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Thema: Seit zwei Tagen starkes Herzklopfen und Nachtschweiß

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In dieser Diskussion geht es um "Seit zwei Tagen starkes Herzklopfen und Nachtschweiß" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Identität verborgen
    Name
    Anonymisiert
    Mitglied seit
    19.10.2006
    Beiträge
    1.969

    Achtung:
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    Standard Seit zwei Tagen starkes Herzklopfen und Nachtschweiß

    Hallo zusammen,



    ich habe seit einigen Tagen starkes Herzklopfen und leide sehr darunter, weil ich mir große Sorgen mache, was mit mir los ist.



    1) männlich, 21 Jahre, ~83 kg, 195cm
    Keinerlei sportliche Aktivität, vergleichsweise hoher Alkoholkonsum vor allem an Wochenenden, wenig abwechslungsreiche Ernährung



    2) Seit mehreren Monaten schwitze ich sehr stark unter den Achseln, im Schritt und an den Füßen. Dies steigert sich bei körperlicher Anstrengung noch mehr sodass ich schweißnass sein kann, wenn ich nur 20 Meter zur Straßenbahn renne.

    Ich trage aus diesem Grund nur noch weiße T-Shirts und Hemden, da dort der Schweißgeruch unter den Achseln nicht so beißend und unerträglich ist wie wenn ich bunte und dunkle Hemden trage.
    Oftmals bilden sich gelbe Schweißränder an den Hemden. Ob Kunst- oder Naturfaser macht keinen Unterschied.



    Diabetes wurde vor zwei Monaten mit einem Glukoseverträglichkeitstest ausgeschlossen, eine Ultraschall- sowie Blutuntersuchung beim Radiologen ergab eine leicht über der Norm dimensionierte Schilddrüse. Eine Fehlfunktion wurde nicht festgestellt, hinzu kommt dass ich insgesamt auch recht groß bin.
    Ein Termin beim Endokrinologen steht noch aus.



    3) Letzte Woche hatte ich eine kleine Erkältung mit Schnupfen und Husten, die insgesamt etwa 5 Tage gedauert hat.



    4) Aktuelle Situation:



    Seit Montag, nach mehrtägigem intensivem Alkoholkonsum inklusive Erbrechen zu Karneval und wenig Essen über die Tage, schlägt mein Herz sehr kräftig.



    Die Frequenz liegt zwischen 80 und 90 bei Ruhe. Beim normalen Laufen (z.B. Einkaufengehen) verändert sich die Frequenz nach meinem Empfinden nicht unnormal, die Intensität des Schlagens nimmt jedoch deutlich zu.



    Hinzu kommt, dass ich keinerlei Appetit habe. Anders als gestern ist mir im Ruhezustand nicht mehr übel, außer ich esse etwas. Heute habe ich nur einige Bananen sowie etwas Suppe essen können.



    Ich habe außerdem ein Druckgefühl unter ("südlich") dem Brustbein als bräuchte dort etwas mehr Platz als es zur Verfügung hat. Übt man Druck auf die Stelle aus, ist das unangenehm aber nicht schmerzhaft.


    Besonderen Drang aufzustoßen habe ich nicht, der Stuhl ist weich aber kein Durchfall, Blähungen höchstens in normalen Dimensionen.
    Allerdings rumort es manchmal lautstark im Bauch.



    Gestern Nacht war ich gegen 23 Uhr in der Notaufnahme um zu fragen was es sein könnte und ob ich mir Sorgen machen müsse.



    Dort wurde ein EKG angefertigt:
    http://i.imgur.com/iJpgd.jpg
    http://i.imgur.com/Umpna.jpg
    http://i.imgur.com/hJBSj.jpg



    Dies wurde mir auch auf Nachfragen nicht näher erläutert, es sei alles in Ordnung. Dennoch konnte mir ein Pfleger dort gut zureden und gab mir außerdem eine Kalium-Brausetablette.
    Er vermutete eine Gastritis und meinte, der Magen könne sich derart aufblähen, dass er auf die Lunge und diese auf das Herz drückt.



    Ich konnte daraufhin gut und mit deutlich schwächer pochendem Herz einschlafen, wachte in der Nacht jedoch häufig auf, meistens sehr stark schwitzend sodass der Schlafanzug und auch die Bettdecke recht feucht waren. Der Schweiß roch dabei leicht nach Urin.


    Woran leide ich und wie schaffe ich Abhilfe? Ich habe morgen vor zum Internisten zu gehen, soll ich irgendwelche speziellen Fragen stellen?



    Vielen Dank und liebe Grüße

  2. #2
    Ganz neu hier
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    32 Jahre
    Mitglied seit
    08.03.2011
    Beiträge
    3

    Standard AW: Seit zwei Tagen starkes Herzklopfen und Nachtschwei

    Hi,
    Dein EKG ist soweit ganz gut. Also es gibt keine Aussetzer und nichts dergleichen, weswegen Du Dir jetzt wirklich Sorgen machen müsstest. Du kannst aber mal nachfragen, was es mit dieser Achsenabweichung auf sich hat.
    Allerdings ist Dein Puls recht hoch für ein Ruhe-EKG. Bei mir war es immer so, dass die Schwestern mich einige Zeit haben liegen lassen, bis dann das EKG angeschlossen wurde.
    Du schreibst selbst schon mit einen eventuellen Grund für Deinen hohen Puls: keinerlei sportliche Betätigung, wenig oder schlechte Ernährung und Alkohol. Das ist keine gute Kombi fürs Herz.
    Alkohol strengt den Körper an, das heißt, dass Du während des Trinkens und beim Abbauen des Alkohols ohnehin einen hohen Puls hast.
    Wenn Du dann noch wenig isst, bzw. das wenige Essen erbrichst, besitzt der Körper ncihts, woraus er seine Kraft ziehen kann. Ich habe auch ein sehr unregelmäßiges Essverhalten und psychosomatisch einen sehr hohen Puls (wofür ich allerdings Tabletten nehme - es ist also nciht akut). Wenn ich einige Tage kaum was gegessen habe, kann ich drauf wetten, dass ich wieder Probleme mit meiner Herzfrequenz bekomme.
    Am sichersten ist es, wenn Du Dich wirklich zwingst, regelmäßig (alle drei Stunden) eine Kleinigkeit zu essen - nud am besten irgendwas, was den Körper nicht zu sehr belastet (in dem Zustand strengt dann auch das Essen den Körper an) und halbwegs gesund ist. Also Vermeidung von Fetten und zuviel Ballaststoffen. Ich esse immer abwechselnd ein Obst und dann drei Stunden später ein Brot, etc.
    Wenn Du es nciht nru auf Deinen Lebensstil zurückführen kannst, solltest Du mal überlegen, ob Deine Psyche derzeit auch mehr Stress hat als sonst. Vielleicht ist es bei Dir ja auch psychosomatisch?

    Was mit Deinem Magen und dem Druck ist, kann ich leider nicht beurteilen. Da kenne ich mich zu wenig aus.
    Das mit dem Schwitzen kann direkt eine Reaktion Deines Körpers auf den Stress sein, den Dein Körper hat. Wenn der Körper mehr arbeitet, schwitzt er auch mehr.
    Ansonsten kannst Du natürlich Dich noch informieren, denn manche Krankheiten lösen ja auch das Schwitzen aus. Kann Dir auch gerne einige Links dazu schicken, wenn Du sie möchtest.
    Ich wünsche Dir alles Gute!

  3. #3
    Nachtigall
    Gast

    Standard AW: Seit zwei Tagen starkes Herzklopfen und Nachtschwei

    Hallo,
    ich möchte mich Panda anschließen und noch dazu bemerken, dass auch die täglich Trinkmenge (ca. 2 l Wasser) sehr wichtig ist, damit die Giftstoffe, die vom Alkohol und ungesundem Essen eingelagert werden, ausgeschieden werden können.
    Versuch mal, dich nicht jedes Wochenende volllaufen zu lassen, viel Wasser zu trinken und dich gesünder zu ernähren. Auf jeden Fall solltest du dich mehr bewegen. Meine Tochter hatte auch mal eine Zeitlang einen überhöhten Puls und starkes Schwitzen. Sie macht jetzt regelmäßig Fitness und konnte damit ihren Puls normalisieren und das Schwitzen verringern. Du musst in dieser Richtung was vorwärtsbringen, wenn du keine Herzschädigung heraufbeschwören willst.

    Wenn der Schweiß nach Urin riecht, ist das ganz normal, denn da sind auch Harnstoffe drin, die jedoch mit viel Trinken gefiltert werden können. Auch der Urin sollte tagsüber ziemlich klar und hell sein, wenn er gelb ist, dann trinkst du eindeutig zu wenig Wasser.

    Die Magenbeschwerden solltest du abklären lassen, ggf. mit einer Magenspiegelung. Es scheint, also ob dein Magen überlastet ist. Alkohol reizt den Magen und erhöht die Magensäurebildung genau wie ungesundes, schweres und zu vieles Essen. Also achte auf deine Ernährung, dann wird sich auch der Magendruck wieder geben.
    Alles Gute!

  4. #4

    Standard AW: Seit zwei Tagen starkes Herzklopfen und Nachtschwei

    Hallo,


    vielen Dank für die Antworten! Hier der weitere Verlauf:



    ------------- 10.03.2011 -------------



    5) Internist



    Bei meinem Besuch beim Internisten wurde mir Blut abgenommen und ein EKG geschrieben. Die Theorie dass meine Beschwerden vom Magen herrührten, teilte er nicht und gab mir zunächst einmal Metobeta 100 mit, von denen ich morgens und abends jeweils eine halbe Tablette nehmen sollte.
    Mein Besuch war morgens um 9 Uhr, daher habe ich direkt danach und später noch einmal gegen 19 Uhr eine halbe eingenommen. Ich hatte bis dahin den ganzen Tag im Bett verbracht und die Beschwerden waren deutlich reduziert, das Herzklopfen war größtenteils nicht mehr spürbar.



    6) Verschlechterung



    Direkt nach der Einnahme der zweiten Dosis um 19 Uhr war ich noch kurz zu Fuß in der Stadt und habe mich mit Freunden in einem Lokal getroffen. Dort hatte ich Schwierigkeiten Luft zu bekommen und konnte keine 5 Worte am Stück sagen ohne danach schnappend zu atmen.
    Genau so auf dem Rückweg, auf dem ich eine relativ starke Steigung und mein Treppenhaus überwinden musste, fiel mir das Atmen sehr schwer und ich lief mit der Geschwindigkeit eines alten Mannes.
    Hinzu kamen leichte Kopfschmerzen und gehäuftes Zucken und Ziepen an allen möglichen Stellen im Brustbereich.


    7) Notaufnahme


    Schockiert von meiner körperlichen Verfassung entschied ich mich, noch einmal die internistische Notaufnahme aufzusuchen und schilderte meine Symptome bis sie mich eher widerwillig für die Nacht aufnahmen.
    So lag ich dort von ca. 23 bis 8 Uhr.



    Vorgenommen wurde:
    - Umfangreiche Blutuntersuchungen (Ergebnisse habe ich leider gerade nicht zur Hand)
    - Anamnese mit lt. Arzt "diffusen Beschwerden"
    - Unauffälliges Abtasten des Bauchraumes bis zu kräftigem und sehr schmerzhaftem Schlag unter die rechte Rippe, die auf eine Gastritis hindeute
    - Alle zwei-drei Stunden ein weiteres EKG sowie weitere Blutabnahmen
    - Verabreichung einer Tablette Pantozol



    Die Symptome wurden besser. Ich lag die komplette Zeit nahezu regungslos da und bekam deutlich besser Luft als vorher.
    Bis ca. 6 Uhr lag meine Herzfrequenz zwischen 60 und 70, danach eher im Bereich 80.



    Ich wurde mit Ausschluss einer koronaren Herzerkrankung entlassen, man teilte mir mit ich leide unter einer Gastritis und solle 7 Tage mit Protonenpumpenhemmern behandelt werden. Ebenso sei der psychische Einfluss auf die Wahrnehmung der Symptome nicht zu verachten.
    Eine weitere Behandlung mit Betablockern sei nicht indiziert.

    Die EKGs seien unauffällig und die Blutwerte durchweg im Normbereich.



    Die Betablocker nahm ich diesen Morgen daher nicht mehr. Herzklopfen und leichter Druck auf der Brust stellten sich wieder ein, aufgrund der beruhigenden Diagnose aus der Notaufnahme machte ich mir jedoch keine Sorgen und konnte dies gut ignorieren.



    ------------- 11.03.2011 -------------



    8) Ergebnisse des Internisten


    Um 15 Uhr nahm ich meinen Termin beim Internisten wahr, um die Ergebnisse des Bluttests, den er am Vortag um 9 Uhr vorgenommen hatte, zu besprechen.
    Er teilte mir mit, ich hätte eine intensive Schilddrüsenüberfunktion mit normalem TSH-Wert und deutlich erhöhten FT3 und FT4 Werten.
    In der Notaufnahme seien nur der TSH-Wert und einer der beiden anderen Werte getestet worden. Der dort getestete FT-Wert sei an der obersten Grenze des Referenzbereich gewesen.



    Er entschied, ich solle weiterhin die Betablocker gegen das Herzklopfen einnehmen und am Dienstag wieder erscheinen, da er dann die entsprechenden Schilddrüsenmedikamente vorliegen hätte. Desweiteren soll ich baldmöglichst einen Termin beim Endokrinilogen vereinbaren.



    Den Rest des Tages hielt ich mich zu Hause und meistens im Bett auf. Mein Essen an diesem Tag sah wie folgt aus:
    Frühstück (noch in der Notaufnahme): Zwei einfache Brötchen (ohne Belag)
    Mittag: Hähnchenfleisch mit Nudeln, ein Apfel
    Abends: 450g Joghurt, verschiedene Sorten
    Den Tag über einige Tassen Kamillen- und andere Tees sowie stilles Wasser



    ------------- 12.03.2011 -------------



    9) Samstagmorgen



    Ich habe die Nacht vergleichsweise gut geschlafen:
    - Deutlich weniger Nachtschweiß
    - Herzklopfen leicht spürbar bis normal
    Am morgen wachte ich auf und ging zur Toilette und war verwundert über die starke Schaumbildung und die dunkle Farbe und habe daraufhin einen Teil "abgezweigt":
    http://i.imgur.com/5eSZJ.jpg

    Das Bild entstand nach starkem Schütteln der Flsche und anschließenden 10 Minuten Warten. Jetzt, nach ca. 30 Minuten ist der Schaum immer noch in der selben Form.



    Woran leide ich und wie schaffe ich Abhilfe?
    Vielen Dank für eure Zeit und Mühe!

  5. #5
    Nachtigall
    Gast

    Standard AW: Seit zwei Tagen starkes Herzklopfen und Nachtschwei

    Woran du leidest, kann dir hier niemand sagen. Man kann dir hier nur sagen, dass du deinen Lebenswandel ändern solltest im Hinblick auf Alkohol, Ernährung und Bewegungsmangel. Wenn du so weitermachst, wirst du noch ganz andere, heftigere Symptome bekommen. Wenn du das änderst, wirst du dich sicherlich besser fühlen.

    Es ist gut, dass die Schilddrüsenüberfunktion diagnostiziert werden konnte, denn auch diese kann viele Symptome auslösen. Siehe Link: Schilddrüsenüberfunktion - Symptome | NetDoktor.de

    Auch wenn mit dem Schilddrüsenmedikament die Symptome leichter werden oder verschwinden, solltest du trotzdem in deinem Leben das oben genannte ändern.
    Was mit deinem Urin ist, kann nur ein Urintest aussagen. Wenn du eh am Dienstag zum Arzt gehst, dann bring gleich deinen Urin mit ins Labor.
    Gute Besserung!

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