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Wie verkraftet ihe die Wahrheit?

Dies ist eine Diskussion über "Wie verkraftet ihe die Wahrheit?" im "Chat Ecke" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Hallo erstmal, ich bin ganz neu in eurem Forum und habe direkt eine Frage an euch bei der mich eure Meinung sehr intressiert. Wieviel Wahrheit ...

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  #1 (Permalink)  
Alt 23.04.2008, 14:18
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Standard Wie verkraftet ihe die Wahrheit? - Dieser Beitrag ist 24 Tage alt

Hallo erstmal,
ich bin ganz neu in eurem Forum und habe direkt eine Frage an euch bei der mich eure Meinung sehr intressiert.

Wieviel Wahrheit verträgt der Patient?

Fändet ihr es besser wenn der Arzt Diagnosen wie zum Beispiel inoperablen Lungentumor für sich behält wenn ihr nur noch wenige wochen zu leben hättet und eure Angehörigen informiert??
Oder verkraftet ihr die Wahrheit über den kurz bevorstehenden Tod??

Geändert von dave85 (23.04.2008 um 14:26 Uhr).
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  #2 (Permalink)  
Alt 23.04.2008, 18:18
Benutzerbild von Maggie
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Standard AW: Wie verkraftet ihe die Wahrheit? - Dieser Beitrag ist 24 Tage alt

Hi Dave,

na ich wollte schon Bescheid wissen, was mit mir los ist.
Wollte die letzten Stunden genießen, soweit es noch ginge und alles noch schnell regeln.
Ich bin schließlich ein müdiger Patient und kein kleines Kind mehr.

Meine Angehörigen hat der Doc schon gar nicht zu informieren, da ich sein Ansprechpartner bin!!!! Sowas habe ich schon mal erlebt und fand es unter aller Kanone!!
Ob ich dann wiederum meinen Angehörigen was davon sage sollte wohl alleine mir überlassen werden.

Lieber Gruß Maggie
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  #3 (Permalink)  
Alt 23.04.2008, 18:23
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Standard AW: Wie verkraftet ihe die Wahrheit? - Dieser Beitrag ist 24 Tage alt

Hi Dave,

ich sehe das genauso wie Maggie, ICH bin der Patient, nicht meine Angehörigen! Also hat man mir auch die Wahrheit zu sagen, das mache ich bei allen Arztterminen aber immer vorher schon glasklar, egal was es ist, ich will es wissen und zwar bis ins Detail.

Viele Grüße, Andrea
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  #4 (Permalink)  
Alt 24.04.2008, 04:20
Benutzerbild von Patientenschubser
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Standard AW: Wie verkraftet ihe die Wahrheit? - Dieser Beitrag ist 24 Tage alt

Zitat: von dave85
Hallo erstmal,
ich bin ganz neu in eurem Forum und habe direkt eine Frage an euch bei der mich eure Meinung sehr intressiert.

Wieviel Wahrheit verträgt der Patient?

Fändet ihr es besser wenn der Arzt Diagnosen wie zum Beispiel inoperablen Lungentumor für sich behält wenn ihr nur noch wenige wochen zu leben hättet und eure Angehörigen informiert??
Oder verkraftet ihr die Wahrheit über den kurz bevorstehenden Tod??
Da stellen sich mir die Nackenhaare auf! Was für eine Frage!

JA ICH WILL ES WISSEN! Ich bin ein mündiger Bürger!

Es gibt sicherlich noch ein paar Dinge in meinem Leben die ich tun möchte, es gibt sicherlich ein paar Dinge die getan werden MÜSSEN.
Ich denke das gilt für (fast) alle Menschen!

Warum sollte man mir es auch verschweigen das ich Todkrank bin?

Wie kommst du den auf so eine abstruse Idee?

Gruß Schubser
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  #5 (Permalink)  
Alt 24.04.2008, 14:58
Benutzerbild von Ruth
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Standard AW: Wie verkraftet ihe die Wahrheit? - Dieser Beitrag ist 23 Tage alt

Hallo.
Dein Beitrag ist sehr wichtig für mich.
Schau dir mal meine Dokumentation an.
Diagnose: Bronchialkarzionom linker Unterlappen,Erstdiagnose 02/08
Histologie;pT2, pN2, MX, RO, G3, Adenokarzionom
Therapie: Am 20.02.2008 anterolaterale Thorakotomie, Lobektomie linker Unterlappen und radikale Lymphhadenektomie, Einlage zweier Thoraxdrainagen.

Histologie Adenokarzionam, G3, pT2,pN2, pMX, RO

Bitte um Hilfe, egal wie. Ich muss wissen, was das bedeutet.
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  #6 (Permalink)  
Alt 24.04.2008, 15:01
Benutzerbild von dave85
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Autor Standard AW: Wie verkraftet ihe die Wahrheit? - Dieser Beitrag ist 23 Tage alt

Ich sollte vielleicht mal klarstellen das dies nicht meine Meinung ist.
Ich sehe das genau so wie ihr das der Arzt NUR den Patienten über seine Krankheit zu informieren hat und zwar bis ins kleinste Detail!!

Ich nehme an einer Podiumsdiskussion teil wo ich die Partei verteten soll die nicht die Wahrheit erfahren möchte. Da ich kaum Information finde und nur sehr wenige Argumente habe wollte ich mal eure Meinung hören.

Ich sehe ein das ich die Frage hätte anders stellen sollen.
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  #7 (Permalink)  
Alt 24.04.2008, 15:41
Benutzerbild von Patientenschubser
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Standard AW: Wie verkraftet ihe die Wahrheit? - Dieser Beitrag ist 23 Tage alt

Zitat: von Ruth
Hallo.
Dein Beitrag ist sehr wichtig für mich.
Schau dir mal meine Dokumentation an.
Diagnose: Bronchialkarzionom linker Unterlappen,Erstdiagnose 02/08
Histologie;pT2, pN2, MX, RO, G3, Adenokarzionom
Therapie: Am 20.02.2008 anterolaterale Thorakotomie, Lobektomie linker Unterlappen und radikale Lymphhadenektomie, Einlage zweier Thoraxdrainagen.

Histologie Adenokarzionam, G3, pT2,pN2, pMX, RO

Bitte um Hilfe, egal wie. Ich muss wissen, was das bedeutet.
Hallo Ruth,

mach bitte damit ein eigenes Thema auf => im Forum Krankheiten

Abgesehen davon stellt sich mir die Frage ob Du Dich nicht mit deinem behandelten Arzt auseinander gesetzt hast?!

gruß Schubser
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  #8 (Permalink)  
Alt 24.04.2008, 18:13
Benutzerbild von Teetante
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Standard AW: Wie verkraftet ihe die Wahrheit? - Dieser Beitrag ist 23 Tage alt

Zitat: von Patientenschubser

Abgesehen davon stellt sich mir die Frage ob Du Dich nicht mit deinem behandelten Arzt auseinander gesetzt hast?!

gruß Schubser
Mir stellt sich die Frage wie man bei den o. g. Diagnosen auf ein Internetforum bauen kann!?
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  #9 (Permalink)  
Alt 25.04.2008, 17:38
Benutzerbild von dreamchaser
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Standard AW: Wie verkraftet ihe die Wahrheit? - Dieser Beitrag ist 22 Tage alt

Hmm...dieser Thread macht mich stutzig und betroffen zugleich. Ich arbeite noch nicht lange, aber für mich ist der Sinn und Zweck der täglichen Visite der, dass ich den Patienten beobachte, wie es ihm geht, ihm alle bevorstehenden Untersuchungen erkläre und alle schon erhobenen Befunde mit ihm durchgehe. Und dann natürlich auch das, was weiter auf ihn zukommt. Ich bespreche mit meinen Patienten sogar Medikationsänderungen - jeder sollte wissen warum er welche Tabletten schluckt. Und natürlich, was bei den Untersuchungen rausgekommen ist.
Leider erlebe ich oft, vor allem bei unschönen Diagnosen (Pat. muss z.B. Bypässe kriegen), dass die Patienten das besprochene oft verdrängen und am nächsten ag meinen, von nichts zu wissen. Das gehört aber zur normalen Abwehrreaktion des Menschen dazu, dann erklärt man es eben nochmal :-))
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  #10 (Permalink)  
Alt 25.04.2008, 23:52
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Standard AW: Wie verkraftet ihe die Wahrheit? - Dieser Beitrag ist 22 Tage alt

Wenn mir niemand sagen würde oder gesagt hätte was ich hab wär ich schon Jahre unter der Erde....

Klar will cih wissen was Sache ist. Ich bin ja mündig und hab ein recht darauf. Außerdem hab ich ja auch ein kleines Monster und einen mann, und die möchte ich im Worst Case schon versorgt wissen...

lg küken
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  #11 (Permalink)  
Alt 27.04.2008, 17:15
Benutzerbild von Christiane
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Standard AW: Wie verkraftet ihe die Wahrheit? - Dieser Beitrag ist 20 Tage alt

Also ich habe mir nur die Diagnose mitteilen lassen, aber nicht die Lebenserwartung und das Rezidivrisiko. Ich möchte es nicht wissen, sondern davon ausgehen können, daß mir das Gleiche nicht wieder passiert.
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  #12 (Permalink)  
Alt 30.04.2008, 20:36
Benutzerbild von Maggie
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Standard AW: Wie verkraftet ihe die Wahrheit? - Dieser Beitrag ist 17 Tage alt

Zitat: von dreamchaser
Hmm...dieser Thread macht mich stutzig und betroffen zugleich. Ich arbeite noch nicht lange, aber für mich ist der Sinn und Zweck der täglichen Visite der, dass ich den Patienten beobachte, wie es ihm geht, ihm alle bevorstehenden Untersuchungen erkläre und alle schon erhobenen Befunde mit ihm durchgehe. Und dann natürlich auch das, was weiter auf ihn zukommt. Ich bespreche mit meinen Patienten sogar Medikationsänderungen - jeder sollte wissen warum er welche Tabletten schluckt. Und natürlich, was bei den Untersuchungen rausgekommen ist.
Leider erlebe ich oft, vor allem bei unschönen Diagnosen (Pat. muss z.B. Bypässe kriegen), dass die Patienten das besprochene oft verdrängen und am nächsten ag meinen, von nichts zu wissen. Das gehört aber zur normalen Abwehrreaktion des Menschen dazu, dann erklärt man es eben nochmal :-))
Vorbildlich, so wünsche ich mir jeden Arzt, nur ich denke mal das Problem ist die ZEIT!!
Und eventuell auch, dass manche Ärzte irgendwie im Laufe ihrer Laufbahn abstumpfen und die Patienten gar nicht mehr über alles so genau aufklären?? Vielleicht ist es auch reiner Selbstschutz vom Arzt?
Also über Medikamente im Krankenhaus wäre ich noch nie aufgeklärt worden, hätte ich nicht nachgefragt. Und die Aufklärungsbögen die man vor einer Op unterschreibt sind ja auch recht oberflächlich gestrickt, meist fragt der Arzt ob man alles verstanden hat und dann wird unterschrieben oder manchmal unterschreibt man auch schon vorher und die Schwester nimmt den Bogen einfach so mit.

Lag vor einigen Jahren wegen meines Darms im KKH und der Pfleger brachte mir eine Infusion, mit dem lustigen Spruch es gäbe jetzt etwas für die Schönheit *gg*
Schaute die Flasche an und die erschien mir so komisch, im Gegensatz zu denen die ich zuvor dran hatte, also sagte ich ihm, dass ich nichts für die Schönheit brauche und er soll mal bitte nachschauen, weil ich eher denke, dass ich etwas für meine Pfunde benötige. Ich bestand darauf dass er die Flasche nicht dran mache, der war schon sauer.
Als der wieder kam, ging er ganz kleinlaut mit der Flasche zu meiner Bettnachbarin und als ich später nachsah stand da Maccumar drauf, nicht einmal das hat er mir gesagt.

Lieber Gruß Maggie
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  #13 (Permalink)  
Alt 03.05.2008, 16:19
Benutzerbild von energieee
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Standard AW: Wie verkraftet ihe die Wahrheit? - Dieser Beitrag ist 14 Tage alt

Zitat: von Ruth
Hallo.
Dein Beitrag ist sehr wichtig für mich.
Schau dir mal meine Dokumentation an.
Diagnose: Bronchialkarzionom linker Unterlappen,Erstdiagnose 02/08
Histologie;pT2, pN2, MX, RO, G3, Adenokarzionom
Therapie: Am 20.02.2008 anterolaterale Thorakotomie, Lobektomie linker Unterlappen und radikale Lymphhadenektomie, Einlage zweier Thoraxdrainagen.

Histologie Adenokarzionam, G3, pT2,pN2, pMX, RO

Bitte um Hilfe, egal wie. Ich muss wissen, was das bedeutet.
Hallo Ruth,
ich hab Dir eine Mail gesendet.
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  #14 (Permalink)  
Alt 03.05.2008, 16:39
Benutzerbild von Anja
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Standard AW: Wie verkraftet ihe die Wahrheit? - Dieser Beitrag ist 14 Tage alt

Hallo Dave,

auch ich finde: ich bin der Patient und ich möchte alles erfahren, was mich und meine Krankheit betrifft.
Aber ich persönlich möchte, dass meine engsten Familienmitglieder, soweit Interesse besteht, über meine Krankengeschichte Bescheid weiß.
Mein Bruder z.B. ist Krankenpfleger und kann mir oft das Arzte-Latein besser erklären.

Aber es geht um "mich", also möchte ich alles ins Kleinste genau wissen.

Viele Grüße
Anja
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  #15 (Permalink)  
Alt 03.05.2008, 17:42
Benutzerbild von jusudi
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Standard AW: Wie verkraftet ihe die Wahrheit? - Dieser Beitrag ist 14 Tage alt

Also ich möchte auch auf jeden Fall Bescheid wissen, derzeit, weil ich 2 kleine Kinder habe und es gäbe sooo vieles zu tun und zu regeln, außerdem weil ich dann selbst noch sooo vieles machen und erleben möchte, die Zeit die mir bleibt möchte ich dann bewußt erleben. Wenn ich mal älter bin, dann möchte ich es vielleicht nicht mehr wissen....
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