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Thema: Agoraphobie

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In dieser Diskussion geht es um "Agoraphobie" im "Psychische Erkrankungen" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Identität verborgen
    Name
    Anonymisiert
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    Beiträge
    2.015

    Achtung:
    Anonymisiert ist kein eigenständiger Benutzer. Er dient im Forum dazu, Beiträge anonym zu verfassen, um die Identität des Verfassers zu schützen.

    Frage Agoraphobie

    Hallo,
    Habe mal ne Frage!
    Kennt sich einer von euch mit Agoraphobie aus? Ist jemand davon betroffen oder hat es besiegt?
    Habe schon nen Termin beim Psychologen allerdings weiß ich garnicht wie ich dahin kommen soll, körperlich! Ich habe mit Luftnot und übelkeit zu kämpfen. Traue mich nicht in dei Öffentlichkeit und der Gedanke allein löst schon Angst und Panik aus.
    Gibt es irgendwas was ich nehmen kann damit ich es überhaupt bis dahin schaffe und diese sitzung übersteh. Die Panik zu ersticken ist so groß.....

  2. #2
    Mag Menschen Avatar von katzograph
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    Wohnort
    Lübeck
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    680

    Standard AW: Agoraphobie

    Agoraphobie

    Es hat sich gezeigt, dass die wirksamste Therapie die Konfrontation mit den angstauslösenden Umständen ist, um zu zeigen, dass die Angst unbegründet ist und nach kurzer Zeit wieder verschwindet, wenn man sich ihr willentlich aussetzt.
    Also nix wie hin zum Therapeuten. Nimm zwei Leute mit, die Dich notfalls wegtragen können, falls Du umfällst. Die Angst vor der Angst ist hier wohl der schlimmste Aspekt. Wenn es dann soweit ist, stellt man fest, dass es gar nicht so schlimm ist, wie man es sich vorgestellt hat.

    Ich wünsch Dir was
    katzograph

  3. #3
    Ulrike 2000
    Gast

    Standard AW: Agoraphobie

    Hallo,

    erst mal finde ich es gut, dass Du erkannt hast, dass Du Hilfe brauchst und einen Termin beim Psychologen gemacht hast.
    Vielleicht könnte es sinnvoll sein, dass Dich jemand begleitet auf dem Hin-und Rückweg. Dies könntest Du vielleicht ja jetzt schon mal arrangieren.
    Aus folgendem Buch: Heilen im Schnelltempo, (erstellt von einem ca 25 Personen umfassenden Redaktionsteam) zitiere ich folgende Strategie:
    "Lassen Sie die Panik ausbrechen. Das ist kein Scherz. Lassen Sie die Symptome Ihren Körper durchfluten. Die physiologische Komponente des Anfalls- die körperlichen Symptome- halten 20 Sekunden bis zu ein paar Minuten an, wenn Sie nicht dagegen ankämpfen. Wenn Sie hingegen Widerstand leisten und versuchen, die Symptome zu verhindern oder ein Gefühl peinlichen Bewußtseins aufkommen lassen, kann das die Dauer der Symptome verlängern. Nehmen Sie den Anfall daher als das was er ist. Sagen Sie sich:"Ich fühle mich furchtbar, aber es passiert mir nichts." Die Forschung zeigt, dass Angstanfälle wahrscheinlich weniger schwer und lang sind, wenn man diesen Schritt gemeistert hat.
    Atmung kontrollieren. Sie atmen zwar schon seit Sie zur Welt gekommen sind, doch das heißt nicht unbedingt, daß Sie all die Jahre richtig geatmet haben. Viele Paniksymptome können mit Hyperventilation zusammenhängen. Da viele Menschen flach atmen, braucht es nicht viel, um sie in einen Zustand der Hyperventilation zu stürzen. Wenn die Angst aufwallt, beginnen sie plötzlich schneller zu atmen und wums! - schon hat die Panik die Oberhand.
    Beim gezielten Atmen lernen sie, langsamer und vom Zwerchfell weg zu atmen. Zählen Sie die Atemzüge, um sich bewußt zu werden, wie schnell Sie atmen. Im Idealfall sollten Sie auf 8 bis 14 Atemzüge pro Minute kommen.
    Um die Zwerchfellatmung zu erlernen, legen Sie eine Hand zwischen Brust und Nabel auf den Bauch. Die Bewegung beim Atmen sollte am unteren Teil der Hand entstehen, sie sollte aus dem Bauch kommen. Es hilft, wenn man statt durch den Mund durch die Nase atmet. Nützlich ist auch sich vorzustellen, man hätte einen Ballon im Bauch, der langsam aufgeblasen wird und aus dem die Luft beim Ausatmen wieder entweicht.
    Üben Sie die langsame Zwerchfellatmung zweimal täglich 10 bis 15 Minuten lang. Tun Sie es anfänglich in einem ruhigen Zimmer; wenn Sie die Technik besser beherrschen, sollten Sie auch in anderen Situationen üben, beispielsweise beim Autofahren, damit Sie sich gedanklich auf die Atmung konzentrieren können. Regelmäßiges Üben kann Ihnen zu besserer Atemtechnik - und damit weniger Anfällen von Hyperventilation - verhelfen."

    Vielleicht stellen diese Ratschläge schon mal eine kleine Hilfe dar. Wann ist denn Dein Termin?

    Liebe Grüße Ulrike

  4. #4
    Mag Menschen Avatar von katzograph
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    Standard AW: Agoraphobie

    Danke Ulrike,

    Du hast es mal wieder viel schöner ausgedrückt, als ich es konnte.

    Gruß
    katzograph

  5. #5
    Ulrike 2000
    Gast

    Standard AW: Agoraphobie

    @ Katzograph,

    nicht zu danken, schön abzuschreiben ist ja nicht sooooo ne Leistung.

    Gruß Ulrike

  6. #6
    Mag Menschen Avatar von katzograph
    Geschlecht
    maennlich
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    Lübeck
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    20.02.2008
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    680

    Standard AW: Agoraphobie

    @Ulrike,

    doch, doch, der Ton macht die Musik. Es kommt immer noch darauf an, ob man nett oder unnett abschreibt. Oder was meinst Du dazu Anonymus?

    Gruß
    katzograph

  7. #7
    Noch neu hier Avatar von Dina
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    24

    Standard AW: Agoraphobie

    Nein ich kann mich nicht beklagen ist toll abgeschrieben! Hast du gut gemacht...

    Ein bissel Lob muss sein

  8. #8
    Ulrike 2000
    Gast

    Standard AW: Agoraphobie




    Hallo Dina,
    schön das Du Dich mal wieder meldest.
    Was meinst Du, könnten das hilfreiche Tips sein?

    Liebe Grüße Ulrike

  9. #9
    Noch neu hier Avatar von Dina
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    10.07.2008
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    Standard AW: Agoraphobie

    Ja juhu bin mal wieder hier,
    das einzigste Forum in dem ich mich wohl fühle....

    Die Tipps sind denke ich mal in jedem Fall sehr hilfreich. Bin froh hier Hilfe bekommen zu haben.

    Ich habe mein Leben wieder auf de Reihe. Der Weg war lang und ist sicher immer noch lang aber meine Lebensqualität ist gestiegen.

    LG Dina

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