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Thema: Psychotherapie nötig?

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In dieser Diskussion geht es um "Psychotherapie nötig?" im "Schulmedizin" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    46 Jahre
    Mitglied seit
    07.04.2026
    Beiträge
    2

    Standard Psychotherapie nötig?

    Guten Abend!
    Meine Kindheit war nicht immer einfach, aber ich bin froh, es zumindest schon mal bis Mitte 40 geschafft zu haben und eigentlich zufrieden zu sein.

    Da ich nie wirklich gelernt habe "Nein!" zu sagen oder überhaupt aufzubegehren, hat mich das schon in die ein oder andere schlechte Situation (für mich) gebracht.

    Ich kann nicht mal genau sagen, warum gerade jetzt wieder Szenen aus meiner Vergangenheit aufploppen und ich ständig Bilder sehe, aber ich frage mich, was das war. Ich habe auf jeden Fall nicht Nein gesagt und so wurde ich sexuell irgendwie gefühlt übergangen in verschiedenen Konstellationen (mal war ich wie versteinert und brachte keinen Ton heraus, mal stellte ich mich schlafend,...). Hauptsache nicht aufmachen, unbeliebt machen oder etwas künstlich in die Länge ziehen.

    Mein Verhalten damals belastet mich heute. Tatsächlich befinde ich mich noch ab und an in dieser "SchockStarre", wenn ein Kollege übergriffig wird.

    Die Frage hierzu nun: Ist das Charaktersache oder sollte ich eine Psychotherapie in Anspruch nehmen?

    Im Voraus bedanke ich mich schon mal, falls jemand eine Idee oder einen Ratschlag hierzu hat.

    Liebe Grüße
    Stryker/in

  2. #2
    Krankenschwester
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    68 Jahre
    Mitglied seit
    28.07.2011
    Beiträge
    4.379
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Psychotherapie nötig?

    Hallo Stryker/in!
    Ich würde schon sagen, daß eine Verhaltenstherapie für dich hilfreich wäre, um diesen Kreislauf zu durchbrechen und Nein Sagen zu lernen.
    Die Schwierigkeit wird sein, einen Therapeuten zu finden, Du mußt dich auf Wartezeiten einstellen
    Liebe Grüße
    Josie

  3. #3
    Findus21
    Name
    Alexandra
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    32 Jahre
    Wohnort
    Wien
    Mitglied seit
    18.02.2026
    Beiträge
    6

    Standard AW: Psychotherapie nötig?

    Zitat von Stryker/in Beitrag anzeigen
    Guten Abend!
    Meine Kindheit war nicht immer einfach, aber ich bin froh, es zumindest schon mal bis Mitte 40 geschafft zu haben und eigentlich zufrieden zu sein.

    Da ich nie wirklich gelernt habe "Nein!" zu sagen oder überhaupt aufzubegehren, hat mich das schon in die ein oder andere schlechte Situation (für mich) gebracht.

    Ich kann nicht mal genau sagen, warum gerade jetzt wieder Szenen aus meiner Vergangenheit aufploppen und ich ständig Bilder sehe, aber ich frage mich, was das war. Ich habe auf jeden Fall nicht Nein gesagt und so wurde ich sexuell irgendwie gefühlt übergangen in verschiedenen Konstellationen (mal war ich wie versteinert und brachte keinen Ton heraus, mal stellte ich mich schlafend,...). Hauptsache nicht aufmachen, unbeliebt machen oder etwas künstlich in die Länge ziehen.

    Mein Verhalten damals belastet mich heute. Tatsächlich befinde ich mich noch ab und an in dieser "SchockStarre", wenn ein Kollege übergriffig wird.

    Die Frage hierzu nun: Ist das Charaktersache oder sollte ich eine Psychotherapie in Anspruch nehmen?

    Im Voraus bedanke ich mich schon mal, falls jemand eine Idee oder einen Ratschlag hierzu hat.

    Liebe Grüße
    Stryker/in
    Guten Abend Stryker, erstmal finde ich es beachtlich, dass du mit Mitte 40 an einem Punkt bist, an dem du trotz allem sagst, dass du eigentlich zufrieden bit das ist bei so einem Rucksack absolut nicht selbstverständlich. Was du da beschreibst, also dieses Versteinern oder sich schlafend stellern, ist im Grunde eine ganz klassische Schutzreaktion des Körpers, wenn Kämpfen oder Fliehen in dem Moment keine Option zu sein scheint. Das hat absolut nichts mit einem schwachen Charakter zu tun, sondern ist ein biologischer Reflex, um eine bedrohliche Situation irgendwie zu überstehe auch wenn sich das im Nachhinein für dich vielleicht wie ein Versagen anfühlt. Dass diese Bilder gerade jetzt wieder hochkommen, könnte daran liegen, dass du heute stabil genug bist, um dir das Ganze überhaupt anzusehen, aber es zeigt eben auchdass diese alten Wunden noch nicht verheilt sind, vor allem wenn dich diese Schockstarre heute im Berufsalltag immer noch einholt. Meiner Meinung nach wäre eine Psychotherapie hier definitiv kein Zeichen von Schwäche, sondern ein sehr sinnvoller Schritt, um diese Verknüpfung zwischen den alten Traumata und deinem heutigen Verhalten zu lösen und zu lernen, wie du auus dieser Starre wieder rauskommst. Ein Therapeut kann dir helfen zu versteh dass dein Schweigen damals eine Überlebensstrategie war und keine Zustimmung, und dir Werkzeuge an die Hand geben, damit du heute im Büro oder privat Grenzen setzen kannst, ohne dass dein System sofort in den Notmodus schaltet.

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