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Thema: Malariaprophylaxe - ja oder nein?

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In dieser Diskussion geht es um "Malariaprophylaxe - ja oder nein?" im "Gesundheit / Prävention" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
    Aktiver Teilnehmer Avatar von Stine
    Name
    Christina
    Geschlecht
    weiblich
    Alter
    53 Jahre
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    Kiel
    Mitglied seit
    22.12.2007
    Beiträge
    423

    Standard Malariaprophylaxe - ja oder nein?

    Hallo!
    Meine Tochter wird im Juli für 6 Wochen im Rahmen eines Schüleraustausch nach Lima (Peru) reisen.
    Für ein paar Tage werden ihre Gasteltern mit ihr ins Amazonasgebiet verreisen.
    Wir waren nun in der Immunologie unserer Uniklinik, wo sie gegen Gelbfieber und Hepatitis A geeimpft wurde.
    Dort wurde empfohlen, während des Urwaldaufenthaltes und anschliessend 7 Tage zur Prophylaxe Malariatabletten (Malerone) einzunehmen.
    Die Klassenkameradin meiner Tochter war ebenfalls - aber an einem anderen Tag - in der Immunologie. Ihr wurde von einem anderen Arzt abgeraten, Malariatabletten zu nehmen...die Wahrscheinlichkeit, in diesem Gebiet an Malaria zu erkranken, wäre wohl recht gering und die Nebenwirkungen der Tabletten seien sehr unangenehm.

    Ich bin nun sehr verunsichert...eine Immunologie - 2 verschiedene Meinungen....was machen wir nun richtig? Fragt man noch einmal nach, hat man wahrscheinlich die dritte Meinung

    Kann mir jemand helfen?
    Liebe Grüsse,
    Christina
    ___________________________________
    Lache nicht über jemanden, der einen Schritt zurück macht. Er könnte Anlauf nehmen.

  2. #2
    Mag Menschen Avatar von katzograph
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    73 Jahre
    Wohnort
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    Mitglied seit
    20.02.2008
    Beiträge
    680

    Standard AW: Malariaprophylaxe - ja oder nein?

    Hallo Stine,

    ja so ist das im Leben, fragste 2 Ärzte kriste 3 Antworten. Nein, im Ernst, es gibt manchmal im Leben nicht e i n e richtige Antwort, sondern nur die Möglichkeit, zwischen mehreren Übeln das für einen selbst am kleinsten erscheinende zu wählen.. Hier sind es Gott sei Dank nur zwei Möglichkeiten.
    Malaria hat man für das ganze Leben, es gibt da nur eine Symptombekämpfung durch Medikamente, keine wirkliche Heilung. Das ganze ist also eine Risikoabwägung. Keine Medikamente, keine unangenehmen Nebenwirkungen aber vielleicht eine Krankheit ein Leben lang oder richtiger Schutz vor der Krankheit mit `ner zeitlang Übelkeit. Ich bin in meinem ganzen Leben eigentlich nie feige gewesen, aber ich glaube, in diesem Fall würde ich die Sicherheit, die die Medikamente bieten, vorziehen.
    Das solltest Du Deiner Tochter auch mal aus dieser Sicht der Dinge sagen. Eine schwerwiegende Störung ihrerGesundheit ist durch diese Medikamente nicht zu erwarten. Eine Erkrankung hat sie für den Rest ihres Lebens. Übrigens, man muß nicht so weit reisen. Man kann sich auch in Italien in der Poebene Malaria einfangen. Es gibt da ganz offizielle Ratschläge zur vorbeugenden Medikamenteneinnahme.
    Ich wünsche Deiner Tochter eine tolle Reise mit lebenslangen schönen Erinnerungen daran, aber bitte nicht Malaria.

    Gruß
    katzograph
    Das Gegenteil einer großen Wahrheit ist eine andere Wahrheit.

    Niels Bohr

  3. #3
    Gesperrt
    Name
    Ulrike
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    weiblich
    Mitglied seit
    17.11.2008
    Beiträge
    527

    Standard AW: Malariaprophylaxe - ja oder nein?

    Hallo Stine,

    schau mal hier: http://www.trekkingforum.com/forum/s...ead.php?t=7572

    Da wird die Möglichkeit der stand by Profilakse angesprochen. Wenn Du genauer weißt in welchen Teil des Amazonasgebiets der Ausflug führt, kannst Du Dich gegebenenfalls informieren, wie hoch das Risiko überhaupt ist. (Bei uns sind ja auch nicht alle Gebiete bezüglich Zecken und FSME-Gefahr gleich gefährlich).
    Wünsche Deiner Tochter auch einen tollen Aufenthalt.

    Liebe Grüße Ulrike

  4. #4
    Ärztin (Innere Medizin / Kardiologie)
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    1.182
    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Malariaprophylaxe - ja oder nein?

    Für Peru wird folgendes empfohlen:

    Impfungen: neben Tetanus, Polio, Diphterie, Hepatitis A und B auch Gelbfieber, ggf. auch Tyohus (bei Individualreisen z.B. mit Camping, nicht organisierte Reisen).
    Malaria: bei Individualreisen in den Amazonas besteht ein erhöhtes Risiko, hier ist die Chemoprophylaxe zu empfehlen. Lima und die hohen Anden sind malariafrei. Bei organisierten Reisen besteht die Möglichkeit der Stand-By-Prophylaxe, dass man nur die Tabletten bei Verdacht auf eine Infektion nimmt.
    Besonders wichtig auch die üblichen Tropenregeln: nix ungeschält essen, lange helle Kleidung, Mückenschutz (Achtung: hier hilft nicht alles, Autan nur die Originalversion, die Lotion ist relativ unwirksam), Moskitonetz.
    Mindestens 10 Tage vor Reisebeginn impfen lassen!!
    Malariaprophylaxe mit Malarone beginnt mind. 2 Tage vor Abreise bzw. vor Reise in das Malariagebiet.

    Viel Spass in Peru !

  5. #5
    Aktiver Teilnehmer Avatar von Stine
    Name
    Christina
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    Kiel
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    22.12.2007
    Beiträge
    423

    Standard AW: Malariaprophylaxe - ja oder nein?

    Vielen Dank für Eure Antworten Habe die "Viel Spass-Wünsche" weiter geleitet und soll danke sagen.

    Für mich und auch für meine Tochter steht nun fest: die Tabletten werden auf jeden Fall genommen. Lieber die Nebenwirkungen der Tabletten erleiden, als - wie Katzograph so schön sagt - für den Rest des Lebens zu erkranken.

    (Krank werde eher ich...weil mein Kind so lange und so weit weg ist......)

  6. #6
    Mag Menschen Avatar von katzograph
    Geschlecht
    maennlich
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    73 Jahre
    Wohnort
    Lübeck
    Mitglied seit
    20.02.2008
    Beiträge
    680

    Standard AW: Malariaprophylaxe - ja oder nein?

    Hallo Stine,

    sie kommt ja wieder.............

    Gruß
    katzograph

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