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Thema: Stresssyndrom?

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In dieser Diskussion geht es um "Stresssyndrom?" im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
    Noch neu hier Avatar von schueri1976
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    44 Jahre
    Mitglied seit
    01.05.2010
    Beiträge
    14

    Beitrag Stresssyndrom?

    Hallo Ihr Lieben,

    ich bin seit 2008 bei einer kleinen Firma im Büro tätig, anfangs war alles super, mittlerweile stehe ich morgens ungern auf, da die ersten Gedanken wieder nur die Arbeit und die Angst davor einfach da sind.

    Die Aufgaben häufen sich, der Druck auch. Es werden aber keine neuen Leute eingestellt. Die Atmosphäre ist auch nicht mehr so wie am Anfang.

    Man wird nach Arbeitsschluss noch angerufen und bekommt E-Mails, welche beantwortet werden sollen. Obwohl der Feierabend zum abschalten sein sollte - bei mir geht das schon seit einem jahr nicht mehr.

    Ich stehe schon auf der Abschußliste (bin die letzte negative, welche im Weg steht..., d.h. er hat bereits alle entlassen, welche ihn ausgebremst haben, nicht mitziehen etc.)

    Dazu kommen noch private Geldsorgen, zu wenig Zeit fürs eigene Kind (ich bin Vollzeit arbeiten und ich habe einen weiten Arbeitsweg) und den Partner (für die Wohnung fehlt die Kraft). Das eigene Kind wird vom Kiga zur Tagesmutter geschoben, ab nächstes Jahr geht er zur Schule. Er ist sehr sensibel, weint bei jeder Kleinigkeit und ist sehr kuschelbedürftig, was mir selbst auch noch extra an die Nieren geht.

    Ich leide an Adipositas, Magen/Darmprobleme, Migräne und Bluthochdruck. Seit zwei Wochen habe ich Hautausschlag, der durch Stress hervorgerufen wird - lt. meiner Hautarztin. Bei normalen Filmen fange ich das heulen an.

    Ich bekomme Herzklopfen/Herzrasen, beklemmen in der Brust und Schweißausbrüche, wenn das Handy klingelt.
    Wenn ich krank bin oder Urlaub habe, dann wird mehrmals am Tag angerufen (Chef & Kollegen).

    Ich kann nicht mehr! Ich muss für mich jetzt etwas tun.... Von meinem Partner bekomme ich leider nicht die Unterstützung, die ich benötige ggf. mir Wünsche.

    Was kann ich noch tun, ich habe schon von Stresssyndrom und Psychologen gelesen.

    Ich freue mich auf zahlreiche Info's, Tip's und Eure Meinungen.

    Einen schönen Abend

    Eure Sandra

  2. #2
    Ärztin (Innere Medizin / Kardiologie)
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    41 Jahre
    Mitglied seit
    24.12.2007
    Beiträge
    1.182
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Stresssyndrom?

    Deine Arbeitsbedingungen klingen alles andere als gut, das Ganze riecht ein wenig nach einem Burn-Out-Syndrom. Wie du alles schilderst ist es kurz vor 12, dass du da raus kommst.
    Du solltest möglichst schnell versuchen, einen anderen Job zu bekommen, solange du den jetzigen noch hast. Denn wenn du so weitermachst, dann ruinierst du deinen Körper und deine Seele...und zuletzt wird deine Familie daran glauben müssen. Also zieh jetzt die Notbremse.
    Es ist schade, dass du keine Unterstützung durch deinen Partner bekommst. Du könntest auch mal zum Arbeitsamt gehen und dort fragen, welche Möglichkeiten es noch gibt, damit du auch mehr Zeit für dein Kind hast, das dich anscheinend doch mehr braucht. Hast du gute Freunde, die dich in all dem unterstützen können

  3. #3
    Noch neu hier Avatar von schueri1976
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    44 Jahre
    Mitglied seit
    01.05.2010
    Beiträge
    14

    Standard AW: Stresssyndrom?

    Hallo Dreamcatcher,

    davon habe ích schon einmal gehört (Burn-Out..).
    Ich habe mich am Freitag arbeitssuchend gemeldet und hoffe, das es sehr schnell gehen wird.
    Leider habe ich keine Freunde und auch nicht die Zeit eine Freundschaft aufzubauen.
    Es ist ein Teufelskreis, wenn ich an Morgen denke wird mir ganz schlecht, aber da muss ich durch, bis´es etwas neues ergibt.
    Was wäre der nächste Schritt für mich? Einen Arzt aufsuchen?

    Vielen Dank für weitere Anhaltspunkte und einen schönen Abend noch!

    Gruss Sandra

  4. #4
    Fühlt sich wohl hier Avatar von sei
    Geschlecht
    weiblich
    Mitglied seit
    21.10.2006
    Beiträge
    159

    Standard AW: Stresssyndrom?

    Hi,
    an deiner Stelle würde ich auf alle Fälle zu einem Psychiater gehen, lass dich vom HA überweisen. Mir ging es am Arbeitsplatz mal ähnlich, Mobbing, ich wurde dann 1/2 Jahr krank geschrieben und weil es in dem Betrieb gar nicht mehr ging habe ich mir eine Bescheinigung vom Arzt geben lassen das ich aus Gesundheitlichen Gründen dort nicht mehr arbeiten sollte und gekündigt. Auf das Arbeitsamt kannst du dich nicht wirklich verlassen, schreib Initiativbewerbungen und schau immer mal in den einschlägigen Portalen nach Jobs, auch das AA hat eins, zu empfehlen ist auch "meine Stadt. de".
    Das Glück kann man nur schätzen,wenn man das Unglück kennt.

  5. #5
    Gesperrt
    Name
    Ulrike
    Geschlecht
    weiblich
    Mitglied seit
    17.11.2008
    Beiträge
    527

    Standard AW: Stresssyndrom?

    Liebe Sandra,
    beim Lesen Deiner momentanen Situation, mußte ich schon an einen Hamster im Hamsterrad denken. Momentan hast Du keine Lebensqualität und funktionierst nur noch (mehr schlecht als recht).Es gilt diese Situation zu verändern. Das Du dies auch selbst erkannt hast, davon zeugt ja, dass Du Dich an dies Forum gewand hast, um Anregungen zu bekommen.
    Maßgeblich daran beteiligt ist Deine momentane Arbeitssituation. Für mich liest sich das, als befände sich Deine Firma im Existenzkampf und der Arbeitnehmer ist zum reinen Kostenfaktor geworden. Ob dies Schiff (bildlich gesprochen) nun endgültig sinkt oder ob es gelingt das Ruder noch mal rumzureissen, weiß ich natürlich auch nicht. Aber egal wie, Du solltest dieses Schiff verlassen.
    Die goße Drohung die im Raum steht, ist die Arbeitslosigkeit. Da solltest Du Dich einmal selbst fragen, welcher Anteil an dem "die Arbeit los sein" bei Dir mit Ängsten verbunden ist.
    Finanzieller Art würdest Du, soweit ich informiert bin, 68% Deines bisherigen Nettogehalts als Arbeitslosengeld bekommen.
    Wegfallen würden aber auch die Kosten, die mit "Arbeit haben" verbunden sind. Dies wären in Deinem Fall die Kosten, die Du hast um zur Arbeit hinzukommen und die Kosten der Tagesmutter. Wenn diese Kosten 32% deines Nettogehalts übersteigen, ist es dann gegebenenfalls sogar so, dass sich Deine finanzielle Situation verbessern würde.
    Du schreibst von finanziellen Problemen. Falls diese auch mit Schulden verbunden sind, ist ein Gang zur Schuldnerberatung hilfreich.
    Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich meinem Hausarzt meine Situation schildern und ich würde davon ausgehen, dass er mich krankschreibt. Ich würde mich parallel dazu an den sozialpsychatrischen Dienst wenden. (haben wohl noch nicht alle Städte, aber wenn vorhanden, könnte dies eine gute Anlaufstelle sein) Der sozialpsychatrische Dienst hat den großen Vorteil, dass sie zumindest die Möglichkeit haben erst mal "Druck" herauszunehmen, gerade auch behördlichen Druck.Sie könnten Dich auch darüber informieren, in wie weit Du kündigen könntest, ohne dass Du einer Sperre unterliegst. Ich bin nicht der Meinung, dass Dein Nahziel eine neue Arbeitsstellung sein sollte, sondern Dein Nahziel sollte die Wiedererlangung Deiner vollen Leistungsfähigkeit sein. Du mußt erst mal wieder Kraft tanken, um diese Kraft dann gegebenenfalls einem anderen Arbeitgeber zur Verfügung stellen zu können.
    Welche Wege zur Erlangung Deiner Leistungsfähigkeit da zur Verfügung stehen, darüber wird der sozialpsychatrische Dienst Dich informieren können. Ich möchte Dich dazu ermuntern, auch eine Chance darin zu sehen, mal ohne Arbeit zu sein. Du hättest auf jeden Fall auf der haben Seite einen Zeitgewinn. Zeit, die Du auch für Dich und Deine Familie nutzen könntest. Momentan wird Deine Aufmerksamkeit permanent von Deiner Arbeit "gefangen gehalten". Es ist wichtig, dass diese Aufmerksamkeit sich wieder darauf richtet, was für Dich gut ist und was für Dein Kind gut ist. Vielleicht planst Du mal einen kleinen Ausflug und ihr macht ein Picknick oder ihr besucht einen schönen Spielplatz oder....Gemeinsame Aktivitäten müssen nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden sein.
    Falls Dein Arzt Dich jetzt krank schreibt und dies wieder "ignoriert" wird, kündige an, dass Du weder mails beantworten wirst, noch dass Du Telefonate entgegen nehmen wirst. Positioniere Dich da ganz klar. Deine Aufmerksamkeit muß neu ausgerichtet werden und dazu gehört jetzt einfach das "Ignorieren"
    Deinerseits bezüglich dieser nicht länger erwünschten Aktivitäten.
    Deine Aufmerksamkeit sollte nicht länger in diesem Umfang fremdbestimmt, sondern wieder eigenbestimmt werden. Die Leibeigenschaft gibt es juristisch nicht mehr. Du hast jedes Recht (meiner Meinung nach, in deiner momentanen Situation, sogar die Pflicht)
    über die Zeit, die nicht der Arbeitszeit unterliegt (dazu gehört die Krankheitszeit), wieder selbstbestimmt zu verfügen.
    Mache eine klare Ansage und halte Dich selbst daran. Nur Du kannst dies verändern.

    Ich würde mir für Dich wünschen, dass wenn Du in ein paar Jahren auf die heutige Zeit zurückblickst, Du sagen kannst, dass sie notwendig war, damit einen Wendepunkt, in eine nun positivere Richtung, herbeigeführt wurde.

    Liebe Grüße Ulrike

  6. #6
    manni.w
    Gast

    Standard AW: Stresssyndrom?

    Hallo Sandra,

    zu diesen sehr passenden und guten Meinungen kann ich nichts mehr hinzu setzen, kann dir nur dringend raten, sofort zum Hausarzt zu gehen, krankschreiben lassen und einen schnellen Termin beim Neurologen. Denn bei dir ist es wirklich kurz vor 12, und wenn du so noch weitermachst verlierst du deine Gesundheit unwiederbringlich!!!

    Wünsche dir alles Gute und liebe Grüße, Manni

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