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Thema: Prostataverkleinerung,- wann angezeigt?

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In dieser Diskussion geht es um "Prostataverkleinerung,- wann angezeigt?" im "Urologische Sprechstunde" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
    Identität verborgen
    Name
    Anonymisiert
    Mitglied seit
    19.10.2006
    Beiträge
    1.928

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    Standard Prostataverkleinerung,- wann angezeigt?

    Wann ist eine Prostataverkleinerung indiziert? Aktuelle Situation:
    Dezember 2017 Ausscheidung eines ca, 5mm großen Steins, Farbe rot, temporale Koinzidenz mit Umstellung von Metformin auf Janumed
    Ultraschalluntersuchung ohne Befund
    Zunehmende Beschwerde durch Harndrang in immer kürzer werdenden Abständen
    Therapie: Antibiutikum
    Mai 2018: Ich suche einen Urologen auf.
    Dadurch dass man jeweils 5-10 Tage auf einen Termin warten muss bei Urologe und Radiologe sowie wegen Urlauben entsteht Verzögerung in finaler Diagnose.
    Juli 2018 Diagnose: Blasensteine ca. 1 cm 2 stk.
    Verzögerung durch schwierige Terminierung im Krankenhaus.
    Krankenhaus diagnostitziert zunächst auch Nierensteine (Harnleiter, 2cm vor Blase links) Auf meinen Hinweis, dass das Druckgefühl eher rechts in der Niere ist (kein Schmerz) wird mit Kontrastmittel geröngt. Ergebnis: KEINE Harnleitersteine. OP Termin wird aber abgesagt, es wird Baucheröffnung vorgeschlagen zur Etnahme der Harnsteine und zur Verkleinerung der Prostata.
    Ich habe diese Therapie abgelehnt und fr den 16.08 einen neuen OP Termin in einem anderen Krankenhaus verabredet. Hier sollen die Blasensteine über die Harnwege entnommen werden.

    Zwischenfall am 06.08.: Ich werde mit heftigsten Schmerzen in der linken Niere im KrHs Trier eingeliefert: Harnleiterstein 2mm. Therapie: Konservativer abgang unterstützt durch Schmerzmittel. Blasenkarteter.

    Am 16.08, erfolgt wie geplant die Entnehme der Blasensteine über die Harnwege. Lt. Operateur 3 Stk. jeweils "Wachtelei" groß,sie wurden mit Laser zerkleinert.
    Zugleich erfolgt wegen PSA.Wert (ggf. wegen Katheter,-s.o.) eine Prostata Stanzbiopsie. Ergebnis: Keine Bösartigkeit.
    Am Montag soll die Prostata (Diagnose ca. 30ml bzw. 40ml) abgeschählt werden. Ihre Vergrößerung sei Ursächlich für die Bildung der Steine, weil mit Harnverhalt verbunden.
    Bekannter Nachteil: Retrograde Ejakulation.
    Diese will ich vermeiden und erkundige mich nach der sogen. Prostata Embolisation. Das wird nur wenig angeboten und es gibt keine Langzeiterfahrungen (150 Fälle im Klinikum Krefeld).
    Mein Hausarzt weist mich darauf hin, das seiner Ansicht nach (er ist kein Urologe) eine Prostataoperation Alternative hat. In Absprache mit der Urologie der Uni Ddf - die ich als Zweitmeinung zum Thema Embolisation gefragt habe, erhalte ich jetzt Doudart. Prostatavermessung hier ergibt ebenfalls nur 30mm. Am Mittwoch soll der Katheter weg um zu prüfen, ob auf die Prostataverkleineung verzichtet werden kann.

    Meine Frage:Ab wann ist die Prostataverkleinerung indiziert (Größe)?
    Wie überwache ich die Blase hinsichtlich der Steinbildung?
    Ich habe rotes Sediment im Urin, Konkremente von ca, 1-2mm rot. Sind die normal? Ich vermute, aus diesen könnten sich neue Steine bilden. Wie komme ich der Herkunft dieser Konkremente auf die Spur? Ich vermute eine Stoffwechselstörug die ggf.mit meiner Diabetes II zu tun hat.
    Welche Gefahr besteht für die Nieren und wie beuge ich vor?

  2. #2
    Krankenschwester
    Geschlecht
    weiblich
    Mitglied seit
    29.03.2012
    Beiträge
    1.599
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Prostataverkleinerung,- wann angezeigt?

    Hallo,
    ich möchte gerne erstmal das Problem Nierensteine ansprechen. Es gibt zwei verschiedene "Sorten" von Nierensteinen: Calcium Oxalat Stein und deine Harnsäure Steine. Deshalb sollte man zumindest einmal eine Bestimmung der Steine im Labor vornehmen.
    Bei Calcium Oxalat Steinen kann man versuchen, mittels Einnahme von Magnesium und Citrat eine Neubildung zu verhindern.
    Harnsäure Steine entstehen bei vermehrtem Verzehr von Fleisch und Wurst. Deshalb sollte man bei solchen Steinen eine Ernährungsumstellung in Erwägung ziehen.
    Abgesehen von den starken Schmerzen bei Nierenkoliken können Nierensteine durchaus auch gefährlich werden. Wenn der Abfluss zur Blase völlig verstopft ist, bleibt der Harn zurück gestaut in der Niere. Dies kann zu einer lebensbedrohlichen Urosepsis führen.
    Nun zu den Blasensteinen: bleiben kleine Konkremente durch Restharnbildung in der Blase, können diese wachsen. Den Größten den ich gesehen habe, war hühneregroß. Nur wenn kein Restharn in der Blase ist, kann bei entsprechender Veranlagung auf Steinbildung diese verhindert werden. Deshalb ist die Größe der Prostata in diesem Fall zweitrangig.
    Eine bessere Blasenentleerung kann evtl auch medikamentös erreicht werden. Bei der geringen Größe würde ich darüber mit dem Arzt sprechen.
    Egal welche OP Technik bei einer Prostata OP angewandt wird, hinterher besteht immer eine retrograde Ejakulation. Ein Orgasmus kommt trotzdem zustande.
    LG gisie

  3. #3
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    58 Jahre
    Mitglied seit
    25.08.2018
    Beiträge
    1

    Standard AW: Prostataverkleinerung,- wann angezeigt?

    Ganz lieben Dank für die Antwort, die ich insbesondere hinsichtlich des Fleischverzehrs besonders interessant finde. Ich möchte die Antwort aber in einem Punkt gerne korrigieren: Bei der Prostata Embolisation (PAE) wird KEIN Prostatagewebe entfernt. Die Prostata bleibt vollständig erhalten und eine retrograde (in die Blase gerichtete) Ejakulation tritt deswegen üblicherweise nicht auf. In die beiden Prostataartherien werden 0,4 bis 1 mm kleine Plastikkügelchen eingebracht / eingeschwemmt. Diese erzeugen in den Kapilaren eine Embolie, wodurch die Versorgung des umliegenden Gewebes gehämmt wird. Das führt zu einer Rückbildung der Prostata auf die gesunde Größe. Das Verfahren wurde in Brasilien entwickelt, wird seit ca. 2000 auch in Europa angewendet,- allerdings eher für andere Organe (z.B. Myome). Langzeiterfahrungen an der Prostata gibt es scheinbar noch nicht. Stand heute hat die Helios Klink Krefeld 150 Fälle und die Uniklinik Düsseldorf 10 Fälle ausgewiesen. Die Therapie wird - zumindest in NRW - üblicherweise von Radiologen und nicht primär von Urologen durchgeführt.
    Geändert von Makmak (25.08.2018 um 16:02 Uhr)

  4. #4
    Krankenschwester
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    weiblich
    Mitglied seit
    29.03.2012
    Beiträge
    1.599
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Prostataverkleinerung,- wann angezeigt?

    Hallo Makmak,
    zu dem Verfahren der Prostataembolisation kann ich leider nichts sagen, da sie mir unbekannt ist. Nach kurzer Recherche hört sich das Ganze nicht schlecht an, und könnte für viele Herren eine Alternative sein.
    Eine Kontraindikationen sind gestaute Nieren. Bitte das bei den Überlegungen mit einbeziehen.
    Nochmals zu den Nierensteinen: Bitte, wenn sonst nichts dagegen spricht (z.B. Herzinsuffizienz), viel trinken. Dadurch werden kleine Konkremente ausgespült.
    LG gisie

  5. #5
    Noch neu hier
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    Beiträge
    34

    Standard AW: Prostataverkleinerung,- wann angezeigt?

    Wenn die Steine entfernt worden sind kann Dir die Uroflowmetrie Auskunft geben über den Restharn und damit auch Aufschluss über die Abflussbehinderung(z.B. Prostata) geben. Harndrang kann auch durch eine Prostatitis auftreten. Früher wussten die alten Männer, dass man bei Beschwerden mit "dem Wasser lassen" Kürbiskerne gegessen hat. Ein sehr gutes und wirkungsvolles Mittel für die Prostata ist der Tee vom KLEINBLÜTIGEM WEIDENRÖSCHEN. Prostataoperationen nur wenn es nicht anders geht. Zu Nierensteinen haben wir in der Urologie geraten zu Apfelsaft und die Trinkmenge auf 2 Liter(mindestens) pro Tag erhöhen, natürlich nicht alles als Apfelsaft.

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