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In dieser Diskussion geht es um "Herausgetrennte Samenleiterteilstücke - Vasektomie" im "Urologische Sprechstunde" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
Hallo miteinander, mich würde interessieren, ob es normal, bzw. gängig ist, dass bei einer Vasektomie gleich mal - so bei mir geschehen laut Pathologiebericht - ...

  1. #1
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    Frage Herausgetrennte Samenleiterteilstücke - Vasektomie



    Hallo miteinander,

    mich würde interessieren, ob es normal, bzw. gängig ist, dass bei einer Vasektomie gleich mal - so bei mir geschehen laut Pathologiebericht - rechts 4,1 und links 4,5 cm des Samenleiters herausgeschnitten werden. Auf den einschlägigen Seiten im Internet spricht man eher von 1 - 3 cm.
    Können eventuell immer wieder auftretende dumpfe Schmerzen in der Leistengegend daher rühren, dass so viel herausgetrennt wurde? Auch haben sich für mich die Orgasmusintensität und das anschließende Befriedigungsgefühl deutlich wahrnehmbar reduziert. Gibt es hier möglicherweise einen Zusammenhang, eventuell durch eine Vielzahl durchtrennter Nervenbahnen? Info: Meine Vasektomie liegt jetzt rund 4 Monate zurück.

    Vielen Dank für die Bearbeitung.

    Herzliche Grüße

    victim
    Geändert von victim (28.09.2009 um 03:09 Uhr)

  2. #2
    Arzt (Urologie) Avatar von urologiker
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    Standard AW: Herausgetrennte Samenleiterteilstücke - Vasektomie

    Hallo Victim,

    es ist durchaus möglich, dass sich infolge einer Vasektomie eine Änderung der Empfindung des Orgasmusgefühls einstellt, da einerseits das Ejakulatvolumen bzw. die -konsistenz verändert werden und andererseits am System der für die sexuelle Befriedigung kritischen Organe operiert wird.

    Dass dies im Zusammenhang mit der Länge des entfernten Samenleiterstückchens stehen könnte ist für mich nur insofern nachvollziehbar, als dass beispielsweise eine komplette Entfernung des Samenleiters lokal ein größeres operatives Trauma erforderlich machen würde als die einfache Durchtrennung inklusive Umschlagen der Samenleiterenden.
    Das Heraustrennen eines Samenleiterstückchens erfolgt übrigens (genau wie das operative Umschlagen der Enden), damit ein zufälliges Zusammenwachsen der Samenleiterenden nicht erfolgt.

    Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen,

    gruß, logiker


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    MeineHunde.net
  4. #3
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    Standard AW: Herausgetrennte Samenleiterteilstücke - Vasektomie

    Hi Logiker,

    schon mal herzlichen Dank für die aufschlussreiche Antwort. Aber doch noch mal kurz nachgehakt, weil nicht beantwortet. Ist es denn verbreitet, eben gleich 4 cm herauszutrennen? Oder stellt da mein Operateur eher eine Ausnahme dar?

    Herzliche Grüße

    victim

  5. #4
    Arzt (Urologie) Avatar von urologiker
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    Standard AW: Herausgetrennte Samenleiterteilstücke - Vasektomie

    Wieviel cm entfernt werden ist nicht so wichtig, es geht schließlich bei der OP nur darum, eine sichere Unfruchtbarkeit herzustellen. Das kann auch mit einem oder 5cm gelingen,

    gruß, logiker

  6. #5
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    Standard Schmerzen nach Vasektomie

    Vor 8 Tagen fand meine Vasektomie-OP statt, die bereits schmerzhafter war, als ich es mir unter örtlicher Betäubung vorgestellt hatte. Nach leichter Besserung der sehr heftigen Schmerzen innerhalb der ersten 24 Stunden ist keine weitere Verbesserung eingetreten. Das bedeutet: Ein permanenter ziehender bis drückender Schmerz am oberen Bereich des Hodensacks, der bei Bewegung stärker wird; Bücken ist beinahe unmöglich, nächtliches Liegen auf der Seite ebenso, Toilettengänge sind eine Qual. Reaktion des Arztes am heutigen Tage: Verschreiben eines Antibiotikums (Doxycyclin; obwohl ich - als medizinischer Laie - eine bakterielle Infektion für unwahrscheinlich halte) sowie eines Schmerzmittels (Diclofenac; bewirkt leider gar nichts), Spritze ("wie bei der örtlichen Betäubung"; hatte auch nicht geholfen) sowie Krankschreibung für eine weitere Woche. Kein Ultraschall, keine Blutuntersuchung. Der behandelnde Arzt sagte mir, es sei "nicht normal", es sei "aber nur eine Entzündung der Nebenhoden" und ich brauche mir "keine Sorgen" zu machen Die mache ich mir aber mittlerweile - vor allem angesichts der Horrorberichte, die man - und sei auch die Hälfte erfunden - im Internet zu diesem Thema lesen kann. Und nun?!? Dem Arzt, der sich offensichtlich selber nicht so ganz sicher ist, weiter vertrauen? Einen anderen Arzt aufsuchen? Einfach abwarten und noch eine 3. Woche krank "feiern"?

  7. #6
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    Standard AW: Herausgetrennte Samenleiterteilstücke - Vasektomie

    Hallo Logiker,

    danke für die Information. Na, ja das Ziel der Unfruchtbarkeit hat mein Urologe mit seiner OP bei mir erreicht, aber leider auch die eingangs beschriebene Gefühlseinbuße, sodass es mir kaum was nutzt steril zu sein, wenn ich kaum mehr Lust auf Sexualität habe, zumal es auch ein paar Tage länger, als vor der Vasektomie dauert, bis ich wieder "in Stimmung" komme. Ich nehme jetzt einfach mal an, - ich weiß es nicht, da ich kein Fachmann bin - zudem befand ich mich in Vollnarkose (zur Vermeidung allergischer Reaktionen auf die Lokalanästhesie) - dass beim Freipräparieren der langen Samenleiterteilstücke doch der ein oder andere Nerv gelitten haben könnte. Ich vergleiche es jetzt mal mit dem Hautbereich an meinem Hals oberhalb des 10 cm Schnitts meiner Struma-OP vor rund 20 Jahren. Diese Region reagiert bis heute deutlich weniger sensibel auf Berührungen, als andere in der Nähe liegende Hautbereiche. Klar, wo geschnitten wird, da können Nerven durchtrennt werden und zudem enthält die nachproduzierte Narbenhaut keine Bestandteile, die Sinnesreize weiterleiten könnten.

    Ein Jammer! Wenn ich gewusst hätte, was mich erwartet, dann hätte ich mich nie und nimmer für eine Vasektomie entschieden! Ich bereue es jeden Tag. Spätestens dann, wenn ich ganz unerwartet mehrmals täglich von einem meiner Samenleiterfragmente im Hoden- oder vor allem Leistenbereich mittels eines dumpfen Ziehens - ähnlich einer beginnenden Lymphknotenschwellung - auf den nicht mehr gut zu machenden Schaden dezent aber wirkungsvoll hingewiesen werde.

    Herzliche Grüße und nochmals vielen Dank für die Auskünfte

    victim
    Geändert von victim (30.09.2009 um 01:01 Uhr)

  8. #7
    Arzt (Urologie) Avatar von urologiker
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    Standard AW: Herausgetrennte Samenleiterteilstücke - Vasektomie

    @victim - das Ergebnis deiner OP ist bedauerlich. Trotzdem muß ich darauf hinweisen, dass deine Erfahrung einen Einzelfall darstellt und es leider immer so sein wird, dass Operationen NICHT zur Zufriedenheit des Patienten erfolgen.

    Ich hoffe für dich, dass sich die Probleme irgendwann von selbst geben,

    gruß, logiker

  9. #8
    Rettungsassistent Avatar von Patientenschubser
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    Standard AW: Schmerzen nach Vasektomie

    Zitat von Vaddah Beitrag anzeigen
    Vor 8 Tagen fand meine Vasektomie-OP statt, die bereits schmerzhafter war, als ich es mir unter örtlicher Betäubung vorgestellt hatte. Nach leichter Besserung der sehr heftigen Schmerzen innerhalb der ersten 24 Stunden ist keine weitere Verbesserung eingetreten. Das bedeutet: Ein permanenter ziehender bis drückender Schmerz am oberen Bereich des Hodensacks, der bei Bewegung stärker wird; Bücken ist beinahe unmöglich, nächtliches Liegen auf der Seite ebenso, Toilettengänge sind eine Qual. Reaktion des Arztes am heutigen Tage: Verschreiben eines Antibiotikums (Doxycyclin; obwohl ich - als medizinischer Laie - eine bakterielle Infektion für unwahrscheinlich halte) sowie eines Schmerzmittels (Diclofenac; bewirkt leider gar nichts), Spritze ("wie bei der örtlichen Betäubung"; hatte auch nicht geholfen) sowie Krankschreibung für eine weitere Woche. Kein Ultraschall, keine Blutuntersuchung. Der behandelnde Arzt sagte mir, es sei "nicht normal", es sei "aber nur eine Entzündung der Nebenhoden" und ich brauche mir "keine Sorgen" zu machen Die mache ich mir aber mittlerweile - vor allem angesichts der Horrorberichte, die man - und sei auch die Hälfte erfunden - im Internet zu diesem Thema lesen kann. Und nun?!? Dem Arzt, der sich offensichtlich selber nicht so ganz sicher ist, weiter vertrauen? Einen anderen Arzt aufsuchen? Einfach abwarten und noch eine 3. Woche krank "feiern"?

    Hallo
    ich habe dein Thema mit einem bereits Existierenden zusammen gepackt.
    Das andere von dir eröffnete Thema habe ich gelöscht da es nichts bringt ein Thema zweimal oder öfter ein zustellen.


    __________________________________________________ _____
    "Was soll das heißen, ich hätte KEINE Gefühle?
    Ich bin immerhin schmerzempfindlich!"





  10. #9
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    Standard AW: Schmerzen nach Vasektomie

    Hi Logiker und andere Leser,

    zum Thema Einzelfall kann ich leider nur sagen, dass es sich lohnt einen Blick auf die Seite: www.patienten-selbsthilfegruppen.de/forum/index.php?page=Board&boardID=6 zu werfen und man wacht recht rasch auf. Meine Thematik ist - ganz nebenbei bemerkt - eine der "harmloseren", wenn man zu lesen bekommt, was alles so passieren kann bei einem sogenannten Routineeingriff. Darüber hinaus bin ich mir sicher, dass sich viele Männer einfach nicht trauen, ihre Lage zu schildern, weil doch a bisserl Mut und Offenheit bei einem Thema rund um die männlichen Geschlechtsorgane, Sexualität, usw. dazu gehört und laut Medien und Werbung muss "ein Mann doch stark und verlässlich sein", wenn er will, dass eine Frau sich an ihn bindet. Als Jammerlappen hat man schlechte Karten und riskiert verlassen zu werden oder ein Singledasein mit open end zu fristen. Hand auf´s Herz! Ist es nicht so? Oder man verdrängt einfach das Thema, weil es einen im Alltag sonst irgendwie fertig macht. Da ich aber als Sozialpädagoge in meiner Arbeit mit den schlimmsten Themen, die das menschliche Zusammenleben zu bieten hat, täglich konfrontiert bin, ist es für mich kein Problem, die Scheuklappen abzulegen und der Wahrheit ins Gesicht zu schauen, auch wenn es schmerzhaft ist. Ich will einfach ehrlich vor mir und den anderen Leuten sein.

    Herzliche Grüße

    victim
    Geändert von victim (30.09.2009 um 23:37 Uhr)

  11. #10
    Arzt (Urologie) Avatar von urologiker
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    27.03.2007
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Herausgetrennte Samenleiterteilstücke - Vasektomie



    @victim - es macht einfach keinen Sinn, komplizierte oder problematische Verläufe anzuprangern, da es eben keine Alternativen gibt! Oder wer soll sonst operieren? Fiktive Superärzte, die nie ein nicht wünschenswertes OP-Ergebnis produzieren?

    Auch wenn der Einzelfall ärgerlich ist, so muß man einfach anerkennen, dass viel häufiger zufriedenstellend geholfen wird!

    Logiker, der hier mal für seine Zunft in die Bresche springen muß!

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