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Thema: Psychische Belastung am Arbeitsplatz

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In dieser Diskussion geht es um "Psychische Belastung am Arbeitsplatz" im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #31
    zefiro
    Gast

    Standard AW: Psychische Belastung am Arbeitsplatz

    Hallo,

    vielen Dank für Eure Beiträge. Ich komme erst jetzt zum antworten, da ich einige Tage verreist war...

    zum Thema "professionelle Hilfe":
    ja, ich habe deswegen schon eine Psychotherapie absolviert. Aber sie hat eigentlich nicht viel gebracht, ausser, dass mir nun halt offiziell bestätigt wurde, dass ich im falschen Beruf bin und was ändern müsste.

    @Sandra:
    die Vorschläge von Dir sind gut - an derartige Berufsänderungen habe ich auch schon gedacht. Es ist aber konkret gar nicht so einfach, sich diesbezüglich umzuorientieren. Denn auch hier würde ich wieder eine Zusatzausbildung benötigen (ohne die anscheinend ein derartiger Berufswechsel nicht funktioniert). In meiner alten Firma hatte ich mich sogar schon gezielt auf Stellen im Bereich "technische Redaktion" beworben, doch ich wurde überall wegen meiner fehlenden offiziellen Qualifikationen abgelehnt.
    Tja, und für den Bereich digitale Fotografie habe ich eine Woche lang ein Praktikum in einer Fotoagentur absolviert. Es hatte mir viel Spaß gemacht, aber ein Job ist auch nicht draus geworden...

    Dass ich dringend was ändern muss, sehe ich daran, dass mich die gelegentlich geäußerten negativen Rückmeldungen natürlich nicht kalt lassen, sondern an meinem Selbstbewusstsein kratzen. Aktuellstes Beispiel: heute habe ich erfahren, dass manche Mitarbeiter unseres Hauses versuchen, Dienstleistungen nicht von mir ausführen zu lassen (sondern von meinen Kollegen), weil man anscheinend mindere Qualität befürchtet. Und schon fühle ich mich deprimiert und niedergeschlagen.

    Andererseits kann ich die anderen Leute auch verstehen. Meine Ergebnisse sind nun mal wirklich nicht so gut wie die meiner Kollegen.

    Warum das so ist? Hm, das ist so ähnlich wie die Frage nach dem Ei und dem Huhn. Mir machen die Aufgaben überhaupt keinen Spaß, ich fühle mich durch sie überfordert. Deshalb ist meine Motivation auch nicht übermäßig hoch. Ohne diese jedoch sind in meinem Beruf keine guten Leistungen möglich.
    Tja, und ohne Erfolgserlebnisse sinkt meine Motivation noch weiter ab...

    Ich hatte übrigens in der Vergangenheit immer wieder versucht, mir für meinen Beruf positive Motivation einzureden, um mich intensiver in die Arbeit hineinzustürzen. Aber mathematisch-logisches Talent lässt sich nicht erzwingen. Letztlich waren die Ergebnisse immer nur mittelmäßig, und die Spirale nach unten begann von Neuem...

    Letzter Update:
    soeben höre ich, dass sich etliche meiner Kollegen morgen zum Biergartenbesuch treffen wollen. Mich hat gar niemand mehr gefragt, ob ich mitkommen möchte...

    Abgesehen davon, dass ich mich ausgegrenzt fühle weiß ich nicht genau, ob ich mir überhaupt wünschen sollte, eingeladen zu sein. Denn die Gespräche bei diesen Biergartenbesuchen drehen sich zu schätzungsweise 70% um Computerthemen, beim Rest gehts um irgendwelche Fußball- oder ähnliche Sportereignisse etc. Erfahrungsgemäß kann ich zum Gesprächsverlauf nichts Nennenswertes beitragen, da mich die Themen nicht interessieren bzw. ich aufgrund mangelnder Kenntnisse nichts dazu sagen kann. Andererseits will aber auch niemand meine Meinung zur neuesten Fotoausstellung im Haus der Kunst wissen...
    Geändert von zefiro (23.05.2007 um 16:07 Uhr)

  2. #32
    zefiro
    Gast

    Standard AW: Psychische Belastung am Arbeitsplatz

    So, ich führe mal meinen kleinen Monolog hier fort...

    meine Kollegen haben sich also nun gestern abend im Biergarten getroffen. Niemand hatte mich gefragt, ob ich mitkommen wollte (nur meine Kollegin, die mit mir im Zimmer sitzt wurde gefragt).

    Ich weiß immer noch nicht so recht, was ich davon halten soll, ob ich nun ernsthaft besorgt sein soll oder besser gelassen bleibe.

    Es ist ja eigentlich kein großes Drama und ich habe auch sicherlich nicht viel verpasst, aber es schleicht sich halt doch das Gefühl des Ausgegrenztseins ein...

    Glücklicherweise habe ich ausserhalb meines Berufslebens ganz gute soziale Kontakte, sonst wäre ich sicher niedergeschlagener. Ich weiß (oder vermute) halt, dass es daran liegt, dass meine Kollegen und ich einfach keinen Draht zueinander haben (fehlende gemeinsame Gesprächsbasis wg unterschiedlicher Interessen + die Ansicht, dass ich als Mitarbeiter wenig kompetent bin).

    Naja, aber glücklich bin ich deswegen auch nicht...

  3. #33
    Rettungsassistent Avatar von Patientenschubser
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    53 Jahre
    Wohnort
    Dahoim
    Mitglied seit
    22.05.2006
    Beiträge
    3.434
    Blog-Einträge
    16
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Psychische Belastung am Arbeitsplatz

    Also mein Tipp, da sich das ja schon so in Richtung Mobbing anhört - aber vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste..-

    Suche das Gespräch mit deinen Kollegen.
    Nur so kannst du irgendwelche Mißverständnisse aus der Welt schaffen.

    Gruß Schubser


    __________________________________________________ _____
    "Was soll das heißen, ich hätte KEINE Gefühle?
    Ich bin immerhin schmerzempfindlich!"





  4. #34
    Caro
    Gast

    Standard AW: Psychische Belastung am Arbeitsplatz

    Zitat von Klosterbruder Beitrag anzeigen
    Macht uns die psychische Belastung am Arbeitsplatz langsam kaputt ?
    Hm,wohl nicht kaputt,....aber es schlaucht.
    Hier mal in Kurzform mein Arbeitstag am Samstag.Eigentlich sitz ich nur an der Kasse unseres Freibades,leichter Job ,...sollte man denken.

    In Kurzform was so alles los war.
    ...schönes Wetter,abgesehen von den Unwetterartigen Gewittern.
    Samstagfrüh nach Unwetter in der Nacht Chlorgasalarm.Was ein Stress und Hektik.War ein Fehlalarm,vermutlich Blitzschlag.Dann viele Badegäste,also eh viel zu tun.Dann Gewitter im anmarsch.Die Leute aus dem Wasser holen,das Gewitter wurdee zum Unwetter,verängstigte Kinder trösten,Eltern zum abholen anrufen...plötzlich wieder Alarm.Wir sind dort ja nur zu zweit,....während unsere Schwimmmeisterin noch immer unbelehrbare Jugendliche aus dem Wasser scheuchte ging alles drunter u. drüber.Ich hab ja nach einer Woche dort was die Technik anbelangt wirklich noch nicht viel Ahnung,...Filteralarm Stufe drei hiess es diesmal,die Beckentemperatur stieg binnen Sekunden um 10 Grad laut Anzeige.Runter in den Keller und fast Herzschlag bekommen.Der Sicherungskasten des Bades war kurz vor dem absaufen,nur noch gute 10 cm Platz.Alles unter Wasser.Logisch wäre ein Anruf bei der Feuerwehr gewesen,aber nein,...sie meinte wir schaffens allein.
    Wir haben gepumt wie die irren,immer noch gut 300 Menschen im Bad und dieses Unwetter hörte nicht auf.
    Wenigstens schafften wir es das das Wasser nicht stieg,aber zum sinken brauchten wir eine weitere gute Stunde.Unwetter wieder vorbei...strahlender Sonnenschein,....Badebetrieb ging normal weiter.
    Auf Grund des chaotischen Zwischenfalls bekamen wir zur Unterstützung Laura,...grad 18 Jahre alt,Rettungsschwimmerin...sie springt ein wenns zu voll wird im Bad.
    Schwimmmeisterin ist im Keller,checkt die Technik,Laura hat wachsames Auge auf die Badegäste.Da geschiehts,...sie verdreht die Augen,schafft noch sich zu setzen,ihr Kopf fällt nach vorn,Speichel fliest,sie atmet flacher und ist völlig weg getreten.
    Ich rufe über das Mikro nach einem Arzt,hoffe das zufällig jemamd anwesend ist der Ahnung hat,rufe die Rettung an.Schwimmmeisterin ist in der Technik,also weder über Mikro noch Handy erreichbar da dort Null Empfang.Ich bitte eines der Kinder zu ihr zu laufen.

    Heute wissen wir das es ein Epileptischer Anfall war.Sie hatte das bereits öfters.Da sie aber ihre Zukunft bei der Bundeswehr sieht,war sie damit noch nie zum Arzt aus angst ihr Zukunftstraum könnte platzen wie eine Seifenblase

    Dazu kommen nun noch mein DLRG Schein,retten und bergen von Ertrinkungsopfern und alles sowas.Sind alles Crashkurse und manchmal denk ich in meinen Schädel passt nix mehr rein.Dazu kommt das ich seit Ewigkeiten keinen wirklichen Sport machte.Nun aber nach Zeit schwimmen soll,Klamottenschwimmen und alles andere.

    ES ist halt nicht nur Mobbing welches für psychische Belastung sorgt,...denn mir macht meine Arbeit eigentlich ne Menge Spass.

  5. #35
    Wohnt praktisch hier Avatar von Brava
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    3

    Standard AW: Psychische Belastung am Arbeitsplatz

    Unter Mobbing wird verstanden, dass ein im Arbeitsumfeld Unterlegener über längere Zeit Angriffen durch Kollegen oder Vorgesetzte ausgesetzt ist. Der Betroffene sieht keine Möglichkeit, sich gegen die dadurch entstehende Diskriminierung und den daraus folgenden Ausschluss aus der beruflichen Gemeinschaft zu wehren. Es entstehen erhebliche negative Folgen sowohl für den Betrieb (Fehlzeiten, Kündigungen etc.) als auch für den betroffenen Mitarbeiter (psychische und körperliche Beschwerden).
    Mobbing kann auf verschiedene Weisen stattfinden, so z.B. durch Schädigung der sozialen Beziehungen oder des Ansehens des Betroffenen. Die Ursachen sind in verschiedenen Bereichen zu suchen, beispielsweise in arbeitsorganisatorischen Mängeln, dem Führungsstil des Vorgesetzten oder dem Betriebsklima. Für den Einzelnen besteht die Möglichkeit, zu versuchen, die Konflikte in Einzelgesprächen oder durch Vermittlung des Betriebsrates beizulegen. Auf betrieblicher Ebene wird von den Gewerkschaften die Ausarbeitung eines "Belästigungsverbotes" empfohlen.

  6. #36
    Krankenschwester Avatar von Leonessa
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    Berlin- Reinickendorf
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Psychische Belastung am Arbeitsplatz

    Hab mal ne Frage an euch:

    Glaubt ihr, es ist Zufall wer gemobbt wird oder glaubt ihr dass es gewisse Personengruppen gibt die es häufiger trifft? Wenn ja, warum?

    Ich hatte über das Thema vor kurzem eine interessante Diskussion.
    Bei Kinder, waren wir uns einig, ist es in der Schule oft das Übergewicht und die daraus resultierenden Schwierigkeiten im Sportunterricht, die dazu führen, dass andere Kinder zuerst nur lachen und sticheln, woraus aber sicher auch schnell Mobbing werden kann.
    Bein Erwachsenen wäre mir so eine "typische Personengruppe" noch nicht aufgefallen.

    Liebe Grüße Julia

  7. #37
    Aktiver Teilnehmer Avatar von Maggie
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    330

    Standard AW: Psychische Belastung am Arbeitsplatz

    Hi Leonessa,

    Menschen die sich sozial von der Gruppe im Arbeitsleben abgrenzen, werden schnell gemobbt.

    Menschen die sich schlecht wehren können sind auch ein sehr leichtes Ziel, man sucht sich ja bestimmt keinen Stärkeren heraus, da man sonst Gefahr läuft, dass sich alles gegen einem selber richtet?

    Lieber Gruß Maggie

  8. #38
    Fühlt sich wohl hier
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    07.05.2006
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    127

    Standard AW: Psychische Belastung am Arbeitsplatz

    Da interessiere ich mich für. Ich will unbedingt weg aus der Firma, weiss aber nicht, wie. Bewerbungen laufen, leider noch ohne Erfolg.

  9. #39
    Schaut ab und zu mal rein Avatar von Sammlerin
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    Arth-Goldau
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    Standard AW: Psychische Belastung am Arbeitsplatz

    Hallo Herbstwind
    Wirst du denn gemobbt, an deinem jetztigen Arbeitsplatz?
    wir haben kürzlich Freunden diskutiert, dass man in gewisssen Situationen, nicht im Interesse des Geschäfts entscheidet und sich somit beim Boss unbeliebt macht!

    Das ist mir auch mal passiert, weil ich ein moralisch sehr ehrlicher Mensch bin und Kunden nicht belügen, oder prellen möchte!
    Man sagt, dass bei einem deutschen Grossverteiler(hier in der Schweiz) üblich sei, dass sich Anfestellte gegenseitig bespitzeln und Meldung machen müssen! Das finde ich schlimm, ob das bei euch in Deutschland auch oft vorkommt?
    Grüssli

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