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Thema: angst vor erneuter thera und diagnose!

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In dieser Diskussion geht es um "angst vor erneuter thera und diagnose!" im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
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  1. #1
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    weiblich
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    10.03.2010
    Beiträge
    2

    Standard angst vor erneuter thera und diagnose!

    Hallo ihr lieben..
    ich habe mich angemeldet und schreibe, weil ich eigentlich den letzten anstoß brauche..
    jahrelang habe ich mich mit meinen problemen rumgeschlagen und mir teilweise alles schön geredet... Ich habe bereits eine Thera hinte rmir wegen Panikattacken und Essstörungen, die mir aber leider nicht viel gebracht hat, da ich dem Therapeuten nicht wirklich vertraut habe... Jetzt bin ich kurz davor wieder eine Thera zu machen und habe sehr gespaltene Gefühle: Einerseits denke ich, dass es sein muss, dann denke ich wieder meine Verhaltensmuster sind vll gar nicht so komisch, dann habe ich einfach nur angst vor einer unangenehmen diagnose...

    ich versuche min problem relativ kurz zu schildern (von vorne herein entschuldigung, wenn es nicht so kurz wird ):
    Also alles fing an, als meine Mum anfing, zu trinken, da war ich 7. Für mich eine fürchterliche Sache zumal sich das über Jahre hinzog. Ich habe meine Mutter über alles geliebt, aber für das Trinken auch abgrundtief gehasst! Diese beiden entgegengesetzten Gefühle konnte ich nie miteinander vereinbaren.
    Dann kam ein Abend an dem die Situation unerträglich wurde und ich mich schnitt, da war ich wohl 13. Ab diesem Abend wurde das Schneiden für mich eine absolute Bewältigungsstrategie.
    Irgendwann bekam ich dann auch noch panikattacken und konnte kaum das haus verlassen, dagegen habe ich selber angekämpft mit der unterstützung von freunden.
    durch die panikattacken nahm ich dann auch ab, weil ich große angst hatte, etwas zu essen und es nicht zu vertragen. und zack! da hatte ich eine besere form der selbstzerstörung gefunden: hungern.
    ich hielt mich sehr lange zeit auf einem gewichtsniveau was knapp unter dem normalgewicht war. als ich dann meine erste wirklich lange beziehung einging, habe ich mich komplett von meinem parter abhängig gemacht und panische angst gehabt, verlassen zu werden und nicht genug aufmerksamkeit zu bekommen. und dann kam das richtige hungern. irgendwann wog ich bei 1,71 nur noch 42kg... das ging dann einige monate so und mein partner verließ mich nicht, aber ich suchte halt in affären sexuelle aufmerksamkeit über internet. Als es wieder besser lief, vergaß ich das.
    ich nahm dann mühselig ohne thera wieder etwas zu. eigentlich wollte ich mich trennen, konnte es aber nicht, weil ich immer da sgefühl hatte, dass diese beziehung ein klein bisschen normalität ist. aber meine abhängigkeit war natürlich kein bisschen normal. ich habe diesen mann idealisiert, aber auch immer wieder herabgewürdigt, wenn er etwas tat, wa smich verletzte. letztendlich ahbe ich ihn betrogen und dann war die beziehung beendet.
    ich kann meine gefühle kaum darlegen, aber mein großes problem ist, ich habe das gefüphl, ich hätte zwei seiten an mir. zwei sehr unterschiedliche und sehr extreme. die eine ist brav und strebsam und möchte etwas erreichen, die andere ist einfach negativ...
    ich suche sehr viel sexuelle aufmerksamkeit und das dann bei personen die ich für "besonders" halte und auch nciht als normal betrachte.. dabei kommen ziemlich extreme sexpraktiken zustande... ich klammere mich an diese personen, denn ich mag sie auch so. aber diese beziehungen kosten sehr viel kraft..
    eine normale beziehung ist schwer, da ich ein problem von nähe und distanz habe. bekomme ich weniger liebe, fordere ich sie ein und werde anhänglich. bekomme ich viel liebe, kann ich damit nicht umgehen und ziehe mich zurück, was als gefühlskalt empfunden wird. ich habe manchmal das gefühl, dass alle beziehungen bei mir zum scheiten verurteilt sind...

    naja so in etwa....da gibt es natürlich noch viele andere kleinigkeiten...

    nun habe ich angst.. ich weiß, ich sollte mir professionelle hilfe suchen, habe aber riesige angst, vor einer eventuell recht happigen diagnose...

    entschuldigung.. was ich vergessen habe: in richtigen beziehungen bin ich eine meisterin der lügen.. ich lüge wie gedruckt.. damit eltern und partner nicht "die andere seite" von mir kennenlernen.. ich weiß dann, dass ich lüge, habe aber keine skrupel, um alles irgendwie aufrecht zu erhalten. ich weiß auch eigentlich gar nicht, wer ich eigentlich bin... weil es diese zweis eiten an mir gibt..
    Geändert von Marika (11.03.2010 um 00:13 Uhr)

  2. #2

    Standard AW: angst vor erneuter thera und diagnose!

    wenn es eine gute Thera / ein guter Thera ist, dann wird die Diagnose auch sehr behutsam gestellt, bzw. einem mitgeteilt.

    Und warum hast du Angst vor der Diagnose? Weil es eine psychische Störung ist?

  3. #3
    Ganz neu hier
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    10.03.2010
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    2

    Standard AW: angst vor erneuter thera und diagnose!

    Danke für deine Antwort!

    Ja da hast du Recht, ich bin wahrscheinlich nur etwas skeptisch, weil es mit meiner damaligen Therapeutin nicht so gut geklappt hat.

    Naja als ich die ersten Probleme bekam, also die Panikattacken, konnte ich mich damit arrangieren, weil Angststörungen so "greifbar" sind. Auch die Essstörung, die sich dann entwickelt hatte. Das sind psychische Erkrankungen, die man irgendwie "kennt". Da ich abe rmittlerweile immer mehr Probleme mit mir selber bekomme, keine vernünftigen Beziehungen führen kann, ein merkwürdiges Verhältnis zur Sexualität habe und solche Dinge, habe ich Angst vor einer relativ "komlexen" Diagnose, etwas dass ich nciht so einfach kategoriesen kann...

  4. #4
    Schaut öfter mal rein Avatar von Angelina
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    Stuttgart
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    88

    Standard AW: angst vor erneuter thera und diagnose!

    Hallo Marika,

    also, für mich hört sich das schwer nach einer Borderline-Persönlichkeitsstörung an, aber ich bin kein Psychologe und auch kein Arzt. Es wäre doch besser, wenn Du zu einem Arzt gehen würdest, der Dir eine Diagnose gibt und Du bekommst dann die Hilfe, die Du brauchst, als immer nur davor wegzulaufen. Vor allem kannst Du Dich dann selbst besser verstehen lernen. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du einen guten Therapeuten finden wirst, dem Du auch vertrauen kannst. Du spürst das schon bei den ersten Gesprächen, ob Du mit einem Therapeuten klarkommst, da verlasse Dich ganz auf Dein Bauchgefühl.

    Wünsche Dir viel Glück.

    Viele liebe Grüße

    Angelina

  5. #5
    Mag Menschen Avatar von katzograph
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    Standard AW: angst vor erneuter thera und diagnose!

    Hallo Marika,

    Ich möchte versuchen, mit ein paar "einfachen" Erklärungen Dir einen Teil der Angst zu nehmen.
    Kinder von Alkoholkranken versuchen so gut es geht und ihnen möglich ist, die Krankheit der Eltern vor der Umwelt zu "verstecken". Dabei werden sie nicht nur Meister im Lügen, das Lügen wird ihnen automatisch zur zweiten Natur, ohne dass ihnen das bewußt wird. Kinder haben noch nicht viel Lebenserfahrung und auch noch nicht viel Wissen, so dass sie die Krankheit nicht verstehen und sich die Schuld daran geben, das es so ist, wie es ist. Sie setzen ihre ganze seelische Kraft ein, um eine Besserung des Zustandes herbeizuführen und müssen erleben, dass sie furchtbar scheitern. Auch das empfinden sie als eigenes Unvermögen. Wer also nichts kann, der ist auch nichts wert. Dieses Urteil über sich selbst wird bekräftigt durch die Erkenntnis, dass man offensichtlich dem Elternteil wesentlich weniger wert ist, als der Alkohol. Dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat, kann ein Kind noch nicht erfasssen. Die eigene Wertminderung wird ebenfalls unbewußt auf das ganze Leben bezogen. Das führt dann zum Kampf um Anerkennung um jeden Preis, auch von Leuten, die man eigentlich gar nicht mögen würde, hätte man normale Menschen, die einen mögen. Grenzwertige Verhaltensweisen werden akzeptiert, nur um nicht allein zu sein. Es wird dann gelogen, um die Position zu halten, obwohl Lügen meist dazu nicht nötig wäre. Dem Partner wird letztendlich nicht geglaubt, dass er einen mag, wo man doch so wenig taugt und sich selbst nicht leiden kann. Das hast Du zum Teil schon selbst erkannt und wenn Du das hier schreiben kannst, kannst Du das auch einem Therapeuten vortragen.
    Dein seelischer Zustand wird sich auch mit fachlicher Hilfe nur langsam zum besseren wenden, Rückschläge eingeschlossen. Aber was ist die Alternative? Sich selbst nicht zu mögen, ist die schlimmste Hölle. Man kann sich schließlich nicht selbst ausweichen. Also ist das Ziel einer Besserung im Verhältnis mit einem selbst letztendlich auch ein Teil des Überlebenskampfes.
    Ich wünsche Dir viel Glück und Geduld dabei.

    Gruß
    katzograph
    Das Gegenteil einer großen Wahrheit ist eine andere Wahrheit.

    Niels Bohr

  6. #6
    Fühlt sich wohl hier Avatar von sei
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    159

    Standard AW: angst vor erneuter thera und diagnose!

    Hallo Marika,
    falls du es nicht weißt, du kannst auch bei mehreren Therapeuten Termine machen. Du hast jeweils 5Std. um zu sehen ob ihr zusammen passt und vorher musst du mit ihm auch keinen Vertrag machen wenn du dir noch nicht sicher bist. Schau dir mehrere an und entscheide dich dann für den angenehmsten.

    An deiner Stelle würde ich auch zu einem Psychiater gehen, auch wegen der Diagnosestellung. Außerdem wird man oft blockiert durch die Symptome da ist es gar nicht verkehrt vorübergehend Medikamente zu nehmen um die Therapie richtig angehen zu können aber niemand wird dich dazu nötigen wenn du nicht möchtest. Es kann aber förderlich für die Therapie und auch für dein seelisches Gleichgewicht sein und du kannst dich besser mit deinen Problemen und möglichen Lösungen auseinandersetzen. Vor der Diagnose brauchst du keine Angst zu haben, das ist nur ein Wort aber es kann helfen ein effektives Therapieprogramm zu entwickeln.
    Viele Grüße
    Das Glück kann man nur schätzen,wenn man das Unglück kennt.

  7. #7
    Rettungsassistent Avatar von Polarbear
    Name
    OURS POLAIRE
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: angst vor erneuter thera und diagnose!

    Wer lügt braucht ein verdammt gutes Gedächtnis und erst die Wahrheit macht uns frei, so oder so ähnlich sollte deine Grundeinstellung lauten, du bist ein Mensch voller Widersprüche und du hast das Grundproblem deiner Erkrankung bereits erkannt.
    Am wichtigsten ist jetzt wirklich, dass du einen geeigneten Therapeuten findest, der auch in der Lage ist eine Langzeittherapie zu gewährleisten, in diesem Zusammenhang solltest du darüber nachdenken die Behandlung stationär zu beginnen und dann nach einer gewissen Zeit auf eine ambulante Behandlung zu wechseln.
    lg Polarbear

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