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Thema: Wasser in den lungen

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In dieser Diskussion geht es um "Wasser in den lungen" im "Krankheiten" Forum, als Teil von Patientenfragen.net
...

  1. #1
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    Ausrufezeichen Wasser in den lungen

    hallo,

    vielleicht kann jemand helfen oder mir einen rat geben.
    meine mam ist nun 72 jahre. hat schon seit langer zeit probleme mit dem herzen. sie geht von einem arzt zum nächsten und keiner kann ihr richtig helfen.
    ihre herzklappe schloss sich nicht mehr. sie hat hohen blutdruck und daraus ergab sich ein sportlerherz welches auch wieder zur folge hat, dass ihr herz nun sehr schwach ist.
    vor 14 tagen wurde sie ins krankenhaus eingeliefert, wo man in beiden lungen wasser feststellte. 1 1/4 ltr und knapp 1 1/2.
    nun ist sie wieder zuhause und im bericht steht nun, dass 3 herzklappen nicht mehr richtig schließen.
    meine frage nun-ist dieses eine lebensbedrohliche situation? kann man vermeiden, dass sich nochmal wasser in den lungen bildet? was kann man zum allgemeinen zustand noch selbst beitragen?
    kann man und wenn was zur herzstärkung nehmen, damit sich dieses wieder stabilisiert?

  2. #2
    Ärztin (Innere Medizin / Kardiologie)
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Wasser in den lungen

    Du müsstest genau schreiben, was in dem Bericht steht!!! Denn so kann ich dir deine Frage nicht beantworten.
    Eine geringe Undichtigkeit der Herzklappen ist völlig normal und nicht bedrohlich. Schreibe mal mehr über den Bericht, dann kann ich dir mehr schreiben.

  3. #3
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    Standard AW: Wasser in den lungen

    hi,

    danke für deine nachricht. werde den befund der klinik abwarten müsen. melde mich dann wieder.


    liebe grüße sylvia

  4. #4
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    Standard AW: Wasser in den lungen

    hallo dreamchaser,

    habe hier einen vorläufigen Befund der Klinik.
    darin heisst es:
    Diagnose:
    Dekompensierte Herzsuffizienz
    Dilatative Kardiomyopathie mit mittelgradig eingeschränkter Pumpfunktion bei EF 35-40%
    MI TI I
    Arterielle Hypertonie
    Kompl LSB
    Rez. Depres Störung
    Z.n.Neurinom OP BWS 4/5 2006
    Stuma nodosa mit euthyreote Stoffwechsellage
    Deutliche Pangastritis mit Antrumerosionen und Ulcera
    mittelgrossee Hiatushernie mit Refluxösophagitis St I
    Resprat. Partialinsuffizienz
    Hypokaliämie
    Niereninsuffiziens St II-II

    Medikation bei Entlassung
    Coaprovel 150/12,5
    Aprovel 150
    Pantoprozol 40mg
    Jodid 200
    Kalinor Bt1-o-o
    Carvendilol 6,25mg
    ASS 100
    Torem 10mg
    Jenaspiron 25mg


    Tabletten über Tabletten-sind die denn alle notwendig.
    vertragen die sich überhaupt untereinander (Wechselwirkung)?

    Grüße Sylvia

  5. #5
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    Standard AW: Wasser in den lungen

    hallo
    jemand zu Hause??
    wieso bekomme ich keine antwort auf meine frage?
    bin ich auch schon aussortiert

    sylvia

  6. #6
    Christiane
    Gast

    Standard AW: Wasser in den lungen

    Beruhige dich bitte. Es ist Wochenende und Dreamchaser nutzt ihre knappe Freizeit. Gib ihr Zeit bis morgen, sie meldet sich schon. Ich kenne mich mit den angegebenen Medis leider nicht aus.

  7. #7
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    Standard AW: Wasser in den lungen

    hallo christiane,

    vielen dank für deine nachricht. die auszeit ist ihr selbstverständlich von ganzem herzen gegönnt.

    ich wusste nur nicht, wie ich mit dem "keine nachrichten" umgehen soll. bin leider seltenst in diesem forum und deshalb auch noch nicht mit den gegebenheiten vertraut.

    dann wünsch ich allen forumbesuchern noch einen erholsamen sonntag abend, bevor morgen wieder der ganz normale wahnsinn beginnt.

    liebe grüße sylvia

  8. #8
    Ärztin (Innere Medizin / Kardiologie)
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    Diese Person ist in einem medizinischen Beruf tätig

    Standard AW: Wasser in den lungen

    Soo, ich bin nach 12 Stunden Arbeite jetzt auch zu Hause - hier also die Antwort:

    Diagnose:
    Dekompensierte Herzsuffizienz
    --> Herzschwäche, die zu Wasser im Körper geführt hat
    Dilatative Kardiomyopathie mit mittelgradig eingeschränkter Pumpfunktion bei EF 35-40%
    --> bestimmte Art der Herzschwäche, die Funktion des Herzens ist eingeschränkt auf 35-40% (normal sind 70%) - Zwischenfrage: wurde eine Herzkatheteruntersuchung gemacht, um eine andere Form der Herzschwäche auszuschliessen?
    MI TI I
    --> leichter Herzklappenfehler der Mitralklappe und Trikuspidalklappe - nicht krankhaft
    Arterielle Hypertonie
    Kompl LSB
    --> Linksschenkelblock (eine Leitungsstörung der Reizleitung im Herzen)
    Rez. Depres Störung
    --> Depressive Störung...keine Ahnung wodurch...
    Z.n.Neurinom OP BWS 4/5 2006
    --> eine Nervengeschwulst in Höhe des Brustwirbels 4/5 wurde 2006 operativ entfernt
    Stuma nodosa mit euthyreote Stoffwechsellage
    --> knotige Vergrößerung der Schilddrüse mit ausgeglichener Stoffwechsellage
    Deutliche Pangastritis mit Antrumerosionen und Ulcera
    --> Entzündung der Magenschleimhaut mit Defekten der Magenschleimhaut
    mittelgrossee Hiatushernie mit Refluxösophagitis St I
    --> ein Teil des Magens kommt ab und zu durch das Zwerchfell (nicht krankhaft, auch wenn es sich so anhört - kann aber Beschwerden verursachen) und Entzündung der Speiseröhre durch aufsteigende Magensäure
    Resprat. Partialinsuffizienz
    --> Einschränkung der Lungenfunktion bei der das Kohlendioxid angestiegen ist
    Hypokaliämie
    --> zu niedriges Kalium
    Niereninsuffiziens St II-II
    --> Einschränkung der Nierenfunktion, aktuell nicht bedrohlich

    Das Wasser in den Lungen und im Körper kommt durch eine Pumpschwäche des Herzens. Wenn das Herz weniger Blut pumpen kann, dann staut sich das Blut praktisch vor dem Herzen - dadurch steigt der Druck in den Blutgefäßen vor dem Herzen, welche durch die Lungen führen, und Wasser wird durch den Druck abgepresst - und landet so in der Lunge.
    Nur so am Rande: eine dilatative Kardiomyopathie ist eine Erkrankung des Herzens, bei der die Pumpschwäche durch eine Erweiterung der linken Herzkammer entsteht, ohne dass man meist einen Grund findet. Im Gegensatz dazu steht v.a. die ischämische Kardiomyopathie, bei der die Pumpschwäche des Herzens durch Engstellen an den Herzkranzgefäßen entsteht und die man z.B. durch Stentimplantation beim Herzkatheter aufhalten kann.
    Wenn bei einer dilatativen Kardiomyopathie die Pumpfunktion auf unter 30% absinkt, besteht die Indikation zur präventiven Defi-Implantation, da es bei dieser Erkrankung in diesem Stadium mitunter zu Herzrhythmusstörungen kommen KANN. Wenn hier zusätzlich ein Linksschenkelblock besteht, wird man ein bestimmtes Modell des Defibrillators nehmen, welches gleichzeitig die elektrische Leitungsstörunge des Herzens (den Linksschenkelblock) ausgleichen kann.
    War vielleicht etwas viel - auf Nachfrage gibts gerne mehr Erklärungen.

    Medikation bei Entlassung
    Coaprovel 150/12,5 --> Blutdrucksenkung/Entwässerung
    Aprovel 150 --> Blutdrucksenkung
    Pantoprozol 40mg --> Magenschutz (Säurehemmung) wegen der Entzündung
    Jodid 200 --> für die Schilddrüse
    Kalinor Bt1-o-o --> Kalium (geht durch die Wassertabletten verloren), Ausgleich des Kaliummangels
    Carvendilol 6,25mg --> Blutdrucksenkung
    ASS 100 --> Blutverdünnung
    Torem 10mg --> Entwässerung
    Jenaspiron 25mg --> Entwässerung

    Die Wassertabletten in ihrer Kombination potenzieren ihre Wirkung und wirken mit geringen Dosen so sehr viel länger.
    Das wars erstmal von mir - ist etwas lang geworden...

  9. #9
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    Standard AW: Wasser in den lungen

    hi, dreamschaser,

    das ist ja alles sehr aufschlussreich. vielen dank für die ausführlichen erklärungen.
    das hilft mir oder besser gesagt, meiner mutter sehr viel weiter.
    kann es sein, dass durch die vielen medikamente und deren zusammenstellung eine pulsfrequenz von 35-40 p/min entstehen kann, das ist ja fast .alle.......!?
    was könnte man hier tun?

    liebe grüße sylvia

  10. #10
    Gesperrt
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    Ulrike
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    Standard AW: Wasser in den lungen

    Hallo Sylvia,

    wie verhält sich denn der Blutdruck? Entwässerungsmittel wirken ja auch eher noch zusätzlich blutdrucksenkend.

    Liebe Grüße Ulrike

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