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Thema: Unregelmäßig Harnverhalt seit zwei Jahren

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In dieser Diskussion geht es um "Unregelmäßig Harnverhalt seit zwei Jahren" im "Urologische Sprechstunde" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    36 Jahre
    Mitglied seit
    24.03.2012
    Beiträge
    5

    Standard Unregelmäßig Harnverhalt seit zwei Jahren

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier, also Hallo erstmal

    Hier angemeldet habe ich mich da ich, männlich, 30 Jahre alt, seit nunmehr über zwei Jahren Probleme mit meiner Blase habe und so langsam nicht mehr weiter weis. Der Text enthält die komplette Krankengeschichte und könnte etwas länger werden, also schonmal vielen Dank fürs lesen!

    Vorneweg: Ich hatte schon seit ich noch recht klein war, ich schätz einfach mal so seit ich 14/15 Jahre alt war, Probleme in Anwesenheit anderer zu pinkeln. Ich hab mich dann immer in die Kabine gehockt, das hat immer funktioniert. Vor fünf Jahren kam ich da dann auch ein gutes Stück weiter und es klappte auch zuverlässig im stehen in der Kabine. Im freien wars mal so und mal so, aber ich kam damit weitestgehend klar. Mir ist bewusst dass das Ganze eine Paruresis ist.

    Das aktuelle viel größere Problem fing in etwa im Januar 2010 an. Zu der Zeit hatte ich nach zwei Jahren gerade wieder eine Beziehung. Natürlich hatte ich etwas bammel dass wenn wir zusammen weggehen ich eventuell wieder Probleme haben könnte. In dieser Zeit war es dann auch dass ich eines Tages auf der Arbeit auf einmal sehr häufig, also etwa alle 10min zur Toilette gehen musste. Das ging den ganzen restlichen Tag so. Ich weis nicht mehr wieviel ich getrunken hatte, könnte aber schon etwas mehr gewesen sein. Die nächste Zeit wurde das dann immer schlimmer, ich hatte das Gefühl wenn ich gerade von der Toilette kam direkt wieder zu müssen und oftmals kam dann nur eine überschaubare Menge. Ich ging dann mal zum Hausarzt. Der meinte es wäre eine Blasenreizung und verschrieb mir Cystinol Akut. Nach etwa drei Tagen war es dann wieder besser, kam allerdings nach zwei Wochen wieder. Wieder die Tabletten genommen und wieder wurde e nach einigen Tagen besser. Allerdings bin ich in der Zeit öfter auch von der Arbeit früher nach Hause weil ich einfach nicht alle 10min aufs Klo rennen konnte bzw das auch keinen guten Eindruck gemacht hat. Dieses ganze Thema lies dann meine Paruresis auch wieder voll aufblühen, sprich ich konnte auf öffentlichen Toiletten wieder nahzu garnicht mehr. Meine Beziehung ging dann auch wieder in die Brüche, wobei das nichts mit diesem Problem zu tun hatte.

    Als nächstes ging ich dann in solch einer Phase in der ich schon stak aufs Klo musste aber immer nur kleine Mengen loswerden konnte zu einem Urulogen. In der Praxis konnte ich dann trotz voller Blase auch garkein Wasser lassen was der Uruloge auch seltsam fand. Er wollte ein Uruflow machen was natürlich auch überhaupt nicht ging. Er fragte dann auch ob ich in vollen öffentlichen Toiletten denn pinkeln könnte was ich verneinte. DAnn meinte er natürlich auch dass es psychisch sein könnte er allerdings erst noch eine Spiegelung mache wollte weil es auch ein steiler Blasenhals sein könnte. Fürs erste gab er mir Alpha-Blocker mit, damit konnte ich dann daheim auf die Toilette. Da es dann erstmal wieder gut war wurde dann auch doch keine Spiegelung gemacht.

    Eine Woche oder sowas später hatte ich dann wieder Probleme und ging nochmal zum Urulogen. Diesmal wollte er dann direkt einen Termin für eine Spiegelung machen. Mir kam das ein wenig komisch vor und ich hatte auch ein wenig Angst davor. Daher ging ich mal zu einem anderen Urulogen um eine zweite Meinung einzuholen. Dieser blieb dann auch für lange Zeit, etwa 1,5 Jahre, mein behandelnder Arzt. In diesem Zeitraum wurden dann immer wieder Ultraschalluntersuchungen (Nieren, Blase/Restharn, Prostata) gemacht. Einmal wurden Bakterien gefunden, zehnmal öfter allerdings nichts. Dennoch meinte er "chronische Prostatitis" und verschrieb mir mehrmals Antibiotika und Azuprostat Stada. Später gab es dann auch mal einen Therapieversuch mit Tamsulosin und Myocholine. Kurze Zeit verschaffte mir das meist Linderung bzw. sogar Beschwerdefreiheit, aber es kam immer wieder. Manchmal nach ein paar Wochen oder erst nach ein paar Monaten. Im Grunde kam es meist dann zurück wenn ich dachte ich hätte es überstanden und mich freute. Das war/ist natürlich sehr zermürbend.

    Nachdem ich etwas über ein Jahr lang die Beschwerden hatte stieß der Uruloge dann eine weitere Abklärung in andere Bereiche an. Es wurden neurologisch mehrere Untersuchungen gemacht, unter anderem eine Nervenwasseruntersuchung. Außerdem wurde orthopädisch das Becken und die LWS per MRT überprüft. Alles ohne Befund. Außerdem machte ich bis diesen Monat eine Gesprächstherapie bei einem Psychotherapeuten falls es psychosomatisch sein sollte. Half mir aber auch nicht wirklich weiter.

    Vom Anfang des letzten Sommers an bis dieses Jahr im Januar war ich dann auch, bis auf 2-3 mal jeweils ein paar Stunden, bechwerdefrei. Dann gings wieder los. Zwei Wochen lang die ganze Zeit das Gefühl aufs Klo zu müssen. Und immer wenn ich auf Toilette war hatte ich das Gefühl dass das nicht alles war. Ich hab mir dann spaßeshalber mal selbstfinanziert eine Thai-Massage gegönnt. Danach hatte ich das Gefühl dass es schon deutlich besser war. Also das ganze nochmal einem Orthopäden geschildert. Diagnose: eine festgestellte muskuläre Dysbalance könnte ganz vielleicht das Problem sein. Also manuelle Therapie verschrieben bekommen. Sprich Massagen und Übungen. Die Übungen habe ich dann auch gemacht und hab ansonsten auch verhältnismäßig viel Sport gemacht. Außerdem hab ich seit 3 Wochen meine Ernährung komplett umgestellt. Aber dennoch hab ich jetzt nach wie vor noch immer sporadisch Probleme. Oftmals gegen Abend und die Nacht durch. Heute war es wieder extrem. Bin heute Nacht vier mal aufgestanden um aufs Klo zu gehen und seit dem aufstehen bestimmt nochmal vier mal.

    Insgesamt weis ich langsam nicht mehr weiter und auch nicht wie lange ich das noch aushalte. Effektiv nehme ich seit zwei Jahren fast garnicht mehr am sozialen Leben teil da ich meinem Körper nicht mehr vertraue und immer befürchte dass ich wenn ich bei einer Feier bin und plötzlich nicht mehr aufs Klo kann dumm dastehe. Kam auch schon vor als ich es dennoch probiert habe. Das einzige was noch nicht gemacht wurde ist eine Blasenspiegelung. Ich weis aber auch nicht wirklich was das bringen soll. Ich denke wenn da was kaputt wäre hätte ich ja bestimmt ständig Probleme und nicht nur so unregelmäßig unvorhersehbar. Oder etwa nicht?

    Vielleicht hat ja jemand von euch eine ähnliche Leidensgeschichte hinter sich oder weis Rat

    Über Antworten würde ich mich sehr freuen!

    Liebe Grüße
    emka

  2. #2
    Arzt (Urologie) Avatar von urologiker
    Geschlecht
    maennlich
    Mitglied seit
    27.03.2007
    Beiträge
    1.346
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Unregelmäßig Harnverhalt seit zwei Jahren

    Da du von mehreren Ärzten untersucht worden bist habe ich aus der Ferne leider auch keinen Geheimtipp parat wuerde Dir allerdings raten sämtliche Untersuchungen, die vorgeschlagen werden, auch wahrzunehmen, da nur so schlussendlich mal eine Diagnose gefunden werden kann,

    gruss, logiker

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