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Thema: Gott heilt, Mensch kassiert - Über Geist- und Fernheiler

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In dieser Diskussion geht es um "Gott heilt, Mensch kassiert - Über Geist- und Fernheiler" im "Alternativmedizin kritisch betrachtet" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
    Glaubt an nix!
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    maennlich
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    15.04.2007
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    Standard Gott heilt, Mensch kassiert - Über Geist- und Fernheiler

    Dieses Unterforum dient vorrangig der Information über Verfahren, Methoden und Theorien, die der sogenannten Komplementär-Medizin zuzuordnen sind.

    Ausgangspunkt ist dabei die Beschreibung und die Analyse dieser Heilverfahren im Spannungsfeld zwischen den ihnen zugrunde liegenden Weltbildern und den natur- und geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen der Gegenwart.

    Mögliche und erwünschte Diskussionen sollten deshalb mit Hilfe allgemein nachvollziehbarer Argumente geführt werden, da die Erfahrung in ähnlichen Foren gezeigt hat, dass Auseinandersetzungen, in denen "Wissensargumente" und "Glaubensargumente" gegeneinander antreten, sehr schnell die Ebene der Sachlichkeit verlassen.

    In erster Linie soll dieses Forum damit dem Ziel gerecht werden, "Patientenfragen" nach bestem Wissen zu beantworten.

    Pianoman
    Geändert von Pianoman (31.07.2007 um 01:08 Uhr)
    People are told lies.
    There are 40 million websites and 39.9 million tell lies, sometimes outrageous lies.
    They mislead cancer patients, who are encouraged not only to pay their last penny
    but to be treated with something that shortens their lives.
    At the same time, people are gullible. It needs gullibility for the industry to succeed.
    It doesn't make me popular with the public, but it's the truth.
    Edzard Ernst über Alternativmedizin

  2. #2
    Glaubt an nix!
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    maennlich
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    15.04.2007
    Beiträge
    1.207

    Standard AW: Goot heilt, Mensch kassiert - Über Geist- und Fernheiler

    Vorsicht: Das Lesen diese Artikels gefährdet möglichweise die Wirkung Ihrer Heilerbehandlung durch entstehende Skepsis !


    Geistheilen: Gott heilt, Mensch kassiert

    Starthilfe durch Justizia

    Im Juni 2004 urteilte das Bundesverfassungsgericht im Verfahren BvR 1802/02: "Ein Geistheiler, der keine Heilung verspricht und keine Diagnosen stellt, benötigt keine Zulassung als Heilpraktiker."

    Damit schlug die Stunde der Geist- und Fernheiler.

    War bis dato Heilertätigkeit an eine Ausbildung als Arzt oder an die Heilpraktikererlaubnis gebunden, war mit diesem Urteil der Weg frei für die Gilde der meist selbsternannten Geistheiler, die ohne jede Form von Ausbildung, ohne jedes rudimentäre medizinische Wissen, ohne Ahnung vom Zusammenspiel von Psyche und Soma ihre Dienste einer Klientenschaft anbieten konnten, die nicht selten auf der Suche nach dem vielgerühmten letzten Strohhalm war.

    Deutschland verzeichnet besonders seit diesem Urteil eine explosionsartige Vermehrung von "Geistheilern" unterschiedlichster esoterischer Richtungen und mit oft mangelhaften Qualifikationen (wenn man von Qualifikation in diesem Zusammenhang überhaupt sprechen kann), dafür aber mit um so mehr fragwürdigen Diplomen oder anderen großspurigen Fähigkeitsnachweisen.

    Nach behördlichen Erhebungen übten in den 1970er Jahren etwa zwischen 300 - 500 Geistheiler eine gewerbliche Tätigkeit aus, derzeit sind es rund 10.000 in Deutschland, und Dank einer regen "Ausbildungstätigkeit" von Chef-Heilern, die sich ihre Verfahren als Marken haben schützen lassen (Reiki, Biosens etc.) werden es ständig mehr.

    Ob diese Entwicklung auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zurück zuführen ist und ob Deutschland über ein bisher brachliegendes Potenzial an spirituell außerordentlich begabten Zeitgenossen verfügte, die nur darauf gewartet haben, ihre Fähigkeiten aus reiner Menschenfreundlichkeit vor allem an die Frau zu bringen, oder ob die doch derzeit noch ziemlich lukrative Tätigkeit, die - rein arbeitstechnisch gesehen - nur und ausschließlich Zeitaufwand bedeutet, dafür ausschlaggebend ist, darüber kann man nur spekulieren.

    Tatsache ist allerdings, dass die Branche sich ihre sogenannte Heilertätigkeit gut bezahlen lässt. Der Autor esoterischer Publikationen und Geistheiler-Experte von eigenen Gnaden, Dr. Harald Wiesendanger, geht davon aus, dass je Sitzung etwa 30 - 50 Euro liquidiert werden, allerdings ohne Grenzen nach oben. Bei besonders geschäftstüchtigen "Heilern", wie beispielsweise Rolf Drevermann, der auf Ibiza Geistheilungen als Massenveranstaltung mit 10 minütigen Sitzungen abhält, sind Stundensätze von etwa 600 Euro je Klient zu errechnen. In einer Art Ehrenkodex für "seriöse" Geistheiler hat deren Dachverband die Obergrenze für Sitzungshonorare auf 80,-- Euro festgesetzt.

    Im speziellen Fall der geistigen Fernheilungen sind aber erbrachte Leistungen kaum noch zu quantifizieren. Genau so ist auch die Einhaltung der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zum Diagnoseverbot bzw. zum Verbot von Heilungsversprechen zu kontrollieren.

    Es deshalb wirklich erstaunlich, mit welcher Naivität sich die Richterschaft des BVG diesem Thema gewidmet hat.


    Ursprünge und Prinzipien

    Das Modell "Geistheilen" ist bzw. war in vielen Kulturen verbreitet. Dabei existieren zwei grundsätzliche Annahmen:

    Dort, wo in schamanischer Tradition eine Geister- und Dämonenwelt das menschliche Leben zentral beeinflusst, besteht die Vorstellung, Krankheiten entstünden durch "böse Geister".
    Der "Heiler" gibt vor, durch die Kraft seiner Gedanken (in Verbindung mit rituellen Handlungen) die "bösen Geister besänftigen oder austreiben zu können. Diese Vorstellung spiegelt sich auch im Exorzismus der katholischen Kirche, der ebenfalls zum Geistheilen gezählt werden muss.

    In Religionen, in denen sich die Idee einer allgegenwärtige Lebensenergie - meist göttlichen Ursprungs -
    etabliert hat, besteht die Vorstellung, dass Krankheit auf eine Störung der Energiezufuhr oder des Energieflusses zurückzuführen ist. Hier gibt der "Geistheiler" vor, durch sein Gebet und/oder rituelle Handlungen (z.B. durch Handauflegen) den Energiefluss und damit die Krankheiten beeinflussen zu können. Dieses Denkmodell entspricht dem, was hier in Deutschland unter geistigem Heilen verstanden wird.


    Mehr weltlich orientierten Denkmodelle beziehen sich sämtlichst auf die Theorien des Psychologen Wilhelm Reich, der in den 1930er Jahren die Existenz einer überall vorhanden Lebenskraft - genannt Orgon - postulierte. Die Hypothese, die im übrigen wegen ihrer Unhaltbarkeit dafür verantwortlich war, dass Reich seine wissenschaftliche Reputation verlor, wurde von seinen Schüler Alexander Lowen oder Gerda Boysen weiterentwickelt, und hat sehr schnell den Weg in esoterische Kreise gefunden.

    Besonders ehemalige Bhagwan-Schüler, die heute im Eso-Marktsegment "Tantra" ihr Geld verdienen,
    beispielsweise Margo "Anand" Naslednikov und Amand Schröter, Adviata Maria Bach, Maitreyi Piontek, Survivo M. Faisst, Michael "Sunito" Plesse, Gabrielle St. Clair, Eckhart Tolle, Richard Moss, und auch der langjährige Stellvertreter von Osho/Bagwahn, Paul Lowen, ( um nur einige zu nennen), benutzen ganz bewusst das intellektuelle und metaphysische Vakuum der westlichen spätkapitalistischen Gesellschaft, um ihre Weltanschauungen gewinnbringend unter das seelisch lädierte Volk zu bringen. In den Verfahren des Neo-Tantra vermischen sich dann auch die Reichschen Hypothesen zum Orgon mit den energetischen Vorstellung der säkularisierungs- und aufklärungsresistenten Urreligionen meist asiatischen Ursprungs.

    Die Zielsetzung ist dabei genau so einfach, wie die Techniken dafür überschaubar sind: Die zentrale Aufgabe der selbsternannten Welt- und Menschenheiler ist es, mit Hilfe von bestimmten psychischen Manipulationen hypnotische Momente zu schaffen, in denen das verhetzte Subjekte einer vermeintlich kranken Welt sich in der Geborgenheit einer Gemeinde, in einem Kokon der allumfassenden Wärme wieder findet, Koinzidenz erlebt, Verbundenheit mit allem und Auflösung von Zeit und Raum erfährt.


    Die Verkündiger dieser neuen Welterfahrung erzeugen strahlend schönen Blüten für die, die im permanenten Kampf um soziale Anerkennung und individuellem Lebensglück oder bei der Bewältigung ihrer Lebensängste vor Krankheit und Tod wieder und wieder Niederlagen eingesteckt haben und die sich jetzt nach einem sehnen, der sagt, das Glück sei immer schon da und für jeden greifbar. Der sagt, Friede sei möglich, der sagt, macht Liebe hier und jetzt. Der sagt, dass der Erwachende sein wahres Sein nur durch innere Begegnungen erkennt. Der den ewigen Raum verkörpert, der vom Paradies spricht, der heilt, und zwar alles, und der einer absurden Wunschvorstellung vom allumfassenden, immerwährenden Glück, von umfassender Gesundheit und letztlich auch von der Unsterblickeit wieder eine neue Rechtfertigung verschafft.


    Der naturwissenschaftliche Standpunkt

    Die Theorie des geistigen Heilens ist beruht nicht nur auf unüberprüfbaren bzw. unbeweisbaren Hypothesen, es ist auch ein zirkuläres Denksystem. In zirkulären Denksystemen werden unbeweisbare/unbewiesene Inhalte mit unbeweisbaren/unbewiesenen Voraussetzungen erklärt, und genau so wird die Voraussetzung durch das angebliche Funktionieren des Inhalts bestätigt.

    Was bedeutet diese Feststellung nun für die beiden wesentlichen Elemente des geistigen Heilens, nämlich die Annahmen, dass eine Art kosmische/göttliche Lebensenergie existiert und dass bestimmte Menschen in der Lage sind, diese Energie zu lenken ?

    Das gesamte Denkmodell "Geist- und Fernheilung" ist zuerst einmal wissenschaftstheoretisch nicht erklärbar; weder anhand nachvollziehbarer Phänomene, noch durch Anwendung unseres bestätigten Hintergrundwissens.
    Besonders im Zusammenhang mit Fernheilungen entstehen viele "technische" Fragen, von denen nicht eine einzige schlüssig beantwortet werden kann.

    So ist z. B. nicht klar, wie Energiefelder auf Distanz durch geistige Prozesse zu beinflussen sind.

    Wir wissen aber, dass die Beeinflussung von Energie(feldern) nur und auschließlich durch eine physikalische Wechselwirkung zwischen Materiebestandteilen machbar ist. Allerdings sind die energetischen Prozesse im menschlichen Gehirn von so geringer Stärke, dass außerhalb des Gehirns keine messbare Umgebungsbeinflussung stattfindet. Um Gehirnströme abzuleiten, muß deshalb der direkte Kontakt mit der Körperoberfläche wie beispielsweise beim Messverfahren des EEG - gesichert sein. Auch andere Verfahren wie die CT , messen Prozesse im Gehirn, nicht aber außerhalb. Bis jetzt konnte nie eine geistige Beeinflussung von Materie oder Energiefeldern nachgewiesen werden. Wäre der Vorgang prinzipiell möglich, so müssten seine Auswirkungen auch außerhalb der Verfahren der Geist - und Fernheiler nachzuweisen sein.

    Weiterhin gibt es keine Erklärung dafür, dass bei "Fern-Behandlungen" weder die Distanz zum Klienten noch die geophysikalischen Umgebungsbedingungen zwischen Heiler und Klient, eine Bedeutung für die "Sendung von Energie" haben.

    Was wir allerdings kennen, ist der (unwiderlegte) physikalische Lehrsatz, dass bei einer Abstrahlung von Energie, die Abnahme der Strahlungsintensität bzw. der Leistungsdichte im freien Raum mit dem Quadrat der Entfernung erfolgt. Deswegen haben z.B. Radiostationen nur eine begrenzte Reichweite, was jeder nachvollziehen kann, der auf einer längeren Autobahnfahrt ständig neue Sender auf seinem Autoradio einstellen muß.Zu der Leistungsabnahme durch die wachsende Entfernung zur Strahlungsquelle gesellen sich außerdem weite Störfaktoren wie zB. Gebirge oder große Bauten etc.. Weil aber offenbar diese begrenzenden Faktoren keine Rolle spielen, also keine bekannte physikalische Größe die Energiemenge signifikant verringert, muß zwangsläufig der Schluß gezogen werden, dass eine unendlich große Energiemenge vom Heiler "abgegeben" wird. Wäre diese Schlußfolgerung falsch, müsste der Therapeut genau wissen, wieviel Energie er unter Berücksichtigung aller möglichen Störfaktoren absenden müsste, damit die für einen therapeutischen Effekt notwendige Energiemenge beim Klienten eintrifft. Dafür müßte dann bekannt sein, auf welcher Position auf der Erdoberfläche sich Klient und Therapeut aufhalten und wie die geophysikalischen Gegebenheiten zwischen ihnen sind. Außerdem müsste der Therapeut nicht nur in der Lage sein, die notwendige Energiemenge zu berechnen, sondern auch noch gezielt abgeben zu können. Da das sämtliche menschlichen Fähigkeiten bei weitem übersteigt, bleibt nur noch die Annahme der unbegrenzten Energiemenge. Gegen eine unbegrenzt große Energiemenge spricht allerdings, dass wir seit etwa 1900 wissen, dass die Strahlungsmenge eines Körpers in Form von Quanten abgegeben wird. Die Quantentheorie verbietet eine von einem Körper abgestrahlte, unendliche Energiemenge.

    Auch gibt es bisher keine schlüssige Erklärung dafür, warum eine überall und unbegrenzt vorhandene (göttliche, kosmische) Energie, die ja das Handlungsobjekt geistheilerischer Tätigkeit ist, überhaupt der menschlichen Manipulation bedarf ?

    Es ist ein gravierender logischer Widerspruch, dass etwas unbegrenzt, überall und jederzeit Vorhandenes (was es nicht gibt) in unterschiedlichen Konzentrationen vorliegen kann, weil durch die Anhäufung in lokalen Bereichen die Verfügbarkeit in anderen Bereichen sinken würde. Das wiederum würde nämlich die postulierte unbegrenzte Verfügbarkeit begrenzen.

    Nun ist ein fehlender wissenschaftlicher Erklärungsansatz noch nicht der ausreichende Beweis für die Untauglichkeit einer Methode, den es bleibt immer noch die Möglichkeit eines wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweises, der auch dann anzuerkennen ist, wenn man die Wirkungsweise einer Behandlungsmethode noch gar nicht kennt.

    Allerdings sind auch die Wirksamkeitsnachweise, die dem Anspruch an "saubere" Studien entsprechen, nicht vorhanden. Was aber vorhanden ist, sind Unwirksamkeitsbeweise. Zum Beispiels die jüngst abgeschlossene MANTRA-II-Studie, die sich wissenschaftlich-statistisch mit dem Geistheilen beschäftigt hat und - wie erwartet - keinen Effekt beobachten konnte. In dieser Studie wurden 700 Patienten von unterschiedlichsten Religionsgruppen bebetet, Fernheiler erhoben ihre Hände und konzentrierten ihre »Energien«, und nichts passierte. Quelle: Krucoff MW, Crater SW, Gallup D, et al. Music, imagery, touch, and prayer as adjuncts to interventional cardiac care: The monitoring and actualization of noetic trainings (MANTRA) II randomized study. Lancet 2005; 366: 211-217.

    Was also letztlich übrig bleibt, ist im Einzelfall der Placebo-Effekt. Und damit dieser optimiert werden kann, hat der Müncher Psychologe Eckhart Straube zwölf nicht ganz ernst gemeinte Gebote für eine erfolgreiche Heilverführerpraxis verfasst.

    Was man beachten sollte, wenn man Heiler werden will, ohne Ahnung von Medizin zu haben:

    01. Alles, was Sie machen, sollten Sie als Therapie bezeichnen.
    02. Unterlegen Sie Ihrem Tun immer eine besondere Bedeutung.
    03. Alles, was Sie tun, tut dann schon automatisch seine Wirkung.
    04.Sie müssen sich nicht auf die Einflussnahme auf die Seele Ihres Klienten beschränken, denn in der Folge gehen auch mittelschwere körperliche Leiden automatisch zurück.
    05. Reicht das nicht aus, machen Sie irgendetwas Drastisches.
    06. Je komplizierter die Heilmaßnahme ist, umso beeindruckter ist der Patient.
    07. Lassen Sie den Patienten mehrmals kommen, und machen Sie stur immer das gleiche.
    08. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Patient denkt, Sie wären etwas Bedeutendes (etwa Ausbildung bei Bibabo im Hindu-Tempel von Südhawaii, alter hinduistisch-indianischer Ritus...).
    09. Seien Sie überzeugend, sicher, bestimmt bis dominant, Sie wissen ja, warum Sie das machen müssen und nicht der Patient.
    10. Auch eine sicher vorgetragene Diagnose bzw. positive Prognose, bei der Sie aber vage bleiben und viel für Interpretationen durch den Patienten offen lassen, fördert das gewünschte Ziel.
    11. Sie müssen irgendeine gut klingende Glaubenslehre oder auch eindrucksvolle wissenschaftliche Lehre oder beides vermischt als Begründung für Ihr Tun angeben.
    12. Im Grunde genommen müssen Sie sich bei allem nur nach der Weisheit Voltaires richten: "Amüsieren Sie den Patienten so lange, bis die Natur ihn von alleine heilt."

    Wer also auf solche Verhaltensweisen trifft, kann sich jedenfalls sicher sein, dass der betreffende Heiler zumindest die psychobiologischen Vorraussetzungen des Placebo-Effektes verstanden hat.


    Die ethische Problematik

    In Deutschland leiden etwa 8-10 Millionen Menschen an chronischen Erkrankungen und/oder Behinderungen, die ihr Leben mehr oder weniger stark beeinträchtigen.
    Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 900 000 Menschen. Unter ihnen sind über 9000 Verkehrstote, 12000 Suizid-Tote und 2500 Totgeburten. Weit mehr als die Hälfte der Betroffenen sterben in Krankenhäusern, Kliniken und Altenheimen.

    Krankheiten und der Tod sind unumstößliche Gewissheit des Lebens.

    Und dennoch stellt diese Wahrheit eine der schwierigsten Fragen im Kontext des menschlichen Lebens dar. Es ist noch nicht so lange her, dass Krankheit, Leiden, Sterben und Tod eingefügt waren in das soziale Netz der Familie, der Nachbarschaft, der Gemeinde. Sterbende fanden Begleitung und Trauernde Trost. In Riten und Gebräuchen bekamen der Sterbende und seine Familie Sinndeutung und Frieden.

    Heute müssen wir aber feststellen, dass der Umgang mit Krankheit und Leiden, mit Alter, Sterben und Tod hat für viele Menschen heute seine Selbstverständlichkeit verloren. Dafür lassen sich viele Gründe nennen. Mit den beeindruckenden Fortschritten der Medizin und vielfältigen gesellschaftlichen Wandlungen sind Sterben und Tod immer mehr ausgelagert worden in Krankenhäuser, Altenheime, Hospize. Die medizinischen Möglichkeiten, Krankheiten zu bekämpfen und das Sterben hinauszuschieben - man erinnere sich in diesem Zusammenhang an die in den letzten Jahrzehnten enorm angestiegene Lebenserwartung - haben in vielen Menschen eine maßlose Erwartung an die scheinbar allmächtige Medizin geweckt und in den Ärzten selbst ein Gefühl der Frustration hervorgebracht, nichts mehr für den "austherapierten" Patienten tun zu können. Krankheit und Tod werden zum Ausdruck persönlicher Niederlagen, sowohl für die Betroffenen und deren Angehörige als auch für die Ärzte.

    So ist es unübersehbar, dass die heutige Einstellung zum Sterben und zum Sterbenden, von Verdrängungsmechanismen geprägt ist. Zwar bringen Fernsehen und Film durch Nachrichten von Kriegen und Katastrophen, von Hunger und Elend den Tod tausendfach in den Blick. Aber gerade dadurch bleibt das Sterben auf Distanz und betrifft immer weniger. Die "ars moriendi" des Mittelalters im Sinne einer lebenslangen Einübung des Sterbens ist weithin fremd geworden.

    Medizinischer Fortschritt, gesellschaftliche Wandlungen, Verdrängungen, Unsicherheiten und Ängste haben zu einer beklagenswerten Vereinsammung von Kranken, vor allem aber Sterbenden geführt. Viele erleiden längst vor dem realen den "sozialen" Tod. In einem Lebensabschnitt, der mehr noch als das Leben im Ganzen der wesentlichen Hilfe anderer bedarf, mangelt es Sterbenden in ihrem Gefühl des Verlustes, der Hilflosigkeit, der Angst und vielfältiger körperlicher und seelischer Schmerzen an solidarischer Hilfe, an Zuwendung und Beistand.

    Insbesondere mit dem Beginn der Hospizbewegung vor gut 40 Jahren sind die Probleme bezüglich des Sterbens und die menschliche Not Sterbender als Appell und Auftrag an die Umgebung neu ins Bewusstsein gerückt. In einer kaum noch zu überschauenden Zahl von Publikationen werden im Hinblick auf den schweren Weg, den jeder Sterbende im Letzten allein zu gehen hat, Zuneigung und Zuwendung, menschliche Hilfeleistung und Verbundenheit, Verstehen und Nähe liebender Menschen gefordert. Solche Haltung sowohl der professionellen als auch der ehrenamtlichen Helfer ist die Voraussetzung, dass der Weg zum Sterben gangbar wird.

    Ziel muss es dabei sein, dass Zeiten der Krankheit genau so als lebenswerte Lebenszeiten angesehen werden, wie die letzte Lebenszeit es sein muß.

    So deutlich die Zielvorstellung ist, so schwer ist es, für die notwendige Haltung und das geforderte Verhalten die kennzeichnende und angemessene Begrifflichkeit zu formulieren. Schon immer haben es die Ärzte als ihre Aufgabe betrachtet, dem Sterbenden Erleichterung zu verschaffen, Schmerzen zu lindern, Ängste und Nöte zu bekämpfen, und damit Gewähr zu leisten, dass der Abschiedsprozess, die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit und die Akzeptanz des Unausweichlichen nicht untergeht in einem inhumanen Verdrängungsprozess.

    Aber genau dieser notwendigen gesellschaftliche Entwicklung zu einer bewußteren Umgang mit den Bedingungen der menschlichen Existenz, wird derzeit konterkariert durch angeblich menschenfreundliche Vertreter einer neuen Gattung von Heilern, die bewußt die Verdrängungsmechanismen und unerfüllbare Erwartungshaltungen der modernen Gesellschaft ausnutzen, um ihre (wirtschaftliche) Existenz zu rechtfertigen.

    Der nachfolgende Text aus dem Buch des Esoterikers und "PSI-Experten" Dr. Harald Wiesendanger "Geistheiler - Der Ratgeber" verdeutlicht beeindruckend die manipulative Rhetorik der Verdrängung. Wiesendanger ist seit Jahren Lobbyist der Esoterik-Szene und selbst Herausgeber eines parapsychologischen "Psi-Pressedienstes“. Laut eigener Aussage will er u.a. den derzeit etwa 10.000 Geistheilern in Deutschland den Weg zur Anerkennung in Wissenschaft, Politik und öffentlichem Gesundheitswesen bahnen. Weil Wiesendangers Ansichten das aktuelle theoretische Gebäude der Geistheiler-Branche massiv beeinflusst, habe ich diesen Text als typisches Beispiel ausgewählt.

    Die in Klammern stehen Zahlen wurden von mir eingefügt, um die Aussagen zu kommentieren.

    Wer ernstlich erkrankt, hofft auf ärztliche Kunst. Wem Ärzte nicht mehr helfen können, dem bleibt oft nur noch, auf ein Wunder zu hoffen (1) .In dieser Lage befinden sich, nach Expertenschätzungen, allein in Deutschland über zwanzig Millionen Menschen - ob sie nun an ständiger Migräne oder quälender Neurodermitis leiden, an Allergien oder chronischem Asthma, an fortwährenden Ängsten oder Depressionen, an Rheumatismen oder metastasierendem Krebs, der sich nicht mehr herausschneiden, wegbestrahlen oder mit der Pharmakeule niederknüppeln lässt. Bei ihnen allen stößt die Schulmedizin nach wie vor an Grenzen, trotz eines immer gigantischeren technischen und finanziellen Aufwands.(2 + 3 + 4)
    "Damit müssen Sie sich abfinden", so bekommen Betroffene dann zu hören; bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung wird ihnen, statistisch sauber und menschlich unterkühlt, sogar vorgerechnet, "wie viel Zeit Ihnen noch bleibt".
    Solche entmutigenden Äußerungen, zumal aus dem Mund von Ärzten, sind verantwortungslos. Sie deprimieren, rauben jegliche Hoffnung, zerstören Lebensqualität. Bei Betroffenen richten sie oft schlimmeren seelischen Schaden an, als es ihrer Erkrankung je gelänge. (5) Der ärgste Schmerz, die fürchterlichste Entstellung, die schwerste Behinderung kann immer noch leichter zu ertragen sein als der Verlust jeglicher Zuversicht, es könnte eines Tages eine Wende zum Besseren eintreten. (6)So werden medizinische Prognosen letztlich zu Prophezeiungen, die sich selbst erfüllen, ähnlich der Unfallvision des Wahrsagers oder der Warnung des Charttechnikers vor "Widerständen" bei Kursentwicklungen.(7)"Hoffnung", so meinte der Philosoph Arthur Schopenhauer einst aufklärerisch, sei "die Verwechslung des Wunsches nach einer Begebenheit mit ihrer Wahrscheinlichkeit" - und verkannte dabei, dass Begebenheiten um so wahrscheinlicher werden, je beharrlicher sich Hoffnung auf sie richtet.(8)
    Ist es nicht besser, eine Kerze anzuzünden, als an der Dunkelheit zu verzweifeln? Unbeirrbarer Optimismus ist eine weithin unterschätzte therapeutische Größe, die mitentscheidet, welchen Verlauf eine Erkrankung nimmt. Wer um seine Gesundheit kämpft, kann verlieren, gewiss. Doch wer nicht kämpft, hat schon verloren.All jenen, die sich vom modernen Medizinbetrieb aussortiert fühlen, den sogenannten "Behandlungsresistenten" und "Austherapierten", will ich mit diesem Ratgeber Mut machen. Denn das Wunder ist möglich. Bei nahezu jedem Leiden, in beinahe jedem Stadium, in jedem Alter.(9)

    (1) Wiesendanger impliziert gleich von Anfang an die Möglichkeit einer "Wunderheilung", wenn ärztliches Wissen an die Grenzen gelangt ist. Mit diesem Satz wird suggeriert, dass es eine "sinn volle" Alternative zur ärztlichen Therapie gibt: die Hoffnung auf Wunder. Diese Wunder, die Wiesendanger meint, sind allerdings keine Wunder im christlichen Verständnis, die als Ausdruck göttlichen Wirkens angesehen werden müssen, sondern sie sind menschengemacht. Denn darum geht es in seinem Buch.
    Dass Wiesendanger - ganz nebenbei - die Möglichkeit ausschließt, dass sich (unheilbar) kranke Menschen mit den Tatsachen abfinden müssen und das auch können, dass ihr Leben in absehbarer Zeit zu Ende geht, sei nur am Rande erwähnt.

    (2) Bezeichnend ist die Auswahl der chronischen Erkrankungen, die Wiesendanger trifft. Dabei fällt auf, dass fast alle chronischer Erkrankungen, in denen die Wissenschaftsmedizin funktionierende Behandlungskonzepte vorweist, nicht angesprochen werden. Hier stellt sich beispielsweise die Frage, warum nicht auch für Diabetiker die Hoffnung auf Wunder eine Alternative zur wissenschaftsmedizinischen Therapie darstellt. ?
    Es ist allerdings typisch für die "Verkaufsstrategie" der esoterischen Heilerbranche, dass die (objektiv betrachteten) Scheintherapien vorzugsweise erkrankten Menschen angedient werden, deren Erkrankungen entweder stark psychosomatisch beeinflusst sind, oder - weit bedenklicher - deren Erkrankung in Schüben oder in Abhängigkeit von exterenen Aspekten wie Jahreszeiten und Umgebungsbedingung verlaufen, und die krankheitstypischen beschwerdefreien oder beschwerdearmen Phasen als Heilungen oder Verbesserungen und damit als Wirksamkeitsnachweis der Therapie gedeutet werden.
    Das gilt sowohl für rheumatisches Erkrankungen oder Allergien, wie auch für Asthma bronchiale, Migräne oder Depressionen.
    Hier wird nicht ein umfassendes Angebot an Chroniker gemacht, hier werden gezielt "Kunden" angesprochen, denen ein "Erfolg" der Geistheilung verhältnismässig einfach suggeriert werden kann.

    (3) Man kann schon ein wenig Mitleid mit ihm haben, wenn der arme Krebs mit der Pharmakeule niedergeknüppelt wird, oder ?
    Ernsthaft gefragt, was liefert eine solche Rhetorik an fachlicher Aufklärung ?
    Aber um die geht´s Wiesendanger auch nicht. Ihm geht´s darum, Feindbilder zu bedienen. Die Gegner: Auf der einen Seite die grobklotzigen Ärzte, die in unheiliger Allianz mit den Schlächtern der Pharmakonzernbrigade auf die Krankheiten ihrer Patienten "einprügeln" oder mit der Strahlenkanone und Messer ein brutales Ende bereiten wollen, und denen mögliche Kollateralschäden völlig egal sind,
    auch der anderen Seite die feinstofflichen Heiler, die, versehen mit dem kosmischen Energien und verbunden mit universellen Geist, das mestastasierende Pankreaskarzinom durch sanfte Überredung veranlassen, sich doch einen anderen Platz im Kosmos zu suchen.

    (4) Die Medizin wird immer wenigstens an eine Grenze stossen: Der Mensch ist, wie auch jedes anderes Lebewesen, nicht unsterblich.

    (5) Hier liefert Wiesendanger einen weiteren Nachweis seiner Diskriminierung der Ärzteschaft, in dem er unterstellt, ein Arzt, der seinen Patienten über seinen Zustand aufklärt, sei unterkühlt, also emotional teilnahmslos und zur Empathie unfähig. (Man frage sich in diesem Zusammenhang, warum immer mehr Kliniken für ihr ärztliches und pflegerisches Personal psychologische Betreuungsangebote machen, wenn die ganze Bande doch nur aus einem Rudel emotionaler Krüppel besteht, denen das Leid und das seelische Befinden ihrer Patienten völlig am Arsch vorbei geht ? )
    Seit Jahren wird in der Medizin-Ethik eine umfassende Diskussion geführt, wie ärztliche Aufklärung zu leisten ist. Und es gibt sehr differenzierte Ansichten darüber, ob es sinnvoll ist, Patienten und deren Angehörige über alle Aspekte ihrer Krankheit aufzuklären.
    Eins ist aber sicher: Patienten oder ggf. deren Angehörige müssen regelmässig Entscheidungen über Therapiemaßnahmen fällen. Um ein Urteil fällen zu können, also letztlich selbstbestimmt zu entscheiden, ist eine Aufklärung nicht nur nötig, sondern auch rechtlich vorgeschrieben.

    Außerdem, wäre es nicht eine massive Bevormundung eines möglicherweise sterbenskranken Patienten, ihm die Chance zu nehmen, seine "Dinge" zu regeln, sich selbst auf das Ende seinen Lebens vorzubereiten, und seine letzten Tage eben nicht mit immer neuen Therapien zu verbringen, sondern vielleicht einfach nur zu "Leben" ?

    (5) Diese Aussage ist schlicht falsch. Es gibt genügend Untersuchungen darüber, dass gerade die Bewältigung der Sterbensangst und die Akzeptanz der eigenen Endlichkeit und Begrenztheit zu den großen psychischen Leistungen des Menschen zählen.
    Es ist die Beziehung zu den polaren Seiten der menschliche Existenz , die bewußt erfahrenes und ausgeschöpftes Leben ausmachen; so schließt die Beziehung zum Leben auch die Beziehung zum Tod mit ein. Vorraussetzung dafür ist der Mut zur Konfrontation mit der Angst vor der Nicht-Existenz, vor dem Abgrund der "Hingabe", und vor dem "Loslassen".
    Deswegen ist Lebensqualität u. a. die Möglichkeit, alles, was menschliches Sein ausmacht, erfahren zu können und nicht einen wesentlichen Teil der Existenz auszublenden.

    (6) Auch hier stellt sich die Frage, ob nicht die Akzeptanz der individuellen Beeinträchtigungen und der damit verbundenen Grenzen ein erfüllteres Leben ermöglichen, wie ein unerfülltes Warten auf eine unwahrscheinliche Zustandsverbesserung.
    Wiesendanger demostriert hier einen Einblick in eine fragwürdige Geisteshaltung, die z.B. Menschen mit angeborenen Behinderungen ein im Rahmen ihre Grenzen auch seelisch zufriedenstellendes Leben quasi abspricht, da ja nach seiner Auffassung nur die Hoffnung auf eine Annährung an einen menschlichen Idealtypus noch eine Rechtfertigung für eine sinnvolle Existenz ausmacht.

    (7) Patientenaufklärung als Anlass für self-fulfilling Prophecy ? Wenn das tatsächlich so funktionieren würde, wäre es ja im umgekehrten Fall ganz einfach, Menschen zu therapieren: In dem man ihnen nämlich einredet, sie seien gesund. Die Lüge als Kampfmaßnahme gegen das Faktische...
    Wiesendanger suggeriert hier ein Gedankenmodell, dass seinen Ursprung im New Age hat: Die von Frietjof Capra in seiner Bibel zum Wassermannzeitalter formulierte These, die Probleme des Menschen, so auch seine Krankheiten, wären nur ein Ergebnis eines falschen Bewußtseins und einer Krise der Wahrnehmung. Die Rettung der Menschheit - ein nicht gerade geringer Anspruch - könne ausschließlich mit dem Durchbruch eines "neuen Paradigmas, einer neuen Sicht der Wirklichkeit, neuer Wertvorstellungen" glücken. Alle Problem würden sich mit einem "neuen" sprich positiven Denken von ganz "von selbst" lösen.

    (8) Diese Aussage steht in einem engen Zusammenhang mit dem Begriff der Selbsterfüllenden Prophezeiung. Allerdings ergibt sich deren Wirkung nicht aus einem beharrlichen Glauben an eine bestimmte Wirkung, sondern aus den Bemühungen des Menschen, selbst die Umwelt zu beeinflussen und zu versuchen sie so in die Richtung zu verändern, die man erwartet. Nur so wird die Erwartung zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung.

    (9) Damit findet die Verkaufsveranstaltung ihren Höhepunkt: Wiesendanger sagt in aller Deutlichkeit, dass denen, die sich von der klassischen Medizin vernachlässigt oder ausgegrenzt fühlen, denen wissenschaftliches Faktenwissen nur noch prognostizieren kann, dass eine Aussicht auf eine nachhaltige Besserung ihres Zustand unwahrscheinlich ist, dass möglicherweise auch das Ende ihres Lebens erreicht ist, trotzdem - durchaus in einem handfesten therapeutischen Sinn - geholfen werden kann. Natürlich durch die Methoden, die er in seinem Buch vorstellt.
    Warum dann aber die Einschränkungen kommen - bei nahezu jedem Leiden, in nahezu jedem Stadium - darüber lässt sich Wiesendanger nicht aus. Wunder haben offenbar doch ihre Grenzen.

    Aber eine, wenn nicht sogar die wesentliche Frage beantwortet Wiesendanger - stellvertretend für die gesamte Geistheiler-Branche - dann aber doch nicht; nämlich, warum ausgerechnet die Hoffnung und das Vertrauen auf die Fähigkeiten der Geist - und Fernheiler eine Wendung im Krankheitsgeschehen bringen soll, wenn nicht die sicher genau so vorhandene Hoffnung und das Vertrauen in den altgedienten Hausarzt oder den bonusbehafteten Chefarzt und die Therapiemöglichkeiten der Wissenschaftsmedizin offenbar dort nicht die ausschlaggebenden Heilungsfaktoren waren ?

    Aber selbst, wenn man alle wissenschaftlichen Bedenken außer acht lässt, selbst wenn man die Allmachtsphantasien und unübersehbaren Tendenzen zur Selbstüberschätzung der Heiler übersieht: Eins kann man nicht ignorieren, nämlich die gnadenlose Ökonomisierung eines Lebensbereichs, dessen fundamentale soziale Bedeutung eigentlich jenseits jeder Kommerzialisierung liegen sollte.


    Pianoman
    Geändert von Pianoman (01.08.2007 um 13:25 Uhr)
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    Edzard Ernst über Alternativmedizin

  3. #3
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    15.04.2007
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    Standard AW: Gott heilt, Mensch kassiert - Über Geist- und Fernheiler

    Ach, da kommt der Meister!
    Herr, die Not ist groß!
    Die ich rief, die Geister
    werd ich nun nicht los.


    Gott heilt, Mensch kassiert...

    Nachtrag: Bürgerkrieg im Heiler-Lager

    Der Geistheiler-Branche wird der Nachwuchs unheimlich, und es scheint, als habe der Kampf um die besten Plätze an der Futterkrippe begonnen.

    So direkt drückt es der Spiritus rector der Zunft, Dr. Harald Wiesendanger, zwar nicht aus, aber die Zeichen der Zeit sind unübersehbar. In einer aktuellen Bestandsaufnahme äußert sich der Verbandfunktionär deshalb sehr drastisch zur gegenwärtigen Situation der Geist- und Fernheiler-Branche:

    „Mit der Esoterik­­welle hat sich die Zahl sogenannter ‚Geistheiler‘ in der westlichen Welt vervielfacht. Damit einher ging allerdings ein bestürzender Qualitäts­verfall. Inzwischen über­wiegen aufrichtig be­mühte Dilettanten, unerfahrene, mäßig begabte, sich selbst überschätzende Möchte­gerns, die mit über­zogenen Erfolgs­versprechen, wolkiger Esoterik, frag­würdigen Diplomen und dubiosen Titeln – ‚Meister‘, ‚zugelassen‘, ‚anerkannt‘, ‚geprüft‘, ‚zertifiziert‘ - wettzu­machen versuchen, was ihnen an therapeutischer Befähigung abgeht – im Bund mit mehreren Heilerverbänden und den meisten Heilerschulen, denen Eigeninteressen vor Patientenwohl gehen. Solche Heiler bringen ihre Behand­lungs­weise in Miss­kredit, ziehen den Ruf der weni­gen Könner in Mitleiden­schaft, enttäuschen und gefährden unzählige Patienten, die bei ihnen arglos Hilfe suchen.“
    Einer Geistheilung bedürfe seit längerem „zuallererst die Heilerszene selbst“.

    Was veranlasst ausgerechnet Wiesendanger zu solchen Ausfällen gegen den eigenen Berufsstand, oder anders gefragt, wie hoch am Hals muss das Wasser der Heiler-Gilde wohl stehen, dass ein Verbandsfunktionär, der in früheren Zeiten jeden in seine weitgeöffneten Arme schloss, der behauptete, im Besitz heilerischer Fähigkeiten zu sein, eine Revolution gegen die eigene Truppe anzettelt ?

    Eine Revolution findet nämlich derzeit statt, und sie besteht darin, dass Wiesendanger, der in den 1990erJahren den Dachverband Geistiges Heilen (DGH) gründete, sich heute veranlasst sieht, dem Wildwuchs der Branche durch die Gründung zweier weiterer Institutionen - "IHV" und "Auswege" - Einhalt zu gebieten.

    Wiesendanger versucht nach eigenen Angaben, „Geistiges Heilen“ von "esoterischem Ballast" zu befreien – und Hilfesuchenden Heiler vermitteln, die halten, was ihr Name verspricht.
    Um das zu erreichen, muß nach seiner Meinung in der Heilerszene die Spreu vom Weizen getrennt werden: Und zwar durch die „Internationale Vermittlungs­stelle für herausragende Heiler“ (IVH) und die mit ihr zusammen arbeitende, ebenfalls neugegründete Stiftung „Auswege“, die vermeintlich „unheilbar“ kranken Kindern zu helfen versucht – auch, aber nicht nur mit Geistigem Heilen. Beide Einrichtungen werden von Ärzten, Wissenschaftlern und Kirchenvertretern mitgetragen.

    „Das Hauptproblem der Stiftung“, räumt Wiesendanger allerdings ein, „besteht in der Auswahl von fähigen Heilern, die Eltern guten Gewissens weiterempfohlen werden können.“ Für den gegenwärtigen Zustand der Heilerszene, die er seit über fünfzehn Jahren beobachtet, findet er dann die obengenannten drastischen Worte.

    Erklärte Zielsetzung beider Einrichtungen ist, über qualitätssichernde Maßnahmen den offenbar schwer geschädigten Ruf der Branche ein wenig aufzupolieren.

    Wiesendanger wörtlich: "Denn die IVH ist letztlich eine längst überfällige Reaktion darauf, was aus der Heilerbewegung trauriger­weise geworden ist. Die IVH versteht sich als Sammelbecken und Sprachrohr von Heilern, die eher durch Taten überzeugen als durch Theorien und Titel; letztlich ist sie aber nicht in erster Linie für Heiler da, sondern für Hilfesuchende – denn die brauchen im Dschungel der Esoterikszene dringend Orientierung. Mit anderen Worten: Die IVH ist alles andere als eine neue Heiler­gewerkschaft, sondern eher eine Einrichtung zum Verbraucherschutz im alter­nativen Gesund­heitswesen."


    Die Ursachen

    Schon in meinem ersten Beitrag zu diesem Thema habe ich geschildert, dass in Folge eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts, die Tätigkeit von "Geistheilern" unter bestimmten Vorraussetzungen nicht mehr als Heilertätigkeit im eigentlichen Sinne angesehen wird, und deshalb ohne jeden formellen Qualifikationsnachweis von jedem, der sich berufen fühlt, ausgeübt werden kann.

    Diese höchstrichterliche Entscheidung hat zu einem explosionsartigen Zuwachs an Geist- und Fernheilern geführt, die sich ganz gewiss auch durch die nicht unbeträchtlichen Verdienstmöglichkeiten angezogen fühlten.

    Wiesendanger äußert sich zu den Verdientsmöglichkeiten in einem Antwortschreiben an den Vorsitzenden der AGPF - Aktion für Geistige und Psychische Freiheit - ( Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V., Bonn), Ingo Heinemann, im Jahr 2005 wie folgt:

    [...]Zur Frage, wieviel Geld die deutsche Esoterikszene mit der Geistheilerei verdient, gibt es bis heute leider keine einzige empirische Studie. Auch ich kann deshalb nur Schätzungen anbieten. Die beiden Haupteinnahmequellen sind:
    1. "Geistige" Behandlungen.
    Einer niederländischen Studie von 1986 zufolge soll es dort jährlich rund 12 Millionen Patientenkontakte zu "Heilern" geben. (Religieuze Bewegingen in Nederland 27, Amsterdam 1993, S. 1-24.) Da Geistiges Heilen seither eher noch heftiger boomt, schätze ich, dass dieselbe Studie 2005 eher zu 15 bis 20 Millionen Kontakten käme.
    Auf deutsche Verhältnisse hochgerechnet (NL: 14 Mio. Einwohner, D: rund sechsmal so viele), darf man hierzulande demnach von 90 bis 120 Millionen "geistigen" Heilsitzungen ausgehen.
    Gemäß meiner "Heiler-Datenbank", die ich seit 1992 führe - die über 500 darin erfassten Heiler bilden nach meinen Erfahrungen die Szene insgesamt recht gut ab -, helfen rund ein Drittel aller Heiler gratis, nehmen allenfalls Spenden an; das Durchschnittshonorar der übrigen liegt bei 40 Euro pro Sitzung. (Tendenz steigend. Die "Honorarrichtlinien" mancher Heilerverbände, die teilweise bis zu 80 Euro pro Sitzung "ethisch" in Ordnung finden, tragen fatal dazu bei, dass immer mehr Heiler guten Gewissens Abzocke betreiben.)
    Wenn bei zwei Drittel aller Sitzungen 40 Euro verlangt werden, addieren sich die Gesamteinnahmen allein in diesem Bereich mittlerweile auf 3,6 bis 4,8 Milliarden Euro!

    Das allerdings ist nur die eine Seite der Münze. Die andere Seite sind die Ausbilder der Branche. Offenbar ist denen aufgefallen, dass es wesentlich lukrativer ist, die Arbeitszeit damit zu zubringen, selbsterfundene Diplome zu verleihen oder durch die Teilnahme an Kursen Aspiranten die Berechtigung zu erteilen, einen geschützten Therapiebegriff zu benutzen; wie z.B. die auch hier im Forum bekannte "Biomez" Organisation Victor Philippis.

    So schreibt Wiesendanger dann auch weiter :

    2. "Ausbildungen" in Geistigem Heilen
    Inzwischen tummeln sich in der deutschen Heilerszene weit über tausend Anbieter von Kursen unterschiedlichster Qualität, in denen angeblich beinahe jeder heilen lernen kann. Geht man (zurückhaltend) davon aus, dass
    - die durchschnittliche Teilnehmerzahl pro Kurs bei 15 liegt;
    - jeder Anbieter drei solche Kurse pro Jahr abhält;
    - pro Kurs 1000 Euro fällig sind (der Reiki-"Meister"-Grad kann eine fünfstellige Simme kosten), so ergäben sich für tausend Heiler"schulen" Gesamteinnahmen von 45 Millionen Euro.
    Prächtig verdient wird ferner am Verkauf von allerlei Gegenständen und Geräten, mit denen "geistige" Heileffekte angeblich noch verstärkt werden können: von Edelsteinen, Mineralien, Amuletten über Energiepyramiden und Orgonstrahlern bis hin zu den mehrere tausend Euro teuren Radionik-Vorrichtungen.
    Eine Bitte noch bzgl. des AGPF-Texts über meine Schätzung: Über den Satz "Wiesendanger hält keineswegs alle Geistheiler für Wunderheiler" bin ich unglücklich. Ich halte KEINEN Geistheiler für einen Wunderheiler, weil keiner von ihnen "Wunder" in dem Sinne vollbringt, dass erzielte Therapieefffekte die Naturgesetze außer Kraft setzen. "Wunder", wusste schon Kirchenvater Augustinus, "geschehen nicht im Widerspruch zur Natur, sondern nur im Widerspruch zu dem, was wir von der Natur wissen."
    Im übrigen kann ich Sie nur ermutigen, die Heilerszene auch weiterhin mit Argusaugen zu beobachten und Missstände anzuprangern. Wie Sie wissen, halte ich Geistiges Heilen für eine segensreiche Therapie - bei einem Großteil ihrer Anwender jedoch stehen mir die Haare immer steiler zu Berge. Einer Geistheilung bedarf seit längerem vor allem die Heilerszene selbst.

    Mit freundlichem Gruß Dr. Harald Wiesendanger


    Die erstaunliche Wandlung des Herrn Wiesendanger (man lese nur den von ihm verfassten Text, den ich im ersten Beitrag zitiere) mag vielleicht eine Folge der inhaltlichen Kritik von Seiten der Wissenschaft sein, die der Branche in den vergangenen Jahren entgegen geschlagen ist.

    Wahrscheinlicher aber ist, dass hier ein finaler Rettungsversuch stattfindet, da offensichtliche Geldgier und Abzockermentalität der Branche einen kaum wieder gutzumachenden Schaden zugefügt haben.


    Muss man darüber traurig sein ?



    Pianoman
    Geändert von Pianoman (04.08.2007 um 00:02 Uhr)
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  4. #4
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    Standard AW: Gott heilt, Mensch kassiert - Über Geist- und Fernheiler

    Also das Gott heilt, dass denke ich auch und zur diese Meinung stehe ich auch.

  5. #5
    Rettungsassistent Avatar von Patientenschubser
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    Standard AW: Gott heilt, Mensch kassiert - Über Geist- und Fernheiler

    Zitat von scottmonitor Beitrag anzeigen
    Also das Gott heilt, dass denke ich auch und zur diese Meinung stehe ich auch.

    Vielleicht kannst das ein bisschen genauer Erläutern.
    Wie kommst du darauf das Gott heilt?


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  6. #6
    Christiane
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    Standard AW: Gott heilt, Mensch kassiert - Über Geist- und Fernheiler

    Zitat einer Ärztin in meiner Gegenwart: "Die Heilung eines Patienten besteht aus 3 Dritteln. Das erste Drittel ist die Therapie des Arztes. Das zweite Drittel ist die Mitarbeit des Patienten. Das dritte Drittel macht der liebe Gott." Vermutlich ist damit das kleine Quentchen Glück gemeint.

  7. #7
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    Standard AW: Gott heilt, Mensch kassiert - Über Geist- und Fernheiler

    Hallo, scotti

    Also das Gott heilt, dass denke ich auch und zur diese Meinung stehe ich auch.


    Sollte es so sein, hätte es wenigstens den Vorteil, dass Gott keine Rechnungen schreibt.

    Aber ich glaube, Sie haben den Sinn des Beitrags nicht richtig verstanden.
    Da geht es nämlich um Menschen, die sich auf engeren Kontakt mit Gott oder anderen Überwesen berufen, und behaupten, deswegen könnten sie heilen.

    Pianoman
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  8. #8
    Fühlt sich wohl hier Avatar von günni
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    Standard AW: Gott heilt, Mensch kassiert - Über Geist- und Fernheiler

    in LOURDES

    soll es etwa genauso viel übernachtungen geben, wie in paris und sogar ein "ärztegremium" überprüft die dortigen "WUNDERHEILUNGEN" offiziell....dies regte mich zu der idee der geschäftsnkurbelung in unserem überschuldeten verarmten kleinstädtchen an...die örtliche presse, der "landarzt am nordhang des vogelsberges" und ein notar machen schon mit!

    WERDE MICH SELBST ALS "MODEL" ZUR VERFÜGUNG STELLEN!

    denke mir, dass ein schluck aus dem "SCHWÄLMERBRUNNEN" genügt und ich mich danach aus dem rollstuhl erheben werde!

    günni

  9. #9
    Rettungsassistent Avatar von Patientenschubser
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    Standard AW: Gott heilt, Mensch kassiert - Über Geist- und Fernheiler

    Wenn es soweit ist dann sag bescheid ich komm vorbei und
    gebe dem Ganzen noch etwas Mystisches in dem ich Weihrauch verbennen
    "heiliges Wasser" aus dem Brunnen verspritze und mit einer Rassel um dich
    rum hüpfe (am Besten auf einem Bein )
    Wenn das nicht wirkt weiß ich auch nicht mehr weiter.....


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  10. #10
    Teetante
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    Standard AW: Gott heilt, Mensch kassiert - Über Geist- und Fernheiler

    Zitat von Pianoman Beitrag anzeigen

    Sollte es so sein, hätte es wenigstens den Vorteil, dass Gott keine Rechnungen schreibt.
    Wer weiß?

    @ Günni,

    das schau ich mir an.

    @ Schubser,

    Wenn es soweit ist dann sag bescheid ich komm vorbei und
    gebe dem Ganzen noch etwas Mystisches in dem ich Weihrauch verbennen
    "heiliges Wasser" aus dem Brunnen verspritze und mit einer Rassel um dich
    rum hüpfe (am Besten auf einem Bein )
    Wenn das nicht wirkt weiß ich auch nicht mehr weiter.....
    .... dann komme ich in Funktion der Teetante und flöße Günni und allen, die es wollen, meinen Hexentee ein. Diesen habe ich vorher bis zur Unkenntlichkeit verdünnt und 10 mal um sich selbst gedreht und hinterher dann noch auf die Teekanne eingeschlagen, damit auch ja die richtige Potenz dabei herauskommt. Außerdem zünde ich noch eine magische Kerze an, deren Flamme nie ausgeht, außer die Batterie ist leer!

    In diesem Sinne, bis bald bei Günni!

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