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Thema: Ich weiß keinen Ausweg mehr

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In dieser Diskussion geht es um "Ich weiß keinen Ausweg mehr" im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    39 Jahre
    Mitglied seit
    01.03.2013
    Beiträge
    2

    Standard Ich weiß keinen Ausweg mehr

    Hallo,

    ich weiß überhaupt nicht, wie ich anfangen soll. Ich bin so aufgeregt und meine Gedanken sind so wirr.
    Also ich habe eine Persönlichkeitsstörung (Borderline) und schwere Depressionen. Ich leide schon seit meiner Kindheit darunter, aber ich habe vor ca. 1 1/2 Jahren zum ersten Mal Hilfe gefunden. Das und alles drum herum ist eine lange Geschichte. Von jahrelangem Mobbing in der Schulzeit, über starke familiäre Probleme und Mißhandlung und Vergewaltigung in einer Beziehung bis hin zu Selbstverletzung. Von Anfang September bis Ende Dezember letzten Jahres war ich in einer Tagesklinik. Seitdem nehme ich zwar verschiedene Medikamente, bin aber in keiner Therapie mehr. Ein Arzt der psychiatrischen Institutsambulanz hat mir gesagt, dass er sich zwar mal umhören kann ob er vorübergehend eine Therapeutin für mich findet, dass ich aber dringend etwas "außerhalb" suchen soll. Weil eine längerfristige Betreuung dort nicht möglich ist. Jetzt habe ich meine ganze Kraft zusammen genommen und mehrere Therapeuten angerufen. Ich bin nicht mal auf eine Warteliste gekommen weil die bei den langen Wartezeiten keine mehr führen. Aber am Schlimmsten ist, dass ich innerlich immer mehr sterbe. Ich habe in gewisser Weise schon fast aufgegeben. Weil ich nicht mehr weiß was ich tun soll. Es ist eigentlich ganz egal ob ich hier bin oder nicht...es interessiert doch eh niemanden. Seit Wochen denke ich nur noch über Selbstmord nach. Ich halte das Alles nicht mehr aus. Ich bestehe aus vielen Teilen, die immer nur bemüht sind, es allen recht zu machen. Aber die Person die ich eigentlich bin, existiert nicht mehr. Ich tue alles, um die Pflichten im Alltag zu erfüllen und alle denken dass es mir gut geht. Aber in Wirklichkeit habe ich Tag für Tag mehr Angst, mich nicht mehr kontrollieren zu können.
    Was soll ich denn tun? Wenn ich meinem Arzt sage dass ich Angst habe, dem Drang mir das Leben zu nehmen irgendwann nicht mehr stand halten zu können, ist ihm das anscheinend egal. Ich habe das Gefühl, dass alle denken, dass ich mich nur anstelle oder nur nach Aufmerksamkeit suche. Das macht es mir immer schwerer, mich jemandem anzuvertrauen, weil ich mich schäme. Ich spüre, dass dieser Drang immer stärker wird, aber wie soll ich damit umgehen? Ich weiß nicht was ich tun soll. Es gibt keine Hilfe für mich und alleine geht mir die Kraft aus.

    Hat vielleicht jemand einen Tipp für mich?
    Koda

  2. #2
    Krankenschwester
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    63 Jahre
    Mitglied seit
    28.07.2011
    Beiträge
    4.157
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Ich weiß keinen Ausweg mehr

    Hallo Koda!
    Eine Möglichkeit wäre, daß Du über die Krankenkasse versuchst, eine Therapeuten/in zu finden, manche Kassen sind ihren Patienten dabei behilflich.
    Die andere Möglichkeit wäre eine längerfristiger stationärer Aufenthalt in einer Fachklinik für Borderline Pat.
    Besprich das bitte mmit deinem beh. Arzt.
    dem Drang mir das Leben zu nehmen irgendwann nicht mehr stand halten zu können, ist ihm das anscheinend egal.
    DAs kann ihm eigentlich nicht egal sein, vielleicht mußt Du ihn an seinen Hippokratischen Eid erinnern, daß es seine Aufgabe ist, Pat. zu helfen!!
    Vielleicht brauchst Du einen anderen Psychiater?
    In der Ambulanz gibt es doch sicher noch andere Ärzte:
    Liebe Grüße
    Josie

  3. #3
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    39 Jahre
    Mitglied seit
    01.03.2013
    Beiträge
    2

    Standard AW: Ich weiß keinen Ausweg mehr

    Hallo Josie,

    danke für den Tipp mit der Krankenkasse. Ich werde da mal nachfragen ob die mir helfen können.
    Und zum stationären Aufenthalt...in letzter Zeit bin ich immer wieder an dem Punkt, mich vor lauter Verzweiflung einweisen zu lassen. Aber da ich vor knapp zwei Monaten erst aus der Tagesklinik kam, hab ich Angst meinen Job zu verlieren, wenn ich wieder ausfalle.
    Aber ich versuche, durch die Krankenkasse weiter zu kommen....hoffentlich hab ich Glück.

    Danke!
    Koda

  4. #4
    Noch neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    52 Jahre
    Mitglied seit
    24.05.2012
    Beiträge
    37

    Standard AW: Ich weiß keinen Ausweg mehr

    Hallo Koda,

    ich denke, ich kann zum Teil ein wenig nachfühlen, wie es Dir geht. Ich litt jahrelang an Magersucht, Depressionen und habe mich auch oft selbst verletzt. Auch Selbstmordgedanken, den Drang zu funktionieren, niemanden zu zeigen, wie es mir wirklich geht, all diese Verhaltensweisen sind mir nicht fremd.
    Wenn Du wirklich keinen ambulanten Therapeuten in angemessener Zeit findest, solltest Du Dich auf jeden Fall um eine stationäre Therapie bemühen, trotz aller Angst um die Arbeitsstelle. Hier geht es um Dich! Was nützt Dir ein Arbeitsplatz, wenn Du ständig Selbstmordgedanken hast, nur funktionierst und es allen recht machst, nur Dir nicht?
    Bei Deiner Vorgeschichte denke ich, reicht auch eine Tagesklinik nicht aus, es sollte schon vollstationär sein. Nur so kann man sich voll auf die Therapie konzentrieren.
    Bei mir hat es auch sehr lange gedauert, bis ich mich zu einer Therapie durchringen konnte, aber ich bin froh, es getan zu
    haben. Heute geht es mir gut (es war zwar eine sehr harte und auch mit Rückschlägen gehaftete Therapie, aber es hat sich gelohnt) ich kann das Essen genießen und verletze mich auch nicht mehr selbst. Ich habe nach der Therapie meinen Arbeitsplatz gewechselt und war damit sehr glücklich.
    Du siehst, man kann es schaffen, aber es ist ein steiniger, harter und nicht einfacher Weg. Ich weiß ja nicht, ob Du jemanden an Deiner Seite hast, der Dich unterstützen kann aber das wäre sehr hilfreich. Bei mir war das jedenfalls so.
    Nachdem ich mich geöffnet hatte und meine Probleme offengelegt habe, habe ich sehr viel Untersützung aus meinem Umfeld erfahren.
    So, genug der "guten Ratschläge" (sind echt so gemeint):-)
    Ich hoffe, Du bringst die Kraft auf Deinen Weg zu gehen und zu kämpfen.
    Alles Gute
    Spreisel

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