis ich eines Tages, nach einem Kasten Bier, einer halben Flasche Wodka und Joster (Joahnnisbeerlikör) krank im Bett lag und meine "Zufluchtsmöglichkeit" überdachte und sein lies, eine Therapie anfing. Mittlerweile, war ich so dermaßen sozial isoliert, dass ich ein ganzes Jahr nur noch zum Einkaufen und ggf. Familienfesten, meine Wohnung (in welche ich letztes Jahr zog) nicht mehr verließ. Meine Kondition sank auf null und jede Anstrengung endete in Herzrasen, wo mein gefühlter Rhytmus eh schon alle Sanktionen der Normalität brach. Anfang dieses Jahres die dritte Untersuchung, mit oben genannten, ohne Befund. Heute, bin ich immernoch in Therapie und die ES sind auf max. 2-3 pro Woche gesunken, jedoch die Angst, welche mich allzu oft veranlasst hat, vor der Klinik zu schlafen, seis im Winter, Sommer etc, ist immernoch da und geht auch nicht mehr, ich traue mich nun nichts mehr, weder Sport, noch Abends wegzugehen (wozu ich leider eh nicht in der Lage bin, da ich selbst wenn ich geschlafen habe, habe nun auch Schlafstörungen, tagsüber so dermaßen erschöpft bin, dass ich meist wieder ins Bett falle, jedoch nicht schlafe) in die Diskothek, Kino o.ä. was jugendliche in meinem Alter so tun. Arbeiten geh ich nun wieder und zwar in dieser besagte Klinik, um durch Praxis Erfahrung meiner Angst entgegen zu wirken, bisher jedoch erfolglos. Es fehlt einfach die Akzeptanz, zu glauben, dass der Lebensmotor Herz, nicht wie eine Maschine reibungslos und immer im Takt läuft, da ich jede einzelene Störung, seis mal schneller, langsamer, mal Blutdruck höher, mal niedriger spüre, weil ich so gelernt hab, in mich reinzuhöhren. Jetzt während dem schreiben habe ich auch wieder die Angst an einer Kardiomyoparthie zu leiden, seis das Brugada-Syndrom etc. oder "schlicht" eine Myokarditis und das mein Herz einfach aufhört zu Schlagen.

    So vielmals um Verzeihung für den langen Text (die unzähligen Ruhe -EKGs und familiäre, sozialen Differenze, so nenn ich sie mal, nett ausgedrückt hab ich außen vor gelassen), vielleicht gibt es jemanden hier, der sich damit auskennt (aber nicht hoffe, selbst durchgemacht zu haben), bzw. Ratschläge weiß, bin für jede Antwort dankbar
    (Bin momentan in Therapie)

    Liebe "herzliche" Grüsse Jerome

  2. #2

    Standard AW: Herzneurose, die ständige Angst ums Herz, Erfahrung

    du weißt, das es gute Medikamente gegen Angststörungen gibt, oder? Wenn ja, welche nimmst du? Vielleicht sollte man da zur Unterstützung noch einmal schauen.

  3. #3
    xaikon
    Gast

    Standard AW: Herzneurose, die ständige Angst ums Herz, Erfahrung

    Ja, ich weiß, dass man bei Angststörungen mit einer guten Medikamentation Fortschritte erzielt. Ich selbst nehme keine, da ich auch vor Medikamenten bzw. deren Nebenwirkungen Angst habe, seit dem Zwischenfall mit dem Antibiotikum.

  4. #4
    Nachtigall
    Gast

    Standard AW: Herzneurose, die ständige Angst ums Herz, Erfahrung

    Ich würde es mit einer Psychotherapie versuchen, aber ich meine, ein gutes Medikament wäre sehr angebracht.

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