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Thema: Therapieabbruch

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In dieser Diskussion geht es um "Therapieabbruch" im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
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    Standard Therapieabbruch

    Hallo,

    heute möchte ich für einen Verwandten fragen. Und zwar ist dieser Verwandte depressiv, hat PTBS und eine Sozialphobie.

    Sie wird seit Jahren mit AD´s behandelt, mehrere Klinikaufenthalte und ambulante Therapien. Hierzu gehört u.a. eine Ergotherapie, wohin sie immer gerne gegangen ist.

    Nun geht es ihr die letzten Wochen schlechter und sie hat eine Ergotherapiestunde abgebrochen, weil sie sich in dem Moment nicht wohl fühlte. Es wurde alles zuviel. Die Therapeutin hat dann versucht, sie zurückzuhalten, in dem sie meinte, wollen sie mir das Wochenende versauen.

    Seitdem mag sie nicht mehr zur Therapie, weil sie Angst hat, etwas falsch zu machen und der Therapeutin wieder einen Tag zu versauen. Somit hat sie sich aus der Ergotherapie abgemeldet.

    Ihr fehlt aber der Kontakt. War es doch eine Möglichkeit aus der Isolation herauszukommen.

    Hat sie überreagiert oder liegt sie richtig, es zu beenden? Bei einem Patienten mit sozialer Phobie kann es doch wirklich nicht ok sein, diesem zu sagen, er versaue dem Therapeuten den Tag. Muss man doch mit rechnen, daß sich ein Patient dann wieder zurückzieht.

    Mache mir große Sorgen, da es der Verwandten nun noch schlechter geht. Weiß auch nicht, was ich ihr raten soll.

    LG
    sogema

  2. #2
    Krankenschwester
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    Standard AW: Therapieabbruch

    Hallo Sogema!
    Es ist immer schwierig, dazu eine Aussage zu machen, vielleicht waren die Worte nicht richtig gewählt, aber ich denke, die Ergotherapeutin weiß, daß die Dame eigentlich gerne zur Therapie kommt und wollte sie motivieren, die Stunde zu Ende zu machen.
    Ich habe das doch richtig verstanden, daß die Therapiestunde begonnen wurde und dann vorzeitig abgebrochen wurde?

    Wenn deine Verwandte nämlich einfach nicht gekommen wäre, dann müßte die Therapeutin ihr die Stunde in Rechnung stellen, das könnte dann nicht über die KK abgerechnet werden.

    Hat sie überreagiert oder liegt sie richtig, es zu beenden?
    ich würde die Frage mit Nein beantworten, weil ich nicht davon ausgehe, daß die Therapeutin was schlechtes wollte, sie hat wohl einfach nicht die richtigen Worte gewählt.
    Liebe Grüße
    Josie

  3. #3
    Krankenschwester
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    Standard AW: Therapieabbruch

    Hallo Sogema!
    Es ist immer schwierig, dazu eine Aussage zu machen, vielleicht waren die Worte nicht richtig gewählt, aber ich denke, die Ergotherapeutin weiß, daß die Dame eigentlich gerne zur Therapie kommt und wollte sie motivieren, die Stunde zu Ende zu machen.
    Ich habe das doch richtig verstanden, daß die Therapiestunde begonnen wurde und dann vorzeitig abgebrochen wurde?

    Wenn deine Verwandte nämlich einfach nicht gekommen wäre, dann müßte die Therapeutin ihr die Stunde in Rechnung stellen, das könnte dann nicht über die KK abgerechnet werden.

    Hat sie überreagiert oder liegt sie richtig, es zu beenden?
    ich würde die Frage mit Nein beantworten, weil ich nicht davon ausgehe, daß die Therapeutin was schlechtes wollte, sie hat wohl einfach nicht die richtigen Worte gewählt.

    Für mich ist die Frage, ob deine Verwandte nicht besser in einer Tagesklinik aufgehoben wäre?
    Liebe Grüße
    Josie

  4. #4
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    Standard AW: Therapieabbruch

    Zitat von josie Beitrag anzeigen
    Es ist immer schwierig, dazu eine Aussage zu machen, vielleicht waren die Worte nicht richtig gewählt, aber ich denke, die Ergotherapeutin weiß, daß die Dame eigentlich gerne zur Therapie kommt und wollte sie motivieren, die Stunde zu Ende zu machen.
    Ich habe das doch richtig verstanden, daß die Therapiestunde begonnen wurde und dann vorzeitig abgebrochen wurde?
    Erstmal dankeschön für deine Antwort Josie.
    Ja, die Therapiestunde wurde begonnen, aber vorzeitig abgebrochen.eine Motivation ist das nicht, wie ich finde, wenn man jemanden zeigt, dass er sich durch den Patienten schlecht fühlt. Ich weiß nun, dass meine Verwandte jedenfalls mit ihr nicht mehr reden kann, weil sie durch die Aussage das Gefühl hat, der Therapeutin Stress zu machen oder sogar lästig zu sein.
    Ich nehme zwar auch an, daß sie ihr nichts Böses wollte. Aber es ist einfach total falsch gelaufen und hat der Patienten mit diesem Krankheitsbild wieder mal gezeigt, was sie über sich denkt. Allen lästig zu sein!

    Inzwischen hat man meine Verwandte auf die Warteliste für einen Klinikplatz gesetzt. Hoffe, daß es nicht allzu lange dauert.

    LG
    sogema

  5. #5
    Krankenschwester
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    Standard AW: Therapieabbruch

    Hallo Sogema!
    Aber es ist einfach total falsch gelaufen und hat der Patienten mit diesem Krankheitsbild wieder mal gezeigt, was sie über sich denkt. Allen lästig zu sein!
    Du darfst nicht vergessen, daß eine Ergotherapeutin keine Psychologin ist, also sie hat keine psy. Ausbildung
    Liebe Grüße
    Josie

  6. #6

    Standard AW: Therapieabbruch

    Zitat von sogema Beitrag anzeigen
    eine Motivation ist das nicht, wie ich finde, wenn man jemanden zeigt, dass er sich durch den Patienten schlecht fühlt. Ich weiß nun, dass meine Verwandte jedenfalls mit ihr nicht mehr reden kann, weil sie durch die Aussage das Gefühl hat, der Therapeutin Stress zu machen oder sogar lästig zu sein.
    Ist die Patientin denn zusätzlich auch in Psychotherapie? Wenn Nein, drücke ich fest die Daumen, dass es mit dem Klinikplatz bald klappt.

    Natürlich ist das mit der Ergotherapeutin nicht optimal gelaufen. Und es wäre besser, wenn es anders gewesen wäre. Ist's aber nicht und auch Ergotherapeuten sind nur Menschen, bei denen es nicht zu 100% ausgeschlossen ist, dass es ihnen mal zu viel wird oder sie mir Worten danebengreifen. Ich hoffe, die Patientin schafft es einen für sich guten Umgang mit solchen Situationen zu erlernen.

    Eventuell wäre es auch eine Option die Ergotherapie nicht ganz abzubrechen sondern wegen des erschütterten Vertrauensverhätnisses bei einem anderen Therapeuten fortzusetzen?

  7. #7
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    Standard AW: Therapieabbruch

    @sogema

    Ich finde nicht, dass sie falsch reagiert hat. Sie hat spontan emotional reagiert und die Therapeutin hat ihre Sozialphobie getriggert.
    Statt uns um Rat zu fragen, solltest du SIE Fragen, was sie aktuell will: Will sie zum jetzigen Zeitpunkt weiter zur Ergo gehen oder eine Pause einlegen?
    Es ist nämlich möglich, dass sie grundsätzlich gerne hingeht, aber möglicherweise gerade mal eine Auszeit benötigt und der v.g. Zwischenfall einfach eine natürliche Bremse war.
    Fühlt sie sich derzeit danach, zur Ergo zu gehen oder braucht sie akut mehr Rückzug und ein Gefühl von Sicherheit in den eigenen vier Wänden?

    Und ganz ehrlich, wenn man mit mir so unsensibel umgehen würde, in dem Wissen um meine Symptomatik, würde ich mich dort nicht mehr gut aufgehoben fühlen. Falsch/Unprofessionell verhalten hat sich meiner Meinung nach die Therapeutin!

    #unsensibel
    #unempathisch

  8. #8
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    Standard AW: Therapieabbruch

    Zitat von wind_und_wetter Beitrag anzeigen
    Ist die Patientin denn zusätzlich auch in Psychotherapie? Wenn Nein, drücke ich fest die Daumen, dass es mit dem Klinikplatz bald klappt.
    ja, sie ist zusätzlich in Psychotherapie. Inzwischen hat es endlich mit dem Klinikplatz geklappt. Sie ist inzwischen auch wieder motiviert, mit der Ergotherapie weiterzumachen. Ob sie eine neue Therapeutin bekommt, weiß ich nicht, daß wird sich dann herausstellen. Mit der Ergotherapie geht es dann weiter im neuen Jahr.
    Lg sogema

  9. #9
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    Standard AW: Therapieabbruch

    Zitat von HealTheWorld Beitrag anzeigen
    @sogema

    Ich finde nicht, dass sie falsch reagiert hat. Sie hat spontan emotional reagiert und die Therapeutin hat ihre Sozialphobie getriggert.
    Statt uns um Rat zu fragen, solltest du SIE Fragen, was sie aktuell will: Will sie zum jetzigen Zeitpunkt weiter zur Ergo gehen oder eine Pause einlegen?
    Es ist nämlich möglich, dass sie grundsätzlich gerne hingeht, aber möglicherweise gerade mal eine Auszeit benötigt und der v.g. Zwischenfall einfach eine natürliche Bremse war.
    Fühlt sie sich derzeit danach, zur Ergo zu gehen oder braucht sie akut mehr Rückzug und ein Gefühl von Sicherheit in den eigenen vier Wänden?
    Also, sehe ich ganz genauso, daß sie getriggert wurde und ich bin der Meinung, daß hätte nicht passieren dürfen. Sie brauchte auf jeden Fall den Rückzug, obwohl sie gerne zur Ergotherapie ging, bis es anfing, daß sie sich nichtmehr gut aufgehoben fühlte.
    Zum Glück hat sie endlich einen Klinikplatz bekommen und inzwischen hat man sie auch davon überzeugen können, nach dem Klinikaufenthalt mit der Ergotherapie weiterzumachen. Evtl. auch mit einer anderen Therapeutin. Das wird sich im neuen Jahr herausstellen.


    Zitat von HealTheWorld Beitrag anzeigen
    Und ganz ehrlich, wenn man mit mir so unsensibel umgehen würde, in dem Wissen um meine Symptomatik, würde ich mich dort nicht mehr gut aufgehoben fühlen. Falsch/Unprofessionell verhalten hat sich meiner Meinung nach die Therapeutin!
    sehe ich ganz genauso.

    Nun hoffe ich, daß es im neuen Jahr in der Ergotherapie wieder besser läuft für sie.

    Danke euch für eure Antworten und wünsche schon mal allen ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute fürs neue Jahr.

    LG
    sogema

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