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Thema: Alzheimer

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In dieser Diskussion geht es um "Alzheimer" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Ganz neu hier Avatar von Mignon
    Geschlecht
    weiblich
    Mitglied seit
    31.10.2007
    Beiträge
    8

    Standard Alzheimer

    Hallo zusammen,

    ich bin noch neu hier, aber ich finde das Forum wirklich klasse. Vielleicht hat ja jemand von euch auch Erfahrungen mit Alzheimer Patienten gemacht. Aber erstmal zu meinem Problem.

    Also, bei meiner Tante (67J.) wurde vor einem halben Jahr Alzheimer diagnostiziert. Ein ganz so großer Schock war es nicht, da sie schon seit langer Zeit sehr vergesslich und zerstreut war. Da sie selbst keine Familie mehr hat, kümmern sich meine Mutter und ich um sie. Leider ist es nicht möglich, dass wir sie zuhause bei uns pflegen können, das lässt die Wohnsituation einfach nicht zu, aber wir haben eine sehr schöne Senioren Residenz für sie gefunden und ich glaube sie fühlt sich, soweit man das beurteilen kann, sehr wohl. Das Pflegepersonal ist sehr aufmerksam und kümmert sich sehr gut um sie. Also in der Beziehung können wirklich nicht meckern. Das Problem besteht vielmehr mit ihrer medikamentösen Behandlung. Ihr Arzt, den ich überhaupt nicht ausstehen kann, hat ihr ein Mittel namens Axura verschrieben. Mal ganz abgesehen davon, dass es meiner Ansicht nach überhaupt keine Wirkung hat, es verursacht auch ziemlich starke Nebenwirkungen. Meiner Tante ist seit sie es nimmt sehr oft übel. Ich habe den Arzt darauf angesprochen, aber er meint, dass müsste man einfach in Kauf nehmen. Da bin ich aber anderer Meinung. Ich denke auch ein Mensch der an Alzheimer erkrankt ist, hat ein Recht auf Lebensqualität! Jetzt weiß ich aber nicht genau was ich weiter tun soll. Die Pfleger in der Residenz haben mir gesagt, dass es durchaus andere Medikamente gibt, die im besten Falle keine Nebenwirkungen haben, sie hätten zum Beispiel gute Erfahrungen mit einem Medikament namens Reminyl gemacht. Soll ich den Arzt direkt darauf ansprechen? Ich meine ich habe ja im Grunde genommen überhaupt keine Ahnung auf dem Gebiet. Oder soll ich vielleicht den Arzt wechseln? Was meint ihr? Hat da vielleicht jemand von euch Erfahrungen gemacht? Jedenfalls kann es so nicht weitergehen. Das möchte ich meiner Tante einfach nicht zumuten.

  2. #2
    Kinderkrankenschwester
    Geschlecht
    weiblich
    Mitglied seit
    30.10.2007
    Beiträge
    9
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Alzheimer

    Hallo Mignon!
    Wie lange nimmt deine Tante schon das Medikament? (Würde mich mal interessieren ob der verschreibende Arzt Allgemeinmediziner oder Neurologe ist?)
    Bekommt sie ein Präparat gegen die Nebenwirkungen (Übelkeit)?
    Hat deine Tante einen offiziellen "Betreuer" im Bereich der Gesundheitsfürsorge?

    Grüsse,
    Julia

  3. #3
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Mitglied seit
    14.11.2007
    Beiträge
    3

    Standard AW: Alzheimer

    Also ich denke nicht, dass man mit den Nebenwirkungen leben muss. Ich habe selbst, bzw. durch meinen Opa sehr gute Erfahrungen mit Reminyl gemacht, aber mit der Verträglichkeit, das ist natürlich auch immer vom jeweiligen Patienten abhängig. Ich finde die Einstellung von dem Arzt irgendwie schade. Würde mich auch interessieren, ob es ein Allgemeinmediziner oder Neurologe ist. Bei ersterem würde ich unbedingt zum Neurologen wechseln. Da ist man meist besser beraten.

  4. #4
    Schaut öfter mal rein
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    76 Jahre
    Mitglied seit
    13.05.2007
    Beiträge
    73

    Standard AW: Alzheimer

    Hallo Mignon,

    ich finde es klasse, dass Du Dich so um Deine Tante kümmerst. Zu dem Medikament kann ich Dir zwar nichts sagen. Aber ich habe meine an Alzheimer erkrankte Mutti acht Jahre lang in unserem Haushalt gehabt und gepflegt. Sie ist 1993 verstorben. Aber trotz Allem möchte ich diese Zeit mit ihr nicht missen. Auch wenn es meine Familie und mich zu jener Zeit psychisch und körperlich unwahrscheinlich belastet hat. Diese Patienten leiden schon genug. Ich verstehe nicht, wie ein ARZT derart reagieren kann. Hilf Deiner Tante, denn sie kann sich ja nun leider nicht mehr vor solchen Menschen schützen.

    LG

    JudithD

  5. #5
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    maennlich
    Mitglied seit
    12.12.2007
    Beiträge
    3

    Standard AW: Alzheimer

    Hi!
    Toll, dass man im Netz auch mal sinnvolle Foren findet..
    bin relativ frisch mit dem thema alzheimer konfrontiert worden,
    da die oma meiner neuen freundin betroffen ist.
    ich hab sie letzte woche als liebe, nette dame kennengelernt, die halt
    stark mit ihrer erinnerung zu kämpfen hat. nach meinem erstbesuch sagte ich meiner freundin, dass ich respekt/bedenken vor dem ersten treffen hatte, da alzheimer-patienten oft als agressive, unberechenbare menschen dargestellt werden.
    meine freundin meinte nur, dass sich innerhalb der letzten 3 monate eine bedeutende verbesserung bei ihrer oma abzeichnet,
    da sie nach einem arztwechsel (der alte war anscheinend genauso ein ignorantes .......wie in mignon's Fall) ein neues Medikament
    bekommt (hatte zuerst den namen vergessen, aber es ist auch das oben erwähnte Reminyl) und sie seitdem wesentlich ausgeglichener und lebensfroher ihren alltag erlebt....
    werd jetzt öfters mal hier reinschauen, glaub ich, um mich auch ein wenig auszutauschen und zu informieren...
    am 1. weihnachtstag bin ich auch wieder bei der oma meiner freundin, mal schauen wie sie die ganze aufregung rund um die feiertage verträgt...
    frohes fest allen!

  6. #6
    Altenpfleger
    Name
    Henryk
    Geschlecht
    maennlich
    Alter
    38 Jahre
    Wohnort
    Rostock
    Mitglied seit
    15.12.2007
    Beiträge
    83
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Alzheimer

    Hi Mignon,

    aus meinen persönlichen Erfahrungen mit Ärzten und neuen Medikamenten kann ich Dir wirklich nur empfehlen den Arzt zu wechseln.. (besonders wenn es ein alter Arzt ist)! Die alten sind nämlich nicht von ihren leider oft überholten Methoden wegzukriegen. Reminyl ist schon eine ganz gute Wahl, das sollte ein Arzt der schonmal einen Alzheimer-Patienten gesehen hat eigentlich wissen...
    Noch dazugesagt: ich finds sehr schön wie du dich um deine Tante kümmerst, ich erlebe oft, dass sich ganze Familien wegen des Nachlasses und der Wohnungsauflösung völlig zerstreiten und am ende sitzt die arme kleine Omi oft ganz alleine da...

    M.f.G. und frohes Neues

  7. #7
    Rettungsassistent Avatar von Patientenschubser
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    maennlich
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    50 Jahre
    Wohnort
    Dahoim
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    22.05.2006
    Beiträge
    3.434
    Blog-Einträge
    16
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Alzheimer

    Zitat von Nekrosius Beitrag anzeigen
    .....besonders wenn es ein alter Arzt ist)! Die alten sind nämlich nicht von ihren leider oft überholten Methoden wegzukriegen....
    Das gehört zwar nicht hierher aber es passt so gut das ich es doch schreibe...

    Bei einem Einsatz:
    Ein alter HA alarmiert zu einem Patienten mit einem Herzinfarkt, er vor Ort!
    Dem Pat ging es nicht wirklich gut!
    Ich: Wollen wir dem Pat nicht Morphin (MO), Heparin und ASS spritzen? (Anm. des Autors: Standartmedikamente bei einem HI!)
    HA: WIE!?!?!?! Der Patient hat einen Infarkt da mach ich doch nicht noch versuche!!!!!

    Soviel zu Thema überholte Methoden!!


    __________________________________________________ _____
    "Was soll das heißen, ich hätte KEINE Gefühle?
    Ich bin immerhin schmerzempfindlich!"





  8. #8
    Altenpfleger
    Name
    Henryk
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    38 Jahre
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    Rostock
    Mitglied seit
    15.12.2007
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    83
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Alzheimer

    Das ist allerdings hard, Patientenschubser...

  9. #9
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Mitglied seit
    06.02.2008
    Beiträge
    4

    Standard AW: Alzheimer

    Also ich würde jetzt nicht sagen, dass alle älteren Ärzte nicht mehr auf dem Stand der Zeit sind, aber das ist sicherlich oft ein Problem. Müssen Ärzte eigentlich nicht zwangsweise an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen?

    Naja, also Mignon ich würde dir auch raten den Arzt zu wechseln. Anscheinend nimmt er eure Probleme ja nicht ernst. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das Pflegepersonal manchmal (oder oft) über bestimmte Dinge besser Bescheid weiß. Wie ein Patient auf ein Medikament reagiert, erleben diese ja meist viel eher mit als der Arzt. Also wenn sie dir den Tipp geben, bei einem Arzt mal nach Reminyl zu fragen, warum nicht? Schlechter als jetzt kann es ja denke ich nicht werden.

  10. #10
    Ganz neu hier Avatar von Mignon
    Geschlecht
    weiblich
    Mitglied seit
    31.10.2007
    Beiträge
    8

    Standard AW: Alzheimer

    Zuersteinmal vieln vielen Dank für Eure Antworten! Ihr habt mich/meine Familie in unserer Entscheidungsfindung bestärkt!
    nach langer zeit gebe ich mal hier eine positive wasserstandsmeldung zu der situation meiner tante (s.o.):
    wir haben (wie einige auch empfohlen hatten) den arzt gewechselt und dem neuen beim ersten besuch einfach direkt drauf angesprochen, ob ein medikamentenwechsel nicht vielleicht die richtige Vorgehensweise sei. Er wunderte sich, dass der alte Arzt das nicht schon eher probiert hätte, da unerwünschte Nebenwirkungen keinesfalls etwas seien, die man in Kauf nehmen müsste.
    Der Medikamentenwechsel (zu Reminyl) war genau das Richtige, schon nach drei Wochen war eine wesentliche Verbesserung bei meiner Tante bemerkbar. Die Kopfschmerzen und die Übelkeit waren auf ein absolutes Minimum reduziert und auch ihr geistiger Zustand war "klarer und präsenter". Dadurch gewann sie auch ihr Selbstbewusstsein zurück und nahm wieder an ihrem einst gewohnten Alltag teil. Sie trifft sich wieder mit Bekannten, freut sich über unsere Besuche und geht wieder gerne vor die Tür.

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