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Thema: starke suizidgedanken, weiss nicht mehr weiter

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In dieser Diskussion geht es um "starke suizidgedanken, weiss nicht mehr weiter" im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    37 Jahre
    Mitglied seit
    28.10.2010
    Beiträge
    2

    Standard starke suizidgedanken, weiss nicht mehr weiter

    Hallo an alle,

    ich bin neu hier und leider mit einem großen Problem... von vorne..

    Ich bin als Kind sehr von meinem Vater behütet worden, da meine Schwester die zwei jahre vor mir geboren wurde kurz nach der geburt am Kindstod gestorben ist. Meine Mutter dagegen hasst mich von Beginn an, aus Eifersucht und weil ich ihr im gegensatz zu meiner Schwester nicht ähnlich sehe. Wenn mein Vater beruflich unterwegs war (er war nur am WE da) sollte sie eigtl. auf uns drei Kinder aufpassen. Hat sie aber nicht. Stattdessen blieben wir stundenlang alleine oder es kam ein betrunkenes Kindermädchen.

    Wie wir älter wurden mussten wir den Haushalt für Sie machen, ihr den Rücken waschen und still daneben sitzen wenn sie sich vor unseren auch befridigte und uns anschließend mit ihren händen anfasste. Mein Vater bekam von alldem bis heute nichts mit. Er war immer stark auf leistung orientiert, wir mussten den ganzen Tag lernen bis abends, alle Freunde waren ihm nie gut genug. Beziehungen waren verboten. Fernsehen nur abends eine Stunde und Tel. nur eine halbe Stunde. Zudem neigte er zu Gewaltausbrüchen.
    Meinen mittlerren Bruder hat er oft blutig und blau geprügelt weil er in der schule nie so gut war. Als er mit 17 eine Freundin nach Hause brachte ist mein Vater ausgerastet. Mein bruder hat sich 4 Tage später vor einen Zug geworfen und umgebracht. Ich war damals 14. Uns wurde verheimlicht das er noch einen zwillingsbruder hatte und unser opa und oma wurde gesagt sie seien bereits tot. Bis die einladung zur beerdigung meines opas kam. Ich wurde seit ich 11 bin von meinem Onkel missbraucht, bis vor 10 Wochen. Ich bin heute 27 und mein Vater und meine Mutter kontrollieren mich bis heute. Vor zehn wochen war alles zuviel und ich bin von zuhause abgehauen. Nach langen überreden bin ich zu meinem Hausarzt hab ihm ein Teil anvertraut, er überwies mich zu einer Psychologin. Kurz danach bin ich in die Psychiatrische Klinik gekommen. Wegen Depression und starker suizid gefärdung. Nach vier Tagen hatte ich ausgang weil ich zum Amt musste wegen Anträgen und so. Meine Eltern haben mich gefunden und kurzer Hand wieder mitgenommen. Sie haben mir die Tabletten verboten (Amitriptilyn 200 mg, Tavor - weiss leider nicht wieviel, Neurexan und in der Klinik bekam ich noch Valium) und auch verboten zur Klinik zurückzu gehen geschweige denn zu meinem Arzt oder der Psychologin. Sie haben mich von morgen bis abends kontrolliert, eingesperrt etc. Das Amitriptilyn konnte ich heimlich gott sei dank weiter nehmen. Und auch den ein oder anderen termin bei der Psychologin zum Glück noch war nehmen, wenn ich sagte ich bin mit dem Hund raus. Jetzt war ich soweit zu sagen ok ich überwinde mein Angst vor meinen Eltern und geh wieder in die Klinik. Habe mit der Ärztin von der Station gesprochen, die war damals strikt dafür dass ich noch in der Klinik bleibe und sie sagte ich könnte wieder kommen. Das wäre gut und das ich evtl. auch mir mal die Traumastation anschauen sollte. Letzlich hat alles nicht am selben Tag geklappt, so dass ich erst ein paar Tage später konnte. Habe in der Klinik angerufen, die sagte es sei eigtl. voll ich solle auf Station fragen. Da war die Ärztin gerade nicht da und die sagten es wäre gerade kein platz (bin mir nicht sicher ob die Dame wusste wer ich war). Schluss endlich kann ich also gerade nicht in die Klinik und bin nervlich total am ende. Ich kann nicht mehr und will nicht mehr. Ich hasse mein leben, mich selbst meine Eltern und kann das alles nicht mehr aushalten und ertragen. Ich habe ein paar mal versucht meinen eltern zu erklären wie es mir geht, wie ich mich fühle, aber sie ignorieren es, motzen mich an und meinen es liegt alles nur an meiner einstellung, wenn ich mich im Kopf ändern würde, würde es mir auch besser gehen und sie hätten genug eigene Probleme. Als ich von zuhause weg war, hat mein Vater ständig gedroht das er sich umbringt wenn ich nicht zurück komme und das ich es ja jetzt geschafft hätte ihn endgültig fertig zu machen und in den Tod zu treiben. Ich kann einfach nicht mehr, halt das alles nicht mehr aus. Nach dem Tod meines Bruders, hat mein älterer Bruder mehrere Suizid versuche gehabt, war oft wochenlang verschwunden. Auch da gab es von meinem Eltern nur vorwürfe und Analysen bei ihm, aber nie bei meinen eltern selbst. Ich hab einfach das gefühl keine Kraft mehr zu haben. vor drei tagen stand ich wieder an den Bahngleisen hab überlegt es zu machen. Heute wollte ich alle Tabletten schon mal sammeln.. Es ist alles so sinnlos, ich will nicht mehr.. zudem habe ich panikattacken immer wieder alpträume seit jahren und ständig die Bilder vor dem Kopf. Ich kann mich zu nichts mehr aufraffen, nicht mehr konzentrieren, nichts macht mehr spass. Ständig sehe ich in anderen menschen meinen bruder und meinen onkel, bei der kleinsten sache bekomme ich panik... diese todeswünsche habe ich schon seit jahren, doch ich wusste immer ich schaff es eh nicht... doch in den letzten wochen ist es anders...und jetzt bin ich an einem punkt wo es mir egal ist, ich nicht mehr will.

  2. #2
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    47 Jahre
    Mitglied seit
    29.10.2010
    Beiträge
    1

    Standard AW: starke suizidgedanken, weiss nicht mehr weiter

    Hallo Akima.
    Wenn du denen sagst das es dir nicht gut geht und du mit gedanken spielst dir etwas an zu tun, werden und müssen sie dich annehmen. Das wird dir auch gut tun, weil da menschen sind die ähnliches erlebt haben und dich verstehen. Das allein wird dir schon gut tun und neue kraft geben.
    Du muß dir nur im klaren sein wofür du es tust und es gibt 2möglichkeiten.
    1. Du tust es damit du wieder kraft hast um den ganzen schrott von deiner familie weiterhin anhören zu können, was mit den tabletten einige zeit machbar wäre.
    2. Du tust es für dich, damit du endlich anfangen und lernen kannst zu leben,zu träumen und das alles umsetzen kannst.
    Du bist stärker als du denkst. Mit solchen problemen 27 zu werden verdient respekt.
    Es gibt eine einfache regel. Wer, oder was nicht mein leben bereichert sondern schadet hat in meiner nähe nichts zu suchen. Du kannst deiner familie nicht helfen so lange sie es nicht wollen, nutz deine energie für etwas was sinn hat, am besten für dich selbst.
    Wünsche dir kraft und ausdauer auf deinem weg und es ist machbar, ich weiß wovon ich rede.

  3. #3
    Nachtigall
    Gast

    Standard AW: starke suizidgedanken, weiss nicht mehr weiter

    Hallo Akima,
    ich gebe kaan recht. Du musst jetzt endlich was für dich tun, und zwar nur für dich alleine. Erst mal ganz schnell weg von deinen Eltern. Lass dir bitte keine Schuldgefühle einreden, dass du für den Suizid deines Bruder verantwortlich wärst oder dass sich dein Vater umbringt, denn das tut er nicht, aber er weiß, dass er dich damit unter Druck setzen kann.

    Das ist ja eine horrende Geschichte, wie sich deine Eltern gegen ihre Kinder schwerst versündigen. Sie waren nie wirkliche Eltern für euch, sondern sind nur egoistisch ihren Interessen nachgelaufen und haben euch total vernachlässigt. Und den Missbrauch durch deinen Onkel über Jahre hinweg schlicht und einfach ignoriert, weil es ihnen egal war, wie es dir geht.

    Du bist schwer traumatisiert, und ich würde dir dringend raten, in der Klinik nochmal nachzufragen, ob sie dich nehmen, weil du akut gefährdet bist. Und ich rate dir, dich mit einer Sozialarbeiterin in Verbindung zu setzen, die dir hilft, von deinen Eltern wegzukommen. Mit 27 ist es allerhöchste Zeit. Und du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben, denn du bist deinen Eltern nichts, aber absolut gar nichts schuldig, so wie sie dich und deine Brüder behandelt haben. Im Gegenteil, du bist es dir selber schuldig, dass du aus diesem Martyrium rauskommst. Und wenn du vorerst nur im einem Frauenhaus Unterschlupf findest, wo sie dich nicht finden können, denn da darf niemand Auskunft geben.

    Wenn der Vater wieder sagt, er bringt sich um, dann denk an die Geschichte meiner Freundin, deren Mann auch immer sagte, er wolle sich erschießen (war Jäger), und immer versuchte sie, ihn zu beschwichtigen. Irgendwann platzte ihr der Kragen und sie sagte: Dann tu es endlich, damit ich meine Ruhe habe! Er hat sich natürlich nicht erschossen, weil er zu feige war, aber er hat sowas nie wieder gesagt, weil er gemerkt hatte, dass er damit nicht mehr landen kann.

    Momentan muss ich aufhören. Aber ich schreib wieder, wenn mir noch was dazu einfällt. Und du kannst dir auch noch von der Seele schreiben, was so brennt.
    Bis dann. Alles Liebe! Nachtigall

  4. #4

    Standard AW: starke suizidgedanken, weiss nicht mehr weiter

    Versuche als erstes in einem Frauenhaus Schutz zu finden.

    Anzeige bei der Polizei, Schutz mit Hilfe des Opferschutzbeauftragten der Polizei ausarbeiten

    Psychiatrische Klinik aufsuchen,

    alles mit der Zeit aufarbeiten


    viel Kraft und Glück,

    spokes

  5. #5
    Ärztin (Innere Medizin / Kardiologie)
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    41 Jahre
    Mitglied seit
    24.12.2007
    Beiträge
    1.182
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: starke suizidgedanken, weiss nicht mehr weiter

    Ich gebe spokes völlig Recht: wende dich an die Polizei, die nehmen deine Anzeige wegen des Missbrauchs und der Gewlt auf und vermitteln dich an de Ansprechpartner für ein Frauenhaus. Und wenn du solche Gedanken an Selbstmord hast, dann bekommst du immer einen Platz in der Psychiatrie. Wobei das für dich nur eine Akutlösung wäre, denn du gehörst definitiv in eine psychosomatische Behandlung mit Schwerpunkt Traumatherapie! Nur leider ist es schwer, da auf die Schnelle einen Platz zu bekommen - aber versuchen solltest du es!!! Es gibt spezielle Traumakliniken (z.B. Wicker-klinik Bad Wildungen) in denen es geschützte Frauenbereiche gibt, in die kein Mann reinkommt. Dort hättest du zusätzlich Schutz und Sicherheit vor deinem Vater.

  6. #6
    Nachtigall
    Gast

    Standard AW: starke suizidgedanken, weiss nicht mehr weiter

    Ja, ich wollte das mit deinem Onkel auch noch anmerken, aber da fehlte mir vorhin die Zeit. Hat er dir gedroht, dass du den Missbrauch so lange zugelassen hast und nicht zur Polizei gegangen bist? Du solltest ihn natürlich schon anzeigen, ohne Rücksicht auf deine Familie. Nicht nur wegen dir, sondern auch weil es sein könnte, dass er sich ein anderes Opfer sucht, wenn er es nicht schon hat. Ihm muss das Handwerk gelegt werden.

    Also, jetzt hast du ein paar Antworten bekommen. Wenn du überhaupt keinen Lebenswillen mehr hättest, hättest du nicht hier im Forum Hilfe gesucht. Es sind ein paar Schritte, die du gehen musst: Polizei, Frauenhaus, Sozialarbeiterin (weil du im Frauenhaus nur vorübergehend unterkommst - was hast du eigentlich für einen Beruf?), psychiatrische Klinik, langfristige Traumabewältigung. Scheint ein bisschen viel für den Moment, und du brauchst enorm viel Mut dazu, aber du brauchst nur einen Schritt nach dem anderen zu tun.

    Ich wollte dir nur noch mitgeben: Du bist - auch wenn du es anders empfindest - ein wertvoller Mensch, der es verdient, endlich mal leben zu lernen!!!

    Wir alle wünschen dir besonders viel Mut und Kraft für deinen neuen Weg. Kannst dich ja mal wieder melden, was sich so tut. Alles Gute!
    Nachtigall

  7. #7

    Standard AW: starke suizidgedanken, weiss nicht mehr weiter

    und der Weg lohnt sich!

    (bin ebenfalls eine Überlebende sexualisierter Gewalt)

  8. #8
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    37 Jahre
    Mitglied seit
    28.10.2010
    Beiträge
    2

    Standard AW: starke suizidgedanken, weiss nicht mehr weiter

    Danke euch allen. Sorry das ich mich erst jetzt melde. ging leider nicht früher. Um euch kurz auf den laufenden zu halten.. ich hatte am Freitag einen Suizidversuch, bin dann in die Klinik und seit dem in in der Psychiatrie wieder. Es ist ganz gut, da ich mir grad selber nicht traue. Zu meinen Eltern habe ich keinen Kontakt mehr und nach absprache mit den Ärzten und Pflegern werden die hier auch nicht reingelassen, da es alle z.Z. für besser halten wenn ich den kontakt erst mal ruhen lasse und mich stabilisiere. Und meine Eltern selbst hilfe brauchen. Jetzt sucht mein Bruder für mich gerade nach einer Wohnung. Ich werde aber noch eine ganze weile in der klinik bleiben.

    Euch allen danke für eure Hilfe. TAt gut.

  9. #9
    Nachtigall
    Gast

    Standard AW: starke suizidgedanken, weiss nicht mehr weiter

    Hallo Akima,
    ich glaube, ich darf auch für die anderen sprechen:
    Wir freuen uns, dass du den Absprung geschafft hast von daheim, dass du gut versorgt wirst und lernst, auf eigenen Beinen zu stehen. Wir wünschen dir dafür viel Mut und Kraft und viel Erfolg und halten dir ganz fest die Daumen!
    Melde dich nur wieder und berichte uns weiter.
    Alles Liebe und Gute!

  10. #10
    Fühlt sich wohl hier Avatar von sei
    Geschlecht
    weiblich
    Mitglied seit
    21.10.2006
    Beiträge
    159

    Standard AW: starke suizidgedanken, weiss nicht mehr weiter

    Hi Akima,
    da schlägst du den richtigen Weg ein, gratuliere und wünsche dir viel Kraft das alles konsequent weiterzuführen.
    Hab eine produktive und schöne Zeit in der Klinik, ja auch in der Psychiatrie kann es schön sein wenn man erst mal zur Ruhe gekommen ist.;-)
    Liebe Grüße

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